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IDA Dr. Gunter Frank Die Stadt möchte eine Bürgerbefragung zumWindkraftpark ... ... Lammerskopf durchführen. Doch was ist eine solche Abstimmung wert, wenn die Bürger einseitig informiert werden und die horrenden Risiken der sogenannten Energiewende offiziell verschwiegen werden? info@ida-hd.de GAL Michael Pfeiffer Geldsorgen? Wir doch nicht. Immer wieder lesen Sie, dass die Stadt kein Geld hat und bei Sozialem, Bildung, Sport, Kultur und Infrastruktur sparen muss. Und dann lesen Sie von Geldverschwendung bei Seecontainern, ein für mich von vornherein zum Scheitern verurteiltes Revisionsverfahren gegen das „Altstadtlärm-Urteil“ mit einem Streitwert von 22.500 €. Nun ist auch noch ein Windpark-Bürgerentscheid für lockere 300.000 € geplant, der einen Beschluss herbeiführen soll, den auch der Gemeinderat treffen könnte. mp-pfeiffer@gmx.net AfD Timethy Bartesch Die Farce Bürgerentscheid Lammerskopf Heidelberg hatte großes Glück, dass die Fläche Lammerskopf aus demRegionalplan herausgenommen wurde. Leider wird diese demokratische Entscheidung nicht akzeptiert – und es beginnt eine unwürdige Posse, so zu tun, als wäre ein von der Stadtpolitik oktroyierter Bürgerentscheid imSinne des Stadtfriedens. Dabei ist klar, dass den Gegnern Zeit genommen werden soll, sich zu organisieren. Und es soll verhindert werden, dass die Bürger selbst einen Bürgerentscheid gegen eine absehbare falsche Entscheidung des Gemeinderats, ein Naturschutzgebiet zu zerstören, anstreben können. So könnten sie fairer ihre Sicht der Dinge darlegen. Der oktroyierte Entscheidwirdmassiv einseitig vonKlimapropaganda dominiert sein. geschaeftsstelle@afd-fraktion- heidelberg.de Fraktionsgemeinschaft FDP/FWV Karl Breer (FDP) Ziemlich beste Steuerzahler In Heidelberg hat man zur Wirtschaft manchmal ein eigenartiges Verhältnis. Auf der einen Seite beschließt der Gemeinderat einen Nachtragshaushalt, freut sich dabei über eine deutlich verbesserte Finanzlage und weiß natürlich genau, wem das zu verdanken ist: den Unternehmen, die hier ausbilden, investieren und Gewerbesteuer zahlen. Auf der anderen Seite behandelt man genau diese Wirtschaft häufig wie einen lästigen Störfaktor, den man möglichst elegant verwalten, belehren oder abbremsen muss. Dabei ist die Lehre aus der Haushaltskrise simpel. Wer auf stabile Einnahmen angewiesen ist, sollte diese nicht politisch erschweren. Sonst sägt man ausgerechnet an demAst, auf dem der Haushalt sitzt. info@fdpfwv.de Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Bunte Linke Zara Kızıltaş (Die Linke) Quo vadis Feierkultur? Hinter uns liegt das letzte Wochenende mit den alten Sperrzeiten in der Kernaltstadt. Die Entwicklung mit den neuen Sperrzeiten werden wir vorsichtig verfolgen müssen. Was sind die Konsequenzen für das Feier- und Nachtleben in Heidelberg, besonders als jüngste Stadt Deutschlands? Als Stadt ist es nun unsere Aufgabe, Herausforderungen, die aufseiten der Gastronomie, der Bevölkerung als auch der Anwohnerschaft entstehen, abzufedern. Unser fraktionsübergreifender Arbeitsauftrag zur Sensibilisierung für die früheren Sperrzeiten und zum Start einer Sauberkeitsoffensive sind wichtige Punkte. Denn mit demWegfall der nächtlichen Gastronomiestrukturen eröffnen sich leider Fenster für eine erhöhte Lärm- und Abfallbelastung. gemeinderat@dielinke-hd.de Die Heidelberger Jochen Ricker Gaslaternen erhalten, statt teuer ersetzen Bei der Diskussion um die letzten Gaslaternen in Heidelberg geht es nicht um veraltete Technik, sondern um 22 wertvolle Zeitzeugen unserer Stadtgeschichte. Seit über 150 Jahren prägen sie das Stadtbild. Sie stammen aus der Zeit, als Robert Bunsen hier forschte und die Grundlagen moderner Gas- u. Verbrennungstechnik legte. Sein Schüler Carl Auer von Welsbach machte das Gaslicht weltweit leistungsfähig. Die Verwaltung bestätigt: Der CO2Anteil ist „nicht signifikant“. Trotzdem sollen rund 240.000 Euro investiert werden, ohne dass der Stadt finanzielle Einsparungen entstehen. Das ist weder wirtschaftlich noch sinnvoll priorisiert. Für LED wären zusätzliche Leuchten nötig, das historische Lichtbild ginge verloren. Andere Städte erhalten Gaslaternen als Wahrzeichen. Heidelberg würde ein Stück eigener Wissenschafts- u. Technikgeschichte verlieren. Gerade als Wissenschafts- u. Kulturstadt sollten wir unser eigenes Erbe sichtbar erhalten, statt es für 240.000 Euro endgültig aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen. Diese 22 Gaslaternen sind kein Kostenproblem, sondern ein identitätsstiftendes Freilichtmuseum. Unser Ziel bleibt: sinnvoll investieren, Identität bewahren und Entscheidungen faktenbasiert treffen. info@dieheidelberger.de Fraktionsgemeinschaft HiB/Volt Katharina Born, Andreas Gottschalk KI kommt, aber wir müssen offen bleiben! Durch Künstliche Intelligenz (KI) schreitet die Digitalisierung in allen Lebensbereichen immer schneller voran. In Heidelberg und Umgebung spielen mehrere Unternehmen eine Vorreiterrolle bei KI-Anwendungen. Das bedeutet, dass sich ein Teil der Heidelberger*innen beruflich mit der Herstellung und Verbreitung von KIAnwendungen beschäftigen. Hinzu kommen unsere wissenschaftsorientierte Wirtschaftsstruktur und unsere Eigenschaft als Studierendenstadt. Diese tragen dazu bei, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung mit KI-Anwendungen beschäftigen. Den Trend haben einige Player in der Stadt wie Universität, DAI und Karlstorbahnhof aufgegriffen und wichtige Wissensvermittlungsangebote gemacht. Die große Chance dabei ist, dass immer mehr Dienstleistungen der Stadt digitalisiert werden können, weil die Berührungsängste der Bevölkerung dazu abnehmen. Diese Chance birgt auf der anderen Seite die Gefahr, dass sich die Kluft zwischen einer digital affinen Bevölkerung und einer digital abgehängten Bevölkerung ausweitet. Daher ist es ein Gebot der Gerechtigkeit bei aller Modernisierung wichtig, den Zugang zu allen städtischen Dienstleistungen niederschwellig für alle zu gestalten. info@hib-volt.de 3 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT 15. April 2026 In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen die Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte. GEMEINDERAT ONLINE www.gemeinderat.heidelberg.de

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