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8. Juli 2026 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Adrian Rehberger Nein zum Wegfall weiterer Parkplätze im Zentrum von Ziegel- hausen Im Zuge der Einsparverpflichtungen zumHaushalt soll Ziegelhausen gleich doppelt bestraft werden. Die Linie 37 soll gekürzt werden und nicht mehr ab/bis Peterstal fahren, sondern nur noch vom Neuenheimer Feld bis zur Neckarschule. Und um einenWende- und Halteplatz zu ermöglichen, sollen dann auch noch sechs Kurzzeitparkplätze an der Neckarschule wegfallen. Ziegelhausen ist ein Bergstadtteil. Es ist für die Menschen elementar, die Geschäfte, Arztpraxen oder das Bürgeramt im Ortskern auch mit dem Fahrzeug erreichen zu können – gerade auch für die Lebensälteren. In den letzten Jahrzehnten wurden zuhauf Parkplätze im Zentrum gestrichen - zuletzt sieben in der Kleingemünder Straße. Seit das dortige Pflegeheim besteht, ist der Parkplatzbedarf jedoch weiter gestiegen. Für die Gewerbetreibenden ist derWegfall weiterer Parkplätze nicht zumutbar. Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem wir nicht mehr nach der hier oft vorgetragenen These „es gibt doch im Dorf genügend Parkplätze“ weiterverfahren können. Auch die Pausenplätze für den Fips-Bus muss man nicht dort einrichten, wo wertvoller zentraler Parkraum verloren wird. Der Abriss und Neubau der Ziegelhäuser Brücke wird die Situation auf Jahre zusätzlich verschärfen. Wir Einwohner von Ziegelhausen und Peterstal wollen nicht abgehängt werden. Die vollständige Linie 37muss erhalten bleiben und damit auch die Parkplätze im Zentrum. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Andrea Dittmar Hitzeschutz braucht viele Bausteine Die vergangenen Tage haben auch Heidelberg gezeigt, wie belastend anhaltende Hitze sein kann. Hohe Temperaturen treffen Kinder in Kitas und Schulen ebenso wie Berufstätige, ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Hitzeschutz ist eine Aufgabe, die alle Generationen betrifft und der wir uns mit Augenmaß widmen müssen. In der öffentlichen Diskussionwerden vielfach Klimaanlagen als schnelle Lösung gefordert. So nachvollziehbar dieserWunsch ist, sowenig eignet er sich als pauschale Antwort. Ein flächendeckender Einbau wäre weder kurzfristig umsetzbar noch finanziell und energetisch verantwortbar. Gerade deshalb müssen wir die Frage stellen, welche Maßnahmen nachhaltig den größten Nutzen für möglichst viele Menschen bringen. Heidelberg hat bereits wichtige Schritte auf denWeg gebracht. Gleichzeitig gilt es, diese sinnvoll weiterzuentwickeln: durch mehr Stadtgrün und Schatten, Trinkwasserangebote, hitzeangepasste Stadtplanung sowie gezielte Maßnahmen dort, wo besonders gefährdete Menschen geschützt werden müssen. Auch technische Lösungen können im Einzelfall sinnvoll sein – sie ersetzen jedoch kein Gesamtkonzept. Wir müssen Hitzeschutz als gemeinsame Aufgabe verstehen. Politik kann Rahmenbedingungen schaffen. Ebenso entscheidend sind Eigenverantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme. Wer regelmäßig nach älteren Nachbarn schaut, auf ausreichendes Trinken achtet oder seine Aktivitäten an besonders heißen Tagen anpasst, leistet einen wichtigen Beitrag. Wir sind überzeugt: Hitzeschutz gelingt nicht durch Maximalforderungen, sondern durch viele kluge Bausteine. Als Stadt funktionieren wir am besten, wenn kommunales Handeln und gesellschaftlicher Zusammenhalt Hand in Hand gehen. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Dr. Dorothea Kaufmann Wahnsinn! Die weltgrößte Sammlung von „Outsider Art“ wird 25. Lange kannte ich die Sammlung Prinzhorn nicht – bis ich im Skulpturengarten des Getty Museums in Los Angeles auf „the greatest collection of Outsider Art in the world“ angesprochen wurde. Doch was ist eigentlich „Outsider Art“? Es sind Werke von Menschen mit Psychiatrieerfahrung, die während ihres Aufenthalts in Kliniken entstanden. Nicht mit dem Wunsch, Kunst zu schaffen, sondern als Ausdrucksform und Möglichkeit, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Oft unter widrigsten Bedingungen: mit Bleistift auf Packpapier, mit Stoffresten auf demBoden; Materialien, die das System ihnen zugestand. Die Sammlung Prinzhorn, 1921 vom Psychiater und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn gegründet, war eine der ersten, die diese Werke systematisch als künstlerische Äußerungen wertschätzte und nicht als medizinische Dokumente. Prinzhorns Ansatz, die Bilder als Ausdruck von Kreativität und nicht als Symptom zu lesen, war revolutionär. Zum 25. Geburtstag schenkt uns die Sammlung mit der Ausstellung „Alles Kunst?“ einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt dieser Menschen. Der museale Charakter adelt die Werke und setzt sie optisch mit „echter“ Kunst gleich. Gleichzeitig ermöglichen uns das haptische Erleben der „Geldscheine“ von Else Blankenhorn oder ein tiefer Blick in die Garnaugen der lebensgroßen Puppe von Katharina Detzel eine unmittelbare Verbindung zu ihren Schöpfer:innen – und machen die Abstraktheit psychischer Krisen konkret. Was heute eine anerkannte Kunstform ist, galt lange als „entartet“: VieleWerke der Sammlung Prinzhorn dienten in der NS-Zeit als Referenz für die Diskreditierung unerwünschter Kunst. Dass dieselben Bilder heute in Museen hängen, ist ein spätes Zeichen für den Wandel und eine Mahnung, wie schnell sich gesellschaftliche Normen verschieben können. Auch heute strecken sich antidemokratische Spinnenfinger nach dem offenen Kulturbegriff aus und versuchen, Kunst in politische Kategorien zu zwängen. Gleichzeitig werden psychisch kranke Menschen in unserer Gesellschaft weiter stigmatisiert, ihr Leiden infrage gestellt. Die Werke der Sammlung Prinzhorn sind nicht nur Zeugnisse individueller Schicksale, sondern auch ein stiller Protest gegen die Entmündigung psychisch kranker Menschen: gestern wie heute. Hier können wir kommunalpolitisch gleich doppelt handeln: unsere Kultur in ihrer Vielfalt schützen und vor allem finanzieren und gleichzeitig endlich mentale Gesundheit auch als politisches Handlungsfeld begreifen. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Weltweit als größte Sammlung von „Outsider Art“ hochgeachtet – die Sammlung Prinzhorn! (Foto Grünen Fraktion Heidelberg) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Sportausschuss: Mittwoch, 8. Juli, 16 Uhr Haupt- und Finanzausschuss: Mittwoch, 8. Juli, 17.30 Uhr Konversionsausschuss: Dienstag, 14. Juli, 16 Uhr Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft: Dienstag, 14. Juli, 18 Uhr Gemeinderat: Donnerstag, 23. Juli, 16.30 Uhr Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Bezirksbeirat Handschuhsheim: Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr, Carl-Rottmann-Saal, Dossenheimer Landstraße 13 Bezirksbeirat Weststadt: Donnerstag, 16. Juli, 18 Uhr, Rathaus, Marktplatz 10 Bezirksbeirat Pfaffengrund: Dienstag, 21. Juli, 18 Uhr, Gesellschaftshaus Pfaffengrund, Schwalbenweg 1/2 Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de

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