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www.stadtblatt. heidelberg.de www.heidelberg.de/ bekanntmachungen Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg 17. Juni 2026 / Ausgabe 17 / 34. Jahrgang THEMA Anpreisung Titelthema S. X › Bürgerentscheid zu Windenergie in Heidelberg Soll die Stadt Heidelberg grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf als Standort für Windkraftanlagen entwickeln?

SONDERBEILAGE BÜRGERENTSCHEID LAMMERSKOPF 2 17. Juni 2026 Darum geht es beim Bürgerentscheid Heidelbergerinnen und Heidelberger können über Windenergie am Lammerskopf abstimmen I n Heidelberg findet am Sonntag, 12. Juli, ein Bürgerentscheid statt. Heidelbergerinnen und Heidelberger können über folgende Frage abstimmen: „Soll die Stadt Heidelberg grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf auf ihrer Gemarkung als Standort für Windkraftanlagen entwickeln?“ Worum geht es? Eine Projektgemeinschaft (siehe Seite 3) plant den Bau eines Bürgerwindparks am Lammerskopf. Dafür muss die Stadt Heidelberg die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Der Bürgerentscheid klärt, ob die Stadt diesen Weg gehen soll. Was ist geplant? Die Projektgemeinschaft plant bis zu sieben Windräder auf Heidelberger Gebiet. Ein weiteres Windrad könnte auf einer Fläche in Neckargemünd entstehen (siehe Abbildung oben). Auch die Bürgerinnen und Bürger in Neckargemünd stimmen darüber am 12. Juli ab. Zu erwartender Ertrag Pro Windenergieanlage rechnet die Projektgemeinschaft mit einem Stromertrag, der rund 5.000 Haushalte versorgen könnte. Die acht geplanten Anlagen könnten somit insgesamt etwa 40.000 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgen. Zur Fläche Der Lammerskopf ist ein Höhenzug zwischen Ziegelhausen, Schönau und Neckargemünd. Die betreffende Fläche gehört dem Land Baden-Württemberg. Die Landesanstalt Forst Baden-Württemberg (ForstBW) hat sie für den Bau vonWindenergieanlagen ausgeschrieben. Eignung für Windenergie Laut Windatlas Baden-Württemberg zählt der Lammerskopf zu den potenziell ertragreichsten Standorten in der Region. In 175 Metern Höhe wurde dort eine mittlere Windgeschwindigkeit von 6,4 Metern pro Sekunde gemessen. Der zu erwartende Stromertrag wäre damit am Lammerskopf 72 Prozent höher als an einem Vergleichsstandort in der Ebene. FFH-Gebiet Am Lammerskopf befinden sich ein Landschaftsschutzgebiet sowie ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFHGebiet). Das FFH-Gebiet schützt vor allem Buchenwaldbestände, die auf Teilflächen des Gebiets wachsen. Kritikerinnen und Kritiker des geplanten Windparks befürchten, dass der Bau der Windräder nicht mit dem Natur- und Artenschutz vereinbar sei. Ein Gutachten hat aber bestätigt, dass Teilflächen auf Heidelberger Gebiet für Windräder genutzt werden können, ohne wertvolle Naturflächen und geschützte Arten zu gefährden. Die Zuwegung könnte über bestehende Waldwege erfolgen. Ihre Umweltauswirkungen wären Gegenstand des anschließenden Genehmigungsverfahrens. Wie viel Fläche wird benötigt? Für den Bau einer Windenergieanlage werden 1 bis 1,5 Hektar Fläche benötigt. Die Zuwegung ist hier bereits eingerechnet. Von den 40 Hektar Wald (rund 56 Fußballfelder) auf Heidelberger Gemarkung, die sich laut Gutachten für den Bau von Windrädern eignen, werden also maximal rund 10,5 Hektar genutzt. Rund ein Drittel dieser Fläche kann später wieder aufgeforstet werden. Zum Bürgerentscheid Der Oberbürgermeister hat dem Gemeinderat vorgeschlagen, einen Bürgerentscheid durchzuführen, da das Thema in der Stadtgesellschaft intensiv diskutiert wird und es sich um eine Grundsatzentscheidung handelt. Der Bürgerentscheid soll klären, wie mit den Flächen auf Heidelberger Gebiet weiter verfahren werden soll. 3 3 3 37 37 37 37 45 45 45 3 3 535 Dossenheim Schönau Wilhelmsfeld Neckarsteinach Heidelberg Neckargemünd Schriesheim Peterstal Ziegelhausen Kleingemünd Dilsberg Grein Darsberg Rainbach Mückenloch Waldhilsbach Lammerskopf Schlierbach Altstadt Südstadt Boxberg Kirchheim Bahnstadt Handschuhsheim Neckar Neckar Neckar Neckar Windpark Greiner Eck © Forum Energiedialog Eine Projektgemeinschaft möchte am Lammerskopf einen Bürgerwindpark mit sieben Windrädern auf Heidelberger Gemarkung und einem auf Neckargemünder Gemarkung bauen. (Grafik Forum Energiedialog) FRAGE „Soll die Stadt Heidelberg grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf auf ihrer Gemarkung als Standort für Windkraftanlagen entwickeln?“ JA Die Stadt schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Windenergie am Lammerskopf. Gemeindegrenzen bestehend | Windpark Greiner Eck Windenergieanlagen Vorranggebiet fürWindenergienutzung (Stand: 12 | 2025) GeeigneteTeilbereiche fürWindenergieanlagen geplant | Gemarkung Heidelberg geplant | Gemarkung Neckargemünd Die Stadt wird nicht tätig. NEIN

SONDERBEILAGE BÜRGERENTSCHEID LAMMERSKOPF 3 17. Juni 2026 Wann ist der Bürgerentscheid erfolgreich? Die Mehrheit der gültigen Stimmen (ja oder nein) entscheidet. Diese Mehrheit muss jedoch zugleich mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten betragen – in Heidelberg wären das rund 22.000 Stimmen. Wird dieses sogenannte Quorum nicht erreicht, gilt der Bürgerentscheid als nicht entschieden. Dann entscheidet der Gemeinderat. Ein gültiger Bürgerentscheid ist für drei Jahre bindend. Was passiert bei einem „Ja“? Stimmt die Mehrheit mit „Ja“ und wird das Quorum erreicht, ist die Stadt an dieses Ergebnis gebunden. Sie muss dann die planungsrechtlichen Schritte einleiten, die einen Windpark am Lammerskopf ermöglichen würden. Der Bau vonWindenergieanlagen ist mit einem Ja aber nicht automatisch beschlossen. Dafür sind nach einer Änderung des Flächennutzungsplans noch weitere Schritte notwendig. › Die Projektgemeinschaft muss weitere Fachgutachten einholen. › Danach wird innerhalb eines Genehmigungsverfahrens nach Bundes-Immissionsschutzgesetz geprüft, ob und wie viele Windräder am Lammerskopf mit den einschlägigen Gesetzen wie beispielsweise zum Naturschutz und zumWasserrecht vereinbar wären. › Die Genehmigung erfolgt durch die Untere Immissionsschutzbehörde, die bei der Stadt Heidelberg angesiedelt ist. Was passiert bei einem „Nein“? Wenn dieMehrheit mit „Nein“ stimmt und das Quorum erreicht wird, darf der Gemeinderat keine Planungen für denWindpark vornehmen. Ein gültiger Bürgerentscheid hat dieselbe Wirkung wie ein Gemeinderatsbeschluss. Innerhalb der nächsten drei Jahre kann er nur durch einen neuen Bürgerentscheid geändert werden. red Mehr Antworten auf häufig gestellte Fragen unter www.heidelberg.de/ lammerskopf CHRONIK Anfang 2023 ForstBW schreibt eine Landesfläche am Lammerskopf zum Bau eines Windparks aus. Dafür ist keine Zustimmung der Kommunen notwendig. März 2023 Eine lokale Projektgemeinschaft bewirbt sich mit einem Konzept für einen Bürgerwindpark mit 10 bis 15 Windenergieanlagen. Oktober 2023 Die Projektgemeinschaft erhält den Zuschlag von ForstBW. März 2026 Die Stadtverwaltung schlägt dem Gemeinderat vor, einen Bürgerentscheid zur Thematik durchzuführen. September 2023 Der Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) hat die Aufgabe, Vorranggebiete für Windenergie in einem Teilregionalplan auszuweisen. Diese müssen einen vorgegebenen Flächenanteil am Verbandsgebiet umfassen. Die Stadt schlägt dem VRRN unter anderem das Gebiet Lammerskopf vor. Dezember 2025 Der VRRN entscheidet, das Gebiet Lammerskopf nicht in den Teilregionalplan Windenergie aufzunehmen. Die Begründung: ungeklärte Fragen zur Zuwegung. Diese sind üblicherweise erst Teil des Genehmigungsverfahrens. Dezember 2025 Die Stadt strebt daraufhin eine kommunale Lösung an – auf einer kleineren Fläche auf Heidelberger Gemarkung. Projektgemeinschaft Eine lokale Projektgemeinschaft möchte am Lammerskopf einen Bürgerwindpark bauen. Sie besteht aus der Heidelberger Energiegenossenschaft, der Energiegenossenschaft Starkenburg, der Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau, der Stadtwerke-Kooperation Trianel Wind und Solar, an der die Stadtwerke Heidelberg beteiligt sind, sowie den Stadtwerken Heidelberg. Stadt Heidelberg Da der Verband „Region Rhein-Neckar“ die Fläche am Lammerskopf nicht als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen hat, kann die Stadt die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür über eine Änderung des Flächennutzungsplans selbst schaffen. Forum Energiedialog Die Stadt erarbeitet ihre Infoangebote zum Bürgerentscheid gemeinsam mit dem Forum Energiedialog des Landes Baden-Württemberg. Das Forum arbeitet allparteilich und schafft den Rahmen für eine sachliche, faire und ergebnisoffene Debatte. Zu den Beteiligten Beim Blick von der Alten Brücke wären vier Windenergieanlagen zu sehen.

4 17. Juni 2026 STELLUNGNAHME DER GEMEINDEORGANE SPD Prof. Dr. Anke Schuster Lammerskopf: gemeinsam gut entscheiden Der Bürgerentscheid zum Lammerskopf ist für Heidelberg wichtig. Ein Bürgerwindpark wäre ein Großprojekt. Er würde noch viele Haushalte & Gemeinderäte beschäftigen. Er würde hohe Investitionen binden. Deshalb sollen die Bürgerinnen & Bürger selbst entscheiden. Unsere SPD-Haltung ist klar. Die Umweltprüfung ist positiv. Auf Heidelberger Fläche können sieben Windräder umweltverträglich gebaut werden. Das unterstützen wir. Der Lammerskopf ist besonders windreich und verspricht hohe Erträge. Natur- & Artenschutz müssen dabei verbindlich gesichert bleiben. Stadtwerke und Energiegenossenschaften sind starke Partner. So bleibt dieWertschöpfung in Heidelberg. Wir nehmen die Sorgen derMenschen ernst. Der Lammerskopf istWald, Landschaft & wichtiger Erholungsraum. Teile sind FFH-Schutzgebiet. Viele sorgen sich umTiere, Pflanzen&das Landschaftsbild. Die Prüfung zeigt: Naturschutz & Windkraft sind gemeinsam möglich. Heidelberg braucht mehr erneuerbare Energie aus der Region. Dasmacht uns unabhängiger vonweltweiten Energie- und Rohstoffmärkten. Windkraft liefert grünen Strom für Haushalte & Betriebe. Dieser Strom kann Wärmepumpen der Stadtwerke antreiben. So kann grüne Fernwärme für Heidelberg entstehen. Das stärkt Klimaschutz, Versorgungssicherheit und lokale Unabhängigkeit. Der Bürgerentscheid ist gelebte Demokratie. Wir wollen eine faire Debatte ohne Angstbilder oder Schönreden. Heidelberg braucht eine gut begründete & verantwortbare Entscheidung. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Prof. Dr. Nicole Marmé Windräder dort, wo sie am besten stehen Die CDU-Fraktion Heidelberg unterstützt die Ziele der Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien. Eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Stromversorgung ist eine zentrale Aufgabe für Deutschland ebenso wie für Heidelberg. Zur Windenergie gehört dabei die Frage, an welchen Standorten sie naturverträglich und mit vertretbarem Aufwand am besten umgesetzt werden kann. Der Standort Lammerskopf in Heidelberg ist daher über Jahre umfassend fachlich geprüft worden. ImVerfahren zum Teilregionalplan Windenergie hat der Verband Region Rhein-Neckar die rund 600 Hektar große Fläche eingehend untersucht. Der Planungsausschuss lehnte im November 2025 eine Aufnahme als Vorranggebiet ab, die Verbandsversammlung bestätigte dies imDezember 2025. Die Fläche ist damit nicht als regionales Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen. Für diese Einordnung waren naturschutzfachliche Gründe und offene Fragen der Erschließung maßgeblich. Die Heidelberger Teilfläche liegt vollständig in einem FFH-Schutzgebiet, der gesamte Bereich in einem Landschaftsschutzgebiet. Auch die benachbarten Gemeinden im Raum Schönau haben eine Ausweisung abgelehnt. Aus Sicht der CDU-Fraktion sollte das Ergebnis der regionalen Planung Bestand haben. Eine Fläche, die in einem geordneten Verfahren und mit breiter Mehrheit nicht als Vorranggebiet eingestuft wurde, sollte nicht über einen kommunalen Sonderweg erneut aufgerufen werden. Der Ausbau der Windkraft gehört dorthin, wo die Regionalplanung geeignete Flächen ausgewiesen hat. Energiesicherheit endet auch nicht an Stadtgrenzen; sie muss regional gedacht werden, gerade dann, wenn es in der Region fachlich besser geeignete Standorte gibt. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Dr. Ursula Röper, Florian Kollmann Ja zur Energiewende – Ja zur Windkraft am Lammerskopf Am 12. Juli entscheiden wir in Heidelberg über eine wichtige Zukunftsfrage: Wollen wir unseren Beitrag zu einer sicheren, verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung leisten - oder folgen wir dem „Not inmy backyard“-Prinzip und verweigern uns der Verantwortung? Für uns ist klar: Wir sagen JA zur Windkraft in Heidelberg! Denn die Energiewende ist weit mehr als Klimaschutz. Sie sorgt für eine sichere Energieversorgung, macht uns unabhängiger von fossilen Importen und schützt uns vor den Preisschocks internationaler Krisen. Wind und Sonne müssen nicht importiert werden! Sie stehen vor Ort zur Verfügung und ermöglichen verlässliche Energiepreise. Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir beides: Photovoltaik liefert vor allem im Sommer Strom. Windkraft ergänzt sie ideal, weil sie vor allem in den Herbst- und Wintermonaten hohe Erträge erzielt. Nur durch dieses Zusammenspiel können wir ausreichend erneuerbaren Strom erzeugen. Dabei kommt es auf die richtigen Standorte an. Der Lammerskopf zählt zu den windstärksten Standorten im nördlichen Baden-Württemberg. Dort weht der Wind deutlich stärker und gleichmäßiger als in der Rheinebene. Deshalb liegen auch die Erträge erheblich über denen in der Ebene – ein Unterschied ums Ganze! Mit denWinderträgen, die in der Ebene zu erwarten sind, lassen sichWindräder nicht wirtschaftlich betreiben. Die Frage ist also nicht, ob auf dem Lammerskopf oder in der Ebene gebaut wird. Sondern ob sich in unserer Region überhaupt Windräder drehen werden. Uns ist besonders wichtig, dass die Energiewende nicht auf Kosten der Natur vorangebracht wird. Schon im bisherigen Verlauf wurde umfassend geprüft, wie der Windpark mit Rücksicht auf geschützte Lebensräume und gefährdete Tierarten entwickelt werden kann. Gut so! Für jede einzelne Anlage sind zudemweitere Genehmigungs- und Prüfverfahren erforderlich. Ein JA im Bürgerentscheid bedeutet keine endgültige Entscheidung, alle Prüfverfahren werden weitergehen. Es wird jetzt nur entschieden, dass der Prozess weiterverfolgt wird. Naturschutz und Energiewende werden also sorgfältig miteinander abgewogen. Die Klimakrise bedroht bereits heute Wälder, Artenvielfalt und Wasserhaushalt. Deshalb dürfen Klima- und Naturschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides gehört zusammen! Am 12. Juli geht es darum, Verantwortung für Heidelberg zu übernehmen: für Klimaschutz, Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Energieversorgung aus Bürgerhand. Der Lammerskopf bietet dafür eine Chance, die wir nutzen sollten. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Wir sagen JA zur Windkraft in Heidelberg! (Foto Arron/Unsplash) Stimmen aus dem Gemeinderat

5 17. Juni 2026 STELLUNGNAHME DER GEMEINDEORGANE Die PARTEI Björn Leuzinger Das Weldeorakel ... ... hat als Antwort schon auf den letzten Bürgerentscheid „Ja“ gehabt. Auch bei diesem ist Ja die einzig logische. Die Windräder können per Zeppelin angeliefert, im Design an schöne Windmühlen angepasst werden und Strom liefern sie auch. info@die-partei-heidelberg.de IDA Dr. Gunter Frank Die geplanten Windräder am Lammerskopf wären ... ... etwa 250 m hoch. Zum Vergleich: Der Mannheimer Fernsehturm ist 217 m und der Messeturm in Frankfurt 256 m hoch. In Heidelberg würde man diese 250 m hohen Kolosse praktisch immer und von überall sehen können. info@ida-hd.de GAL Michael Pfeiffer Windkraftanlage Ich begrüße die geplante Windkraftanlage ausdrücklich. Windenergie schützt das Klima, reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energien und stärkt die regionale Versorgung. Die Kritik von Ministerin Reichel, CDU, u. Weidel, AfD, ist hinterwäldlerisch mp-pfeiffer@gmx.net Fraktionsgemeinschaft FDP/FWV Tim Nusser (FDP), Frank Beisel (FWV), Karl Breer (FDP) Kreuz statt Lanze Anders als Don Quijote kämpfen wir heute nicht gegen Windmühlen, sondern entscheiden über sie. Gerade weil die Argumente auf beiden Seiten ernst zu nehmen sind und die Meinungen in HD und in unserer Fraktion auseinandergehen, sind nun Sie gefragt. Diese Entscheidung gehört in die Hände der Bürger. Bereits im Kommunalwahlkampf haben wir deutlich gemacht, dass liberale Politik auf Vertrauen in die Bürger setzt. Die gewichtigen Argumente auf beiden Seiten verdienen es, verstanden zu werden und von jedem vorsichtig selbst abgewogen zu werden. Deshalb werben wir nicht für eine vorgegebene Antwort, sondern für eine hohe Beteiligung. Informieren Sie sich, wägen Sie die Argumente ab und treffen Sie Ihre Entscheidung. info@fdpfwv.de Fraktionsgemeinschaft Die Linke Bernd Zieger (Die Linke) Die Linke sagt JA beim Bürgerentscheid Wir rufen dazu auf, beimBürgerentscheid am 12.7. mit JA zu stimmen. Damit können die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau von Windenergieanlagen auf dem Lammerskopf geschaffenwerden. Baden-Württemberg liegt beim Bau von Windkraftanlagen deutlich zurück. Wir brauchen diese aber dringend für die Energiewende und um unabhängig von Öl, Gas und Kohle zu werden. Mit den geplanten Anlagen können ganze Stadtteile kostengünstigmit Strom versorgt werden. gemeinderat@dielinke- hd.de Bunte Linke Hildegard Stolz (Bunte Linke) NEIN beimBürgerentscheid Unsere Bunte Zeitung zur Kommunalwahl 2024 (www. bunte-linke.de) begründete schon, warumwirWindkraftanlagen im Wald bei hoher ökologischerWertigkeit, insb. FFH-Gebiet Lammerskopf, für nicht vertretbar halten. buntelinke@gmx.de AfD Timethy Bartesch, Sven Geschinski, Albert Maul Windindustrie schadet Mensch und Natur Klimawahn und Energiewende ruinieren unser Land. Die klimapolitische Transformation soll uns irre 6.000 Mrd. Euro bis 2045 kosten. Der Schrottstrom kostet uns Milliarden. Flatterstrom verursacht Stromausfälle. Energiewende: Ohne Speicher nicht machbar – mit Speichern nicht bezahlbar. Das sind die Inhalte unserer Plakate, jetzt im Stadtbild gut sichtbar. In unserem Flyer und auf unserer Webseite bekräftigen wir das Nein und erklären die Aussagen. Grundlage sind die mit vielen Quellen hinterlegten Anträge unserer AfDBundestagsfraktion. afdheidelberg.de/nein -zur-windindustrie-auf- dem-lammerskopf/ geschaeftsstelle@afd- fraktion-heidelberg.de Die Heidelberger Marliese Heldner Lammerskopf: Nun entscheiden die Bürgerinnen und Bürger! Bereits im Jahr 2019 hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt, dass Heidelberg bis zum Jahr 2030 weitestgehend klimaneutral werden soll. Durch die Energiewende wird unser Strombedarf steigen und auch Heidelberg muss einen Beitrag zur Energiewende leisten. Eine geeignete Fläche für Windenergie liegt auf dem Lammerskopf. Dort wurde bescheinigt, dass eine gute Windhöffigkeit gegeben ist, um wirtschaftlich einen Windpark zu betreiben. Das Konsortium Windpark Lammerskopf plant dort einen Bürgerwindpark auf Heidelberger Gemarkung. Damit die Stadt Heidelberg den planerischen Prozess für diesen Bürgerwindpark einleiten kann, muss ein Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplans gestellt werden. Beim jetzt von der Stadt initiierten Bürgerentscheid geht es nicht um die konkrete Planung oder Genehmigung einzelner Windenergieanlagen – sondern um die Frage, ob die Stadt Heidelberg die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine mögliche Entwicklung des Standorts Lammerskopf weiterverfolgen soll. Diese Entscheidung legt die Stadt nun in die Hand der Bürgerinnen und Bürger. Wenn Sie der Meinung sind, dass Heidelberg sich diesem Planungsverfahren stellen soll, dann stimmen Sie am 12. Juli 2026 mit Ja! info@dieheidelberger.de Fraktionsgemeinschaft HiB/Volt „Unechter“ Bürgerentscheid: Chance direkter Demokratie! Neben den politischen Schnittmengen haben wir auch deshalb eine gemeinsame HiB/Volt-Fraktion, weil wir Politik anders machen wollen: transparent, ehrlich und respektvoll. Wir haben kritisiert, dass dieser Bürgerentscheid von der Verwaltung und nicht von Bürger*innen beantragt wurde. Das ist zwar legal, ist aber „unecht“. Es gibt bei HiB zwei etwa gleich starke Lager, die leidenschaftlich um den richtigen Weg ringen: einerseits die Klimaschützer*innen, die für die Windkraftanlagen sind, weil sie den Klimawandel für die größte Gefahr halten und daher fossile Brennstoffe vermeiden wollen. Andererseits die Naturschützer*innen, die gegen die Windkraftanlagen imWald sind, weil sie dort die Tier- und Pflanzenwelt zerstören. Wir rufen alle Bürger*innen auf, sich umfassend zu informieren und den Bürgerentscheid als Chance der direkten Demokratie zu nützen. Volt begrüßt, dass die Fraktion die Debatten, die in der Stadtgesellschaft stattfinden (sollten) so respektvoll führt. Neben dem Klimawandel belegen die Auswirkungen der globalen Konflikte, dass wir uns von der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern befreienmüssen. Volt empfiehlt daher Windkraftanlagen am Lammerskopf. info@hib-volt.de In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen die Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte. Gemeinderat online: www.gemeinde rat.heidelberg.de

6 17. Juni 2026 STELLUNGNAHME DER GEMEINDEORGANE „Es geht um die Frage, welche Zukunft wir unseren Kindern hinterlassen“ Stellungnahme von Oberbürgermeister Eckart Würzner Oberbürgermeister Eckart Würzner erklärt zum Bürgerentscheid am 12. Juli, warum er die Abstimmung vorgeschlagen hat, weshalb er den Standort Lammerskopf weiterverfolgen möchte und warum es aus seiner Sicht um Verantwortung für die Zukunft Heidelbergs geht. Oberbürgermeister Eckart Würzner Herr Würzner, warum sollen die Bürgerinnen und Bürger über Windenergie am Lammerskopf entscheiden? Oberbürgermeister Eckart Würzner Die Stadt Heidelberg hält den Standort für sehr gut geeignet – und ich persönlich auch. Der Regionalverband hat ihn zwar nicht als Vorrangfläche ausgewiesen. Das ist aber kein Ausschlusskriterium. Wir können als Stadt trotzdem die planerischen Voraussetzungen für Windkraft am Lammerskopf schaffen. Das ist eine grundlegende Richtungsentscheidung. Und da finde ich es richtig, dass die Bürgerinnen und Bürger die Entscheidung treffen. Warum ist dieser Bürgerentscheid aus Ihrer Sicht so wichtig? Würzner Weil es umweit mehr geht als um einen einzelnen Standort. Es geht um die Frage, ob Heidelberg bereit ist, Verantwortung zu übernehmen – für Klimaschutz, für eine sichere Energieversorgung und für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Wegen Digitalisierung, Wärmewende oder des Ausbaus der E-Mobilität steigt unser Bedarf an Strom deutlich. Gleichzeitig sind wir die erste Generation, die etwas vom Klimawandel spürt – und vermutlich die letzte, die noch etwas daran ändern kann. Wir haben hier eine Verpflichtung gegenüber unseren Kindern und Enkeln. Was ist Ihr wichtigstes Argument für Windenergie am Lammerskopf? Würzner Wir brauchen mehr regional erzeugten Strom aus erneuerbaren Quellen. Sonst gelingt die Energiewende nicht und wir bleiben abhängig von fossiler Energie und Zulieferungen aus Drittstaaten. Wir sehen gerade am IranKrieg, wie schnell so etwas unsere Wirtschaft und jeden Einzelnen treffen kann. Heidelberg hat große Erfolge beim Photovoltaik-Ausbau – reicht das nicht? Würzner Nein. Photovoltaik ist enorm wichtig, wird aber allein nicht ausreichen. Windenergie kann auch dann gewonnen werden, wenn die Sonne nicht scheint. Der Lammerskopf zählt zu den potenziell ertragreichsten Standorten für Windkraft in der Region – deshalb setze ich mich dafür ein, die Potenziale dort auch zu nutzen. Wie viel Strom kann am Lammerskopf gewonnen werden? Würzner Ein einziges Windrad dort könnte rechnerisch Strom für rund 5.000 Haushalte erzeugen. Das ist der komplette Stadtteil Ziegelhausen. Geplant sind 7 Anlagen auf Heidelberger Gemarkung und eine in Neckargemünd – das wäre in Summe also genug Energie für rund 40.000 Haushalte. Man kann hier wirklich von einem regional wirkungsvollen Beitrag sprechen – vor allem weil unser Strombedarf auch weiter ansteigt. Um wie viel steigt der Verbrauch? Würzner Eine Studie des Fraunhofer-Instituts sagt voraus, dass sich der Verbrauch bis 2045 mehr als verdoppeln könnte – von rund 17 Terawattstunden aktuell auf bis zu 38 Terawattstunden. Es geht also nicht nur um Klimaschutz. Es geht auch um die Frage, wie wir Heidelberg und die Region als starken Wirtschaftsstandort sichern. Unternehmen, Kliniken, Forschungseinrichtungen und private Haushalte sind auf eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung angewiesen. Es gibt Bürgerinnen und Bürger, die sich umNatur- und Artenschutz am Lammerskopf sorgen. Was sagen Sie ihnen? Würzner Ich nehme diese Sorgen sehr ernst. Wichtig sind mir zwei Aspekte: Zum einen gibt es eine umfassende Natura-2000Ver t räg l ichkeit suntersuchung. Demnach können Teilflächen am Lammerskopf für Windkraft genutzt werden, ohne dass die Schutzziele eines FFH-Gebiets gefährdet werden. Das hat auch das Regierungspräsidium bestätigt. Um es klar zu sagen: Natur- und Artenschutz sind also mit Windenergieanlagen am Lammerskopf vereinbar! Es gibt noch Fragen bei der Zuwegung, aber diese können im weiteren Verfahren geklärt werden. Und der zweite Aspekt? Würzner Es geht nicht darum, den gesamten Höhenzug in Anspruch zu nehmen. Wir reden von bis zu sieben Anlagen auf Heidelberger Gemarkung – pro Anlage werden 1 bis 1,5 Hektar benötigt. Und etwa ein Drittel davon kann nach dem Bau wieder aufgeforstet werden. Es werden also nur kleine Teilflächen in Anspruch genommen. Warum ist es Ihnen wichtig, dass Heidelberg hier Verantwortung übernimmt? Würzner Weil wir die Lasten der Energiewende nicht nur anderen überlassen dürfen. Es ist einfach nicht gerecht, wenn städtische Räume in hohem Maße von sauberer Energie profitieren, sich aber aus der Verantwortung für ihre Erzeugung zurückziehen. Ich freue mich deshalb darüber, dass auch unsere Stadtwerke Heidelberg im Konsortium dabei sind, die den Windpark betreiben wollen. Das Konsortium steht für einen Bürgerwindpark – welche Rolle spielt das? Würzner Der Strom bleibt in der Region, die Wertschöpfung ebenso und die Bürgerinnen und Bürger können sich sogar daran beteiligen und selbst profitieren. Ich finde es sehr sympathisch, dass nicht ein anonymer Großkonzern den Windpark betreiben würde – sondern Energiegenossenschaften mit Akteurinnen und Akteuren aus unserer Region. Das sind Menschen, die auch dafür stehen, dass mit unserer Heimat sorgsam umgegangen wird. Was wünschen Sie sich für die Wochen bis zum Bürgerentscheid – und für den 12. Juli selbst? Würzner Ich wünsche mir eine faire, sachliche und respektvolle Debatte und eine hohe Wahlbeteiligung am 12. Juli. Ich werbe für den Windpark am Lammerskopf. Aber die Entscheidung liegt bei den Bürgerinnen und Bürgern. fr/tir GROßES POTENZIAL = 5.000 Haushalte 1 = 40.000 Haushalte 8 WACHSENDER STROMBEDARF IN DER REGION Im Jahr 2026 17 TWh Im Jahr 2045 38 TWh TWh = Terrawattstunden Quelle: Fraunhofer-Institut – Stromstudie für die MRN

7 SONDERBEILAGE BÜRGERENTSCHEID LAMMERSKOPF 17. Juni 2026 ProWaldProWind und NOW Ziegelhausen Windkraft imWaldbremst dieEnergiewende Eins ist klar: Wir brauchen die Energiewende, so schnell wie möglich, aber auf naturverträglichen Flächen! Das ist der Sinn der Regionalplanung, die der Regionalverband VRRN verantwortungsbewusst verwirklicht hat. Von Beginn an war klar, dass in einem europäischen Schutzgebiet Flora-Fauna-Habitat (FFH) wie dem Lammerskopf gilt: Der Erhaltungszustand der zu schützenden Arten darf sich nicht verschlechtern. Aus diesem Grund hat der VRRN das Gebiet aus der Regionalplanung genommen. Allein die Zuwegung würde das erlaubte Maß an Zerstörung des geschützten Hainsimsen-Buchenwalds überschreiten. Damit ist klar, dass der Bau vonWindkraftanlagen gegen EU-Recht verstößt und somit rechtswidrig ist! Wegen der hohen Investitionsnebenkosten sind Anlagen im Wald teuer und können bei Ausschreibungen der Bundesnetzagentur nicht erfolgreich mitbieten. Mit dem Fokus auf Waldstandorte wird in BaWü die Energiewende ausgebremst! www.prowaldprowind.de und www.now-ziegelhausen.de BUND Heidelberg Windenergie und Naturschutz in Heidelberg gemeinsam denken Der BUND Heidelberg unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien ausdrücklich, auch vor Ort. Der Bürgerentscheid betrifft ein ökologisch sensibles Gebiet. Der BUND bewertet dies kritisch – nicht aus Ablehnung der Windenergie, sondern wegen der besonderen naturschutzfachlichen Bedeutung. Im Zentrum steht das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000, zu dem das FFH-Gebiet „Steinachtal und Kleiner Odenwald“ gehört. Diese Gebiete sichern den Erhalt wertvoller Lebensräume und gefährdeter Arten. Eingriffe sind nur zulässig, wenn Erhaltungsziele nicht beeinträchtigt werden – was noch geprüft werden muss. Denn wichtig: Ein Bürgerentscheid kann rechtlich keine naturschutzfachliche Prüfung ersetzen. Egal wie der Bürgerentscheid ausgeht, vor einem Bau wird eine solche Prüfung erfolgen müssen. Der Bürgerentscheid gibt den politischen Willen vor, doch rechtliche und naturschutzfachliche Vorgaben bleiben auch dann bindend. www.bund-heidelberg.de vorstand@bund-heidelberg.de Windkraft für Heidelberg Ja fürWindkraft! Klimafreundliche, günstige und unabhängige Energie für Heidelberg In Zeiten von Krieg, Klima- und Energiekrise sind einfache Lösungen selten. Noch seltener können wir selbst direkt Einfluss auf sie nehmen. Die Wahl am 12.07. ermöglicht beides. Seit Jahrzehnten ist klar: Die Klimakrise ist eine existenzielle Bedrohung. Deshalb müssen wir raus aus Kohle, Öl und Gas. Allein das ist Grund genug, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Doch sie bieten noch weitere Vorteile: Der Iran-Krieg zeigt erneut, wie abhängig uns Öl und Gas von Krisen und autoritären Regimen machen. Erneuerbare Energien schaffen dagegenmehr Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit. Die geplantenWindräder stärken zudem unsere Region. Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen, Wertschöpfung und Gewinne bleiben vor Ort statt bei internationalen Konzernen. Auch wirtschaftlich ist die Sache klar: Erneuerbare Energien sind die günstigste Form der Stromerzeugung. Deshalb am 12.07.: Ja zur Windkraft in Heidelberg. www.windkraft-heidelberg.de heidelberg@fridaysforfuture.is ForstBW ForstBWund die Frage: warumder Lammerskopf? Die Flächen auf dem Lammerskopf, die für den Bau von Windrädern vorgesehen sind, gehören dem Land Baden-Württemberg und werden von ForstBW bewirtschaftet. Dabei legt ForstBW Wert auf nachhaltige Waldwirtschaft, die alle Ansprüche an den Wald berücksichtigt. ForstBWsteht voll hinter dem Ziel der Landesregierung, erneuerbare Energien imLand auszubauen. Dabei werden Staatswaldflächen, die fürWindräder zur Verfügung stehen sollen, sorgfältig ausgesucht. Die Flächen von 590 ha weisen neben großemWert für denNaturschutz eine Windleistungsdichte von bis zu 375W/ m² in 160 m Höhe auf, die in der Region ihresgleichen sucht. Windräder müssen sich dort drehen, wo derWind weht! Hier können Naturschutz und Windkraft nebeneinander bestehen. ForstBW unterstützt daher das KonsortiumBürgerwindparkLammerskopf dabei, Kompromisslösungen zu erarbeiten. So kann die Universitätsstadt Heidelberg zumAusbau derWindenergie beitragen. www.forstbw.de odenwald@forstbw.de NABU Heidelberg Kein Windpark im LammerskopfWald! Der Lammerskopf ist europäisches Fauna-Flora-Habitat (FFH) Gebiet mit altemLaubwald und gefährdeten Tierarten. Ein Windpark würde dieses bedeutende Ökosystemmassiv schädigen. Der Regionalverband VRRN und das Regierungspräsidium haben diesen Standort aus guten Gründen aus der Windenergie-Planung gestrichen. Bedeutende Teile des Waldes müssten für Zuwegung, Freiflächen und Fundamente dauerhaft freigehalten werden. Das würde die Zerstörung von unersetzlichem Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bedeuten. Auch ginge damit ein wichtiges Naherholungsgebiet mit kühler, reiner Luft verloren. Der NABU unterstützt die Energiewende, für sie darf aber der Naturschutz nicht aufgegeben werden. Die Region bietet genügend alternative Flächen imOffenland, dort ist ein effizienter Betrieb möglich, ohne dass wertvoller Wald zerstört werden muss. Denn der Wald selbst ist unser Klimaschützer. 0622 73 606 71 www.nabu-heidelberg.de @nabu_heidelberg Projektgemeinschaft Bürgerwindpark Unser Bürgerwindpark: Klima- und Naturschutz gemeinsam denken Der Bürgerwindpark ist ein gemeinsames Projekt von drei regionalen Energiegenossenschaften und den Stadtwerken. Die Bevölkerung kann sich finanziell beteiligen und von den Erträgen profitieren. Das ist echte Energiewende in Bürgerhand. Der Naturschutz hatte von Anfang an höchste Priorität. Ein Projektbeirat beteiligt lokale Umwelt- und Naturschutzverbände an der Planung. Aufwendige Gutachten belegen, dass am Lammerskopf Windräder naturverträglich möglich sind. Heidelberg profitiert von günstigem Ökostrom, den Haushalte und Gewerbe durch lokale Stromtarife nutzen können. Auch bei der Fernwärme machen wir uns so dauerhaft unabhängiger von fossilen Importen. Die Gewerbesteuereinnahmen des Windparks kommen allen zugute. AmLammerskopf habenwir die Chance, einen guten Teil unserer Energie direkt vor der Haustür zu produzieren. Mit einem JA am 12. Juli setzen Sie ein klares Zeichen für lokalen Klima- und Naturschutz. www.windkraft-heidelberg.de Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich.

SONDERBEILAGE BÜRGERENTSCHEID LAMMERSKOPF 8 INFORMATION IN ENGLISH For a leaflet containing information on the referendum in English please visit stdhd.de/s/referendum 17. Juni 2026 Hier gibt es Informationen zum Entscheid Stadt und Forum Energiedialog bieten verschiedene Infoformate an Im Vorfeld zum Bürgerentscheid am Sonntag, 12. Juli, informiert die Stadt Heidelberg mit einer Reihe von Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Dialogangeboten über den Bürgerentscheid und das Thema Windenergie in Heidelberg. Dazu gehört auch die Reihe „Energiedialog vor Ort“, die Stadtverwaltung und Forum Energiedialog BadenWürttemberg gemeinsam anbieten. Interessierte können sich über das Vorhaben informieren, sich austauschen und Fragen stellen. Ergänzend dazu findet am Freitag, 19. Juni, von 16 bis 20 Uhr ein zentraler Info-Markt im Heidelberg Congress Center statt. Ab 16.30 Uhr sind Fachbeiträge vorgesehen. Alles Wichtige zur Abstimmung Rund 110.000 Heidelbergerinnen und Heidelberger sind wahlberechtigt D er Bürgerentscheid zum Thema Windenergie am Lammerskopf findet am Sonntag, 12. Juli, statt. Die Wahllokale sind an diesem Tag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer ist stimmberechtigt? Stimmberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Heidelberg ab 16 Jahren, die am Abstimmungstag seit mindestens drei Monaten in Heidelberg wohnen und die deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines anderen EU-Staates haben. Rund 110.000 Menschen sind berechtigt, teilzunehmen. Wahlbenachrichtigung Allen, die im Wählerverzeichnis eingetragen sind, wird bis zum 21. Juni eine Wahlbenachrichtigung zugestellt. Aus technischen Gründen kann es vorkommen, dass Personen im selben Haushalt zu unterschiedlichen Zeiten ihre Wahlbenachrichtigungen zugestellt bekommen. In dem Brief wird auch ein Infoflyer enthalten sein, den die Stadt Heidelberg gemeinsam mit dem Forum Energiedialog erarbeitet hat. Briefwahl beantragen Wer nicht persönlich im Wahllokal abstimmen möchte, kann per Briefwahl teilnehmen. Zur Teilnahme an der Briefwahl wird ein sogenannter Wahlschein benötigt. Dieser kann schnell und unkompliziert – rund um die Uhr – per QR-Code oder Online-Antrag beantragt werden. Der Versand der Briefwahlunterlagen hat am Montag, 15. Juni, begonnen. Der ausgefüllte Wahlbrief muss bis spätestens Sonntag, 12. Juli, 18 Uhr, beim Amt für Bürgerdienste und Zuwanderung, Bergheimer Straße 69, oder im Briefkasten beim Rathaus, Marktplatz 10, eingegangen sein. Ergebnispräsentation am 12. Juli Die Ergebnisse werden am12. Juli ab 18 Uhr öffentlich imNeuen Sitzungssaal im Rathaus präsentiert. red ENERGIEDIALOG VOR ORT Emmertsgrund Dienstag, 23. Juni, 15 Uhr am Seniorenzentrum Boxberg- Emmertsgrund Rohrbach Dienstag, 23. Juni, 17 Uhr Rathausplatz Ziegelhausen * Samstag, 27. Juni, 10 Uhr Parkplatz Sportzentrum Köpfel Schlierbach * Samstag, 27. Juni, 12 Uhr Parkplatz S-Bahnhof Wieblingen Mittwoch, 1. Juli, 15 Uhr Thadden-Platz Neuenheim Mittwoch, 1. Juli, 17.30 Uhr Neckarwiese, westlich der Theodor-Heuss-Brücke BESICHTIGUNG Gemeinsame Besichtigung des Windparks am Greiner Eck Sonntag, 28. Juni 11 bis 17 Uhr Treffpunkt: Wanderparkplatz Kreuzschlag in Neckarsteinach INFO-MARKT mit Fachvorträgen und Info- ständen zum Bürgerentscheid und zum Thema Windenergie Freitag, 19. Juni 16 bis 20 Uhr Heidelberg Congress Center Impressum Herausgeberin: Stadt Heidelberg Amt für Öffentlichkeitsarbeit Marktplatz 10 69117 Heidelberg 06221 58-12000 s tadtblatt@heidelberg.de Amtsleitung: Timm Herre (tir) Redaktion: Hannah Lena Puschnig (hlp), Florian Römer (fr) Druck und Vertrieb: RheinNeckar-Zeitung GmbH Vertrieb-Hotline: 0800 06221-20 www.heidelberg.de Wahlberechtigte können am 12. Juli im Wahllokal oder vorab per Briefwahl ihre Stimme abgeben. (Foto Stadt Heidelberg) ALLES WICHTIGE AUCH UNTER www.heidelberg.de/ lammerskopf * In Schlierbach und Ziegelhausen „visualisiert“ das Forum Energiedialog die Anlagen mithilfe von Augmented Reality auf Tablets in die Landschaft.

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