Stadt & Leute

Einen Garten der Trauer angelegt

Garten der Jesuitenkirche lädt zur Auseinandersetzung mit dem Tod ein

Der Regiebetrieb Friedhöfe beim städtischen Landschafts- und Forstamt hat im Garten der Jesuitenkirche einen symbolischen Trauerweg angelegt.

Der Trauerweg im Garten der Jesuitenkirche
Der Trauerweg im Garten der Jesuitenkirche (Foto: Stadt Heidelberg)

Die Stadt Heidelberg beteiligt sich damit an der Ausstellung „Lebenskunst Sterben“, einem Kooperationsprojekt gemeinnütziger Einrichtungen, Kliniken, der Kirchen, des Caritasverbandes und des Diakonischen Werks Heidelberg. Der Garten der Trauer soll vor allem Jugendliche und junge Erwachsene Gedankenanstöße zum Trauern geben. Fünf städtische Auszubildende haben die Stationen des Pfades eigenhändig gestaltet.

Im Garten der Trauer wird Symbolisches spürbar: Ein schindelgedeckter Tunnel, der den Trauerpfad eröffnet, ist Behausung und Durchgang zugleich. Im weiteren Verlauf haben die jugendlichen Gestalter Wut, Meditation, Unsicherheit und nicht zuletzt das Licht am Ende des Tunnels fantasievoll umgesetzt. Die einfühlsamen Texte dazu stammen von Norbert Hornig, Leiter des Regiebetriebs Friedhöfe. Der Garten der Trauer soll dazu beitragen, den Tod vom Rand der Gesellschaft in die Mitte des Lebens zu holen. Für Pädagogen ist in der Kirche eine ausstellungsbegleitende Publikation erhältlich, verfasst von Schuldekan Ulrich Löffler. Der Leitfaden soll helfen, den Gefühlen und Fragen der Heranwachsenden angemessen zu begegnen.

Infos zu „Lebenskunst Sterben“ gibt es unter www.lebenskunst-sterben.de. Der Garten der Trauer ist bis 9. November von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. (cba/wei)