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20. Mai 2026 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Adrian Rehberger Freude über neue Schulmensa im Pfaffengrund, aber Arbeitsauftrag für die Verwaltung Die Verpflegungssituation in der Albert-Schweitzer- und der Stauffenbergschule ist derzeit nicht optimal. Da immer mehr Kinder für das Mittagessen und das Betreuungsangebot angemeldet werden, reichen die Kapazitäten nicht aus. Daher wird mehr Platz für die Mittagsverpflegung benötigt. Wir haben im Stadtent- wicklungs- und Bauausschuss einen wichtigen Beschluss für den geplanten Umbau und die Erweiterung der nicht mehr genutzten Lehrküche sowie der ehemaligen Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr zu einer Mensa gefasst. Von den 4,9 Mio. Euro Gesamtkosten werden ca. 3,1 Mio. Euro vom Land im Rahmen eines Förderprogramms übernommen. Wir freuen uns sehr, die Verpflegungssituation für die Kinder und Jugendlichen entscheidend verbessern zu können. EinenWermutstropfen gibt es jedoch für das Ehrenamt im Pfaffengrund zu verzeichnen: Die ehemalige Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr wird aktuell durch den Stadtteilverein Pfaffengrund als Lagerraum genutzt. Dort werden unter anderem Materialien für das Brunnenfest, die Sommertagsbutzen und das Verbrennungsgestell für den „Winter“ gelagert, das jährlich an mehrere Stadtteile für die Sommertagszüge ausgeliehen wird. Dieser Lagerraum fällt nun weg. Wir haben daher der Verwaltung in der letzten Sitzung des SEBA den Arbeitsauftrag erteilt, nach einemErsatzlager für den STV zu suchen. Ein ersatzloses Entziehen des Lagers möchten wir so nicht akzeptieren. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Dr. Peer Hübel Wein verbindet Große Weinwanderung in Rohrbach und Leimen als starkes Zeichen für Heidelberg: Die „Große Weinwanderung“ am 10. Mai 2026 in den Weinbergen von Rohrbach und Leimen hat eindrucksvoll gezeigt, welche verbindende Kraft der Wein für Heidelberg entfalten kann. Entlang des Erlebniswanderwegs „Wein und Kultur“ bot sich von 11 bis 19 Uhr ein vielfältiges Programm. Eingeladen hatte der Obst-, Garten- und Weinbauverein (OGWV) Heidelberg-Rohrbach e.V. in Kooperationmit demUmweltamt der Stadt Heidelberg und dem Geo-Naturpark BergstraßeOdenwald. Diese Zusammenarbeit steht beispielhaft für das, was solche Veranstaltungen leisten können: die Verbindung von Natur, Kultur und bürgerschaftlichem Engagement. Bei frühsommerlichemWetter zog es zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Familien und Gäste hinaus in die Reben. Zwischen Weinbergen, Ständen und Gesprächen entstand eine Atmosphäre, die weit über ein klassisches Freizeitangebot hinausging: gelebte Stadtkultur. Die Heidelberger Winzerinnen und Winzer sind dabei weit mehr als Produzenten hochwertiger Weine. Sie sind Bewahrer einer jahrhundertealten Kulturlandschaft, die das Stadtbild prägt und Identität stiftet. Gerade in Rohrbachwird sichtbar, wie engWeinbau, Geschichte und Gemeinschaft miteinander verwoben sind. Für Heidelberg liegt hierin eine wichtige Chance: Der Weinbau stärkt nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern auch den Tourismus und das kulturelle Profil der Stadt. Gleichzeitig schafft er Begegnungsräume, die im Alltag oft fehlen – generationenübergreifend und offen für alle. Die Weinwanderung 2026 war damit weit mehr als ein gelungenes Fest – sie war ein lebendiges Zeichen für Zusammenhalt und für die Bedeutung unserer Winzerinnen und Winzer. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Nora Schönberger, Leander von Detten Queer Festival Heidelberg 2026: Ein Monat für Sichtbarkeit und Haltung Vom 8. bis 30. Mai findet das Queer Festival Heidelberg statt: ein Monat lang queere Kultur, Diskurs und Begegnung im Karlstorbahnhof. Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Empfang der Stadt und des Festivals, zu dem auch die Bundesbeauftragte für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, Sophie Koch, nach Heidelberg gekommen war. Koch kämpft auf Bundesebene gegen erheblichen Gegenwind: Das Bundesfamilienministerium hat das Wort „Queerpolitik“ aus dem Titel des zuständigen Referats gestrichen, ein Schritt, den Kritikerinnen als Zeichen einer schleichenden Erosion der Unterstützung sehen. Die Bedeutung von Allyship wächst gerade in Zeiten, in denen steigende Anfragen bei Antidiskriminierungsstellen zeigen, wie sehr die offene und vielfältige Gesellschaft unter Druck gerät, auch in Heidelberg. Dabei reicht das Hissen von Flaggen nicht aus. Nötig sind vielmehr konsequente politische Strukturen, die Schutz vor Gewalt und Diskriminierung gewährleisten und diese Haltung auch sichtbar abbilden. Besonders wichtig ist das für junge Menschen. Sie befinden sich in einer kritischen Phase der Identitätsfindung, in der das Fehlen von Akzeptanz und sicheren Räumen, Diskriminierung oder Mobbing schwerwiegende Folgen für die psychische Gesundheit und soziale Entwicklung haben kann. Konsequente Queerpolitik auf kommunaler Ebene sendet ein klares Signal der Sicherheit und Zugehörigkeit. Heidelberg ist seit 2020 Mitglied im internationalen Rainbow Cities Network und unterstreicht damit ein langfristiges Engagement für die vielfältige und diskriminierungssensible Stadtgesellschaft. Die Kundgebung gegen Queerfeindlichkeit am 17. Mai, organisiert vom Queeren Netzwerk Heidelberg und unterstützt vom Amt für Chancengleichheit, war ein kraftvolles Zeichen dieser Haltung imStadtbild. Dass hier Vertreterinnen von BiBeZ e.V. und dem Migrationsbeirat gesprochen haben, zeigt: DemAngriff auf die offene Gesellschaft kann nur intersektional entgegengetreten werden. Die Grüne-Fraktion hat in der Vergangenheit wichtige Schritte zur strukturellen Stärkung der Queerpolitik unternommen, darunter der Antrag auf Mitgliedschaft imRainbow Cities Network und die erstmalige Finanzierung des Queerfestivals im Doppelhaushalt 2021/2022. Auch in Zukunft wollen wir dafür Sorge tragen, dass die etablierten Strukturen für Gewaltschutz und Antidiskriminierung erhalten bleiben, d.h. die Bereitstellung von Beratungsangeboten, die Stärkung der Antidiskriminierungsarbeit und das Bereitstellen von sicheren Räumen. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Das Queer Festival Heidelberg – ein Monat lang queere Kultur, Kunst, Diskurs und Begegnung im Karlstorbahnhof. (Foto Grüne-Fraktion Heidelberg) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Haupt- und Finanzausschuss: Mittwoch, 20. Mai, 17.30 Uhr In den Pfingstferien tagen die Gremien nicht. Jugendhilfeausschuss: Dienstag, 9. Juni, 16 Uhr Ausschuss für Soziales und Chancengleichheit: Dienstag, 9. Juni, 18 Uhr Gemeinderat: Donnerstag, 11. Juni, 16.30 Uhr www.gemeinderat. heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Jugendgemeinderat: Donnerstag, 21. Mai, 17 Uhr, Rathaus, Marktplatz 10 In den Pfingsferien tagen die Gremien nicht. Bezirksbeirat Wieblingen: Dienstag, 9. Juni, 18 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus, Mannheimer Straße 252 Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de

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