SONDERBEILAGE BÜRGERENTSCHEID LAMMERSKOPF 2 17. Juni 2026 Darum geht es beim Bürgerentscheid Heidelbergerinnen und Heidelberger können über Windenergie am Lammerskopf abstimmen I n Heidelberg findet am Sonntag, 12. Juli, ein Bürgerentscheid statt. Heidelbergerinnen und Heidelberger können über folgende Frage abstimmen: „Soll die Stadt Heidelberg grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf auf ihrer Gemarkung als Standort für Windkraftanlagen entwickeln?“ Worum geht es? Eine Projektgemeinschaft (siehe Seite 3) plant den Bau eines Bürgerwindparks am Lammerskopf. Dafür muss die Stadt Heidelberg die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Der Bürgerentscheid klärt, ob die Stadt diesen Weg gehen soll. Was ist geplant? Die Projektgemeinschaft plant bis zu sieben Windräder auf Heidelberger Gebiet. Ein weiteres Windrad könnte auf einer Fläche in Neckargemünd entstehen (siehe Abbildung oben). Auch die Bürgerinnen und Bürger in Neckargemünd stimmen darüber am 12. Juli ab. Zu erwartender Ertrag Pro Windenergieanlage rechnet die Projektgemeinschaft mit einem Stromertrag, der rund 5.000 Haushalte versorgen könnte. Die acht geplanten Anlagen könnten somit insgesamt etwa 40.000 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgen. Zur Fläche Der Lammerskopf ist ein Höhenzug zwischen Ziegelhausen, Schönau und Neckargemünd. Die betreffende Fläche gehört dem Land Baden-Württemberg. Die Landesanstalt Forst Baden-Württemberg (ForstBW) hat sie für den Bau vonWindenergieanlagen ausgeschrieben. Eignung für Windenergie Laut Windatlas Baden-Württemberg zählt der Lammerskopf zu den potenziell ertragreichsten Standorten in der Region. In 175 Metern Höhe wurde dort eine mittlere Windgeschwindigkeit von 6,4 Metern pro Sekunde gemessen. Der zu erwartende Stromertrag wäre damit am Lammerskopf 72 Prozent höher als an einem Vergleichsstandort in der Ebene. FFH-Gebiet Am Lammerskopf befinden sich ein Landschaftsschutzgebiet sowie ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFHGebiet). Das FFH-Gebiet schützt vor allem Buchenwaldbestände, die auf Teilflächen des Gebiets wachsen. Kritikerinnen und Kritiker des geplanten Windparks befürchten, dass der Bau der Windräder nicht mit dem Natur- und Artenschutz vereinbar sei. Ein Gutachten hat aber bestätigt, dass Teilflächen auf Heidelberger Gebiet für Windräder genutzt werden können, ohne wertvolle Naturflächen und geschützte Arten zu gefährden. Die Zuwegung könnte über bestehende Waldwege erfolgen. Ihre Umweltauswirkungen wären Gegenstand des anschließenden Genehmigungsverfahrens. Wie viel Fläche wird benötigt? Für den Bau einer Windenergieanlage werden 1 bis 1,5 Hektar Fläche benötigt. Die Zuwegung ist hier bereits eingerechnet. Von den 40 Hektar Wald (rund 56 Fußballfelder) auf Heidelberger Gemarkung, die sich laut Gutachten für den Bau von Windrädern eignen, werden also maximal rund 10,5 Hektar genutzt. Rund ein Drittel dieser Fläche kann später wieder aufgeforstet werden. Zum Bürgerentscheid Der Oberbürgermeister hat dem Gemeinderat vorgeschlagen, einen Bürgerentscheid durchzuführen, da das Thema in der Stadtgesellschaft intensiv diskutiert wird und es sich um eine Grundsatzentscheidung handelt. Der Bürgerentscheid soll klären, wie mit den Flächen auf Heidelberger Gebiet weiter verfahren werden soll. 3 3 3 37 37 37 37 45 45 45 3 3 535 Dossenheim Schönau Wilhelmsfeld Neckarsteinach Heidelberg Neckargemünd Schriesheim Peterstal Ziegelhausen Kleingemünd Dilsberg Grein Darsberg Rainbach Mückenloch Waldhilsbach Lammerskopf Schlierbach Altstadt Südstadt Boxberg Kirchheim Bahnstadt Handschuhsheim Neckar Neckar Neckar Neckar Windpark Greiner Eck © Forum Energiedialog Eine Projektgemeinschaft möchte am Lammerskopf einen Bürgerwindpark mit sieben Windrädern auf Heidelberger Gemarkung und einem auf Neckargemünder Gemarkung bauen. (Grafik Forum Energiedialog) FRAGE „Soll die Stadt Heidelberg grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf auf ihrer Gemarkung als Standort für Windkraftanlagen entwickeln?“ JA Die Stadt schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Windenergie am Lammerskopf. Gemeindegrenzen bestehend | Windpark Greiner Eck Windenergieanlagen Vorranggebiet fürWindenergienutzung (Stand: 12 | 2025) GeeigneteTeilbereiche fürWindenergieanlagen geplant | Gemarkung Heidelberg geplant | Gemarkung Neckargemünd Die Stadt wird nicht tätig. NEIN
RkJQdWJsaXNoZXIy NTc3MjYx