Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg 30. September2026 /Ausgabe26 / 34. Jahrgang KONVERSION Neuer Wohnraum auf PHV 58 Wohnungen bezugsfertig Das Patrick-Henry-Village (PHV) soll im Zuge seiner Entwicklung der 16. Stadtteil von Heidelberg werden. Die Stadt plant in Kürze den Ankauf erster Flächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Bereits jetzt feierte die BImA das Einweihungsfest für die ersten 58 fertiggestellten Wohnungen, die ab Oktober bezugsfertig sind. Am Ende der Entwicklung sollen im neuen Stadtteil 10.000 Menschen leben und 5.000 ihren Arbeitsplatz haben. S. 4 › SENIOREN Gemeinsam Zeit verbringen Besuchsdienst für Hochaltrige Heidelberg ist die jüngste Stadt Baden-Württembergs. Doch die Zahl Hochaltriger wächst auch hier. Mehr als 8.000 Menschen im Alter von 80 Jahren und älter leben in der Stadt. Um Einsamkeit im hohen Alter vorzubeugen, vermittelt die Stadt seit über zehn Jahren ehrenamtliche Besuchspatenschaften über das Projekt „ZwischenMenschlich“. Bei ihrer Sommertour traf Bürgermeisterin Stefanie Jansen ein Paten-Tandem und warb für die Teilnahme an dem Projekt. S. 5 › THEATER & ORCHESTER Start in neue Spielzeit Vier Tage Programm Vom 1. bis 4. Oktober feiert das Theater & Orchester Heidelberg die Saisoneröffnung unter der neuen Intendanz von Bernadette Sonnenbichler. Vier Tage lang gibt es sechs Premieren in allen Sparten, künstlerische Kostproben bei der Großen Saisonvorschau, Konzerte in Kooperation mit dem Karlstorbahnhof und dem Festival Enjoy Jazz, Freilichttheater mit dem Rumpel Pumpel Theater und ein großes Eröffnungsfest rund um das Theater. S. 8 › Wie gelingt gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten von Polarisierung und wachsender Unsicherheit? Die Lange Nacht der Demokratie lädt auch in Heidelberg dazu ein, dieser Frage gemeinsam nachzugehen. Ab Freitag, 2., bis Sonntag, 4. Oktober, laden das Amt für Chancengleichheit und die Koordinierungsstelle Bürgerengagement gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zu Diskussionen, kulturellen Beiträgen, Aktionen und Begegnungen in der ganzen Stadt ein. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss jeden Tag neu gestaltet werden. Dafür braucht esMöglichkeiten, zusammenzukommen, miteinander zu reden und gemeinsam nachzudenken. Denn in Heidelberg sollen alleMenschen dazugehörenund unsere Stadt gleichberechtigt mitgestalten können“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner. „Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven gehören zu einer lebendigen Demokratie. Entscheidend ist, dass wir einander mit Respekt begegnen und auf der Grundlage gleicher Rechte miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Auszug aus dem Programm An verschiedenen Orten in Heidelberg finden Begegnungs- und Beteiligungsformate, kreative Mitmachaktionen, Führungen, Konzerte, Gesprächsrunden sowie kulturelle, spielerische und kulinarische Angebote statt, darunter beispielsweise: › Tanz: Gemeinsames Tanzen mit „Dance for Democracy“, Freitag, 2. Oktober, von 19 bis 22 Uhr, Friedrich-Ebert-Haus, Pfaffengasse 18 (Altstadt) › Performance: „The Paper and the Person (Das Blatt und der Mensch)“ zumGrundgesetz, Samstag, 3. Oktober, 17 Uhr, im Interkulturellen Zentrum, Bergheimer Straße 147 (Bergheim) › Pubquiz: „Klugscheißen für die Demokratie“, Sonntag, 4. Oktober, 18 Uhr, im O’HEERLIJK, Brückenkopfstraße 1 (Neuenheim) eu Vollständiges Programm unter www.heidelberg.de/ langenachtderdemokratie Stadt lädt ein zur „Langen Nacht der Demokratie“ Programm vom 2. bis 4. Oktober Frauenwirtschaftstage ab 8. Oktober S. 8 › Tanzen für Demokratie, Vielfalt und ein starkes Miteinander: Das Projekt „Dance für Democracy“ ist nur eines von vielen Beiträgen zur Langen Nacht der Demokratie in Heidelberg. (Foto Dance for Democracy) www.stadtblatt. heidelberg.de www.heidelberg.de/ bekanntmachungen
STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT 2 30. September 2026 SPD Prof. Dr. Anke Schuster 80 Jahre vhs Heidelberg: DemokratischeWurzeln, gelebte Bildung Gegründet 1946 als Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger – als Ort des demokratischen Neuanfangs. Dieser Gründungsauftrag prägt die Volkshochschule bis heute. Getragen von einem gemeinnützigen Verein, steht die vhs Heidelberg e. V. für echte Teilhabe aus der Stadtgesellschaft für die Stadtgesellschaft. Daher unterstützt die Stadt diese Einrichtung kontinuierlich. In der vhs versteht man lebenslanges Lernen nicht als Luxus, sondern als Grundrecht – und sichert damit den freien und bezahlbaren Zugang zu Bildung für alle. Ob zweite Bildungswege, Sprach- und Integrationskurse, politische Bildung oder Gesundheitsförderung: Hier begegnen sich Menschen aller Generationen und Herkünfte auf Augenhöhe. Dieser Auftrag wird erst durch die Menschen greifbar, die Tag für Tag ihr Wissen und ihre Begeisterung teilen: Ein riesiges Dankeschön an all die engagierten Dozentinnen und Dozenten! Ihre Expertise, ihr Herzblut und ihre pädagogische Leidenschaft verwandeln jeden Kursraum in einen inspirierenden Ort der Begegnung. Dafür: Danke, danke, danke! Unsere Welt verändert sich rasant, ob digitale Mündigkeit oder Künstliche Intelligenz – die Lernfelder wachsen. Doch die Kernaufgabe der vhs bleibt unverrückbar: Menschen zu befähigen, ihr Leben eigenständig zu gestalten und unsere Demokratie aktiv mitzutragen. Herzlichen Glückwunsch an den Trägerverein und die gesamte vhs Heidelberg zu 80 Jahren Bildung für alle! 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Dr. Peer Hübel Der Heidelberger Herbst – ein Fest, das uns verbindet Was für einWochenende! Der Heidelberger Herbst zeigte einmal mehr, warum dieses Fest zu Heidelberg gehört und für unsere Stadt von so großer Bedeutung ist. Wenn sich die Altstadt in eine große Festmeile verwandelte, wurde spürbar, was unsere Stadt ausmacht: Vielfalt, Weltoffenheit, Kultur und vor allem die Begegnung der Menschen. Wir konnten gemeinsam erleben, wie vielfältig und lebendig Heidelberg ist: Tolle Livemusik auf zahlreichen Bühnen, Kunsthandwerk, kulinarische Angebote und natürlich der traditionelle Flohmarkt, der die Gassen zu einem großen Treffpunkt machte. Der Mittelaltermarkt entführte uns auf demUniversitätsplatz mit Musik, Gaukelei und Jonglage in vergangene Zeiten. Besonders schön war auch der internationale Charakter des Heidelberger Herbstes. Die Stände unserer Partnerstädte brachten ein Stück Europa mitten in unsere Altstadt. Begegnungen, Gespräche und Aktionen machten die Städtepartnerschaften lebendig und zeigten, wie eng Heidelberg mit seinen Freunden in aller Welt verbunden ist. Unser besonderer Dank gilt allen, die dieses Fest möglich gemacht haben: den Verantwortlichen von Heidelberg Marketing, den Vereinen, Institutionen, Gewerbetreibenden, Künstlerinnen und Künstlern sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen. Mit großem Engagement und beeindruckender Professionalität haben sie dafür gesorgt, dass Heidelberg wieder gemeinsam feiern konnte. Der Heidelberger Herbst war damit weit mehr als ein Stadtfest. Er stärkte unsere Innenstadt, brachte Menschen zusammen und machte sichtbar, wie lebendig unsere Stadtgesellschaft ist. Wir können stolz sein auf unseren Heidelberger Herbst – ein Fest, das unsere Stadt verbindet und einfach zu Heidelberg gehört. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Frieda Fiedler Ein Herbst für die ganze Stadt Heidelberg hat sich amWochenende vom Sommer verabschiedet – und wie schön das war! So gut besucht und vielfältig habe ich den Heidelberger Herbst noch nie erlebt. Fast überall auf den Straßen und entlang des Neckars gab es Flohmarktstände der Anwohner*innen oder Kunsthandwerker*innen – für mich gehören sie unbedingt dazu. Auf dem Uniplatz ging es beim Mittelaltermarkt in eine andere Zeit, auf dem Friedrich-Ebert-Platz präsentierten sich hiesige Sportvereine mit Vorführungen, Mitmachaktionen und Angeboten für Groß und Klein. Auch musikalisch war der Herbst vielfältiger als eine klassische Stadtfestbühne. An der Alten Brücke waren bei der halle02 beispielsweise die Speed Boys auf der Nepomuk-Terrasse. Die Bühne im Triplex-Innenhof mit demMotto „Campus Fiesta International“ war neu, weil der Marstallhof mittlerweile geschlossen ist. Besonders begeistert hat mich das Programm auf dem Theaterplatz. Karlstorbahnhof, Metropolink und das Berliner İÇ İÇE Festival haben dort Livemusik, DJs, Tanz und Lichtkunst zusammengebracht. Anatolische Sounds, elektronische Musik und die Lichtinstallationen auf der Theaterfassade zeigen, wie spannend ein Stadtfest wird, wenn unterschiedliche kulturelle Perspektiven ihren Platz bekommen. Am21. November kommt das İÇ İÇE Festival übrigens in den Karlstorbahnhof. Für mich zeigt dieser Heidelberger Herbst, was ein gutes Stadtfest ausmacht: nicht ein Angebot für alle, sondern viele Angebote für viele unterschiedliche Heidelberger*innen. Für Familien und Kinder, Sport- und Flohmarktfans, für Traditionelles ebenso wie für internationale Musik und Kultur. Genau diese Mischung macht Heidelberg so lebenswert. Und vielleicht ist es ja jemandem aufgefallen: Auf demHerkulesbrunnen am Marktplatz sind jetzt vier Schilder mit der Aufschrift „Trinkwasserbrunnen“ angebracht, man kann nun das Leitungswasser hier ganz offiziell trinken. Ein grüner Erfolg, über den wir uns sehr freuen! 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Heidelberger Herbst: So spannend wird ein Stadtfest, wenn sich unterschiedliche kulturelle Perspektiven zeigen können, wie z. B. hier auf dem Theaterplatz. (Foto Boudjenah) In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen die Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte. GEMEINDERAT ONLINE www.gemeinderat.heidelberg.de
3 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT 30. September 2026 IDA Dr. Gunter Frank Gegen Gemeinderats-Klausuren ist nichts einzuwenden. Viel wichtiger ist, dass der dort diskutierte Haushalt der Stadt auch nutzt und nicht nur politischen Vorfeldorganisationen. Z.B.: Wofür genau gibt das Amt für Chancengleichheit fast 5 Millionen aus? info@ida-hd.de AfD Timethy Bartesch „Asylshuttle“ hält jetzt am Hauptbahnhof Aus der Zeitung durften wir erfahren, dass eine der Haltestellen des PHVBusses ab Oktober an den Bussteig H direkt neben demF+U Campus verlegt wird. So wie die Politik seit mindestens 2015 agiert, stellt sich mir dabei unweigerlich die Frage, ob Stadt und Land hier einen intensiven kulturellen Austausch zwischen den Schülerinnen und Studentinnen und den gewünschten Neubürgern anstreben. Als AfD-Fraktion hatten wir einen Tagesordnungspunkt zur PHV-Haltestelle beantragt. Wir wollten bei den Standort-Kriterien konstruktiv einsteuern. Dieser Antrag wurde aber vom OB per Schreiben abgekanzelt und nicht in den Gremienlauf gegeben. Und so dem Gemeinderat die Mitwirkung an der Entscheidung versagt. geschaeftsstelle@afd-fraktion- heidelberg.de Fraktionsgemeinschaft FDP/FWV Frank Beisel (FWV) Seniorenherbste auch in schwierigen Zeiten Trotz der angespannten Haushaltslage werden auch in diesem Jahr die Seniorenherbste stattfinden. Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten sind Angebote wichtig, die Begegnung, Gemeinschaft und Teilhabe ermöglichen. Die Seniorenherbste bieten jung gebliebenen Senioren die Möglichkeit, bei Musik, Unterhaltung und einem geselligen Beisammensein gemeinsam schöne Stunden zu verbringen. Dass diese Tradition fortgeführt wird, ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Gleichzeitig gilt es bei diesen Veranstaltungen verantwortungsvoll mit den städtischen Mitteln umzugehen. Die Seniorenherbste zeigen: Gemeinschaft und Zusammenhalt haben auch in schwierigen Zeiten ihren Platz. Ich freue mich Sie zu sehen! info@fdpfwv.de Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Bunte Linke Bernd Zieger (Die Linke) Die Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiemWohnraum ... ... ist das wichtigste kommunalpolitische Thema. Für die Mehrheit des Gemeinderates spielt es aber kaum eine Rolle. Es wird überwiegend über das Sparen im Sozialen diskutiert. Der Wahlsieg der Linken in Berlin hat gezeigt, wie wichtig ambitionierte und umsetzbare Ziele sind. Diese reichen von Neubauprojekten bis zur Vergesellschaftung großer profitorientierter Immobilienkonzerne. Wir fordern seit Jahren als Die Linke/ Bunte Linke vehement, dass mit der Entwicklung des Patrick-Henry-Village mit mehr als 5.000 geplantenWohnungen begonnen wird. Außerdem hatten wir ein Mieten-Monitoring durchgesetzt. Für die systematische Verfolgung des Mietwuchers müssen zusätzliche Stellen geschaffen werden. gemeinderat@dielinke-hd.de Die Heidelberger Jochen Ricker Fehlende Balance amHans-ThomaPlatz Wir Heidelberger sehen den Handlungsbedarf zur Klimaanpassung und tragen sinnvolleMaßnahmen voll mit. Diese dürfen jedoch nicht zulasten der Infrastruktur gehen. Autos von Anwohnern und Arbeitnehmern verschwinden durch den Abbau von Stellplätzen nicht, sondern weichen mühsam in Nebenstraßen aus. Die wichtige Kundschaft für Handel und Handwerk bleibt mangels Parkplätzen irgendwann ganz weg. Der erzeugte Parksuchverkehr belastet die Umwelt oft mehr, als zusätzliche Bäume ausgleichen können. Genau dieser Konflikt zeigt sich am Hans-Thoma-Platz Nord. Obwohl selbst das Amt für Mobilität für die ausgewogenere Variante 1A plädierte, drückte das Stadtplanungsamt in der Vorlage die maximale Variante 1B durch. Der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss folgte dem gegen unsere Stimmen und überging damit auch das klare Votum des Bezirksbeirats Handschuhsheim. Durch diese Entscheidung fallen im ohnehin durch den DoLa-Umbau belasteten Ortskern nun weitere wichtige Parkplätze ersatzlos weg. Wie fehlerhaft die Verkehrsplanung agiert, zeigt das Beispiel der einzigen Ladezone: Kaum markiert, musste sie wegen des neuen Radwegs nach wenigen Tagen schon wieder weichen. Wir fordern hier dringend mehr planerische Sorgfalt. info@dieheidelberger.de Fraktionsgemeinschaft HiB/Volt Klaudia Rzeźniczak JUBA gibt Jugendlichen neue Perspektiven Wenn Jugendliche umstandsbedingt durch die Raster des Schulsystems fallen, fängt sie in Heidelberg ein Rettungsschirm namens JUBA (Jugendbildungsagentur) auf. Beispielsweise wenn durch Sitzenbleiben die neunjährige Schulpflicht erfüllt, aber kein Schulabschluss erlangt wird, unterstützt JUBA die Personen bei der weiteren Bildung, beruflichen Planung und Ausbildungsplatzsuche und berücksichtigt dabei die persönlichen und sozialen Faktoren mit. Mit dem Anspruch „kein junger Mensch darf verloren gehen“ arbeiten Stadt Heidelberg, Job Center, RheinNeckar-Kreis, staatliches Schulamt Mannheim eng mit einemNetzwerk anderer Organisationen zusammen, damit die Hilfesuchenden schnell und unbürokratisch unterstützt werden. Mit JUBA als zentrale Ansprechstation wird niemand zwischen mehreren Behörden hin und her verschoben, was für Betroffene zermürbend und entmutigend wirken könnte. Wenn die Jugendlichen wieder in die Spur kommen und ihre Bildungslaufbahn frühzeitig fortsetzen, werden spätere, schwere Sozialfälle vermieden. Das ist sinnvoll, empathisch und auf Dauer günstiger als spätere Maßnahmen. info@hib-volt.de Stadtblatt? Ja, bitte! Jetzt Stadtblatt digital lesen und Newsletter abonnieren www.stadtblatt.heidelberg.de
AKTUELLES 4 30. September 2026 Erste Wohnungen auf PHV 58 Wohnungen von Bundesanstalt ab Oktober bezugsfertig D as Patrick-Henry-Village, eine ehemalige Wohnsiedlung der US-Streitkräfte, wurde im Jahr 2014 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zurückgegeben. Auf demrund 100Hektar großenAreal soll Heidelbergs 16. Stadtteil entstehen. 10.000 Menschen sollen hier leben und 5.000 ihren Arbeitsplatz haben. Die Ankaufsgespräche zwischen Stadt und BImA sind weit fortgeschritten. Die BImA bleibt aber als Entwicklerin auf demAreal tätig und schafft in den nächsten Jahren insgesamt bis zu 450 neue Wohnungen. Die ersten beiden Gebäudemit 58Wohnungen sind nun fertiggestellt und wurden bei einem Einweihungsfest ersten Bewohnerinnen und Bewohnern gezeigt. Die BImA hat zwei Gebäude aus den 1950er-Jahren saniert und aufgestockt. Allein der Dachbereich bietet nun zwölf Wohnungen und wurde in nachhaltiger Holz-Hybrid-Bauweise gefertigt. Beide Dächer wurden mit Photovoltaik-Anlagen versehen. Wie bei Wohnungen der BImA üblich, werden diese zunächst Bundesbediensteten angeboten und gehen danach auf den freien Markt. „Mit den ersten fertiggestelltenWohnungen nimmt PHV als Stadtteil der Zukunft weiter Gestalt an. Ich freue mich darauf, dass PHV in den kommenden Jahren weiter wächst und zu einemvielfältigen und lebendigen Stadtteil wird“, betonte Oberbürgermeister Eckart Würzner. red www.heidelberg.de/phv Freuen sich über die Fertigstellung der Wohnungen (von links): OB Würzner, Susanne Dübon, Leiterin der Hauptstelle Portfoliomanagement bei der BImA und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck (Foto Dittmer) Kinder im Pfaffengrund vertreten Interessierte für Beauftragung gesucht Die Stadt sucht eine neue Kinderbeauftragte/einen neuen Kinderbeauftragten für den Pfaffengrund. Wer sich für das Ehrenamt interessiert, sollte bereit sein, sich für die Interessen der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil einzubringen und regelmäßig an den Treffen und Veranstaltungen der Kinderbeauftragten teilzunehmen. Von Vorteil für die Tätigkeit ist, selbst Kinder in jüngeremAlter zu haben, es ist jedoch keine zwingende Voraussetzung. Die Entscheidung über die Neubesetzungen wird auf Empfehlung der jeweiligen Bezirksbeiräte final im Gemeinderat getroffen. Kinderbeauftragte sind selbst beratende Mitglieder imBezirksbeirat ihres Stadtteils und können ebenso als beratende Mitglieder in unterschiedliche Ausschüsse des Gemeinderats gewählt werden. Interessierte können sich bis zum 9. Oktober per E-Mail an kinderbeauf tragte@heidelberg.de oder telefonisch unter 06221 58-20340 melden. Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/ kinderbeauftragte Chancengleichheit ist Erfolgsfaktor für Wirtschaft Frauenwirtschaftstage in Heidelberg vom 8. Oktober bis 19. November M it den Frauenwirtschaftstagen vom 8. Oktober bis 19. November setzt die Stadt gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern Impulse für mehr ökonomische Teilhabe von Frauen. Denn noch immer sind Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert, verdienen im Durchschnitt weniger und übernehmen einen größeren Anteil der unbezahlten Sorgearbeit. Das Heidelberger Programm ist zugleich Teil der landesweiten Frauenwirtschaftstage Baden-Württemberg, die vom 16. bis 24. Oktober unter demMotto „Erfolgreich. Gleich. Berechtigt. – Ökonomische Gleichstellung als Wirtschaftspotenzial“ stattfinden. „Wenn Frauen ihre Potenziale gleichberechtigt in die Arbeitswelt einbringen können, stärkt das gleichzeitig den Wirtschaftsstandort“, sagt Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit. „Dafür müssen wir die Hürden abbauen, die ihre berufliche Entwicklung und wirtschaftliche Eigenständigkeit noch immer bremsen.“ Die Stadt engagiert sich daher für mehr Chancengleichheit in der Arbeitswelt. Programm-Auswahl: › Gespräch: „Dein Beruf. Deine Entscheidung.“ Junge Berufstätige in geschlechtsuntypischen Berufen berichten, Mittwoch, 14. Oktober, 18.30 Uhr, Café Leitstelle › Webinar: „Gründen im Nebenerwerb“, Mittwoch, 14. Oktober, 17 bis 18 Uhr, online › Infoabend: „Teamwork Familie. Elternzeit fair teilen“, Mittwoch, 21. Oktober, pro familia Heidelberg, Hauptstraße 79 › Workshop: „Girls gründen“ für Schülerinnen ab 16 Jahren, Donnerstag, 5. November, 14 bis 18.30 Uhr, Interkulturelles Zentrum, Bergheimer Straße 147 eu Vollständiges Programm unter www.heidelberg.de/ frauenwirtschaftstage Podiumsrunde bei den Frauenwirtschaftstagen im vergangenen Jahr (Foto Stadt HD) Expo Real Die Stadt stellt die Pläne für Patrick-Henry-Village auch Anfang Oktober bei der Immobilienmesse Expo Real in München vor. Ein neues interaktives und gestengesteuertes Modell macht die Entwicklung anschaulich. www.heidelberg.de/ exporeal
5 AKTUELLES 30. September 2026 Neuer Haltepunkt für PHV-Shuttle Verlegung an Hauptbahnhof-Bussteig Der PHV-Shuttlebus hält künftig nicht mehr an der Haltestelle Belfortstraße/Ecke Kaiserstraße, sondern künftig an Steig H der ÖPNV-Haltestelle Hauptbahnhof. Die Bedienung der Haltestelle Seegarten bleibt erhalten. Ordnungsbürgermeisterin Martina Pfister: „Flankierend haben wir ein Orientierungskonzept für die Shuttlenutzerinnen und -nutzer erarbeitet, um den Zugang zu zielgruppengerechten Angeboten in der Stadt zu erleichtern. Der Kommunale Ordnungsdienst, die Polizei und die zusätzlichen Kräfte werden die neuen Abläufe mit regelmäßigen Kontrollen in der Kurfürsten-Anlage als auch rund um die Shuttlebus-Haltestellen flankieren.“ Einsamkeit im Alter vorbeugen Bürgermeisterin Stefanie Jansen traf BesuchsdienstTandem bei Sommertour M ittwochs hat Dorrit Kaufmann eine feste Verabredung. An dem Tag kommt Sabine Beisel zu Besuch. Die beiden gehen spazieren, diskutieren über aktuelle Ereignisse bei einer guten Tasse Kaffee, besuchen eine Ausstellung oder machen kleine Ausflüge in der Region. Aus einer ehrenamtlichen Begleitung ist eine verlässliche Beziehung geworden. Kennengelernt haben sich die 92-jährige Neuenheimerin und die 62-jährige Ziegelhäuserin über das Projekt „ZwischenMenschlich“ der Stadt. Bürgermeisterin Stefanie Jansen besuchte die beiden im Rahmen ihrer Sommertour. „Die Zahl älterer und hochaltriger Menschen wächst kontinuierlich. Viele leben selbstständig und führen ein aktives Leben. Umso wichtiger sind soziale Kontakte und persönliche Begegnungen. Genau dort setzt unser Besuchsdienst ,ZwischenMenschlich‘ an“, sagt Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Menschen zusammenbringen Trotz eingeschränkter Sehkraft und Mobilität ist Kaufmanns Interesse an Kultur, Gesellschaft und neuen Entwicklungen ungebrochen. Beisel, die ehrenamtlich die 92-Jährige regelmäßig besucht, stieß durch einen Zeitungsartikel auf den Besuchsdienst. „Ich wollte etwas tun, das für andere hilfreich ist und bei dem ich selbst etwas mitnehme“, so Beisel. „Mich hat überzeugt, wie sorgfältig bei ‚ZwischenMenschlich‘ versucht wird, passende Menschen zusammenzubringen.“ Das Angebot besteht seit mehr als zehn Jahren. Der Besuchsdienst vermittelt Ehrenamtliche an hochaltrige Menschen ab 85 Jahren, die selbstständig leben und sich mehr soziale Kontakte wünschen. Derzeit bestehen 13 Paten-Tandems in Heidelberg. Im Mittelpunkt stehen Gespräche und gemeinsame Aktivitäten. Pflegerische Leistungen oder andere Unterstützungsangebote gehören ausdrücklich nicht zum Konzept. Der Bedarf wächst. Für das Angebot werden Ehrenamtliche und Menschen über 85, die sich Besuch wünschen, gesucht. Kontakt: Antje Maaß, Telefon 06221 58-37420, E-Mail antje.maass@ heidelberg.de Chance für Teilhabe und Austausch Teil von Jansens Sommertour war auch ein Besuch in der Kita Hüttenbühl. Dort arbeitet eine von 14 pädagogischen Fachkräften aus Kolumbien, die vor einem halben Jahr nach Heidelberg gekommen sind. Sie tragen dazu bei, Betreuung verlässlicher abzusichern. Gleichzeitig zeigen ihre Geschichten, dass Arbeitsmigration nicht nur eine Antwort auf Personalmangel sein kann, sondern auch eine Chance für Teilhabe und kulturellen Austausch. Vielfalt stand auch im Mittelpunkt des Ferienpassangebots, das Jansen besuchte. 14 junge Menschenmit und ohne Behinderung verbrachten einen spannenden Tag mit Minigolf, Backen und Gesellschaftsspielen am Königstuhl. eu Besuch bei „ZwischenMenschlich“ (von links): Projektkoordinatorin Antje Maaß, Sabine Beisel und Dorrit Kaufmann mit Bürgermeisterin Stefanie Jansen (Foto Rothe) Mehr Trinkwasserbrunnen geplant Am Herkulesbrunnen auf dem Marktplatz können Flaschen aufgefüllt werden G erade an heißen Tagen sind frei zugängliche Möglichkeiten zum Trinken von besonderer Bedeutung. Die Stadt baut ihr Netz an Trinkbrunnen deshalb kontinuierlich aus. Daneben wird seit Jahren auch geprüft, ob bestehende Brunnen für die Trinkwassernutzung geeignet sind. Dafür wurden in der Altstadt sämtliche Brunnen betrachtet. Neben dem Herkulesbrunnen auf dem Marktplatz soll auch der historische Brunnen auf dem Kornmarkt entsprechend umgerüstet werden. Der Herkulesbrunnen wurde kürzlich für die Trinkwassernutzung freigegeben und soll nach derWinterpause wieder Trinkwasser spenden. Der Trinkbrunnen am Europaplatz wird derzeit an einen neuen Standort am Czernyring versetzt. Sind die Ergebnisse einer Testphase erfolgreich, kann dieser Trinkbrunnen voraussichtlich noch im Oktober genutzt werden. Zudem sollen im laufenden Jahr Trinkbrunnen an vier weiteren Standorten hinzukommen: amWilhelmsplatz in der Weststadt, am Paradeplatz auf den Campbell Barracks, amMark-Twain-Abenteuerspielplatz in der Südstadt sowie im Grahampark in Handschuhsheim. Diese sollen noch dieses Jahr fertiggestellt werden und stehen den Bürgerinnen und Bürgern ab der Saison 2027 zur Verfügung. Bereits jetzt gibt es mehrere Trinkwasserbrunnen: auf der Hauptstraße an der Providenzkirche, amWasserspielplatz in Neuenheim und an der alla hopp!-Anlage in Kirchheim. fr Der historische Herkulesbrunnen ist künftig auch als Trinkwasserbrunnen nutzbar. (Foto Stadt HD)
AKTUELLES 6 30. September 2026 ON E T E AM H E I D E L B E RG wir suchen Leitung Pflegestützpunkt Heidelberg (m/w/d) Amt für Soziales und Senioren | Vollzeit | unbefristet | bis S 15 TVöD BT-V beziehungsweise Entgeltgruppe 10 TVöD Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter Immobilien- und Vermögensverwaltung (m/w/d) Amt für Liegenschaften | Vollzeit | unbefristet | Besoldungsgruppe A 10g LBesGBW beziehungsweise Entgeltgruppe 9c TVöD Fachkraft Kinderspielplätze – Spielplatzbau und Instandhaltung (m/w/d) Landschafts- und Forstamt | Vollzeit | unbefristet | bis Entgeltgruppe 6 TVöD zuzüglich der Gewährung von Zuschlägen Hausmeisterin / Hausmeister für die Stadtbücherei (m/w/d) Stadtbücherei Heidelberg | Vollzeit | unbefristet | Entgeltgruppe 5 TVöD jetzt bewerben www.oneteamheidelberg.de › Bezirksbeirat Altstadt: Donnerstag, 1. Oktober – die Sitzung wurde abgesagt › Beirat von Menschen mit Behinderungen: Dienstag, 6. Oktober, 17 Uhr, Rathaus, Marktplatz 10 › Bezirksbeirat Wieblingen: Dienstag, 13. Oktober, 18 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus, Mannheimer Straße 252 › Bezirksbeirat Bahnstadt: Mittwoch, 14. Oktober, 18 Uhr Weitere Termine und Tagesordnungen unter www.gemeinderat. heidelberg.de Gremiensitzungen Kurz gemeldet Flohmarkt im Hasenleiser Der Parkplatz der Lebenshilfe (Freiburger Straße 2a) verwandelt sich am Samstag, 10. Oktober, von 10 bis 14 Uhr zum Nachbarschaftsflohmarkt. Tische können bis 6. Oktober angemeldet werden unter: quartiersmanagement@ hasenleiser.net 06221 330330 Tunnelbrandübung am 8. Oktober Der Schlossbergtunnel wird am Donnerstag, 8. Oktober, aufgrund einer Feuerwehrübung in der Zeit von 17 Uhr bis voraussichtlich 23 Uhr gesperrt. Die Stadt empfehlt eine großräumige Umfahrung entlang der B 37 (Neckarstaden). Spielplatz Turnerstraße wird umgebaut Die Stadt beginnt am Montag, 5. Oktober, mit dem Umbau des Kinderspielplatzes Turnerstraße in der Südstadt. Während der Arbeiten bleibt der Spielplatz gesperrt. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 geplant. Recyclinghöfe am 7. Oktober geschlossen Aufgrund einer internen Veranstaltung der Heidelberger Dienste bleiben die Recyclinghöfe und Fundbüros im Stadtgebiet am Mittwoch, 7. Oktober, geschlossen. Der Recyclinghof in Wieblingen ist wie gewohnt geöffnet. Alte Brücke gesperrt Die Alte Brücke muss aufgrund von Bauarbeiten am 8., 13. und 15. Oktober für den Kraftverkehr gesperrt werden. Der Fuß- und Radverkehr kann passieren. Wir trauern um unseren Mitarbeiter und Kollegen Mike Wieske der am 17. September 2026 im Alter von 53 Jahren verstorben ist. Mike Wieske war seit 1991 bei der Stadt Heidelberg, zuletzt beim Kämmereiamt, beschäftigt. Von Beginn an zeichnete er sich durch besonderes Engagement, großes Verantwortungsbewusstsein sowie durch hohe persönliche, fachliche und soziale Kompetenz aus. Betroffen nehmen wir Abschied von einem sehr geschätzten Mitarbeiter, dessen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft uns sehr fehlen werden. Wir werden ihn immer in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie. Stadtverwaltung Heidelberg Prof. Dr. Eckart Würzner Oberbürgermeister Martin Eisele Vorsitzender des Gesamtpersonalrates Energiebericht 2025 vorgestellt Hälfte von Strom aus Eigenerzeugung Der Energieverbrauch der städtischen Gebäude liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau der frühen 1990er-Jahre. Das geht aus dem Energiebericht 2025 hervor. 2025 wurden insgesamt rund 43,2 Millionen Kilowattstunden verbraucht. Gegenüber 1993 ist das ein Rückgang um rund 65 Prozent. ImVergleich zumVorjahr ist der Verbrauch um rund fünf Prozent gestiegen. Solche Schwankungen von Jahr zu Jahr sind üblich. Rund 7.000 Megawattstunden des Stromverbrauchs der städtischen Gebäude wurden 2025 durch Strom aus dem Eigenbedarfs-Blockheizkraftwerk (BHKW) und aus Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften gedeckt. Ohne die Straßenbeleuchtung entspricht das 48 Prozent des Stromverbrauchs der städtischen Liegenschaften. Deutlich gesunken sind über die vergangenen Jahre auch die CO2-Emissionen der rund 100 besonders energieintensiven Gebäuden, die über das städtische Energiecontrolling erfasst werden. Sie gingen von rund 9.360 Tonnen im Jahr 2021 auf rund 7.760 Tonnen 2025 zurück.
7 STADTWERKE HEIDELBERG 30. September 2026 AKTUELLES Impressum Herausgeberin Stadt Heidelberg, Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Marktplatz 10 69045 Heidelberg 06221 58-12000 oeffentlichkeitsarbeit@ heidelberg.de Amtsleitung: Timm Herre (tir) Redaktion: Hannah Lena Puschnig (hlp), Sascha Balduf (sba), Christian Beister (chb), Christina Euler (eu), Claudia Kehrl (ck), Julian Klose (jkl), Florian Römer (fr), Laura Schleicher (ls), Laura Stahmer (lst), Carina Troll (cat) Druck: HAAS-Druck GmbH Vertrieb: Heidelberger Dienste gGmbH Stadt Heidelberg online www.heidelberg.de Weniger Fälle, komplexere Probleme Kinder- und Jugendhilfe hat Jahresbericht 2025 vorgestellt D ie Kinder- und Jugendhilfe in Heidelberg sieht sich trotz teilweise rückläufiger Fallzahlen mit zunehmend komplexen Problemlagen konfrontiert. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Entwicklung der Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfen und des intervenierenden Kinderschutzes hervor. Im Jahr 2025 wurden in Heidelberg 518 Hilfen zur Erziehung gewährt. Das waren 67 Fälle weniger als im Vorjahr. Der fachliche Aufwand nimmt jedoch zu. Deutlich gestiegen sind erneut die Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung oder drohender seelischer Behinderung. Mit einem Anteil von rund 50 Prozent stellen Eingliederungshilfen inzwischen die größte Hilfeart. Auch imKinderschutz bleibt die Lage anspruchsvoll. Die Zahl der Gefährdungsmeldungen stieg 2025 auf 399 Fälle. Gleichzeitig ging die Zahl der bestätigtenKindeswohlgefährdungen leicht auf 174 zurück. 126 Kinder und Jugendliche mussten vorübergehend in Schutz genommen werden, 25 mehr als im Vorjahr. Im Landesvergleich sehr gut Trotz der fachlichen Herausforderungen schneidet Heidelberg im Landesvergleich weiterhin sehr gut ab. Mit Ausgaben von 697 Euro je Einwohnerin und Einwohner unter 21 Jahren lagen die Kosten für erzieherische Hilfen im Jahr 2024 deutlich unter dem Durchschnitt der baden-württembergischen Stadtkreise von 988 Euro. Die Stadt führt dies auch auf eine gut ausgebaute präventive Infrastruktur zurück. Angebote wie Frühe Hilfen, Erziehungsberatung, Schulsozialarbeit und offene Kinder- und Jugendarbeit tragen dazu bei, Belastungen frühzeitig zu erkennen und Hilfebedarfe zu reduzieren. Prävention reduziert Kosten Der Bericht unterstreicht zugleich die Bedeutung dieser präventiven Angebote angesichts steigender Anforderungen. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass ein Abbau niedrigschwelliger Hilfen langfristig zu höheren Bedarfen im deutlich kostenintensiveren Einzelfall führen kann. Eine wachsende Herausforderung bleibt die Versorgung mit passgenauen Hilfen. Insbesondere bei stationären Unterbringungen fehlen häufig geeignete Plätze. eu Resilienz der Fernwärmeversorgung stärken Testlauf am 8. Oktober 2026 Am Vormittag vom Donnerstag, den 8. Oktober 2026, wird die Fernwärmeversorgung aus Mannheim kurz geplant unterbrochen, um das Heidelberger Netz auf einen Inselbetrieb umzustellen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Abläufe zur Störungsbeseitigung weiterzuentwickeln, um im Ernstfall eine möglichst zügige Wiederversorgung für die Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Die Maßnahme trägt dazu bei, die Resilienz des Versorgungssystems weiter zu erhöhen. Die Wärmeversorgung wird imLaufe des Donnerstagmittags wieder vollständig hergestellt sein. Auf dem Emmertsgrund, dem Boxberg, Hasenleiser, Langgewann und Teilen von Hospital wird die Versorgung aus technischen Gründen zwischen 7.30 und 13 Uhr unterbrochen sein. Auch in Leimen wird es voraussichtlich zu einer Versorgungsunterbrechung kommen. In diesen Bereichen kann es amVormittag zu einem vorübergehenden Temperaturrückgang beimWarmwasser sowie der Gebäudebeheizung kommen. In vielen Gebäuden steht durch die Warmwasserspeicher jedoch zunächst weiterhin warmes Wasser zur Verfügung. Um einen Temperaturabfall so weit wiemöglich zu vermeiden, empfehlen die Stadtwerke Heidelberg, größere Warmwasserverbräuche zumBeispiel für Duschen und Baden möglichst einige Zeit vor oder nach der Unterbrechung einzuplanen. In den übrigen Stadtteilen, die mit Fernwärme versorgt sind, kann es während dieses Zeitraums lediglich zu einer zeitweiligen, kurzen Unterbrechung kommen. Auch hier werden Verbraucherinnen und Verbraucher gebeten, während des Vormittags Fernwärme möglichst sparsam zu nutzen. Der Test findet bewusst zu Beginn der Heizsaison statt. Die niedrigeren Außentemperaturen ermöglichen es, das Fernwärmenetz unter Bedingungen zu erproben, die dem Winterbetrieb bereits nahekommen, gleichzeitig aber die Auswirkungen für die angeschlossenen Verbraucher so gering wie möglich zu halten. Impressum Stadtwerke Heidelberg Unternehmenskommunikation Alte Eppelheimer Straße 26 69115 Heidelberg 06221 513-0 ukom@swhd.de Redaktion: Lisa Rieger, Ellen Frings Foto: Fotolia / P. Daxenbichler Alle Angaben ohne Gewähr Am 8. Oktober wird die Fernwärmeversorgung in Heidelberg kurz geplant unterbrochen, um Abläufe zur Störungsbeseitigung weiterzuentwickeln.
8 KULTUR UND FREIZEIT 30. September 2026 Eröffnungsfest zum Start der Spielzeit Theater & Orchester bietet buntes Programm vom 1. bis 4. Oktober V om 1. bis 4. Oktober feiert das Theater & Orchester Heidelberg seine Saisoneröffnung unter der neuen Intendanz von Bernadette Sonnenbichler. Vier Tage lang gibt es ein besonderes Programm. Plätze und Bühnen werden zu Spielorten, Türen öffnen sich, Kunstschaffende und Publikum kommen zusammen. Lichtfiguren in der Altstadt Der Auftakt ist am Donnerstag, 1. Oktober, um 18 Uhr an der Alten Brücke: Ganz Heidelberg ist eingeladen, sich dem „Magischen Parcours“ anzuschließen. Begleitet von atmosphärischer Livemusik bewegen sich riesige Lichtfiguren von DUNDU gemeinsam mit den Besuchenden von der Alten Brücke über den Universitätsplatz bis zum Theater Heidelberg. Dort gibt amAbend um 20 Uhr die „Große Saisonvorschau“ erste Einblicke in die Höhepunkte der neuen Spielzeit. Beim Eröffnungsfest ist für alle etwas dabei: für Kinder und Familien, Jugendliche und Erwachsene, Theaterfans und Neugierige, Heidelbergerinnen und Heidelberger und Zugezogene. Auf dem Theaterplatz lädt das Theater & Orchester Heidelberg am Freitag, 2. Oktober, und Samstag, 3. Oktober, ab 15 Uhr zu Spiel und Spaß, Konzert und Kulinarik, zum Zuschauen und Mitmachen und zu allerhand Überraschungen ein. Auf demProgrammstehen unter anderem Bilderbuchkino und Glitzer-Tattoos sowie Konzerte von David Ost und Tusker amSamstag, 3. Oktober, in Kooperation mit dem Karlstorbahnhof. Beim beliebten Speeddating können Besuchende Mitarbeitende kennenlernen undwermöchte, kann bei einer Wahrsagerin sogar einen Blick in die Zukunft wagen. Auch am Sonntagmorgen setzt das Eröffnungswochenende einenmusikalischen Akzent: Im Zwinger ist Carme López in einem Matineekonzert in Kooperation mit dem Festival Enjoy Jazz zu erleben. Theater im Stadtteil Das Rumpel Pumpel Theater ist zu Gast in Heidelberg und zeigt die Revue „Das Hotel im Karussell“ unter freiem Himmel, am Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr amGesellschaftshaus Pfaffengrund, Schwalbenweg 1/2 und am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr, Forum 1, Emmertsgrund. Der Eintritt ist frei. Mit dem neuen TheaterMobil kommt das Theater & Orchester Heidelberg ab dem 9. Oktober in die Stadtteile und Nachbargemeinden. Im Oktober ist es auf dem Boxberg, inWieblingen und Eppelheim zu Besuch. red Mehr zum Programm unter www.theater.heidelberg.de Ein besonderer Auftakt: Am Donnerstag, 1. Oktober, ziehen ab 18 Uhr riesige Lichtfiguren durch die Altstadt, wie hier in Gragnano, Italien. Beim Eröffnungsfest auf dem Theaterplatz wird das neue TheaterMobil eingeweiht. (Fotos Iannone, Geng) Weine probieren auf dem Karlsplatz Das Weindorf bringt vom 1. bis 18. Oktober Wein aus Heidelberg, regionale Küche und Musik auf dem Karlsplatz in der Altstadt zusammen. 18 Tage lang laden die Stände zum Verkosten, Genießen und zum Austausch mit den Heidelberger Winzern ein. Geöffnet ist montags bis donnerstags von 12 bis 21 Uhr sowie freitags bis sonntags von 11 bis 21 Uhr. Am Eröffnungstag öffnet das Weindorf um 15 Uhr. (Foto Schwerdt/Heidelberg Marketing) Markt der Möglichkeiten am 2. Oktober Ideen für den Emmertsgrund einbringen Was braucht es für einen lebenswerten Stadtteil? Welche Angebote und Treffpunkte fehlen? Unter dem Titel „Gemeinsam für den Emmertsgrund – Engagement entdecken, Stadtteil gestalten“ laden das Amt für Chancengleichheit und Mosaik Deutschland am Freitag, 2. Oktober, von 16 bis 20 Uhr zu einemMarkt der Möglichkeiten in der Emmertsgrundpassage 9-17 ein. Interessierte können miteinander ins Gespräch kommen und eigene Ideen für den Emmertsgrund einbringen. Vereine, Initiativen und engagierte Gruppen aus dem Emmertsgrund und anderen Stadtteilen stellen ihre Arbeit vor. Dazu gibt es ein buntes Programm für Groß und Klein mit Spielangeboten des Kulturfenster e. V., einem Essensangebot von Über den Tellerrand e. V., HennaKunst, einer Hüpfburg und vielem mehr. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist Teil des Quartiersprojekts „Gemeinsam für den Emmertsgrund“. Ziel des Projektes ist es, Begegnung, Beteiligung und Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken und Menschen, Vereine und Einrichtungen miteinander in Kontakt zu bringen. Das Projekt wird über das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ des Landes unterstützt. eu Weitere Informationen unter www.mosaik-deutschland.de
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