7 SONDERBEILAGE BÜRGERENTSCHEID LAMMERSKOPF 17. Juni 2026 ProWaldProWind und NOW Ziegelhausen Windkraft imWaldbremst dieEnergiewende Eins ist klar: Wir brauchen die Energiewende, so schnell wie möglich, aber auf naturverträglichen Flächen! Das ist der Sinn der Regionalplanung, die der Regionalverband VRRN verantwortungsbewusst verwirklicht hat. Von Beginn an war klar, dass in einem europäischen Schutzgebiet Flora-Fauna-Habitat (FFH) wie dem Lammerskopf gilt: Der Erhaltungszustand der zu schützenden Arten darf sich nicht verschlechtern. Aus diesem Grund hat der VRRN das Gebiet aus der Regionalplanung genommen. Allein die Zuwegung würde das erlaubte Maß an Zerstörung des geschützten Hainsimsen-Buchenwalds überschreiten. Damit ist klar, dass der Bau vonWindkraftanlagen gegen EU-Recht verstößt und somit rechtswidrig ist! Wegen der hohen Investitionsnebenkosten sind Anlagen im Wald teuer und können bei Ausschreibungen der Bundesnetzagentur nicht erfolgreich mitbieten. Mit dem Fokus auf Waldstandorte wird in BaWü die Energiewende ausgebremst! www.prowaldprowind.de und www.now-ziegelhausen.de BUND Heidelberg Windenergie und Naturschutz in Heidelberg gemeinsam denken Der BUND Heidelberg unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien ausdrücklich, auch vor Ort. Der Bürgerentscheid betrifft ein ökologisch sensibles Gebiet. Der BUND bewertet dies kritisch – nicht aus Ablehnung der Windenergie, sondern wegen der besonderen naturschutzfachlichen Bedeutung. Im Zentrum steht das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000, zu dem das FFH-Gebiet „Steinachtal und Kleiner Odenwald“ gehört. Diese Gebiete sichern den Erhalt wertvoller Lebensräume und gefährdeter Arten. Eingriffe sind nur zulässig, wenn Erhaltungsziele nicht beeinträchtigt werden – was noch geprüft werden muss. Denn wichtig: Ein Bürgerentscheid kann rechtlich keine naturschutzfachliche Prüfung ersetzen. Egal wie der Bürgerentscheid ausgeht, vor einem Bau wird eine solche Prüfung erfolgen müssen. Der Bürgerentscheid gibt den politischen Willen vor, doch rechtliche und naturschutzfachliche Vorgaben bleiben auch dann bindend. www.bund-heidelberg.de vorstand@bund-heidelberg.de Windkraft für Heidelberg Ja fürWindkraft! Klimafreundliche, günstige und unabhängige Energie für Heidelberg In Zeiten von Krieg, Klima- und Energiekrise sind einfache Lösungen selten. Noch seltener können wir selbst direkt Einfluss auf sie nehmen. Die Wahl am 12.07. ermöglicht beides. Seit Jahrzehnten ist klar: Die Klimakrise ist eine existenzielle Bedrohung. Deshalb müssen wir raus aus Kohle, Öl und Gas. Allein das ist Grund genug, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Doch sie bieten noch weitere Vorteile: Der Iran-Krieg zeigt erneut, wie abhängig uns Öl und Gas von Krisen und autoritären Regimen machen. Erneuerbare Energien schaffen dagegenmehr Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit. Die geplantenWindräder stärken zudem unsere Region. Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen, Wertschöpfung und Gewinne bleiben vor Ort statt bei internationalen Konzernen. Auch wirtschaftlich ist die Sache klar: Erneuerbare Energien sind die günstigste Form der Stromerzeugung. Deshalb am 12.07.: Ja zur Windkraft in Heidelberg. www.windkraft-heidelberg.de heidelberg@fridaysforfuture.is ForstBW ForstBWund die Frage: warumder Lammerskopf? Die Flächen auf dem Lammerskopf, die für den Bau von Windrädern vorgesehen sind, gehören dem Land Baden-Württemberg und werden von ForstBW bewirtschaftet. Dabei legt ForstBW Wert auf nachhaltige Waldwirtschaft, die alle Ansprüche an den Wald berücksichtigt. ForstBWsteht voll hinter dem Ziel der Landesregierung, erneuerbare Energien imLand auszubauen. Dabei werden Staatswaldflächen, die fürWindräder zur Verfügung stehen sollen, sorgfältig ausgesucht. Die Flächen von 590 ha weisen neben großemWert für denNaturschutz eine Windleistungsdichte von bis zu 375W/ m² in 160 m Höhe auf, die in der Region ihresgleichen sucht. Windräder müssen sich dort drehen, wo derWind weht! Hier können Naturschutz und Windkraft nebeneinander bestehen. ForstBW unterstützt daher das KonsortiumBürgerwindparkLammerskopf dabei, Kompromisslösungen zu erarbeiten. So kann die Universitätsstadt Heidelberg zumAusbau derWindenergie beitragen. www.forstbw.de odenwald@forstbw.de NABU Heidelberg Kein Windpark im LammerskopfWald! Der Lammerskopf ist europäisches Fauna-Flora-Habitat (FFH) Gebiet mit altemLaubwald und gefährdeten Tierarten. Ein Windpark würde dieses bedeutende Ökosystemmassiv schädigen. Der Regionalverband VRRN und das Regierungspräsidium haben diesen Standort aus guten Gründen aus der Windenergie-Planung gestrichen. Bedeutende Teile des Waldes müssten für Zuwegung, Freiflächen und Fundamente dauerhaft freigehalten werden. Das würde die Zerstörung von unersetzlichem Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bedeuten. Auch ginge damit ein wichtiges Naherholungsgebiet mit kühler, reiner Luft verloren. Der NABU unterstützt die Energiewende, für sie darf aber der Naturschutz nicht aufgegeben werden. Die Region bietet genügend alternative Flächen imOffenland, dort ist ein effizienter Betrieb möglich, ohne dass wertvoller Wald zerstört werden muss. Denn der Wald selbst ist unser Klimaschützer. 0622 73 606 71 www.nabu-heidelberg.de @nabu_heidelberg Projektgemeinschaft Bürgerwindpark Unser Bürgerwindpark: Klima- und Naturschutz gemeinsam denken Der Bürgerwindpark ist ein gemeinsames Projekt von drei regionalen Energiegenossenschaften und den Stadtwerken. Die Bevölkerung kann sich finanziell beteiligen und von den Erträgen profitieren. Das ist echte Energiewende in Bürgerhand. Der Naturschutz hatte von Anfang an höchste Priorität. Ein Projektbeirat beteiligt lokale Umwelt- und Naturschutzverbände an der Planung. Aufwendige Gutachten belegen, dass am Lammerskopf Windräder naturverträglich möglich sind. Heidelberg profitiert von günstigem Ökostrom, den Haushalte und Gewerbe durch lokale Stromtarife nutzen können. Auch bei der Fernwärme machen wir uns so dauerhaft unabhängiger von fossilen Importen. Die Gewerbesteuereinnahmen des Windparks kommen allen zugute. AmLammerskopf habenwir die Chance, einen guten Teil unserer Energie direkt vor der Haustür zu produzieren. Mit einem JA am 12. Juli setzen Sie ein klares Zeichen für lokalen Klima- und Naturschutz. www.windkraft-heidelberg.de Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich.
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