AKTUELLES 4 17. Juni 2026 Gute Betreuungssituation Stadt passt Kita- Angebote an sinkende Kinderzahlen an V on der Geburt bis zum Schuleintritt stehen für Kinder weiterhin ausreichend Kita- und Krippenplätze zur Verfügung. Das zeigt die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2026/2027. Sie wurde am 9. Juni im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. „Unser Ziel ist es, für die Heidelberger Familien wohnortnahe, verlässliche und qualitativ hochwertige Angebote dauerhaft zu sichern“, erklärt Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Versorgungsquote von 118 Prozent Im Kindergartenbereich liegt die rechnerische Versorgungsquote im kommenden Kindergartenjahr 2026/2027 bei rund 118 Prozent. Für Kinder im Krippen-Alter von ein bis unter drei Jahren liegt die Versorgungsquote im Krippenbereich einschließlich Kindertagespflege bei rund 98 Prozent. Davon profitieren die Familien: Kinder bekommen im überwiegenden Fall einen Platz in einer der WunschKitas, die Eltern bei der Vormerkung angegeben haben. Aufholbedarf gibt es vor allem noch im Stadtteil Boxberg. Der seit 2022 bundesweite Geburtenknick hält auch in Heidelberg an: Im Vergleich zum Vorjahr sinken die Zahlen der Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren um minus 1,8 Prozent. Auch die Zahl der Kindergartenkinder im Alter von 3 Jahren bis Schuleintritt sinkt um 4,9, Prozent. Am stärksten gehen die Kinderzahlen in Kirchheim zurück. Damit verringert sich insgesamt auch die Nachfrage von Eltern nach Betreuungsplätzen. Stadt und freie Träger werden darauf mit Umstrukturierungen reagieren, beispielsweise mit der Einführung neuer altersgemischter Gruppen, der Umwandlung von Krippen- in Kindergartenplätze oder der Reduzierung des Platzangebots. „Eltern müssen hier keinen kurzfristigen Rückbau von Angebotsstrukturen befürchten“, erklärt Myriam Lasso, Leiterin des Kinder- und Jugendamts, „Die Veränderungen erfolgen Schritt für Schritt und gemeinsammit den Trägern. So schaffen wir Verlässlichkeit für Familien und Einrichtungen.“ eu Die Bedarfsplanung zeigt: Für Heidelberger Kinder gibt es auch im kommenden Kindergartenjahr ausreichend Betreuungsplätze in den Kitas. (Foto Dorn) Erste Bilanz zur Meldestelle Antisemitismus Meldungen helfen, gezielt zu handeln Um antisemitische Vorfälle systematisch zu erfassen, Betroffene zu unterstützen und gezielte Gegenmaßnahmen zu entwickeln, hat die Stadt im November 2024 die landesweit erste kommunale Meldestelle Antisemitismus eingerichtet. Nach rund 18 Monaten hat die Stadt nun eine erste Bilanz gezogen. Genaueres Bild gewinnen „Jüdische Menschen müssen in Heidelberg sicher, sichtbar und selbstverständlich ihren Alltag leben können. Antisemitismus stellt dieses Recht infrage und verletzt die Menschenwürde der Betroffenen“, sagt Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Bundesweit haben antisemitische Straftaten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. „Die Schilderungen der Betroffenen machen deutlich, dass die Attacken jüdische Menschen in Heidelberg nachhaltig verunsichern. Gleichzeitig helfen die Meldungen dabei, ein genaueres Bild der lokalen Situation zu gewinnen“, sagt Judith Blumberg von der Meldestelle Antisemitismus im Amt für Chancengleichheit. Die Meldestelle dokumentiert Vorfälle, vermittelt an Beratungsstellen und, wenn erforderlich, an Strafverfolgungsbehörden weiter. Gleichzeitig unterstützt sie Einrichtungen vor Ort durch Beratung, Präventionsangebote und Fortbildungen zum Umgang mit Antisemitismus. eu Hunde im Wald anleinen Pseudowut bei Wildschwein nachgewiesen Im Stadtwald nahe dem Königstuhl wurde bei einem Wildschwein die Infektion mit der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Die auch als Pseudowut bekannte Krankheit ist auch für Hunde gefährlich und verläuft bei diesen immer tödlich. Für den Menschen besteht keine Gefahr. Die Stadtverwaltung empfiehlt Hundehalterinnen und -haltern dringend, ihre Hunde bis auf Weiteres anzuleinen, um eine Infektion zu vermeiden. Der Fund eines verendeten Wildschweines (Fallwild/ Unfallwild) sollte umgehend unter Nennung der GPS-Koordinaten gemeldet werden. veterinaeramt@heidelberg.de 06221 58-17051 und 58-28056 Grünes Licht für Stadtteilarbeit Neustrukturierung im Emmertsgrund Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 11. Juni einer Neustrukturierung der Stadtteilarbeit im Emmertsgrund mit der Vergabe des Stadtteilmanagements und des Concierge-Diensts mehrheitlich zugestimmt. Künftig werden Stadtteilbüro und Concierge-Dienst zu einer gemeinsamen professionellen Einheit zusammengeführt. Die Stadtteilmanagerinnen oder Stadtteilmanager sind verantwortlich für die Stadtteilarbeit im Emmertsgrund. Der Concierge wird weiterhin die Menschen vor Ort einfach und kostenfrei mit kleineren haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützen. Durch die enge Zusammenarbeit dieser beiden Einheiten kommen Menschen, die von der Unterstützung des Concierge profitieren, auch in Kontakt mit dem Stadtteilbüro und seinen Angeboten. Das soll die Teilhabe aller verbessern und das Engagement im Stadtteil stärken. Wenn nach der Vergabe ein neuer Träger für diese Aufgabe gefunden wurde, startet das neue Stadtteilmanagement im Juni 2027. Bürgerhaus, Medienzentrum und HeidelBERGCafé werden von ihren derzeitigen Trägern fortgeführt. Kurzstrecken-Ticket entfällt Restfahrscheine bis 31. Dezember gültig Das Kurzstrecken- und das StadtteilTicket Heidelberg werden ab Mittwoch, 1. Juli, nicht mehr verkauft. Hintergrund ist ein Beschluss des Gemeinderats zum Nachtragshaushalt 2026 im Rahmen der Haushaltskonsolidierung. Dadurch entfällt der bisherige Zuschuss für die beiden Angebote. Bereits gekaufte Tickets bleiben weiterhin gültig und können noch bis einschließlich 31. Dezember 2026 genutzt werden. Kurze Fahrten können digital über den VRN-Luftlinientarif in der myVRN-App gebucht werden. Der Preis richtet sich dabei nach der Luftlinienentfernung zwischen Start und Ziel. Gleichzeitig greift automatisch eine Bestpreisregelung pro Fahrt, Tag oder Monat.
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