5 HITZE 22. Juli 2026 Neue Task Force zu Hitzeschutz Stadt bringt Klima- geräte in Kitas und bündelt Infos auf neuer Webseite D ie Stadt hat eine neue Task Force zum Hitzeschutz einberufen. „Priorität hat ein Sofortprogramm, mit dem wir besonders vulnerable Gruppen in den Blick nehmen“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner. Dazu gehört etwa auch der Einsatz von Klimageräten in städtischen Kitas. Eine weitere Maßnahme ist eine neue Webseite, mit der sich Bürgerinnen und Bürger über persönliche Hitzeschutztipps und den städtischen Hitzeaktionsplan informieren können. Unter www.heidelberg.de/hitze finden sich umfassende Informationen, praktische Verhaltenstipps und wichtige Serviceangebote rund um das Thema Hitze. Abkühlen und Wasser nachfüllen Mit der digitalen Kühlen Karte macht die Stadt Heidelberg öffentliche Orte, die auch bei Hitze angenehme Aufenthaltsbedingen bieten, bereits heute sichtbar. Dazu zählen zum Beispiel schattige Plätze, Trinkbrunnen, Kirchen oder Wasserspiele. Die „Kühle Karte“ soll auch perspektivisch ausgeweitet werden und mehr Orte mit Gelegenheiten für eine Abkühlung enthalten. Dafür will die Stadt auch auf private Anbieter zugehen und klären, welche Möglichkeiten sich dort bieten, um Menschen eine Erleichterung von der Hitze zu verschaffen. Denkbar sind beispielsweise Nachfüllmöglichkeiten für die eigene Trinkflasche. Aktuelle Warnungen Bürgerinnen und Bürger finden auf der neuen Webseite zusätzlich Links sowie Informationen zu Warn-Apps und Webseiten, mit denen sie frühzeitig über Hitzeereignisse und weitere Gefahren informiert werden können. So erhalten sie rechtzeitig Informationen und Warnungen vor Hitze, Hitzegewittern oder weiteren Gefahren. Ergänzend bietet der Umwelthub als städtische Datenplattform aktuelle Umwelt- und Meteorologie-Daten für Heidelberg in Echtzeit. Hitze belastet auch Stadtgrün Hitze und Trockenheit setzen aktuell auch Bäumen und Grünflächen zu. Das Landschafts- und Forstamt konzentriert seine verfügbaren Kapazitäten deshalb noch stärker auf das Gießen von Bäumen. Arbeiten, die nicht unmittelbar der Sicherheit dienen, werden zurückgestellt. Auch Bürgerinnen und Bürger können beim Gießen von Jungbäumen unterstützen. Bereits zwei bis drei Gießkannen Wasser alle zwei Tage können helfen. Eine mögliche Folge von Hitze- und Trockenstress bei Bäumen ist der sogenannte Grünastbruch. Dabei brechen Äste oder Kronenteile unvermittelt ab. Er lässt sichnicht vorhersagen. Die Stadt empfiehlt, bei großer Hitze unter alten Bäumen aufmerksam zu sein. fr/sga/tir Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/hitze Eine neue Webseite bündelt Infos zum Hitzeschutz in Heidelberg. (Foto Stadt HD) Grillverbot bei Waldbrandgefahr Steigende Temperaturen und zunehmende Trockenheit erhöhen auch die Waldbrandgefahr. Im Stadtwald ist Grillen ausschließlich an den ausgewiesenen Grillhütten (Hellenbach- und Pferchelgrillhütte) gestattet. AbWaldbrandgefahrenstufe 4 ist Grillen nur innerhalb der Grillhütten erlaubt, ab Stufe 5 ist das Grillen mit Holzkohle gänzlich untersagt. Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Auch das Grillverbot auf der Neckarwiese ab Waldbrandgefahrenstufe 4 wird durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) engmaschig kontrolliert. Der Waldbrandgefahrenindex kann je nach Wetterlage von Tag zu Tag variieren. Zum Waldbrandgefahrenindex www.wettergefahren.de Einen Schutzraum für Kinder schaffen Jugendhilfeträger pädaktiv stellte Kinderschutzkonzept vor In den vergangenen zwei Jahren hat päd-aktiv gemeinsam ein umfassendes Kinderschutzkonzept entwickelt. Als freier Träger der Jugendhilfe trägt der Verein Verantwortung für die Betreuung, Bildung, Erziehung und den Schutz von rund 4.000 Kindern in Heidelberg. Bürgermeisterin Stefanie Jansen: „Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz und eine gesunde Entwicklung. Päd-aktiv verschriftlicht mit seinem umfassenden Kinderschutzkonzept erneut, wie dieses Recht in der Praxis wirksam umgesetzt werden kann – von der Krippe bis zur Grundschule.“ Das Kinderschutzkonzept schreibt verbindliche Standards und Handlungsleitlinien für alle Mitarbeitenden fest und stärkt durch klare Vorgaben den präventiven Kinderschutz im pädagogischen Alltag. Es unterstreicht die Verantwortung aller pädagogischen Fachkräften, die ihnen anvertrauten Kinder im alltäglichen Miteinander zu schützen. Kultur des Hinsehens fördern Im Mittelpunkt stehen die Rechte der Kinder, klare Verfahrenswege bei Verdachtsfällen, verbindliche Beschwerdemöglichkeiten, Beteiligung von Kindern, die Analyse von einrichtungsbezogenen Risiken sowie die kontinuierliche Qualifizierung der Mitarbeitenden. Ziel ist es, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, professionell zu handeln und eine Kultur des Hinsehens zu fördern. An der Erarbeitung waren alle pädagogisch Mitarbeitenden beteiligt. red In einer Ausstellung bei päd-aktiv setzten sich kleine und große Künstlerinnen und Künstler mit dem Thema Kinderschutz auseinander. (Foto päd-aktiv)
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