4 17. Juni 2026 STELLUNGNAHME DER GEMEINDEORGANE SPD Prof. Dr. Anke Schuster Lammerskopf: gemeinsam gut entscheiden Der Bürgerentscheid zum Lammerskopf ist für Heidelberg wichtig. Ein Bürgerwindpark wäre ein Großprojekt. Er würde noch viele Haushalte & Gemeinderäte beschäftigen. Er würde hohe Investitionen binden. Deshalb sollen die Bürgerinnen & Bürger selbst entscheiden. Unsere SPD-Haltung ist klar. Die Umweltprüfung ist positiv. Auf Heidelberger Fläche können sieben Windräder umweltverträglich gebaut werden. Das unterstützen wir. Der Lammerskopf ist besonders windreich und verspricht hohe Erträge. Natur- & Artenschutz müssen dabei verbindlich gesichert bleiben. Stadtwerke und Energiegenossenschaften sind starke Partner. So bleibt dieWertschöpfung in Heidelberg. Wir nehmen die Sorgen derMenschen ernst. Der Lammerskopf istWald, Landschaft & wichtiger Erholungsraum. Teile sind FFH-Schutzgebiet. Viele sorgen sich umTiere, Pflanzen&das Landschaftsbild. Die Prüfung zeigt: Naturschutz & Windkraft sind gemeinsam möglich. Heidelberg braucht mehr erneuerbare Energie aus der Region. Dasmacht uns unabhängiger vonweltweiten Energie- und Rohstoffmärkten. Windkraft liefert grünen Strom für Haushalte & Betriebe. Dieser Strom kann Wärmepumpen der Stadtwerke antreiben. So kann grüne Fernwärme für Heidelberg entstehen. Das stärkt Klimaschutz, Versorgungssicherheit und lokale Unabhängigkeit. Der Bürgerentscheid ist gelebte Demokratie. Wir wollen eine faire Debatte ohne Angstbilder oder Schönreden. Heidelberg braucht eine gut begründete & verantwortbare Entscheidung. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Prof. Dr. Nicole Marmé Windräder dort, wo sie am besten stehen Die CDU-Fraktion Heidelberg unterstützt die Ziele der Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien. Eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Stromversorgung ist eine zentrale Aufgabe für Deutschland ebenso wie für Heidelberg. Zur Windenergie gehört dabei die Frage, an welchen Standorten sie naturverträglich und mit vertretbarem Aufwand am besten umgesetzt werden kann. Der Standort Lammerskopf in Heidelberg ist daher über Jahre umfassend fachlich geprüft worden. ImVerfahren zum Teilregionalplan Windenergie hat der Verband Region Rhein-Neckar die rund 600 Hektar große Fläche eingehend untersucht. Der Planungsausschuss lehnte im November 2025 eine Aufnahme als Vorranggebiet ab, die Verbandsversammlung bestätigte dies imDezember 2025. Die Fläche ist damit nicht als regionales Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen. Für diese Einordnung waren naturschutzfachliche Gründe und offene Fragen der Erschließung maßgeblich. Die Heidelberger Teilfläche liegt vollständig in einem FFH-Schutzgebiet, der gesamte Bereich in einem Landschaftsschutzgebiet. Auch die benachbarten Gemeinden im Raum Schönau haben eine Ausweisung abgelehnt. Aus Sicht der CDU-Fraktion sollte das Ergebnis der regionalen Planung Bestand haben. Eine Fläche, die in einem geordneten Verfahren und mit breiter Mehrheit nicht als Vorranggebiet eingestuft wurde, sollte nicht über einen kommunalen Sonderweg erneut aufgerufen werden. Der Ausbau der Windkraft gehört dorthin, wo die Regionalplanung geeignete Flächen ausgewiesen hat. Energiesicherheit endet auch nicht an Stadtgrenzen; sie muss regional gedacht werden, gerade dann, wenn es in der Region fachlich besser geeignete Standorte gibt. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Dr. Ursula Röper, Florian Kollmann Ja zur Energiewende – Ja zur Windkraft am Lammerskopf Am 12. Juli entscheiden wir in Heidelberg über eine wichtige Zukunftsfrage: Wollen wir unseren Beitrag zu einer sicheren, verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung leisten - oder folgen wir dem „Not inmy backyard“-Prinzip und verweigern uns der Verantwortung? Für uns ist klar: Wir sagen JA zur Windkraft in Heidelberg! Denn die Energiewende ist weit mehr als Klimaschutz. Sie sorgt für eine sichere Energieversorgung, macht uns unabhängiger von fossilen Importen und schützt uns vor den Preisschocks internationaler Krisen. Wind und Sonne müssen nicht importiert werden! Sie stehen vor Ort zur Verfügung und ermöglichen verlässliche Energiepreise. Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir beides: Photovoltaik liefert vor allem im Sommer Strom. Windkraft ergänzt sie ideal, weil sie vor allem in den Herbst- und Wintermonaten hohe Erträge erzielt. Nur durch dieses Zusammenspiel können wir ausreichend erneuerbaren Strom erzeugen. Dabei kommt es auf die richtigen Standorte an. Der Lammerskopf zählt zu den windstärksten Standorten im nördlichen Baden-Württemberg. Dort weht der Wind deutlich stärker und gleichmäßiger als in der Rheinebene. Deshalb liegen auch die Erträge erheblich über denen in der Ebene – ein Unterschied ums Ganze! Mit denWinderträgen, die in der Ebene zu erwarten sind, lassen sichWindräder nicht wirtschaftlich betreiben. Die Frage ist also nicht, ob auf dem Lammerskopf oder in der Ebene gebaut wird. Sondern ob sich in unserer Region überhaupt Windräder drehen werden. Uns ist besonders wichtig, dass die Energiewende nicht auf Kosten der Natur vorangebracht wird. Schon im bisherigen Verlauf wurde umfassend geprüft, wie der Windpark mit Rücksicht auf geschützte Lebensräume und gefährdete Tierarten entwickelt werden kann. Gut so! Für jede einzelne Anlage sind zudemweitere Genehmigungs- und Prüfverfahren erforderlich. Ein JA im Bürgerentscheid bedeutet keine endgültige Entscheidung, alle Prüfverfahren werden weitergehen. Es wird jetzt nur entschieden, dass der Prozess weiterverfolgt wird. Naturschutz und Energiewende werden also sorgfältig miteinander abgewogen. Die Klimakrise bedroht bereits heute Wälder, Artenvielfalt und Wasserhaushalt. Deshalb dürfen Klima- und Naturschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides gehört zusammen! Am 12. Juli geht es darum, Verantwortung für Heidelberg zu übernehmen: für Klimaschutz, Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Energieversorgung aus Bürgerhand. Der Lammerskopf bietet dafür eine Chance, die wir nutzen sollten. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Wir sagen JA zur Windkraft in Heidelberg! (Foto Arron/Unsplash) Stimmen aus dem Gemeinderat
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