8 14. Oktober 2026 KULTUR UND FREIZEIT Der Klang der Zeit Heidelberger Frühling stellt Programm für Jubiläumsjahr vor D er Heidelberger Frühling feiert 30-jähriges Jubiläum. Die Festivalsaison 2026/2027 ist die letzte Spielzeit unter der Intendanz von Thorsten Schmidt, der das Festival 1997 mitbegründet hat. Das Motto der Saison: „Klang der Zeit“. Die Themen der Konzertprogramme, die Entwicklung neuer Formate und die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern spiegelten dabei die gesellschaftlichen Debatten, Hoffnungen und Herausforderungen ihrer jeweiligen Gegenwart. Im diesjährigen Jahrgang soll das besonders deutlich werden. Beethoven-Schwerpunkt Erstmals findet das Streichquartettfest über fünf Tage hinweg im Konzerthaus Stadthalle statt. Vom 20. bis 24. Januar 2027 widmet es sich anlässlich des 200. Todestags von Ludwig van Beethoven einemaußergewöhnlichen Vorhaben: der Aufführung aller Streichquartette des Komponisten. Auch beim Musikfestival vom 13. März bis 17. April 2027 wird der Komponist gewürdigt. Pianist und Co-Künstlerischer Leiter des Festivals Igor Levit präsentiert die Klaviersonaten des Komponisten. Weitere Höhepunkte der 99 Konzerte an 16 Spielorten bilden die Gastspiele großer internationaler Orchester, Konzerte mit den renommierten Geigerinnen unserer Zeit, einWochenende mit dem Komponisten Bastien David sowie die neue Konzertreihe „Discovery“, in der sich sieben junge Kunstschaffende und Ensembles vorstellen. Die jungen Nachwuchsmusikerinnen und -musiker des Festivalcampus sind in 22 teils selbst kuratierten Konzerten zu erleben – darunter einige der 12 re:start-Konzerte in den Heidelberger Stadtteilen bei freiem Eintritt. Der Vorverkauf startet am Montag, 19. Oktober, um 10 Uhr. red Programm und Karten unter www.heidelberger-fruehling.de Saxofonistin und Radiomoderatorin Jess Gillam erkundet am Dienstag, 13. April, um 20 Uhr, mit ihrer Band Glanzstücke aus 900 Jahren Musikgeschichte. (Foto Clewley) „Leihen. Machen. Fertig.“ Stadtbücherei verleiht jetzt auch Gegenstände D ie Stadtbücherei Heidelberg hat unter dem Namen „HeidelDinge“ eine sogenannte Bücherei der Dinge gestartet. Damit erweitert die Stadtbücherei ihr Angebot und bietet künftig neben Büchern, Filmen und digitalen Medien auch Gegenstände zur Ausleihe an. Dazu gehörenWerkzeuge, Musikinstrumente, technische Geräte und verschiedene Freizeitartikel. Welche Dinge sich die Heidelbergerinnen und Heidelberger konkret wünschen, wurde Anfang des Jahres in einer Umfrage ermittelt. Das Prinzip einer Bücherei der Dinge ist die gemeinschaftliche Nutzung: Gegenstände, die man nur gelegentlich benötigt, müssen nicht selbst angeschafft werden, sondern stehen mehreren Menschen zur Verfügung. So lassen sich vorhandene Ressourcen gemeinsam und nachhaltig nutzen. So funktioniert es Die „HeidelDinge“ können während der regulären Öffnungszeitenmit einem gültigen Bibliotheksausweis oder der Metropolcard ausgeliehen werden. Die Leihfrist beträgt vier Wochen, eine Verlängerung ist nicht möglich. Es können bis zu zwei HeidelDinge gleichzeitig entliehen werden. Die Ausleihe von Gegenständen ist grundsätzlich erst ab einem Alter von 18 Jahren möglich. sba Weitere Informationen unter www.stadtbuecherei. heidelberg.de Museum vergibt Preis für Textilkunst 19 Kunstschaffende zeigen Werke Der Lotte Hofmann-Preis für Textilkunst wird in diesem Jahr erneut vergeben. Die Textilsammlung Max Berk, Brahmsstraße 8, zeigt vom 18. Oktober 2026 bis zum 10. Januar 2027 Werke von 19 Künstlerinnen und Künstlern, die von einer Jury ausgewählt wurden. Sie zeigen ein breites Spektrum an Techniken und Materialien. Die drei Preisträgerinnen sind eingeladen, mehrere Objekte zu zeigen; ihre Namen werden erst zur Eröffnung am 18. Oktober bekannt gegeben. Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird durch zwei Förderpreise à 500 Euro für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler unter 35 Jahren ergänzt. www.museum-heidelberg.de Migrantische Frauen stärken Tagung „Her:Künfte“ am 17. Oktober Wie können Frauen mit Migrationsgeschichte ihre Perspektiven selbstbestimmt einbringen, ihre Themen setzen und Gesellschaft aktiv mitgestalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Tagung „Her:Künfte – Frauen. Migrantisch. Stark.“ am Samstag, 17. Oktober, ab 16 Uhr im Karlstorbahnhof. Eingeladen sind insbesondere Frauen mit Migrationsgeschichte sowie alle Interessierten, die sich für eine vielfältige und gleichberechtigte Gesellschaft einsetzen möchten. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Themen Identität und Zugehörigkeit, finanzielle Unabhängigkeit undWirtschaft, Gesundheit sowie Gewaltschutz. Eine Podiumsdiskussion, Workshops und Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung bieten Gelegenheit, strukturelle Barrieren zu benennen und gemeinsam Ideen für mehr gesellschaftliche Teilhabe zu entwickeln. Die Tagung ist aus der Vernetzungsarbeit von Frauen mit Migrationsgeschichte rund um den Migrationsbeirat entstanden. Anmeldung unter her.kuenfte@gmail.com
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