5 AKTUELLES 24. Juni 2026 Städte schlagen Alarm Heidelberg beteiligte sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“ D eutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund haben am Montag, 22. Juni, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden auf die dramatische Finanzlage in den Kommunen aufmerksam gemacht und Bund und Länder aufgefordert, endlich wirksam entgegenzusteuern. Heidelberg beteiligte sich an dem Aktionstag mit einem Video in den Social-Media-Kanälen, in denen die Dezernentinnen und Dezernenten die Auswirkungen der mangelhaften Finanzierung auf Heidelberg verdeutlichen – von der Infrastruktur über den Nahverkehr und den Sozialbereich bis hin zum Bürgerservice. Faire Mitfinanzierung nötig „Den Städten steht das Wasser bis zum Hals. Es ist fünf vor zwölf“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner, seit 2021 Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetages. „Die Belastungen sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen aufgrund neuer Beschlüsse des Bundes, die wir Kommunen nicht auskömmlich gegenfinanziert bekommen. In den vergangenen drei Jahren sind die Ausgaben in Heidelberg um fast 80 Millionen Euro pro Jahr gewachsen. Das können wir nicht finanzieren. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen eine faire kommunale Mitfinanzierung“, fordert Würzner. Die finanzielle Lage fast aller Kommunen bundesweit hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert. 2022 lagen die kommunalen Haushalte noch mit 4,5 Milliarden Euro im Plus. 2023 gab es bereits ein Defizit von 6,3 Milliarden Euro, 2024 stiegen die Defizite auf 24,3 Milliarden Euro, 2025 auf rund 30 Milliarden Euro jährlich. Die Gesamtschulden der Kommunen betragen mittlerweile 165 Milliarden Euro. chb Video ansehen auf @heidelberg.de @heidelberg_de @StadtHeidelberg In einem Video weist OB Würzner mit den anderen Dezernentinnen und Dezernenten auf die Auswirkungen der drastischen Finanzlage der Kommunen hin. (Foto Stadt HD) Kopernikusquartier wird gebaut Gemeinderat gibt grünes Licht Der Gemeinderat hat einstimmig den Bau des Kopernikusplatzes sowie des nördlichen Abschnittes der Kopernikusstraße in der Bahnstadt beschlossen. Mit demBeschluss wird ein weiterer Baustein für die Entwicklung des Kopernikusquartiers am nördlichen Rand der Bahnstadt umgesetzt. Herzstück der Planung ist der neue Kopernikusplatz. Die Platzfläche wird von großzügigen Grün- und Pflanzflächen eingefasst. Vorgesehen sind artenreiche und insektenfreundliche Staudenpflanzungen, Großsträucher sowie insgesamt 15 neue Bäume. Im Zentrum des Platzes entsteht ein Baumhain mit Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsbereichen. Südlich des Platzes schließt die Kopernikusstraße Nord an. Der Straßenabschnitt wird überwiegend dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten sein. Entlang der Straße sind weitere Bäume, Pflanzbeete, Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellmöglichkeiten vorgesehen. Der neue Kopernikusplatz wird von allen Seiten barrierefrei zugänglich sein. Der Baubeginn ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Die Bauzeit wird nach aktuellem Stand rund sieben Monate betragen. „Krisenfest durch Wind und Sonne?“ Vortrag am 25. Juni im Neuenheimer Feld Die Stadt lädt gemeinsam mit dem Heidelberg Center for the Environment (HCE) der Universität Heidelberg am Donnerstag, 25. Juni, um 19 Uhr zur Veranstaltung „Krisenfest durch Wind und Sonne? – Das Potenzial erneuerbarer Energien in Zeiten globaler Krisen“ ein. Referent ist Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und Mitgründer von Scientists for Future. Er erklärt allgemein verständlich, welche Rolle erneuerbare Energien für eine sichere, nachhaltige und krisenfeste Energieversorgung spielen können. Die Veranstaltung findet im Großen PhysikHörsaal, Im Neuenheimer Feld 308, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Armutsgefährdete Jugendliche stärken Projekt SILKY4FUTURE der Jugendagentur Die Jugendagentur Heidelberg unterstützt mit dem Projekt SILKY4FUTURE Jugendliche aus armutsgefährdeten Familien. Im Fokus stehen schulische und berufliche Orientierung, der Umgang mit Geld, Gesundheit und Ernährung, mentale Stärke, selbstständiges Wohnen, Bildungschancen sowie digitale Kompetenzen, um ihre Lebenssituation zu stabilisieren, Schulabbrüche zu verhindern und sie beim Übergang von der Schule in den Beruf zu begleiten. Eine Kooperation besteht mit dem Jugendamt der Stadt Heidelberg und dem Präventionsnetzwerk Kinderarmut des Rhein-Neckar-Kreis. www.jugendagentur- heidelberg.de › Angebote Bis 28. Juni geradelte Kilometer eintragen Heidelberg und Mannheim treten beim Stadtradeln dieses Jahr freundschaftlich gegeneinander an. Mannheims Bürgermeister Ralf Eisenhauer und Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell sowie Heidelbergs Mobilitätsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain trafen sich mit dem Rad auf halber Strecke in Ladenburg. Die Anmeldung zum Stadtradeln ist noch bis einschließlich 28. Juni möglich. Alle Kilometer können auch nachträglich eingetragen werden. www.stadtradeln.de/heidelberg (Foto Stadt HD)
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