Stadt & Leute

Raum für junge Kultur?

Jugendgemeinderat will Bahnbetriebswerk als Kulturzentrum

Über Räume für junge Kultur diskutierten am 16. Oktober der Jugendgemeinderat und der Gemeinderat der Stadt auf einer gemeinsamen Sitzung. Die Jugendvertreter sehen in dem ehemaligen Bahnbetriebswerk am Ochsenkopf „ideale Bedingungen für ein soziales und politisches Kulturzentrum, das vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten offen steht.“

Bandproberäume, eigenständige kulturelle und politische Arbeit und eine Jugendhalle ließen sich dort verwirklichen, sind die Jugendlichen sicher. Ein Trägerverein, in dem sich interessierte Jugendgruppen zusammenschließen, könnte – so die Vertreter des Jugendgemeinderates – Organisation und Verwaltung des Bahnbetriebswerkes übernehmen. Außerdem wollen die Jugendlichen professionelle Beratung in Finanz- und Steuerfragen in Anspruch nehmen, um die Ausgaben möglichst gering zu halten und unabhängig vom kommerziellen Kulturbetrieb zu bleiben.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und die Fraktionen des Gemeinderates stehen dem Anliegen der Jugendlichen nach Raum für Jugendkultur grundsätzlich positiv gegenüber. Der OB möchte zunächst eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Dezernenten für Familie, Soziales und Kultur, Dr. Joachim Gerner, einrichten, die ein Nutzungskonzept und eine Trägerstruktur für das Bahnbetriebswerk erarbeitet. Der Gemeinderat wird mit dem Haushalt über eine Planungsrate zu entscheiden haben.

Positiv äußerten sich die Räte aller Fraktionen zur Arbeit des Jugendgemeinderates. Das Programm der Jugendlichen sei „umfangreich“ und „beeindruckend“, der Rat eine Plattform, sich selbst zu erproben, und deutlich zu machen, welche positiven Anregungen von Jugendlichen ausgingen.

Weitere Infos zum Jugendgemeinderat unter www.heidelberg.de/jugendweb (eu)