Stimmen aus dem Gemeinderat

GAL-GRÜNE

Ulrike Beck

Der 1. Preis – auch für den Verkehr?

Ulrike Beck

Zu Recht hat die Jury Ende Januar im Preisgericht zur Neckaruferpromenade einstimmig dem inzwischen schon viel beachteten Entwurf der Heidelberger Architektengemeinschaft AAG Loebner-Schäfer-Weber, Jürgen Mayer und Schröder-Stichs-Volkmann zusammen mit dem Weinheimer Landschaftsarchitekten Michael Palm den ersten Preis zugesprochen. Als Sachpreisrichterin – und dadurch mit Laienblick ausgestattet – wohnte ich auch dem 2. Teil des interessanten Wettbewerbs Neckaruferpromenade bei.

Eindrucksvoll unaufgeregt setzt das Team die Leitidee der Stadt an den Fluss als lineare Verbindung von kleinräumigen Orten um. Die Einladung zum Verweilen am Fluss macht Lust auf die Realisierung.

Noch nicht überzeugend hingegen ist die Führung des Verkehrs in diesem Konzept. Will man Anwohnerverkehr, Zulieferer, insbesondere für die umgebaute Stadthalle, Radverkehr und ÖPNV auf angemessene Weise einbinden, verliert der Architektenentwurf zwangsläufig einen Teil seiner Strahlkraft. Hierin liegt der Schwachpunkt der Ausschreibung. Die Stadt Heidelberg ist in der Pflicht, eine Konzeption zu realisieren, von der nicht nur Touristen begeistert sind sondern ganz nachdrücklich auch Menschen, die hier Alltag leben.