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Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg 24. Juni 2026 / Ausgabe 18 / 34. Jahrgang WINDENERGIE AM LAMMERSKOPF Info-Markt zum Entscheid Plenum online nachverfolgen Am Freitag, 19. Juni, haben sich rund 300 Interessierte beim Info-Markt im Heidelberg Congress Center über den Bürgerentscheid Windenergie informiert. Videos der Fachbeiträge des Plenums, bei denen die wichtigsten Themen vorgestellt und eingeordnet wurden, sind in Kürze unter www. youtube.com/StadtHeidelberg zu sehen. Das Forum Energiedialog, das mit der Stadt eingeladen hatte, blickt in einem Gastbeitrag auf ein Fachgespräch zum Naturschutz zurück auf: S. 4 › FINANZEN „Kommunen am Limit“ Bundesweiter Aktionstag Städte und Gemeinden müssen immer mehr Aufgaben und Forderungen von Bund und Ländern erfüllen – ohne dafür ausreichend finanzielle Mittel zu erhalten. Die Folgen: Die kommunalen Haushalte sind in den vergangenen Jahren in Schieflage geraten. Mit dem Aktionstag am Montag, 22. Juni, haben die kommunalen Spitzenverbände sowie die Kommunen auf die dramatische Finanzlage aufmerksam gemacht. Heidelberg hat sich mit einem Video in den sozialen Medien beteiligt. S. 5 › ANTIDISKRIMINIERUNG Vielfalt muslimischen Lebens Aktionswochen ab 1. Juli Die Stadt Heidelberg beteiligt sich wieder an den bundesweiten Aktionswochen rund um den Tag gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli. Begegnung, Dialog und gesellschaftliche Teilhabe stehen imMittelpunkt des Programms, das in Zusammenarbeit mit demHeidelberger Migrationsbeirat und dem Runden Tisch gegen Rassismus der Stadt entwickelt wurde. Eine bundesweite Plakatkampagne soll Menschen für antimuslimischen Rassismus sensibilisieren. S. 8 › Der Aufschlag ist gemacht: Mit der Eröffnung der neuen Beachhalle auf dem Hospital-Areal in Rohrbach bekommt der Beachsport in Heidelberg ganzjährig eine Heimat. Auf drei Feldern können Volleyballerinnen und Volleyballer auf Turniersand trainieren und Spiele austragen – unabhängig von Wetter und Jahreszeit. „Mit der Beachhalle ist es gelungen, ein Stück Stadtgeschichte zukunftsweisend weiterzuentwickeln. Die ehemalige Exerzierhalle wurde nicht abgerissen, sondern mit viel Kreativität und planerischem Anspruch umgenutzt und so neu belebt. So fügt sich das Projekt hervorragend in die Gesamtentwicklung des Quartiers ein und zeigt, wie nachhaltige Stadtentwicklung im Bestand gelingen kann,“ betonte Erster Brügermeister Jürgen Odszuck. In rund zweijähriger Bauzeit wurde die Halle saniert und für die neue Nutzung umgebaut. Das Land Baden-Württemberg fördert die neue Halle mit rund 1,9 Millionen Euro und übernimmt damit einen wesentlichen Anteil (rund 63 Prozent) der Investitionskosten. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund drei Millionen Euro. Bei der Eröffnungsfeier haben die Stadt und Architekt Florian Raimund von AAg Architekten die Schlüssel an den Trägerverein überreicht. Im Anschluss lud der Verein zu einem „Abend der offenen Halle“ ein. Ab September für alle offen „Diese Halle steht für moderne, innovative Sportangebote und passt perfekt zum neu entwickelten Hospital-Areal. Hier entsteht ein lebendiger Anlaufpunkt für alle Altersklassen – ein Ort für Bewegung, Begegnung und gemeinsames Erleben. Die Beachhalle wird das Quartier spürbar bereichern und mit neuem Leben füllen. Darüber freue ich mich außerordentlich“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner. Der Trägerverein Beachverein Heidelberg 2022 übernimmt künftig den Betrieb und die Organisation der Beachhalle. Er vertritt die Interessen der Heidelberger Sportvereine im Bereich Beachsport und bindet auch freie Gruppen sowie den Stadtteil aktiv ein. Ab September können die Spielfelder auf der Webseite des Vereins unter www.beachhalle-heidelberg.de reserviert werden. Die Halle ist täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Die Halle steht Vereinsmitgliedern, angemeldeten Gruppen und dem Schulsport zur Nutzung offen. ls/cat Aufschlag für die neue Beachhalle Lebendiger Anlaufpunkt auf dem Hospital-Areal FEELIT Literatur- festival startet am 2. Juli S. 8 › Die Beachhalle ist durch ihre markante Dachkonstruktion, die an einen umgedrehten Schiffskörper erinnert, geprägt. Die historischen Holzsprossenfenster und die Fassadenstruktur blieben erhalten. (Foto Rothe) www.stadtblatt. heidelberg.de www.heidelberg.de/ bekanntmachungen

24. Juni 2026 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Sören Michelsburg Hitzefrei ist keine Lösung – Heidelbergs Schulen und Kitas brauchen Klimaschutz von innen Dieser Juni bricht Rekorde: Es ist der heißeste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung in unserer Region. Kinder in Kitas sitzen schwitzend auf dem Boden, Grundschüler können kaum noch einem Unterricht folgen, und in den weiterführenden Schulen herrschen in manchen Klassenzimmern Temperaturenweit über 30 Grad. Lernen unter solchen Bedingungen ist keine Bildungmehr – es ist Zumutung. Dabei sollten wir uns nichts vormachen: Dieser Rekord-Juni ist gleichzeitig einer der kühlsten Junis, den die kommenden Jahrzehnte für uns bereithalten. Was heute als Ausnahme gilt, wird morgen der Normalzustand sein. Es ist unsere Verantwortung, jetzt zu handeln und uns für die Zukunft vorzubereiten. Heidelberg braucht daher ein städtisches Programm zur Hitzeschutzausstattung aller Bildungseinrichtungen in Heidelberg: Klimaanlagen, Lüftungssysteme oder dezentrale Kühlgeräte – je nach baulichen Möglichkeiten. Ergänzend brauchen wir Außenbeschattung, begrünte Innenhöfe und eine Prioritätenliste, die zuerst die Räume der Jüngsten in den Blick nimmt. Hitzefrei schickt Kinder nach Hause – aber nicht alle haben dort bessere Bedingungen. Kühle Lernräume sind Bildungsgerechtigkeit. Die gute Nachricht: Das Land BW hat ein Förderprogramm zur Klimaanpassung. Die schlechte: Klimageräte etc. werden bisher nicht gefördert. Das muss geändert werden und wirksamer Hitzeschutz aufgenommen und ausreichend gefördert werden. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Dr. Peer Hübel 100 Jahre Schlossfestspiele - eine Ära geht, die Strahlkraft bleibt 100 Jahre Schlossfestspiele Heidelberg – dieses Jubiläum ist weit mehr als eine Reminiszenz an glanzvolle Theatertradition. Es ist ein lebendiges Bekenntnis zur kulturellen Identität der Stadt, die seit jeher vom Zusammenspiel aus Wissenschaft, Kunst und öffentlichem Diskurs geprägt ist. Das Theater Heidelberg nimmt dabei eine zentrale Rolle ein: als Ort ästhetischer Erfahrung, gesellschaftlicher Reflexion und kultureller Begegnung. Die diesjährige Premiere unterstrich eindrucksvoll die Strahlkraft dieses Formats. Neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Kultur, Wissenschaft und Stadtgesellschaft waren auch der neue Ministerpräsident Cem Özdemir sowie der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, anwesend – ein deutliches Zeichen für die überregionale Bedeutung der Schlossfestspiele. Zugleich spiegelte die große Resonanz des Publikums die tiefe Verwurzelung des Theaters in der Stadtgesellschaft wider. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat Intendant Holger Schultze, für den diese Spielzeit zugleich die letzte ist. Mit künstlerischem Gespür, programmatischer Klarheit und großem Engagement hat er das Theater Heidelberg und insbesondere die Schlossfestspiele nachhaltig geprägt und weiterentwickelt. Schultze hat es verstanden, Tradition und Gegenwart produktiv zu verbinden und das Theater als offenen Ort für unterschiedliche Perspektiven zu stärken. Mit seinem Abschied endet eine prägende Ära für Heidelberg. Zugleich wissen wir das Theater in kompetente Hände gelegt: Seiner Nachfolgerin Bernadette Sonnenbichler wünschen wir viel Erfolg, große Anerkennung für ihr Wirken und eine ebenso glückliche Hand für die Zukunft dieses bedeutenden Hauses. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Bülent Teztiker Mobilfunkabdeckung im Emmertsgrund unzureichend Als ich neulich im Gemeinderat eine Anfrage zur mangelhaftenMobilfunkabdeckung im Emmertsgrund stellte, war ich nicht schlecht überrascht, als ich zur Antwort bekam, dass ein solches Problem der Verwaltung nicht bekannt sei. Wann immer ich jedoch selbst im Emmertsgrund unterwegs bin, habe ich fast durchgehend das Problem, keinen ausreichenden Empfang zu haben und daher auch für niemanden erreichbar zu sein. Ob auf demBasketballplatz amSchlautersteig, in der Emmertsgrundpassage oder beim Forum am Bürgerhaus – überall sucht man vergeblich nach einem Ort, an demman ausreichend Empfang für sein Handy hat. Auch beim kürzlich durchgeführten „Jane’s Walk“, einer vonMädchen und jungen Frauen organisierten Führung durch den Stadtteil, bei dem sie auf kritische Orte hinwiesen, wurde dieses Problem explizit erwähnt. Mobilfunk undmobiles Netz sind heutzutage ein essenzieller Teil der Grundversorgung und Infrastruktur. Gerade für jungeMenschen ist es sehr wichtig, umFreundschaften lebendig zu halten, Erreichbarkeit ist wichtig für Teilhabe am sozialen Leben. In Gefahrensituationen ist es wichtig, vor allem für vulnerable Gruppen, sich auf ein funktionierendes Netz verlassen zu können. Aufgrund der schwierigen Situation im ÖPNV müssen Kinder Ihre Eltern zuverlässig erreichen können, wenn mal ein Bus ausfällt. Natürlich sind die Anbieter dafür zuständig, ihr Netz auszubauen und zur Verfügung zu stellen, und Funklöcher können auf derenWebseiten gemeldet werden. Wo dies aber nicht klappt, sollte die Stadt Kontakt zu Mobilfunkanbietern aufnehmen und sich für eine Verbesserung der Situation einsetzen. Zusätzlich könnte man auch an einigen Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, das städtische W-Lan zur Verfügung stellen. Das klappt an vielen anderen Stellen in Heidelberg ja auch problemlos. Wir dürfen die Menschen im Emmertsgrund mit diesem Problem nicht alleine lassen. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Empfang fürs Handy? Auf dem Emmertsgrund eine schwierige Angelegenheit! (Foto Vyacheslav Shatskiy / Unsplash) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Stadtentwicklungs- und Bauausschuss: Dienstag, 30. Juni, 17 Uhr Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität: Mittwoch, 1. Juli, 17 Uhr Ausschuss für Kultur und Bildung: Donnerstag, 2. Juli, 17 Uhr Sportausschuss: Mittwoch, 8. Juli, 16 Uhr Haupt- und Finanzausschuss: Mittwoch, 8. Juli, 18 Uhr www.gemeinderat. heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Bezirksbeirat Bahnstadt: Mittwoch, 24. Juni, 18 Uhr, Gadamerplatz 1 Bezirksbeirat Ziegelhausen: Donnerstag, 25. Juni, 18 Uhr, Wilhelmsfelder Straße 107 Bezirksbeirat Südstadt: Donnerstag, 2. Juli, 18 Uhr, Chapel Raum für Stadtkultur e.V., Rheinstraße 12/4, 69126 Heidelberg Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de

IDA Dr. Gunter Frank Die Stadt erweckt den falschen Eindruck, die geplanten Windräder würden 55 Prozent der Heidelberger Haushalte mit Strom versorgen. Der erzeugte Stromsteht uns aberweder direkt noch verlässlich zur Verfügung. Wir tragen nur die Last des riskanten Projekts. info@ida-hd.de Die PARTEI Björn Leuzinger Hitze Sie macht uns momentan allen schwer zu schaffen. Da hilft nur regelmäßiges Abkühlen im Nass und viel Trinken. Da wären Trinkwasserbrunnen nett, wenn sie denn funktionierten. Seit Wochen ist der Brunnen am Europaplatz außer Betrieb, die Planungen für zahlreiche weitere liegen auf (mittlerweile geschmolzenem) Eis. Währenddessen wurde in Plankstadt der erste Bierbrunnen der Freundschaft eröffnet. Er sprudelt köstlich güldenes Bier bei besonderen Anlässen. Heidelberg könnte das längst auch haben! info@die-partei-heidelberg.de AfD Albert Maul Das mäßige Interesse der Bürger … … passte zur erwartbar fragwürdigen Veranstaltung im HCC: Von OB-Propaganda „Windkraft für 55 Prozent der Haushalte in HD“ (ohne Wind gibt‘s gar keinen Strom, und mit realistischen Zahlen sehr teuren!) bis zum grünen MdL, der am Ende für die Profiteure seiner grünen NGOs sprach. Schön war das Engagement der Naturschützer. Auch wir sind gegen Windindustrie imWald, besonders im einz i ga r t i gen He i de l be r ge r Stadtpanorama. Die AfD argumentiert aber grundsätzlicher: gegen die Energiewende, die weder technisch noch wirtschaftlich umsetzbar ist. Die meisten Diskussionsteilnehmer verstehen die Dimensionen nicht! Ein Industrieland kann mit volatiler Energie niemals zuverlässig und günstig mit Strom versorgt werden. geschaeftsstelle@afd-fraktion- heidelberg.de Fraktionsgemeinschaft FDP/FWV Tim Nusser (FDP) Kommunen am Limit Der bundesweite Aktionstag amMontag, den 22.06., zeigt: Immer mehr Aufgaben, zu wenig Geld ist kein Heidelberger Problem – es ist ein Problem landauf und landab. Aber nach dem angekündigten Herbst, Winter, Frühjahr und Sommer der Reformen im Bund erwarten wir kaum Überraschungen. Daher nun vor Ort: eine „Sparrunde“ wie im letzten Haushalt kann es nicht nochmal geben. Statt „Heckenschnitt“ braucht es Priorisierung. Das bedeutet auch teilweise Streichungen des Angebots in Bereichen, die nicht mehr Priorität haben. Das wird schmerzhaft, aber nicht anders gehen. Gleichzeitig müssen wir auch den Wirtschaftsstandort Heidelberg so stärken, dass wir über Wachstum vor Ort wieder mehr Einnahmen generieren. info@fdpfwv.de Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Bunte Linke Hildegard Stolz (Bunte Linke) Öffentlichen Raum aufwerten Der Gemeinderat ist eingeladen, am Samstag anlässlich des Sommerspektakels auf dem Wilhelmsplatz zu sehen, wie die seit Jahren vom Bündnis „Schöner Willi“ erarbeiteten Vorschläge die Funktionalität des Platzes für die großen Feste als auch die Alltagsnutzung verbessern würden. Für die technische Infrastruktur eingesetztes Geld käme sowohl der täglichen Aufenthaltsqualität als auch den Sondernutzungen wie Stadtteilfesten und Kulturmarkt zugute. Besonders Verschattung undWasserspender fehlen bei zunehmender Sommerhitze. Von Freitag bis Sonntag sorgen viele helfende Hände für ein fröhliches, entspanntes Stadtteilfest mit attraktivem Angebot an Speisen und Getränken sowie Musik und Spiel auf demWilhelmsplatz. buntelinke@gmx.de Die Heidelberger Matthias Fehser 100. Schlossfestspiele Die Heidelberger Schlossfestspiele sind ein besonderer kultureller Höhepunkt der Region und machen den Schlosshof jedes Jahr zu einem eindrucksvollen Ort für Theater, Musik und Begegnungen. Zwischen alten Mauern und dem Blick über die Stadt entsteht eine Stimmung, in der sich Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Mit seiner letzten Regie zu den 100. Schlossfestspielen setzt Intendant Holger Schultze einen klaren künstlerischen Akzent und verabschiedet sich mit einer Arbeit, die seine Handschrift zeigt. Sein Theaterverständnis verbindet gutes Erzählen, klare Figuren und neue Sichtweisen auf bekannte Stoffe. Die Inszenierung steht für die Verbindung von Ort und lebendigem Theater, die Heidelberg ausmacht. Holger Schultze hat die Festspiele als Intendant stark geprägt und ihnen mit Mut, Kreativität und Offenheit wichtige Impulse gegeben. Seine letzte Regie „Cyrano de Bergerac“ ist ein Höhepunkt im Programm und ein Moment des Rückblicks und der Anerkennung. Sie zeigt, wie sehr Theater Menschen verbinden kann und wie lange künstlerische Ideen wirken. Die Heidelberger Schlossfestspiele bleiben ein Treffpunkt für Publikum, Künstlerinnen und Künstler sowie alle, die die besondere Atmosphäre des Theaters erleben möchten. info@dieheidelberger.de Fraktionsgemeinschaft HiB/Volt Waseem Butt, Andreas Gottschalk Gluthitze: Heidelberger Arbeitgeber, bitte tut was! Alle stöhnenwegen der Gluthitze. Auch die Tier- und Pflanzenwelt leidet. Das Hochdruckgebiet und heiße Luftströme aus dem Süden erzeugen die aktuelle Hitzeglocke. Der Klimawandel führt dazu, dass solche Hitzewellen häufiger, länger und heißer werden. Die Stadt gibt nicht nur Ratschläge, wie man sich persönlich bei Hitze verhalten sollte. Sie stellt besonders in der Altstadt kostenlos Trinkbrunnen und Nachfüllstationen bereit. Schulen und Kitas befolgen „Hitzefreipläne“. Bei über 120.000 Arbeitsplätzen in Heidelberg können Arbeitgeber eine hoheWirksamkeit erzielen. Damit würden sie in ihrem eigenen Interesse eine hohe Produktivität ihrer Mitarbeitenden erhalten. Akute Maßnahmen wären die Arbeitszeit anzupassen, mehr Homeoffice zu ermöglichen, mehr Pausen zu gewähren, kostenlose Getränke zu geben, Wärmequellen aus Büros zu räumen und andere Arbeitsschutzmaßnahmen umzusetzen. Proaktiv können die Unternehmen anstreben, klimaneutral zu werden. Dazu gehören Photovoltaik auf Firmengebäuden, elektrische Firmenfahrzeuge, Fahrrad- und Deutschlandticket-Zuschüsse, energieeffiziente Büro- und Laborgebäude, nachhaltige Beschaffung, Reduzierung von Strom- und Wasserverbrauch. info@hib-volt.de 3 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT 24. Juni 2026 In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen die Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte. GEMEINDERAT ONLINE www.gemeinderat.heidelberg.de

4 FORUM ENERGIEDIALOG BADEN-WÜRTTEMBERG 24. Juni 2026 Naturschutz im Fokus Ein Gastbeitrag des Forum Energiedialog zum Fachgespräch beim Info-Markt D as Forum Energiedialog BadenWürttemberg hat am 19. Juni ein Fachgespräch mit A. Ness (Gutachter für die Projektgemeinschaft, Büro IUS) und A. Kellner (Vorstand NABU Heidelberg) moderiert und bietet auf dieser Basis eine Orientierung und Abwägungshilfe für den Bürgerentscheid. Ist es vertretbar, in Baden-Württemberg Windenergieanlagen in Wäldern zu errichten? Es müssen naturverträgliche Standorte sein – sowohl im Wald als auch im Offenland. Dabei sind die Waldstandorte in der bergigen Landschaft in der Regel windhöffiger. Ist der Bau von Windenergieanlagen in FFH-Gebieten (Europäische Schutzgebiete) grundsätzlich vorstellbar? Aus Sicht des NABU: Nein. Aus Sicht von Hr. Ness: Ja, wenn die zu schützenden Arten und Biotope nachweisbar nicht durch die Windkraftnutzung beeinträchtigt werden. Kann man am Lammerskopf im FFH-Gebiet Teilgebiete/Standorte identifizieren, in denen Windenergieanlagen keine erhebliche Beeinträchtigung für die Zielarten, sprich v.a. die Fledermäuse, bedeuten? Hr. Ness sagt „Ja“, genau dies hat er in seinem Gutachten gemacht. Hr. Kellner sagt „Nein“, denn die Fledermäuse nutzen das Gebiet großflächig und es darf nicht zerschnitten werden. Wie wird das vorgelegte Gutachten von IUS eingeschätzt? NABU und BUND kritisieren mangelnde Transparenz, angewandte Methoden und unzureichende Untersuchungstiefe. IUS hat vertiefende Unterlagen nachgeliefert. Das Regierungspräsidium hat die Plausibilität des Gutachtens bestätigt (siehe Kasten). Sind Eingriffe für die notwendige Verbreiterung der Wege verträglich? Eher schwierig. Wo Verbreiterungen nötig sind, muss die Verträglichkeit im Genehmigungsverfahren untersucht werden. Worauf wird es bei einer ggf. stattfindenden Fortsetzung des Dialogs ankommen? Auf Fachlichkeit, Transparenz und Glaubwürdigkeit beimNachweis der Verträglichkeit. Wie kann man sich entscheiden? › Will man in Heidelberg Klimaschutz priorisieren, sollte man die Tür für weitere konkrete Prüfungen der Vereinbarkeit von Windenergieanlagen und Naturschutz öffnen. › Will man dagegen sicherstellen, dass sich die Natur am Lammerskopf auf der gesamten Fläche von Windrädern ungestört entwickeln kann, sollte man auf die Anlagen verzichten. Ausführliche Abwägungen www.heidelberg.de/ lammerskopf-fed Nabu-Vorstand Kellner, Moderator Ewen und Gutachter Ness (von links) (Foto Rothe) AKTUELLES Forum Energiedialog Gartenstraße 88 72108 Rottenburg a. N. Redaktion: Dr. Christoph Ewen Impressum Zum Genehmigungsverfahren Höhere Naturschutzbehörde beimRP Karlsruhe: Normalerweise werden die Auswirkungen auf den Naturhaushalt erst auf der Ebene der Genehmigung einer Windkraftanlage konkret und detailliert untersucht. Auf der Ebene des Regionalplanes kann man dies nur von hoher Warte und sehr abstrakt einschätzen. Hier hat sich gezeigt, dass die von IUS-TeamNess gewählte Vorgehensweise geeignet ist, um diese grobe Abschätzung der Auswirkungen auf das FFH-Gebiet und betroffene besonders geschützte Arten vorzunehmen. Zu diesem Zweck waren Vorgehen und Ergebnis plausibel. Um aber erhebliche Beeinträchtigungen des Großen Mausohrs, der Bechsteinfledermaus und der Mopsfledermaus sicher ausschließen zu können, sind im Rahmen des Genehmigungsverfahrens allerdings noch detailliertere Untersuchungen zu den konkreten Standorten erforderlich. Elektronik und Bauschutt entsorgen Ab 1. Juli nur noch auf den Recyclinghöfen in Wieblingen und Kirchheim möglich Die gesetzlichen Vorgaben für die Annahme von Elektrokleingeräten haben sich geändert. Diese können auf den Recyclinghöfen Emmertsgrund, Handschuhsheim und Ziegelhausen nicht geschaffen werden. Die Annahme von Elektrokleingeräten ist dort ab dem 1. Juli deshalb nicht mehr möglich. Bürgerinnen und Bürger können viele Elektrokleingeräte jedoch bequem im Einzelhandel zurückgeben. Seit Anfang 2026 sind entsprechende Rücknahmestellen durch ein einheitliches Logo gekennzeichnet. Damit stehen im Stadtgebiet zahlreiche Alternativen zur Verfügung, die häufig sogar näher am Wohnort liegen als die bisherigen Annahmestellen. Auch bei der Annahme von Bauschutt gelten strengere Anforderungen. Bereits geringfügige Verunreinigungen können dazu führen, dass angeliefertes Material nicht mehr als recyclingfähig eingestuft werden darf. Dadurch ist eine fachkundige Begutachtung des Bauschutts erforderlich, die nur auf den zentralen Recyclinghöfen in Kirchheim und Wieblingen möglich ist. lst www.asz.heidelberg.de Stadt fördert Photovoltaikanlagen Die Stadt führt ihr Förderprogramm „Rationelle Energieverwendung“ in überarbeiteter Form fort. Die Förderung für Photovoltaikanlagen beträgt 100 Euro pro Kilowatt-Peak (kWp) installierter Leistung bei Photovoltaikanlagen auf Dachflächen sowie 200 Euro pro kWp bei Anlagen an Fassaden und auf extensiv begrünten Dächern. Die maximale Fördersumme beträgt 10.000 Euro pro Objekt. www.heidelberg.de/ klimageld

5 AKTUELLES 24. Juni 2026 Städte schlagen Alarm Heidelberg beteiligte sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“ D eutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund haben am Montag, 22. Juni, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden auf die dramatische Finanzlage in den Kommunen aufmerksam gemacht und Bund und Länder aufgefordert, endlich wirksam entgegenzusteuern. Heidelberg beteiligte sich an dem Aktionstag mit einem Video in den Social-Media-Kanälen, in denen die Dezernentinnen und Dezernenten die Auswirkungen der mangelhaften Finanzierung auf Heidelberg verdeutlichen – von der Infrastruktur über den Nahverkehr und den Sozialbereich bis hin zum Bürgerservice. Faire Mitfinanzierung nötig „Den Städten steht das Wasser bis zum Hals. Es ist fünf vor zwölf“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner, seit 2021 Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetages. „Die Belastungen sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen aufgrund neuer Beschlüsse des Bundes, die wir Kommunen nicht auskömmlich gegenfinanziert bekommen. In den vergangenen drei Jahren sind die Ausgaben in Heidelberg um fast 80 Millionen Euro pro Jahr gewachsen. Das können wir nicht finanzieren. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen eine faire kommunale Mitfinanzierung“, fordert Würzner. Die finanzielle Lage fast aller Kommunen bundesweit hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert. 2022 lagen die kommunalen Haushalte noch mit 4,5 Milliarden Euro im Plus. 2023 gab es bereits ein Defizit von 6,3 Milliarden Euro, 2024 stiegen die Defizite auf 24,3 Milliarden Euro, 2025 auf rund 30 Milliarden Euro jährlich. Die Gesamtschulden der Kommunen betragen mittlerweile 165 Milliarden Euro. chb Video ansehen auf @heidelberg.de @heidelberg_de @StadtHeidelberg In einem Video weist OB Würzner mit den anderen Dezernentinnen und Dezernenten auf die Auswirkungen der drastischen Finanzlage der Kommunen hin. (Foto Stadt HD) Kopernikusquartier wird gebaut Gemeinderat gibt grünes Licht Der Gemeinderat hat einstimmig den Bau des Kopernikusplatzes sowie des nördlichen Abschnittes der Kopernikusstraße in der Bahnstadt beschlossen. Mit demBeschluss wird ein weiterer Baustein für die Entwicklung des Kopernikusquartiers am nördlichen Rand der Bahnstadt umgesetzt. Herzstück der Planung ist der neue Kopernikusplatz. Die Platzfläche wird von großzügigen Grün- und Pflanzflächen eingefasst. Vorgesehen sind artenreiche und insektenfreundliche Staudenpflanzungen, Großsträucher sowie insgesamt 15 neue Bäume. Im Zentrum des Platzes entsteht ein Baumhain mit Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsbereichen. Südlich des Platzes schließt die Kopernikusstraße Nord an. Der Straßenabschnitt wird überwiegend dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten sein. Entlang der Straße sind weitere Bäume, Pflanzbeete, Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellmöglichkeiten vorgesehen. Der neue Kopernikusplatz wird von allen Seiten barrierefrei zugänglich sein. Der Baubeginn ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Die Bauzeit wird nach aktuellem Stand rund sieben Monate betragen. „Krisenfest durch Wind und Sonne?“ Vortrag am 25. Juni im Neuenheimer Feld Die Stadt lädt gemeinsam mit dem Heidelberg Center for the Environment (HCE) der Universität Heidelberg am Donnerstag, 25. Juni, um 19 Uhr zur Veranstaltung „Krisenfest durch Wind und Sonne? – Das Potenzial erneuerbarer Energien in Zeiten globaler Krisen“ ein. Referent ist Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und Mitgründer von Scientists for Future. Er erklärt allgemein verständlich, welche Rolle erneuerbare Energien für eine sichere, nachhaltige und krisenfeste Energieversorgung spielen können. Die Veranstaltung findet im Großen PhysikHörsaal, Im Neuenheimer Feld 308, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Armutsgefährdete Jugendliche stärken Projekt SILKY4FUTURE der Jugendagentur Die Jugendagentur Heidelberg unterstützt mit dem Projekt SILKY4FUTURE Jugendliche aus armutsgefährdeten Familien. Im Fokus stehen schulische und berufliche Orientierung, der Umgang mit Geld, Gesundheit und Ernährung, mentale Stärke, selbstständiges Wohnen, Bildungschancen sowie digitale Kompetenzen, um ihre Lebenssituation zu stabilisieren, Schulabbrüche zu verhindern und sie beim Übergang von der Schule in den Beruf zu begleiten. Eine Kooperation besteht mit dem Jugendamt der Stadt Heidelberg und dem Präventionsnetzwerk Kinderarmut des Rhein-Neckar-Kreis. www.jugendagentur- heidelberg.de › Angebote Bis 28. Juni geradelte Kilometer eintragen Heidelberg und Mannheim treten beim Stadtradeln dieses Jahr freundschaftlich gegeneinander an. Mannheims Bürgermeister Ralf Eisenhauer und Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell sowie Heidelbergs Mobilitätsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain trafen sich mit dem Rad auf halber Strecke in Ladenburg. Die Anmeldung zum Stadtradeln ist noch bis einschließlich 28. Juni möglich. Alle Kilometer können auch nachträglich eingetragen werden. www.stadtradeln.de/heidelberg (Foto Stadt HD)

AKTUELLES 6 24. Juni 2026 Heidelberg ist eine Stadt in Bewegung – wachsend, international vernetzt und mit einer klaren Ambition: Wir wollen die lebenswerteste und innovativste Stadt Deutschlands werden. Dafür braucht es eine starke finanzielle Steuerung und eine ebenso starke wirtschaftliche Entwicklung. Für dieses Ziel wird ein neues, zukunftsweisendes Dezernat eingerichtet: Finanzen und Wirtschaft. Hier bündeln wir strategische Finanzpolitik, Haushaltssteuerung und kommunale Wirtschaftsförderung – mit direkter Wirkung auf die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Bei der Stadt Heidelberg ist im Jahr 2027 die Position der/des hauptamtlichen Beigeordneten mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeisterin/Bürgermeister“ (m/w/d) für das neue Dezernat VI „Finanzen und Wirtschaft“ zu besetzen. Amtszeit 8 Jahre | Besoldungsgruppe B 7 des Landesbesoldungsgesetzes Baden-Württemberg zzgl. Aufwandsentschädigung | Wahl zur/zum Beamtin/Beamten auf Zeit durch den Gemeinderat Ihr Dezernat: Der Geschäftskreis des Dezernates VI „Finanzen und Wirtschaft“ umfasst das Kämmereiamt und das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft. Eine Änderung des Geschäftskreises ist möglich und bleibt dem Gemeinderat der Stadt Heidelberg vorbehalten. Ihre Aufgaben – Was Sie bewirken Die Stadt Heidelberg steht vor großen finanziellen Herausforderungen – und zugleich vor großen Entwicklungschancen. Ihre Aufgabe ist es, beides strategisch zusammenzuführen und aktiv zu gestalten beziehungweise voranzutreiben: › strategische Steuerung der städtischen Finanzpolitik und Haushaltskonsolidierung › nachhaltige Sicherung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt › Weiterentwicklung einer modernen, datenbasierten Steuerung der Stadtfinanzen › Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Heidelberg durch eine zukunftsorientierte kommunale Wirtschaftspolitik › Proaktive Ansiedlungspolitik und Bestandspflege von Wirtschaft und Wissenschaft Damit leisten Sie einen zentralen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Heidelbergs – als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit internationaler Strahlkraft. Ihre Rolle in der Stadtspitze: Als Bürgermeisterin/Bürgermeister übernehmen Sie eine zentrale Führungsfunktion innerhalb der Stadtverwaltung Heidelberg. Die allgemeine Stellvertretung des Oberbürgermeisters ist in folgender Reihenfolge vorgesehen: Erster Bürgermeister/Dezernat II (Stadtentwicklung und Bauen), Dezernat III (Klimaschutz, Umwelt und Mobilität), Dezernat IV (Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit), Dezernat V (Kultur, Bürgerservice und Kreativwirtschaft) sowie Dezernat VI (Finanzen und Wirtschaft). Ihr Profil – Was Sie mitbringen Als engagierte Persönlichkeit verbinden Sie strategische Weitsicht mit operativer Umsetzungskompetenz und bringen insbesondere mit: › fundierte Expertise im kommunalen Haushalts- und Finanzrecht › ausgeprägte analytische Fähigkeiten und einen sicheren Umgang mit Daten und Steuerungsinformationen › wirtschaftspolitisches Verständnis, idealerweise im Kontext von Standortentwicklung von Wirtschaft und Wissenschaft › Erfahrung aus der freien Wirtschaft ist wünschenswert › Führungsstärke, Kommunikationskompetenz und Gestaltungswille › die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen in einer vielfältigen Stadtgesellschaft zusammenzuführen Sie agieren lösungsorientiert, klar in der Haltung und zugleich verbindend im Auftreten – stets mit Blick auf das große Ganze. Erfahrung in der Steuerung komplexer Organisationen oder großer Einheiten ist wünschenswert. Bewerbung – Jetzt Teil unseres Teams werden Wenn Sie die Zukunft einer wachsenden, innovativen und international ausgerichteten Stadt aktiv mitgestalten wollen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen (inkl. tabellarischem Lebenslauf und beglaubigten Zeugnisabschriften). Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 19. Juli 2026 per E-Mail an daniel.frank@ heidelberg.de oder an Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg Postfach 10 55 20 69045 Heidelberg. Hinweise zum Verfahren Die Auswahl erfolgt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung unter Berücksichtigung der Vorgaben des AGG und der Gleichstellungsziele des Arbeitgebers. Im Rahmen der in der Gemeindeordnung vorgesehenen Sollvorschrift besteht für das Dezernat „Finanzen und Wirtschaft“ ein Vorschlagsrecht der Partei Die Heidelberger bei der Besetzung der Stelle. Wir trauern um Frau Stadtrechtsdirektorin Sigrid Duden die am 07. Juni 2026 im Alter von 77 Jahren verstorben ist. Frau Sigrid Duden war eine geschätzte Führungspersönlichkeit. Während ihrer langjährigen Dienstzeit bei der Stadt Heidelberg, zuletzt als Leiterin des damaligen Kassen- und Steueramtes, hat sie sich durch großes Engagement und hohe fachliche Kompetenz ausgezeichnet und sich dadurch in hohem Maße Achtung und Wertschätzung erworben. Betroffen nehmen wir Abschied . Wir werden sie immer in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gehört ihrer Familie. Stadtverwaltung Heidelberg Prof. Dr. Eckart Würzner Oberbürgermeister Martin Eisele Vorsitzender des Gesamtpersonalrates Impressum Herausgeberin: Stadt Heidelberg Amt für Öffentlichkeitsarbeit Marktplatz 10 69117 Heidelberg 06221 58-12000 s tadtblatt@heidelberg.de Amtsleitung: Timm Herre (tir) Redaktion: Hannah Lena Puschnig (hlp), Sascha Balduf (sba), Christian Beister (chb), Christina Euler (eu), Claudia Kehrl (ck), Julian Klose (jkl), Florian Römer (fr), Laura Schleicher (ls), Laura Stahmer (lst), Carina Troll (cat) Druck und Vertrieb: RheinNeckar-Zeitung GmbH Vertrieb-Hotline: 0800 06221-20 www.heidelberg.de Youth Talk am 26. Juni Der Jugendgemeinderat lädt wieder zum „Youth Talk Heidelberg“ ein: am Freitag, 26. Juni, imWaldtreff Handschuhsheim, Mühltalstraße 147. Heidelberger Jugendliche können bei dem Sprechstunden-Format alles, was sie bewegt, ansprechen. Sommerspektakel Vom 26. bis 28. Juni heißt es wieder Bühne frei für das dreitägige sommerliche Spektakel auf demWilhelmsplatz. www.heidelberg.de/ stadtteilfeste Graimbergweg gesperrt Wegen privater Bauarbeiten ist der Graimbergweg bis Ende des Jahres gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Auf der rnv-Buslinie 30 entfällt bei Fahrten mit Kleinbussen die Haltestelle „Peterskirche“; bei Standardbussen „Sternwarte“, „Molkenkur“ und „Schloss“. www.rnv-online.de Kurz gemeldet Tipps bei Hitze Wie verhalte ich mich am besten bei dieser Hitze? Auf was sollte ich achten? Und wo finde ich kühle Orte? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet die Stadt Heidelberg auf ihrer Internetseite www.heidelberg.de/hitze. Dort sind vielfältige Hinweise, Tipps und Angebote zum Schutz der Gesundheit bei hohen Temperaturen gebündelt. www.heidelberg.de/hitze

7 STADTWERKE HEIDELBERG AKTUELLES 24. Juni 2026 Förderaufruf für soziale Projekte Vier Millionen Euro für Baden-Württemberg Für innovative soziale Projekte stehen in Baden-Württemberg für die Jahre 2027 und 2028 rund vier Millionen Euro Fördermittel des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) bereit. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration BadenWürttemberg fördert Modellprojekte, die neue Ansätze und Ideen erproben, bestehende Angebote sinnvoll ergänzen und Impulse für die Weiterentwicklung von Unterstützungsstrukturen und sozialen Angeboten geben können. Anträge sind bis zum 31. Juli möglich. www.esf-bw.de/projekte-und- programme-umsetzen › Förderbereich Arbeit & Soziales › Soziale Innovation Özdemir bei Schlossfestspielen Prominente Gäste beim städtischen Empfang zum Auftakt der Heidelberger Schlossfestspiele: Oberbürgermeister Eckart Würzner (r.) und Holger Schultze (l.), der seine letzten Schlossfestspiele als Intendant des Theater & Orchester Heidelberg eröffnete, begrüßten am Freitag den baden-württembergischen Ministerpräidenten Cem Özdemir (2.v.r.) und Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, auf dem Schlossaltan. Mehr Infos und Karten unter www.theater.heidelberg.de. (Foto Dittmer) Einbau von digitalen Stromzählern Es besteht keine Eile Immer mehr Strom stammt aus erneuerbaren Energien. Damit Erzeugung und Verbrauch gut zusammenpassen, braucht es ein flexibles Stromnetz. Wichtige Voraussetzungen: Der Einbaumoderner Messeinrichtungen sowie intelligenter Messsysteme, die zusätzlich aus einemKommunikationsmodul, dem Smart-Meter-Gateway, bestehen. Intelligente Messsysteme sind in Haushalte mit mehr als 6.000 Kilowattstunden sowie bei Betreibern von Erzeugungsanlagen mit einer Leistung von über sieben Kilowatt einzubauen. Nicht notwendig, schnell zu wechseln Für den Einbau sind die grundzuständigen Messstellenbetreiber verantwortlich – in der Regel die örtlichen Netzbetreiber. Für Heidelberg und die Region sind das die Stadtwerke Heidelberg Netze. Bereits seit vielen Jahren tauschen sie alte Geräte gegen moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme aus. Aktuell werben verschiedene Anbieter – so genannte wettbewerbliche Messstellenbetreiber – mit Schreiben für einen schnellen Wechsel. Der Erhalt eines solchen Angebots bedeutet nicht, dass bei Kundinnen und Kunden ein verpflichtender Zählerwechsel ansteht. Auch wichtig: Der Gesetzgeber hat für den grundzuständigen Messstellenbetreiber Preisobergrenzen festgelegt. Wettbewerbliche Messstellenbetreiber sind nicht generell in gleicher Weise an die Preisobergrenzen gebunden. So informieren die Stadtwerke Heidelberg Netze Sobald ein Zählerwechsel ansteht, informieren die Stadtwerke Heidelberg Netze mindestens drei Monate davor per Post, dass der bisherige Stromzähler ersetzt wird. Spätestens zwei Wochen vor dem Termin folgt ein Schreibenmit dem konkreten Einbaudatum. Tipp: Die Angebote in Ruhe auf Leistungen, Laufzeiten und Kosten prüfen und sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Weitere Infos dazu unter www.netze-heidelberg.de/ messstellenbetrieb Beim Zählerwechsel ist keine Eile geboten, auch wenn verschiedene Anbieter – sogenannte wettbewerbliche Messstellenbetreiber – mit Schreiben für einen schnellen Wechsel werben. Stadtwerke Heidelberg Unternehmenskommunikation Alte Eppelheimer Straße 26 69115 Heidelberg 06221 513-0 ukom@swhd.de Redaktion: Ellen Frings, Michael Treffeisen Foto: Stadtwerke Heidelberg Alle Angaben ohne Gewähr Impressum BEKANNTMACHUNGEN ONLINE › 3 . Satzung zur Änderung der Hauptsatzung der Stadt Heidelberg › 7. Satzung zur Änderung der Büchereisatzung › 1. Satzung zur Änderung der Bekanntmachungssatzung › Öffentliche Bekanntmachung der beim Bürgerentscheid am 12. Juli 2026 zur Abstimmung stehenden Frage › Öffentliche Bekanntmachung zur Durchführung des Bürgerentscheids am 12.07.2026 Alle Bekanntmachungen im Volltext unter www.heidelberg.de/ bekanntmachungen

24. Juni 2026 KULTUR UND FREIZEIT 8 Literatur live erleben Preisgekrönte Autorinnen und Autoren beim Literaturfestival feeLit vom 2. bis 5. Juli B ei der feeLit geht es dieses Jahr um die Krisen unserer Zeit, um die Kontinuitäten von George W. Bush bis Donald Trump und insbesondere um die Frage: Wie gehen wir mit Krisen um, wie solidarisieren wir uns, wie denken wir unsere Gesellschaft neu? Vom 2. bis 5. Juli werden in der Halle02 wieder preisgekrönte Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland ihre neusten Werke diskutieren. Freiheit und Gerechtigkeit Zum Auftakt des diesjährigen Festivals diskutieren Jagoda Marinić, künstlerische Leiterin der feeLit, und Winfried Kretschmann, erster grüner Ministerpräsident, über Freiheit und Politik. In seinem Buch „Freiheit“ schreibt er über die philosophischen Grundlagen seines politischen Handelns. Freiheitsfragen sind immer auch Gerechtigkeitsfragen. Das diesjährige Festival präsentiert unter diesemThemenschwerpunkt Autorinnen und Autoren, die sich in ihrenWerkenmit der Klassenfrage, Armut, aber auch Aktivismus beschäftigen, wie Tomer Gardi und Miriam Davoudvani. Mit dabei sind auch Autorinnen und Autoren der Leipziger Buchmesse: Katarina Poladjan kommt mit ihrem preisgekrönten Buch „Goldstrand“, die Historikerin Marie-Janine Calic kommt mit dem besten Sachbuch der Leipziger Buchmesse und der Gewinner des Preises für Europäische Verständigung, Miljenko Jergovic, kommt mit der Autorin Barbi Markoiv nach Heidelberg, um über sein preisgekröntes Buch zu sprechen. Männlichkeitsbilder, Migration, die Morde des NSU und der Zweite Weltkrieg sind Themen bei den Lesungen für Schulklassen. Bei den SchooLitWorkshops können sich Schülerinnen und Schüler im journalistischen Schreiben und Songtexten probieren. red Programm und Tickets www.feelit.de 06221 58-34859 (Mo-Fr, 11-12 Uhr) Tomer Gardi (links) liest am Freitag, 3. Juli, aus seinem Roman „Liefern“. Miriam Davoudvandi spricht am Sonntag, 5. Juli, über ihr neues Buch „Das können wir uns nicht leisten“. (Fotos Gödecke, Nguyen) Kultursommer startet am 5. Juli Kunst unter freiem Himmel Auch in diesem Sommer verwandelt sich der Emmertsgrund wieder in eine lebendige Bühne unter freiem Himmel. Die Veranstaltungen finden auf der Kultursommer-Bühne vor dem Bürgerhaus Emmertsgrund (Forum 1) statt und machen Kultur mitten im Stadtteil für alle zugänglich – offen, niedrigschwellig und einladend. Den feierlichen Auftakt gestaltet am Sonntag, 5. Juli, Kulturbürgermeisterin Martina Pfister, die den Kultursommer offiziell eröffnet. Im Anschluss erwartet das Publikum ein besonderer Abend mit den japanischen Taiko-Trommlerinnen und -Trommlern von Taiko Heidelberg und den Moko-Chören, die gemeinsam für einen kraftvollen und stimmungsvollen Start sorgen. Immer mittwochs steht allen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Stadtteil die Offene Bühne zur Verfügung – eine Gelegenheit für alle, die erste Erfahrungen mit öffentlichen Auftritten sammeln möchten. Den Eintrittspreis kann jeder selbst bestimmen – es gilt das Pay-what-youwant-Prinzip. Zum Programm www.emmertsgrund.de Creative House Day im DEZERNAT#16 Livemusik, Workshops und Arbeitseinblicke Das DEZERNAT#16 öffnet am Sonntag, 28. Juni, von 12 bis 20 Uhr die Türen für alle, die sich für kreative Arbeit, Innovation und Vernetzung interessieren. Illustration, Design, Fotografie, Mode, Musik, Gaming, Kunst und vieles mehr – rund 30 Unternehmen und Selbstständige geben an diesem Tag Einblicke in die große Vielfalt der Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaftszen- tren. Kulturbürgermeisterin Martina Pfister eröffnet um 12 Uhr die Westend Gallery TWO. Danach gibt es ein Bühnenprogramm mit Livemusik. Besucherinnen und Besucher können vor Ort außerdem ein 3D-Computerspiel testen, Sachen upcyceln, mit Aquarell malen und ihre eigenen Illustrationen erstellen. Muslimisches Leben sichtbar machen Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus ab 1. Juli Während der Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus warten in Heidelberg viele spannende Veranstaltungen. „Muslimisches Leben prägt Heidelberg auf vielfältige Weise. Die Aktionswochen machen sichtbar, wie viele Menschen sich in Gemeinden, Vereinen und Initiativen für unsere Stadt engagieren und Verantwortung übernehmen“, sagt Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit. Den Auftakt macht am Mittwoch, 1. Juli, ein Aktionstag gegen antimuslimischen Rassismus im Karlstorbahnhof mit der Berliner Komikerin und Ärztin Anissa Loucif. Am Sonntag, 5. Juli, um 12 Uhr lädt die Yavuz Sultan Selim Moschee, Hatschekstraße 20, zu einer Führung durch das muslimische Gotteshaus ein. Am Samstag, 11. Juli, 18 Uhr findet im Restaurant Yalla, Kurpfalzring 110/1 das Poetry-Format „çay&poetry“mit dem bundesweit aktiven Netzwerk i,Slam e. V. statt. Am Freitag, 17. Juli, ab 18 Uhr zeigt das Karlstorkino den Film „To make a stranger your own“ mit anschließendem Regiegespräch zwischen dem Filmemacher Ayon Mukherji und der Religionswissenschaftlerin Leyla Jagiella. Begleitet wird das Veranstaltungsprogramm von einem interaktiven Straßenquiz in verschiedenen Heidelberger Stadtteilen. Die Aktionswochen leben vom Engagement zahlreicher Menschen, Gemeinden, Vereinen und Initiativen in Heidelberg. Gemeinsam setzen sie sich für Dialog, Teilhabe und ein gutes Miteinander in der Stadt ein. eu Programm unter www.muslimische-akademie- heidelberg.de Komikerin und Ärztin Anissa Loucif tritt am 1. Juli auf. (Foto Weigl)

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