5 AKTUELLES 8. Juli 2026 Bundesverdienstkreuz für Prof. Hentze Prof. Dr. Matthias Hentze (links) ist am Donnerstag, 2. Juli, für seine Verdienste um die Wissenschaft in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Hentze bestimmt seit 2005 die Geschicke des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg maßgeblich mit und ist Professor für Molekulare Medizin an der Universität Heidelberg. Oberbürgermeister Eckart Würzner verlieh die Auszeichnung bei einer Feierstunde im Spiegelsaal des Prinz Carl. (Foto Rothe) Nachhaltigkeit an Schulen Teams von mehr als 20 Schulen ausgezeichnet S chülerinnen und Schüler von mehr als 20 Heidelberger Schulen wurden am Dienstag, 30. Juni, für Projekte im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgezeichnet. „Die BNE-Teams zeigen Nachhaltigkeit alltagsnah in all ihren Facetten. Für die junge und umweltbewusste Stadt Heidelberg sind die BNETeams und ihre Projekte von großer Bedeutung. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung und gestalten unsere Zukunft aktiv mit. Dieses Engagement verdient große Anerkennung und stellt einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Heidelberg dar“, sagte Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Bewussten Umgang schaffen Soziale Projekte wie Sponsorenläufe oder auch Workshops, in denen Jugendliche einen gewaltfreien Umgang mit Beziehungskonflikten erlernen, haben genauso ihren Platz im Repertoire der Schulen wie Streitschlichterprogramme. Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und die Wichtigkeit von nachhaltiger Ernährung zeigt sich zum Beispiel in der Anlegung von Schulgärten. Blutspendeaktionen und Angebote zur Gewaltprävention unterstreichen die Wichtigkeit von Gesundheit. Gleichzeitig zeigen Projekte wie Nachhaltigkeitswochen oder Naturerlebnistage, wie Bildung Menschen dazu befähigen kann, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Die Stadt belohnt den Einsatz und die Motivation der Schulen jährlich seit dem Schuljahr 1995/96. Insgesamt schüttete das Umweltamt dieses Jahr 16.200 Euro an Preisgeld aus. lst Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/umwelt Prämierung der BNE-Teams am 30. Juni: Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen sowie Lehrkräfte aus über 20 Schulen freuten sich über die Auszeichnung. (Foto Hohenester/Pädagogische Hochschule Heidelberg) Neue Regelungen bei Bewohnerparkausweisen Digital beantragen und Geld sparen Für Bewohnerparkausweise gelten in Heidelberg seit dem 1. Juli neue Regelungen. Wer seinen Bewohnerparkausweis digital beantragt oder verlängert, zahlt künftig eine Jahresgebühr von 120 Euro. Bei einer Beantragung auf nicht digitalem Weg beträgt die Jahresgebühr 135 Euro. Mit der neuen Gebührenstruktur möchte die Stadt die digitale Antragstellung stärken und zugleich dem personellen Mehraufwand bei einer Beantragung vor Ort gerecht werden. Für die Ausstellung eines Ersatzdokuments wird künftig eine Gebühr von 10 Euro erhoben. Gleiches gilt für Änderungen, beispielsweise bei einem Fahrzeugwechsel. Änderungen bei Besucherkarten Auch für Besucherkarten gelten neue Regelungen. Für den ersten bis fünften Kartenblock beträgt die Gebühr jeweils 15 Euro. Der bisherige erste kostenlose Bogen entfällt. Ab dem sechsten Kartenblock erhöht sich die Gebühr auf 35 Euro je Block. Ein Block umfasst jeweils eine Wochenkarte und sieben Tageskarten. Die bisher dieses Jahr ausgestellten Besucherkarten mit dem Aufdruck „2025“ bleiben bis Ende des Jahres gültig. Besucherkarten können jetzt auch online beantragt werden. jkl www.heidelberg.de/ anwohnerparken Holocaust-Überlebende erzählt Zeitzeugin am 9. Juli zu Gast im Rathaus Frieda Daniels ist 93 Jahre alt, Hochseil-Artistin und Sintiza. Ihr Vater hatte eine eigene Truppe, in der auch die Kinder mitwirkten. Als Angehörige der Minderheit aber wurden Frieda Daniels und ihre Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Aufgrund des Festsetzungserlasses vom 17. Oktober 1939 – eine vorbereitende Maßnahme zur Deportation – durften sie die Stadt nicht mehr verlassen. Wie es der Familie gelang, zu überleben, berichtet die hochbetagte Dame am Donnerstag, 9. Juli, um 18 Uhr im Großen Rathaussaal, Marktplatz 10. Der Eintritt ist frei. „Wir freuen uns sehr, dass Frieda Daniels bei ihremBesuch inDeutschland auch hier in Heidelberg Station macht. Die Erinnerungen von Zeitzeugen mahnen uns, wohin Hass und Ausgrenzung führen können, sie machen Geschichte greifbarer und helfen uns, die menschlichen Folgen der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft besser zu verstehen“, betont Bürgermeisterin Stefanie Jansen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrums mit der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität sowie der Stadt.
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