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5 AKTUELLES 23. September 2026 Stadt rüstet sich für Starkregen Neuer Staukanal im Diebsweg soll Pfaffengrund und Kirchheim künftig entlasten E nde April starteten die Arbeiten am fünften Bauabschnitt des Hauptsammelkanals im Diebsweg zwischen Henkel-Teroson-Straße und Baumschulenweg. Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck besuchte die Baustelle imRahmen seiner Sommertour. „Starkregenereignisse sind in deutschen Sommern keine Seltenheit mehr. Unser Kanalnetz wird in diesen Fällen stark beansprucht. Es muss große Mengen Regenwasser innerhalb kürzester Zeit aufnehmen. Damit das möglich ist, erweitern wir kontinuierlich das Heidelberger Kanalnetz, sodass wir bei Starkregenereignissen gut aufgestellt sind“, so Odszuck. Arbeiten unter der Erde Die Arbeiten laufen weitestgehend unter der Oberfläche. Das reduziert Verkehrseinschränkungen und ist die wirtschaftlichste Lösung. Dabei kommt das sogenannte Rohrvortriebsverfahren zum Einsatz. Dafür werden insgesamt drei bis zu zwölf Meter tiefe Baugruben angelegt. Die erste Teilstrecke ist 706 Meter lang. Bevor der eigentliche Kanalbau beginnen konnte, mussten zunächst zahlreiche Versorgungsleitungen umverlegt werden. Beim Vortrieb pressen zwei Hydraulikzylinder mit jeweils 3.000 Kilonewton die Stahlbetonrohre Stück für Stück in den Boden. An der Spitze löst eine Vortriebsmaschine mit offenem Schneidschild das Erdreich. Ein Baggerlöffel trägt es ab und lädt es auf ein Förderband. Von dort gelangt der Boden in Loren, die durch elektrische Seilwinden durch das fertige Rohr zurück zur Startgrube gezogen werden. Ein Kran hebt das Material abschließend an die Oberfläche. Zum Jahresende 2026 beginnen imDiebsweg auf Höhe des Friedhofs die Arbeiten an der Zielgrube, an der die erste Vortriebsstrecke im ersten Quartal 2027 enden wird. Die Arbeiten amHauptsammelkanal sind mit der Modernisierung der Eppelheimer Straße in unmittelbarer Nähe abgestimmt, die Odszuck ebenfalls besuchte. Hier werden die unterirdische Versorgungsinfrastruktur erneuert, barrierefreie Kreuzungsbereiche geschaffen sowie Bäume gepflanzt. Sichtbarer Baufortschritt Des Weiteren informierte sich Odszuck über den Stand des Umbaus der Chapel auf dem Hospital-Areal in einen Quartierstreff. „Der sichtbare Baufortschritt macht Mut und Vorfreude“, sagt Odszuck. Die Fenster wurden inzwischen eingebaut und die Gebäudehülle geschlossen. Derzeit werden die Dacharbeiten vorbereitet. Die Fertigstellung ist für kommenden Winter geplant. Zu diesem Zeitpunkt soll auch der Rohbau für das neue Fahrradparkhaus auf der Nordseite des Hauptbahnhofs fertig sein. Danach werden die Fahrradparksysteme, die Beleuchtung und die weitere technische Ausstattung eingebaut. „Mit demNeubau gibt es künftig zu beiden Seiten des Hauptbahnhofs insgesamt rund 2.400 Stellplätze für Fahrräder“, so Odszuck. cat/ls Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck (4. von links) mit den Beteiligten bei der Begehung der Baustelle für den neuen Hauptsammelkanal (Foto Rothe) Ein geschützer Ort für Frauen in Wohnungsnot FrauenRaum bietet Grundversorgung, Beratung und Begleitung B ürgermeisterin Stefanie Jansen besuchte kürzlich den FrauenRaum des SKM Heidelberg, um über die besonderen Herausforderungen wohnungsloser Frauen und die Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort zu sprechen. „Obdach- und Wohnungslosigkeit wird landesweit in der öffentlichen Wahrnehmung fast ausschließlich mit Männern in Verbindung gebracht. Fakt ist aber: Etwas mehr als jede vierte obdach- oder wohnungslose Person ist eine Frau“, so Jansen. Den aktuellen Statistiken des SKM zufolge suchten im vergangenen Jahr in Heidelberg 221 Frauen die Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe des SKM auf oder hatten Kontakt zu Streetworkern. 90 davon wendeten sich an den FrauenRaum, ein Anstieg von mehr als sieben Prozent imVergleich zumVorjahr. Viele wohnungs- und obdachlose Frauen vermeiden aus Angst vor Gewalt oder Ausgrenzung das Leben auf der Straße, übernachten vorübergehend bei Bekannten oder leben in prekären und unsicheren Verhältnissen. Finanziert durch die Stadt bietet deshalb der SKM eine Tagesstätte und Fachberatungsstelle nur für Frauen – ein geschützter Ort ohne männliche Besucher, an dem Frauen zur Ruhe kommen und Vertrauen fassen können und wo sie Unterstützung erhalten, um Perspektiven zu entwickeln. Zur Grundversorgung gehören unter anderemVerpflegung, Duschen, Kleidung, Waschmöglichkeiten und Hygienematerialien. Gleichzeitig stehen Sozialarbeiterinnen für Fachberatung, Krisenintervention, Unterstützung bei Behörden und Anträgen, Begleitung, Existenzsicherung sowie die Vermittlung in weiterführende Hilfen zur Verfügung. Gemeinsam verfolgen Stadt und Träger das Ziel, Menschen inWohnungsnot zu unterstützen, Wohnraum zu sichern undWege zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen. eu Katja Fernandez, Joanna Bonislawka und Tina Ihrig (FrauenRaum) mit Bürgermeisterin Stefanie Jansen und Andrea Meixner vom Amt für Soziales und Senioren (Foto Stadt HD)

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