Stimmen aus dem Gemeinderat

CDU

Otto Wickenhäuser

Die Bahnstadt wird immer attraktiver ...

Otto Wickenhäuser

... und ist eine Fläche, die für Investoren immer interessanter wird; vor diesem Hintergrund schreitet die Bebauung sehr gut voran – das gilt für die Wohnbebauung genauso wie für gewerbliche Baumaßnahmen und Flächen, auf denen der Science Campus entsteht. Heidelberg kann glücklich sein, diese Flächen des alten Güterbahnhofes und der sonstigen Bahnanlagen für eine solche Erweiterung nutzen zu können. Die Stadt muss nur aufpassen, dass ihre eigenen notwendigen Maßnahmen in dem neuen Stadtteil nicht in den Planungen stecken bleiben, sondern mit dem von den Investoren vorgegebenen Tempo mithalten. Aber dazu sind mit der Verlängerung des Querbahnsteiges am Bahnhof und mit dem Bau des Kindergartens ja bereits die ersten Schritte getan.

Leider ist es um die anderen wichtigen Projekte in der Stadt sehr still geworden. Man hört wenig von neuen Aktivitäten zu einem Kongresszentrum. Oder etwa „Stadt an den Fluss“? Unser wichtigstes Projekt. Ist das vollkommen tot? Eine kleine Bitte hierzu am Rande: Gerne würden die Bewohner von Bergheim und Wieblingen wieder einmal den ehemaligen Pfad am alten Neckar zwischen diesen beiden Stadtteilen zum spazieren gehen nutzen, – nur eben nicht mit einem Verbandspäckchen einsatzbereit in der Hand, weil sie heute bei den dortigen dornigen Hecken nicht ohne entsprechende Verletzungen davonkommen; hier wäre „Stadt an den Fluss“ relativ einfach zu realisieren und die Bevölkerung könnte wieder an einem der schönsten und wildesten Neckararme promenieren. Sind die von SPD und Grünen durchgesetzten Sparmaßnahmen nun schon so weit, dass für die Pflege der Spazierwege kein Geld mehr übrig bleibt?

Auch ein Wort zu den weiteren Einsparungen beim Heidelberger öffentlichen Nahverkehr. Weiter stehen von den Omnibuslinien nur noch die Linien 34 und 35 zur Disposition. Dass es bei der Linie 34 zu Änderungen kommen wird, ist wohl eine Folge der Einbindung dieser Linie in die Bahnstadt. Die Linie 35 sollte dagegen nicht angetastet werden und weiterhin durch die Bergheimer Straße geführt werden – zumal der Hauptbahnhof mit Wieblingen durch die OEG direkt angebunden ist. Für die Linie 35 wollen die Bürger die Beibehaltung der jetzigen Streckenführung, nur sie kommt bei den Fahrten in die Stadt und zu den Einrichtungen in der Bergheimer Straße ohne die Kurven über jede andere Streckenführung aus und bietet an der Haltestelle „Betriebshof“ die besseren Umsteigemöglichkeiten nach Norden an.