www.stadtblatt. heidelberg.de www.heidelberg.de/ bekanntmachungen MOBILITÄT fips-Angebot wird erweitert rnv informiert vor Ort Die Stadt und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) informieren im Mai im Rahmen mehrerer Infotage über die Erweiterung des flexiblen Mobilitätsangebots fips. Bürgerinnen und Bürger haben vor Ort die Möglichkeit, sich zu informieren und Fragen zu stellen. Mitarbeitende stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung und erklären, wie die Installation und Buchung über die myVRN-App funktionieren. Der offizielle Start des erweiterten Angebots ist ab Montag, 1. Juni. S. 4 › KINDERBETREUUNG „Ort zumWachsen“ Dank an Kita-Fachkräfte Zumdeutschlandweiten „Tag der Kinderbetreuung“ am 11. Mai dankt Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit, den rund 1.800 pädagogischen Fachkräften und 114 Kindertagespflegepersonen in Heidelberg für ihre wertvolle Arbeit. Umweiter ein starker Standort für Kinder zu sein, arbeitet das Kinder- und Jugendamt gemeinsammit den Trägern von Kindertageseinrichtungen an der Gewinnung von pädagogischen Fachkräften. S. 6 › SPORTLEREHRUNG 2025 Sportler teilen Auszeichnung Spitzenleistungen prämiert Bei der Sportlerehrung sind die besten Athletinnen, Athleten und Teams des vergangenen Jahres ausgezeichnet worden. Ruderin Lisa Gutfleisch wurde als Sportlerin des Jahres geehrt. Bei den Männern wurden mit Schwimmer Luca Nik Armbruster und Para-Judoka Lennart Sass gleich zwei Sportler auf den ersten Platz gewählt. Degenfechterin Carolin Marheineke wurde als Seniorensportlerin des Jahres ausgezeichnet, die Basketballer der MLP Academics Heidelberg als Mannschaft des Jahres. S. 5 › Am Sonntag, 12. Juli, entscheiden die Heidelberger Bürgerinnen und Bürger in einemBürgerentscheid über die Grundsatzfrage, ob die Stadt am Lammerskopf Windenergieanlagen planungsrechtlich ermöglichen soll. Darüber wird abgestimmt Die Abstimmungsfrage lautet: „Soll die Stadt Heidelberg grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf auf ihrer Gemarkung als Standort für Windkraftanlagen entwickeln?“. BeimBürgerentscheid geht es nicht um die konkrete Planung, Ausgestaltung oder Genehmigung einzelner Windenergieanlagen. Ein „Ja“ bedeutet, dass die Stadt die p l anung s - rechtlichen Vorausset - zungen vorbereiten wird, um am Lammerskopf Windenergieanlagen grundsätzlich zu ermöglichen. Ein „Nein“ bedeutet, dass die Stadt Heidelberg nicht tätig wird. Ein gültiger Bürgerentscheid ist für drei Jahre bindend. Das nötige Quorum ist erreicht, wenn mindestens 20 Prozent aller Wahlberechtigten für „Ja“ oder „Nein“ stimmen. Der Bürgerentscheid bezieht sich auf die Teile des Gebiets Lammerskopf, die auf Heidelberger Gemarkung liegen. ForstBW hatte eine landeseigene Fläche in dem Gebiet im Jahr 2023 zur Nutzung für Windenergie ausgeschrieben. Die Projektgemeinschaft Windpark Lammerskopf erhielt den Zuschlag und plant einen Bürgerwindpark mit bis zu sieben Anlagen. Die Verbandsversammlung des Verbands Region Rhein-Neckar (VRRN) hat die Fläche Lammerskopf im Dezember 2025 nicht in den TeilregionalplanWindenergie aufgenommen. Die Stadt kann dennoch die planerischen Prozesse für diesen Windpark auf Heidelberger Gemarkung einleiten. Die Bürgerinnen und Bürger sollen nun darüber entscheiden, ob die Stadt diesen Weg gehen soll. Die Stadt erarbeitet ihre Infoangebote gemeinsammit dem Forum Energiedialog des Landes. Das Forum arbeitet allparteilich und schafft den Rahmen für eine sachliche, faire und ergebnisoffene Debatte. Geplant sind unter anderem ein Flyer, eine Reihe im Stadtblatt sowie eine Sonderausgabe im Juni. Die Stadt informiert am Freitag, 19. Juni, im Heidelberg Congress Center (Uhrzeit wird noch bekannt gegeben). fr www.heidelberg.de/ lammerskopf Worum geht es beim Bürger- entscheid? Stadt startet Inforeihe zur Abstimmung am 12. Juli Die Heidelberger Bürgerschaft kann am 12. Juli entscheiden, ob die Stadt am Lammerskopf zwischen Ziegelhausen und Schönau grundsätzlich für Windenergieanlagen entwickeln soll. (Foto Shutterstock) Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg 13. Mai 2026 / Ausgabe 14 / 34. Jahrgang
13. Mai 2026 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Sören Michelsburg Mut zu Veränderungen im ÖPNV zahlt sich aus Die Diskussionen um Einsparmaßnahmen imHeidelberger ÖPNV wurden in den vergangenen Monaten emotional geführt. Besonders die Veränderungen bei der Linie 32 sorgten zunächst für Skepsis und Kritik. Viele befürchteten längere Wege, schlechtere Anschlüsse oder sinkende Attraktivität. Inzwischen zeigt sich: Der Weg kann funktionieren. Durch die Anpassungen bei der Linie 32 und die neue Strecke der 21 sind die Fahrgastzahlen laut rnv insgesamt gestiegen. Das macht deutlich: Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch Verschlechterung. Entscheidend ist, ob Linien klarer, schneller und verlässlicher werden. Diese Chance bieten auch die geplanten Veränderungen für Boxberg und Emmertsgrund. Wenn die Linie 29 künftig schneller in die Innenstadt gelangt, wird der ÖPNV besonders für Pendlerinnen und Pendler attraktiver. Kurze Fahrzeiten entscheiden mit darüber, ob Menschen Bus und Bahn nutzen oder auf das Auto zurückgreifen. Voraussetzung ist die vorgeschlagene Anpassung der Linie 27. Wenn diese künftig den gesamten Boxbergring abfährt, profitieren besonders ältere Menschen, Familien und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Weniger Umstiege bedeutenmehr Komfort. Gerade in den Bergstadtteilen zeigt sich, wie wichtig alltagstauglicher Nahverkehr ist. Viele Menschen sind dort auf Busverbindungen angewiesen – für Arbeit, Einkaufen oder Arzttermine. Deshalbmüssen Veränderungen daran gemessen werden, ob sie den ÖPNV attraktiver machen. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Hans Breitenstein Zwischen großen Themen und kleinen Lösungen Der Wochenmarkt im Pfaffengrund ist ein beliebter Treffpunkt – frisches Obst, regionale Produkte und gute Gespräche gehören einfach dazu. Doch hinter der freundlichen Atmosphäre gibt es manchmal auch ganz praktische Herausforderungen. Ein aktuelles Beispiel: die Toilettensituation vor Ort. Die vorhandene Dixi-Toilette war zuletzt verstopft und in keinem guten Zustand. Gleichzeitig besteht aber keine andere Möglichkeit, öffentliche Toiletten zu erreichen. Für die Marktbetreiber, die oft bis zu acht Stunden am Stück vor Ort sind, ist das mehr als nur ein kleines Ärgernis – es ist eine Frage der Arbeitsbedingungen und der Wertschätzung. Ein Telefonat mit dem Bürgerservice – sie werden sich darum kümmern. Manchmal ist es für uns ganz einfach, durch eine schnelle Rückmeldung Betroffenen Erleichterung – imwahrsten Sinne des Wortes – zu verschaffen ;-) Ein Anruf, ein Hinweis, und eine Sache kommt ins Rollen. Gerade die scheinbar kleinen Dinge brauchen oft schnelle Aufmerksamkeit, weil sie den Alltag direkt betreffen. Denn Kommunalpolitik spielt sich nicht nur in Sitzungen und großen Beschlüssen ab. Sie zeigt sich oft genau dort, wo es hakt – im Kleinen, im Alltäglichen. Ob funktionierende Infrastruktur oder pragmatische Lösungen vor Ort: Am Ende gilt das alte Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“ – genau die vielen kleinen Punkte entscheiden nämlich darüber, ob unsere Stadt gut funktioniert. Der Pfaffengrund-Markt ist dafür ein gutes Beispiel. Er erinnert daran, wie wichtig es ist, zuzuhören und hinzuschauen – denn eine lebenswerte Stadt entsteht nicht nur durch große Projekte, sondern durch viele funktionierende Details im Alltag. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Christoph Rothfuß, Leander von Detten 25 Jahre Villa Nachttanz – ein Stück Heidelberg AmSamstag feierte die Villa Nachttanz ihr 25-jähriges Bestehen, die Laudatio der Stadt hielt Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Wer dabei war, konnte deutlich spüren, was diesen besonderen Ort der Heidelberger Subkultur ausmacht: Menschen aus nah und fern, die sich hier wiederfinden. Die Villa Nachttanz liegt eher unscheinbar im Pfaffengrund, eingeklemmt zwischen Gewerbeflächen und der Heidelberger Brauerei. Kein Schaufenster, keine Werbung – und trotzdem ist die Villa seit einem Vierteljahrhundert ein Stück Heimat für viele aktuelle oder ehemalige Heidelberger*innen. Der Verein trägt das Haus seit 2001, und zwar ausschließlich ehrenamtlich. Rund 15 feste Mitglieder und ein Helferpool von 40 bis 50 Menschen gestalten Programm, Theke, Technik und Garten – ohne Zuschüsse von Land oder Stadt. Letztere hat beim Erwerb des heutigen Standorts Im Klingenbühl geholfen und der Gemeinderat ermöglichte 2008 durch die Mietvertragsverlängerung den Fortbestand der Villa. Alles Weitere hat der Verein selbst gestemmt, mit eigenen Händen. Was dabei entstanden ist, lässt sich kaum in eine Kategorie fassen. Konzerte mit lateinamerikanischen Beats, akustische Musik, DJs von Trance über Techno bis Groove. Bands wie Irie Révoltés standen hier früh auf der Bühne. Der legendäre 1. Mai lief dieses Jahr so gut wie noch nie, die Festivilla als mehrtägiges Sommerfestival im Freien ist schon längst eine Heidelberger Institution. Seit zwei Jahren ist die Villa auch Teil von Enjoy Jazz. Dabei vergisst die Villa nie ihre Stammkundschaft und bietet immer wieder eine Bühne – ob drinnen oder draußen – für lokale Bands bei ihrem allerersten Auftritt und Formate, die anderswo keinen Platz finden. Sie ist ein Ort, an dem jeder und jede willkommen ist – unabhängig vonHerkunft, Lebensstil oder Alter. An demman sich über Generationen hinweg begegnet und schätzt, um zusammen zu feiern, zu tanzen, zu lachen oder Chai zu trinken. Dabei hat die Villa etwas geschafft, was nur wenigen gelingt – sie ist offen für alle geblieben: Das kleine Bier kostet heute 1,50 Euro, vor 25 Jahren waren es 3 Mark. In Zeiten drastisch steigender Preise ist das alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Diese Offenheit, dieser Charme, dieses pulsierende Leben sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis von 25 Jahren ehrenamtlichemEngagement – und einModell, das zeigt, was Kultur und Ehrenamt auch ohne großes Geld leisten können, wenn man ihnen Freiheit, Raum und Vertrauen schenkt. Wir gratulieren herzlich zum 25. Jubiläum und freuen uns darauf, dort gemeinsam noch viele weitere Nächte zum Tag zu machen. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Die Villa Nachttanz ist ein Ort, an dem jeder und jede willkommen ist – unabhängig von Herkunft, Lebensstil oder Alter. (Foto Grünen-Fraktion Heidelberg) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Haupt- und Finanzausschuss: Mittwoch, 20. Mai, 17.30 Uhr In den Pfingsferien tagen die Gremien nicht. Jugendhilfeausschuss: Dienstag, 9. Juni, 16 Uhr Ausschuss für Soziales und Chancengleichheit: Dienstag, 9. Juni, 18 Uhr Gemeinderat: Donnerstag, 11. Juni, 16.30 Uhr www.gemeinderat. heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Bezirksbeirat Rohrbach: Mittwoch, 13. Mai, 18 Uhr, Hochschule Fresenius, Sickingenstraße 63–65 Jugendgemeinderat: Donnerstag, 21. Mai, 17 Uhr, Rathaus, Marktplatz 10 In den Pfingsferien tagen die Gremien nicht. Bezirksbeirat Wieblingen: Dienstag, 9. Juni, 18 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus, Mannheimer Straße 252 Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de
IDA Dr. Gunter Frank Während andere Städte Gemeinderatssitzungen für Bürger ... ... dokumentieren, hinkt Heidelberg hinterher: instabile Livestreams, weder Aufzeichnungen noch ausreichende Dokumentation von Sitzungen, in denen über die Belange von 160.000 Bürgern entschieden wird. info@ida-hd.de Die PARTEI Björn Leuzinger Sparzwänge Die Sanierung der Montpellierbrücke verursacht Mehrkosten in Höhe von 14,5Millionen(!) Euro, die Beschaffung von Luxussanitärcontainern 300.000 Euro (Stadtblatt 25.3.). Jetzt kaufen wir für 200.000 € acht Toiletten der Firma Ströer, Folgekosten 560.000 €. Da ist es nur konsequent, dass wir bei Kultur und sozialem sparen! Die Zuschussempfänger haben zwar deutliche Mehrkosten durch Tarifsteigerung und Inflation, aber eine Steigerung um 2,5 % können wir uns eben einfach nicht mehr leisten. info@die-partei-heidelberg.de AfD Timethy Bartesch Informierte Bürger sind die Grundlage einer funktionierenden Demokratie. Das gehört zum Kernbestand der klassischen Demokratietheorie. Die Mächtigen unserer Zeit schleifen dies beständig. In Heidelberg werden, da bin ichmir sicher, die offiziellen „Informationen“ zum Bürgerentscheid absichtlich einseitig sein. Bundesweit zeigt sich dabei an dem Interview von Björn Höcke bei Ben ungeskriptet, wie sehr die Bürger sich selbst ein Bild machen wollen. Bereits über 5 Millionen Aufrufe für das sehr hörenswerte, 4,5 Stunden lange Gespräch sind eindeutig. Auch der Demokratie in Heidelberg würde eine offenere Debatte statt zwanghafter, fast panischer Abgrenzung sehr gut tun – insbesondere auch im Gemeinderat und Berichten in den lokalen Zeitungen. geschaeftsstelle@afd-fraktion- heidelberg.de Fraktionsgemeinschaft FDP/FWV Frank Beisel (FWV) Rauch über der Altstadt Unsere Berufsfeuerwehr führte kürzlich unter realistischen Bedingungen eine Übung im Schlossbergtunnel durch. Dabei war zeitweise ein Teil der Altstadt in Nebel beziehungsweise Rauch gehüllt, was bei vielen Bürgern für Verwunderung sorgte. Solche Übungen sind für uns von großer Bedeutung, da sie helfen, mögliche Schwachstellen zu erkennen und Abläufe zu verbessern. Bereits für den Herbst ist eine weitere Großübung im Tunnel geplant, damit wir imErnstfall bestmöglich vorbereitet sind. Auch unsere freiwilligen Feuerwehren trainieren regelmäßig für den Einsatz. Ich hoffe, dass Sie auch künftig Verständnis für diese Übungen haben – denn sie können im Ernstfall Leben retten. Danke an alle Hilfskräfte für ihren Einsatz! info@fdpfwv.de Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Bunte Linke Zara Kızıltaş (Die Linke) Stadtteilarbeit schützt Demokratie … … und muss deshalb geschützt werden. Wir kritisieren die Entscheidung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses, die Stadtteilarbeit im Emmertsgrund zu kürzen. Unser Antrag, die Kürzungen zunächst im Sozialausschuss zu behandeln, fand keine Mehrheit. Dabei sind Einrichtungen der Stadtteilarbeit keine freiwilligen Extras, sondern unverzichtbar für den sozialen Zusammenhalt im Emmertsgrund. Wer hier spart, spart an den Menschen und am gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bereits im Vorfeld hatten wichtige Akteure aus dem Emmertsgrund in einem offenen Brief eindringlich auf die Folgen hingewiesen. Sie verdeutlichten, dass die geplanten Kürzungen die sozialen und kulturellen Strukturen des Stadtteils massiv gefährden. gemeinderat@dielinke-hd.de Die Heidelberger Matthias Fehser Die Entwicklung der Montpellierbrücke in Heidelberg ist mehr als eine bloße Kostensteigerung – sie zeigt grundlegende Probleme im Umgang mit großen Infrastrukturprojekten. Statt der ursprünglich veranschlagten 22,5 Millionen Euro werden nun rund 37 Millionen Euro fällig. Ursachen sind Planungsfehler aus den 1970er-Jahren, Schäden und Mängel, die erst im Zuge der Sanierung sichtbar wurden. Falsche Bestandsunterlagen, geschädigter Beton in den Hohlkästen und zusätzliche statische Maßnahmen führten zu erheblichen Mehrkosten. Auch externe Faktoren wie verschobene Sperrpausen der Bahn haben den Bauablauf erschwert und verteuert. Positiv hervorzuheben ist, dass das Tiefbauamt unter komplexen Bedingungen professionell und lösungsorientiert gearbeitet hat. Viele Probleme konnten erst während der Bauausführung erkannt werden und mussten kurzfristig gelöst werden. Für die Zukunft ergibt sich aber daraus: Brückenprojekte müssen vorab deutlich gründlicher untersucht, realistischer kalkuliert und besser abgesichert werden. Nur so lassen sich vergleichbare Kostensteigerungen und unvorhergesehene Schwierigkeiten vermeiden. Entscheidend ist eine frühzeitige und vollständige Bestandsanalyse sowie eine konsequente Risikobewertung bereits in der Planungsphase. info@dieheidelberger.de Fraktionsgemeinschaft HiB/Volt Katharina Born, Andreas Gottschalk Unsere Kinder haben keine Knautschzone! Wer kennt das nicht, im Auto zur Arbeit oder zu einem Termin zu müssen, aber wegen einer der 30 Baustellen in der Stadt im Stau festzusitzen und sich zu ärgern? Trotzdem: In Deutschland haben Autofahrende eine starke Lobby (siehe Tankrabatt). Anders als Rollstuhlfahrende, die wegen einer Baustelle nicht mehr über die abgesenkte Stelle eines Bürgersteigs kommen und sich deswegen auf die Fahrbahn zwischen den Pkws zwängen müssen. Oder als Kinder, denen die Baustelle den geraden Weg zum Zebrastreifen oder zur Ampel versperrt. Kinder werden im Straßenverkehr so gefährdet. Sie haben aber keine Knautschzone. Ihre Sicherheit muss deshalb vorgehen. Andere Städte zeigen wie Baustellenmanagement besser ginge: › Die Betroffenen (Anwohner*innen, Eltern, Schulen, Kitas, Kinderbeauftragte) werden imVorfeld einbezogen › Jede Baustelle hat eine Ansprechperson, die Probleme löst › in tagesaktuellen Baustellenportalen gibt es Fotos, klare Informationen und eine Hotline für Anregungen › spontane Kontrollbesuche mit Siegel erhöhen das Qualitätsbewusstsein. Fazit: Baustellenmanagement ist nicht nur Mobilitätspolitik, es ist auch Sicherheits-, Gesundheits- und Familienpolitik und Bürger*innenbeteiligung! info@hib-volt.de 3 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT 13. Mai 2026 In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen die Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte. GEMEINDERAT ONLINE www.gemeinderat.heidelberg.de
AKTUELLES 4 13. Mai 2026 Stadträtin Prof. Dr. Anke Schuster feierte vor Kurzem ihren 60. Geburtstag. Seit 1999 gehört sie dem Heidelberger Gemeinderat an; von 2007 bis 2024 führte sie die SPD-Fraktion. Heute ist sie stellvertretende Vorsitzende und Ehrenfraktionsvorsitzende. Aktuell vertritt Schuster ihre Partei unter anderem im Haupt- und Finanzausschuss, dem Stadtentwicklungs- und Bauausschuss sowie im Ausschuss für Kultur und Bildung. Zudem sitzt sie im Aufsichtsrat der GGH. Ihr kommunalpolitischer Kompass ist ein soziales, gerechtes und lebenswertes Heidelberg – mit bezahlbaremWohnen, starken Familien, guten Bildungs- und Betreuungsangeboten, Inklusion, Sport und lebendigen Stadtteilen. Anke Schuster ist Hochschulprofessorin an der SRH Hochschule und lebt in Ziegelhausen-Peterstal. Runder Geburtstag Fahrplanwechsel bei rnv im Juni Änderungen bei Buslinien 29 und 36 Zum Fahrplanwechsel am 1. Juni stellt die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) in Heidelberg die Buslinien 29 und 36 teilweise um. Hintergrund ist die Konsolidierung des städtischenHaushalts. Für Fahrgäste gelten die Änderungen vor allem in den Abendstunden und amWochenende. Die Linie 29 fährt werktags ab 21 Uhr sowie am Wochenende vor 9 Uhr als Linie 29E. Sie wird dann über den Hauptbahnhof geführt und bietet damit eine direkte Anbindung an den zentralen Umsteigeknoten. Im Tagesverkehr bleibt der Linienweg unverändert. Die Linie 36 wird montags bis freitags ab 18 Uhr sowie samstags geteilt. Der Ost-Abschnitt verbindet weiterhin Ziegelhausen über die Altstadt und den Bismarckplatz mit dem Betriebshof. Der WestAbschnitt bedient Wieblingen und den Pfaffengrund. Wichtig für Fahrgäste: An Sonn- und Feiertagen entfällt der Kleinbusverkehr zwischen Wieblingen und Pfaffengrund. Als Ersatz wird das Ruftaxi mit verlängerten Einsatzzeiten angeboten. Weitere Informationen unter www.rnv-online.de/ neu-ab-juni fips-Angebot wird erweitert Infotour ab 18. Mai Mit fips bekommen Boxberg, Emmertsgrund und Rohrbach Süd ein zusätzliches Angebot im öffentlichen Nahverkehr. Fahrgäste können ihre Fahrt individuell per App oder telefonisch buchen und werden ohne festen Fahrplan innerhalb des Bediengebiets ans Ziel gebracht. Neu hinzu kommt auch das Bediengebiet auf dem Königstuhl sowie dem Kohlhof. Vor dem Start am Montag, 1. Juni, informieren Stadt und rnv direkt in den Stadtteilen über das neue Angebot. Mitarbeitende stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung und erklären, wie die Installation und Buchung über die myVRN-App funktionieren. fr myVRN-App herunterladen www.vrn.de/service/apps/ companion Künftig nur noch 1.200 E-Tretroller Weitere Abstellflächen geplant Die Stadt hat das erste Auswahlverfahren für E-Tretroller-Unternehmen abgeschlossen. Bis 31. März 2028 wird die Zahl der sogenannten „E-Scooter“ im Stadtgebiet 1.200 betragen. Künftig sind in Heidelberg drei Anbieter tätig: die Firmen TIER, das unter demMarkennamen „Dott“ auftritt, Bolt und Voi. Die Sondernutzungserlaubnisse sind mit Auflagen zu den Fahrzeugen, demBetrieb und der Kommunikation verbunden. Dazu gehören u.a. die Einhaltung definierter Abstellregelungen und verpflichtende Reaktionen der Anbieter bei behindernd oder gefährdend abgestellten E-Tretrollern. Im Laufe der kommenden Monate sind bis zu 15 neue feste Abstellflächen in den Stadtteilen vorgesehen. Mitglieder für Fahrgastbeirat gesucht Bewerbung bis zum 31. Juli möglich Die Stadt startet die fünfte Amtsperiode des Fahrgastbeirats und sucht dafür engagierte Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen. Interessierte können sich bis zum 31. Juli bewerben. Der Fahrgastbeirat bringt die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer in die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ein. Viermal im Jahr treffen sich die Mitglieder in Arbeitsgruppen, umFragen und Pro- bleme imNahverkehr zu diskutieren und Vorschläge für Verbesserungen zu erarbeiten. Bewerbungsformulare in den Bürgerämtern und in der rnv-Mobilitätszentrale sowie unter: www.heidelberg.de/ fahrgastbeirat Für mehr queere Chancengleichheit Aktionen zum Welttag gegen Queerfeindlichkeit am 17. Mai UmdieWeiterentwicklung queerer Chancengleichheit auf kommunaler und Bundesebene und die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Bund und Kommunen ging es beim Jahrestreffen des Bundesnetzwerks Queer.Kommunal vom 6. bis 8. Mai in Heidelberg. Zentraler Programmpunkt war am 8. Mai der Austausch mit Sophie Koch, Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. LSBTIQ+-Fachstellen aus ganz Deutschland nahmen daran teil. Heidelberg ist seit 2020 Mitglied im internationalen Rainbow Cities Network. Mit demQueer-Festival und dem Tag gegen Queerfeindlichkeit ist der Mai seit vielen Jahren ein Aktionsmonat für Vielfalt in der Rainbow City Heidelberg. Am Sonntag, 17. Mai, findet ab 16 Uhr am Anatomiegarten eine Gedenkaktion mit Musik und Redebeiträgen anlässlich des Internationalen Tages gegen Queerfeindlichkeit statt. Im Anschluss ist ein gemeinsames Picknick an den Neckarorten bei der Ernst-Walz-Brücke geplant. Die Veranstaltung wird traditionell vom Queeren Netzwerk Heidelberg organisiert und vom Amt für Chancengleichheit im Rahmen der „Rainbow City Heidelberg“ unterstützt. eu Weitere Veranstaltungen www.queer-festival.de
5 AKTUELLES 13. Mai 2026 Vielfalt als Erfolgsfaktor für Firmen Infoveranstaltung am 19. Mai Wie wird Vielfalt zum Erfolgsfaktor für Unternehmen, Beschäftigte und den Arbeitsmarkt insgesamt? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Veranstaltung „Regenbogen trifft Wirtschaft – Diversity als Erfolgsfaktor“ am Dienstag, 19. Mai, von 17 bis 20 Uhr imRathaus, Marktplatz 10. Dazu laden das Amt für Chancengleichheit und das Queere Business Netzwerk Rhein-Neckar Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft ein. „Vielfalt ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft. Gleichzeitig zeigt die Praxis: Viele Unternehmen wollen Vielfalt stärker nutzen, brauchen dafür aber passende Unterstützung und Austauschmöglichkeiten“, betont Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Das Programm umfasst eine Keynote zu Vielfalt als Wettbewerbs- und Standortfaktor, eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie interaktive Arbeitsphasen. Anmeldungen unter www.stdhd.de/s/regen bogentrifftwirtschaft 1.000 Menschen erkundeten Quartier Bei schönstem Sonnenschein kamen am Samstag, 9. Mai, rund 1.000 Besucherinnen und Besucher in die neue Südstadt, um beim Tag der Städtebauförderung das Quartier zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und das vielfältige Programm zu genießen. Einblicke in die neue Südstadt boten unter anderem Führungen durch das Mark-Twain-Center, zu den Neubauvorhaben an der John-Zenger-Straße sowie durch das Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum „Marlene 42“. (Foto Rothe) „Stadtentwicklung imDialog“ Vortrag und Praxisbeispiele am 22. Mai Wie kann es gelingen, Städte auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen aktiv, lebendig und zukunftsfähig zu gestalten? Welche Rolle spielen dabei Kooperationen? Diesen Fragen widmet sich die fünfte Veranstaltung der Reihe „Stadtentwicklung im Dialog“ am Donnerstag, 21. Mai, von 17.30 bis 19.30 Uhr in der Print Media Academy. Den inhaltlichen Einstieg bietet ein Impulsvortrag. Im Anschluss werden drei Praxisbeispiele vorgestellt, darunter der Heidelberger Verein gegen Müdigkeit. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung bis 18. Mai stadtentwicklung@ heidelberg.de Top-Sport made in Heidelberg Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 ausgezeichnet D er Sportkreis Heidelberg, die Stadt und die Stadtwerke Heidelberg zeichneten bei der Sportlerehrung im Atrium der Stadtwerke insgesamt rund 90 Athletinnen und Athleten aus. Vertreten waren unterschiedliche Sportarten – von Rugby über Gewichtheben und Leichtathletik bis hin zu Quadball, Fechten und Gehörlosen-Schwimmen. Sportlerin des Jahres: Lisa Gutfleisch vom Heidelberger Ruderklub gewann unter anderem die Bronzemedaille im Frauen-Doppelvierer bei der Weltmeisterschaft in Shanghai und siegte bei den German Finals im Achter sowie beim Weltcup in Luzern im Doppelvierer. Sportler des Jahres: Para-Judoka Lennart Sass teilt sich den Titel mit Luca Nik Armbruster, ebenfalls vom Olympiastützpunkt. Sass gewann im vergangenen Jahr die Goldmedaille bei der Europameisterschaft. Schwimmer Armbruster gewann bei der Deutschen Meisterschaft den Titel über 100 Meter Schmetterling und Bronze über 100 Meter Freistil. Seniorensportlerin des Jahres: Degenfechterin Carolin Marheineke von der TSG Rohrbach – Weltmeisterin und Team-Weltmeisterin – wurde als Seniorensportlerin des Jahres ausgezeichnet. Team des Jahres: Die Basketballer der MLP Academics spielten sich 2025 nach dem dritten Platz in der regulären Saison bis in das Play-offHalbfinale der Bundesliga und qualifizierten sich für die Champions League. Mit Peter Bickel (Ringkampfsport), Martina Einsele (Volleyball) und Gerhard Schäfer (Sportkreis) wurden zudem drei „Förderer des Sports“ geehrt. chb Die Geehrten bei der Auszeichnung gemeinsam mit Oberbürgermeister Eckart Würzner (vorderste Reihe, 5. von links). (Foto Dittmer) Änderungen am Grundbesitz Wem Grundbesitz gehört (etwa ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung) muss Änderungen beim Finanzamt mit einer sogenannten „Grundsteueränderungsanzeige“ melden. Die Anzeige muss bis zum 31. März des Folgejahrs erfolgen, › wenn der Grundsteuerwert sich ändert (etwa beim Verkauf einer Teilfläche), › wenn die Vermögensart sich ändert (Bauland statt Landwirtschaft), › bei Aufteilung oder Zusammenlegung von Grundbesitz, › wenn die Voraussetzungen für Ermäßigungen oder Befreiung der Grundsteuer nicht mehr erfüllt werden. finanzamt-bw.fv-bwl.de › Grundsteuer › Änderungen am Grundbesitz
AKTUELLES 6 13. Mai 2026 ON E T E AM H E I D E L B E RG wir suchen Wissenschaftsbeauftragte / Wissenschaftsbeauftragter (m/w/d) Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft | Vollzeit | unbefristet | bis Entgeltgruppe E11 TVöD Erzieherin / Erzieher in städtischen Kitas (m/w/d) Kinder- und Jugendamt | Vollzeit oder Teilzeit | unbefristet | bis Entgeltgruppe S 8a TVöD BT-V Fachkraft Kinderspielplätze – Spielplatzbau und Instandhaltung (m/w/d) Landschafts- und Forstamt | Vollzeit | unbefristet | bis Entgeltgruppe 6 TvöD zuzüglich der Gewährung von Zuschlägen jetzt bewerben www.oneteamheidelberg.de Initiative für mehr Gemeinschaftsgefühl Insbesondere durch neue Wohnprojekte, unter anderem auf dem HospitalAreal, ziehen zahlreiche Menschen nach Rohrbach. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, haben der Stadtteilverein Rohrbach und das Quartiersmanagement Hasenleiser die Initiative „Wir sind Rohrbach“ ins Leben gerufen. Ein neues Logo macht sichtbar, was Rohrbach auszeichnet: ein breites Spektrum an Vereinen, Organisationen, Initiativen und vielen engagierten Menschen, die das Leben vor Ort aktiv gestalten. (Foto Stadt HD) Anwesen zum Verkauf oder zur Nutzung im Erbbaurecht Die Stadt Heidelberg verkauft im Stadtteil Altstadt das Anwesen Theaterstraße 9 freibleibend gegen Höchstgebot. Alternativ ist auch eine Nutzung im Erbbaurecht mit einer Laufzeit von 80 Jahren möglich. Das Gebäude verfügt über eine Nutzfläche von circa 650 Quadratmetern und befindet sich in der zentralen, historischen Mitte Heidelbergs. Alle Unterlagen stehen unter www.heidelberg.de (Rathaus/Stadtverwaltung/Immobilienangebote und Grundstücke) zur Verfügung. Gerne können Sie sich mit uns in Verbindung setzen, sofern Sie an einer Sammelbesichtigung Interesse haben. Die Aufhebung der Ausschreibung bleibt vorbehalten. Anfragen und schriftliche Angebotsabgaben werden bis zum 05. Juli 2026 erbeten an: Stadt Heidelberg Amt für Liegenschaften Postfach 10 55 20 69045 Heidelberg Tel. : 06221/58-15011 Fax : 06221/58-48230 E-Mail: liegenschaften@heidelberg.de „Sie schenken Kindern einen Ort zum Wachsen“ Tag der Kinder- betreuung am 11. Mai Bürgermeisterin Stefanie Jansen dankte anlässlich des Tags der Kinderbetreuung den rund 1.800 pädagogischen Fachkräften und 114 Kindertagespflegepersonen in Heidelberg. „Durch Ihre professionelle Begleitung schenken Sie Kindern Tag für Tag einen Ort zum Wachsen und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie tun das mit großem Fachwissen, persönlichem Einsatz, mit viel Liebe und Geduld, auch in herausfordernden Situationen. Sie machen einen wunderbaren Job! Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken“, so Jansen. Mit der Kampagne „It’s a match! Kitas in Heidelberg und Du!“ werben Stadt und Kita-Träger im Schulterschluss um neue Fachkräfte, Quereinsteigende und Auszubildende. Denn trotz sinkender Kinderzahlen werden für eine qualitätvolle und verlässliche Bildung und Betreuung von Kindern zusätzliche Fachkräfte gebraucht. Im Februar begrüßte Jansen 14 pädagogische Fachkräfte aus Kolumbien, die durch ein Pilotprojekt der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) gewonnen wurden. eu Mehr als 1.800 Fachkräfte engagieren sich in Heidelberger Kitas für die Bildung und Betreuung von Kindern. (Foto Dorn)
7 STADTWERKE HEIDELBERG 13. Mai 2026 AKTUELLES BEKANNTMACHUNGEN ONLINE › Öffentliche Bekanntmachung des Bürgerentscheids › Hochwassergefahrenkarte des Neckars auf der Gemarkung Heidelberg › Hinweis auf die Beendigung der Nutzungsrechte von Wahlgräbern auf den Heidelberger Friedhöfen Alle Bekanntmachungen im Volltext unter www.heidelberg.de/ bekanntmachungen Impressum Herausgeberin: Stadt Heidelberg Amt für Öffentlichkeitsarbeit Marktplatz 10 69117 Heidelberg 06221 58-12000 s tadtblatt@heidelberg.de Amtsleitung: Timm Herre (tir) Redaktion: Hannah Lena Puschnig (hlp), Sascha Balduf (sba), Christian Beister (chb), Christina Euler (eu), Claudia Kehrl (ck), Julian Klose (jkl), Florian Römer (fr), Laura Schleicher (ls), Laura Stahmer (lst), Carina Troll (cat) Druck und Vertrieb: RheinNeckar-Zeitung GmbH Vertrieb-Hotline: 0800 06221-20 www.heidelberg.de Biotech-Region NeckarRhein-Main stärken Heidelberg und Mainz vereinbaren Innovationspartnerschaft Die Städte Heidelberg und Mainz wollen künftig eng zusammenarbeiten: Ihr Ziel ist es, die Region Neckar–Rhein–Main als internationale Innovations- und Biotech-Region weiterzuentwickeln. Dazu haben der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner und der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. „Die internationale Konkurrenz in den Bereichen Life Sciences, Biotechnologie und Deep-Tech wächst rasant. Daher ist unsere Kooperation bewusst offen für weitere Partner, die sich dem Ziel einer starken, überregionalen Innovationsregion anschließen möchten“, so Würzner. Zu der Zusammenarbeit gehören insbesondere: › Gemeinsame Programme und Projekte der beiden Technologieparks › Testbeds, Sandbox-Formate und Startup-Services, die Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründern Zugang zu beiden Standorten ermöglichen › Überregionale Infrastruktur- und Flächenentwicklung › Austauschformate zwischen Unternehmen, Forschung und Kliniken › Gemeinsames Standortmarketing und Internationalisierung Die Großregion rund um Heidelberg und Mainz zählt bereits heute zu den drei führenden Biotech-Standorten Deutschlands. chb Wärme aus Abwasser Stadtwerke Heidelberg bauen Abwasserwärmepumpe Die Nutzung von Neckar- und Abwasserwärme ist ein zentraler Baustein auf Heidelbergs Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung. Mit dem geplanten Bau einer Abwasserwärmepumpe am Neckarbogen setzen die Stadtwerke Heidelberg einen wichtigen Schritt aus der Energiekonzeption 2030 und dem kommunalen Wärmeplan um, um den Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärme zu erhöhen und bis 2035 klimaneutral zu sein. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien am Erzeugungsmix wird die öffentliche Wärmeversorgung immer unabhängiger von weltweiten Krisen und schwankenden Preisen. Wärme zurückgewinnen Genutzt wird bei der Abwasserwärmepumpe die im Abwasser gespeicherte Wärme – nach der vierten Reinigungsstufe der Kläranlage Nord. Das Abwasser weist dann noch Temperaturen im zweistelligen Grad-Celsius-Bereich auf. Die Anlage kühlt es um bis zu sieben Grad ab und gewinnt dadurch Energie aus Haushalten und Unternehmen zurück. Ein Klarwasserspeicher sorgt dafür, dass die Wärmepumpe auch bei schwankendem Abwasseraufkommen kontinuierlich betrieben werden kann. Die Wärmeenergie wird mithilfe von Wärmepumpen in der Anlage auf rund 90 bis 95 Grad Celsius angehoben und anschließend in das Fernwärmenetz eingespeist, um sie für die Wärmeversorgung zu nutzen. Bei einer Leistung von 30 Megawatt kann die Anlage jährlich zwischen 130.000 und 240.000 Megawattstunden nutzbare Wärme erzeugen. Gut eingebettet in die Umgebung Für die Anlage ist ein architektonisches Konzept vorgesehen, das sich harmonisch in den Landschaftsraum einfügt. Der transparente, wellenförmige Baukörper greift die Themen Wasser und Bewegung auf und vermittelt zwischen Technik und Umgebung. Der Baustart ist voraussichtlich für Ende 2027 oder Anfang 2028 vorgesehen. Der transparente, wellenförmige Baukörper der geplanten Abwasserwärmepumpe greift die Themen Wasser und Bewegung auf und vermittelt zwischen Technik und Umgebung. Stadtwerke Heidelberg Unternehmenskommunikation Alte Eppelheimer Straße 26 69115 Heidelberg 06221 513-0 ukom@swhd.de Redaktion: Ellen Frings, Michael Treffeisen Foto: Ecker Architekten Alle Angaben ohne Gewähr Impressum
KULTUR UND FREIZEIT 8 Ausstellung „Ikonen der Mode“ Modischer Streifzug durch die Jahrzehnte mit Fotografien von Regina Lang R egina Relang gilt als eine der bedeutendsten Modefotografinnen der Nachkriegszeit. In den 1950er und 1960er Jahren dokumentierte sie die Haute Couture in Paris, darunter die Kollektionen von Christian Dior, Pierre Cardin oder Yves Saint Laurent. Die Ausstellung in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum präsentiert rund 80 herausragende Fotografien, die faszinierende Perspektiven auf die „Ikonen der Mode“ eröffnen. Aufbruch der Nachkriegszeit Relangs Bilder wurden international vertrieben und erschienen unter anderem in den Modezeitschriften Vogue und Harper’s Bazaar. Nach Stationen in Paris und Berlin ließ sich Relang nach dem Zweiten Weltkrieg inMünchen nieder. Mit eleganten Modeinszenierungen, die sich an der internationalen Bildsprache orientierten, prägte sie den Aufbruch der Nachkriegszeit. Alle Fotografien der Ausstellung stammen aus der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Juli zu sehen. red www.museum-heidelberg.de In den 1960ern fotografierte Regina Relang international bekannte Models im Stadtbild von München, Paris, Rom oder Florenz. (Foto Relang/ Münchner Stadtmuseum) Hilde-Domin-Preis für Julia Cimafiejeva Auszeichnung für Literatur im Exil Der mit 15.000 Euro dotierte Hilde-DominPreis für Literatur im Exil 2026 geht an die 1982 in Belarus geborene Dichterin und Übersetzerin Julia Cimafiejeva. 2020 musste Cimafiejeva zusammen mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Alhierd Bacharevič, Belarus aus politischen Gründen verlassen. Die Auszeichnung wird alle drei Jahre an Schriftstellende vergeben, die im Exil in Deutschland leben oder als Nachkommen mit diesem Thema in Berührung kamen und in deutscher Sprache publizieren. Der Preis wird im Herbst verliehen. Über Sucht, Krisen und Auswege Die Filmreihe „ESCAPE – Wege in den Rausch, Wege hinaus“ wird im Sommersemester 2026 fortgesetzt. Den Auftakt macht amMontag, 18. Mai, um 19.30 Uhr der Film „Die guten und die besseren Tage“ (Bild). Am Montag, 22. Juni, um 19.30 Uhr folgt der Film „Smalltown Girl“. Die Reihe ist eine Kooperation der Kommunalen Suchtbeauftragten, der GLORIA Filmtheaterbetriebe und von Univital, dem Gesundheitsmanagement der Universität Heidelberg. Karten unter www.gloria-kamera-kinos.de. (Foto 24 Bilder Film GmbH) 13. Mai 2026 Julia Cimafiejeva (Foto Bacharevic) Heidelberger Museen entdecken Welt-Museumstag am 17. Mai Heidelberg bietet eine große Vielfalt an Museen und Sammlungen, die ein breites Spektrum von der Regionalgeschichte bis hin zu Kunst und Naturwissenschaften abdecken. Am Internationalen Museumstag laden viele dieser Einrichtungen zu außergewöhnlichen Veranstaltungen ein – bei freiem oder reduziertem Eintritt. Passend zur Ausstellung „Ikonen der Mode“ (siehe rechts) bietet das Kurpfälzische Museum von 12 bis 15 Uhr ein kostenloses Fotoshooting im Retrostil an. Im Friedrich-Ebert-Haus führt die Handpuppe Nelly um 11 Uhr Familien durch die Dauerausstellung. Das Völkerkundemuseum bietet ermäßigten Eintritt in alle Ausstellungen. Um 12 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung „Mensch oder Objekt? Human Remains zwischen Forschung, Erinnerung und Verantwortung“. Die Textilsammlung Max Berk öffnet von 13 bis 18 Uhr ihre Tore. Dort gibt es die Ausstellung „Layers and Narratives“ mit zeitgenössischen Quilts zu sehen. Programmheft unter www.museum-heidelberg.de Kurz gemeldet „Stadtgeschichte im Gehen“ Michael Buselmeier und Hans-Martin Mumm führen am Sonntag, 17. Mai, durch den Stadtteil Rohrbach. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Rohrbach Markt. Teilnahme auf Spendenbasis. Freundschaftsfest Beim Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsfest auf dem Airfield gibt es von Donnerstag, 14. Mai, bis Donnerstag, 21. Mai, wieder Fahrgeschäfte, Buden, Livemusik und mehr. @Freundschaftsfest
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