1. Juli 2026 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Marvin Frank Förderkonzept Junge Feierkultur erhalten und weiterentwickeln Nicht zuletzt durch das Sperrzeitenurteil und die wenigen konsumfreien Räume steht junge Feierkultur in Heidelberg unter Druck. Als SPD-Fraktion setzen wir uns dafür ein, dass das Förderkonzept „Junge Feierkultur“ erhalten bleibt. Das ist für uns ein starkes Signal für die jungen Menschen in Heidelberg. Im Nachtragshaushalt 2026 haben wir gemeinsam mit den demokratischen Fraktionen durchgesetzt, dass die Fördermittel künftig vollständig genutzt werden können. Bislang gingen Teile davon durch Mehrwertsteuer und Bearbeitungsgebühren verloren. Unsere Initiative war erfolgreich: Die Verwaltung bestätigt, dass die Auszahlung nun direkt mehrwertsteuerfrei aus dem städtischen Haushalt erfolgt. Wir bleiben dran, auch die Bearbeitungsgebühren weiter zu senken. Jetzt soll das Förderkonzept für 2027/2028 weiterentwickelt werden, gemeinsammit dem Jugendgemeinderat, dem Stadtjugendring sowie u. a. Vertreter*innen aus Clubszene und Subkultur. Wir freuen uns, hieran mitwirken zu dürfen und bringen uns hierbei gerne ein. Für uns ist aber klar: Die Hauptrolle bei der Weiterentwicklung sollen junge Menschen und Kulturvertreter*innen spielen. Sie wissen am besten, was gebraucht wird, damit junge Menschen feiern, sich ausleben und dabei Selbstwirksamkeit erfahren können. Inhaltliche Vorgaben von außen – etwa die Beschränkung förderungswürdiger Themen nach politisch-ideologischen Kriterien – lehnen wir daher ab. Ihr Stadtrat, Marvin Frank 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Hans Breitenstein Freibäder: Respekt ist die beste Baderegel Die Freibadsaison gehört für viele Familien zu den schönsten Wochen des Jahres. Unsere Freibäder sind Orte der Erholung, der Begegnung und des Miteinanders. Umso bedauerlicher ist es, dass bundesweit – und leider auch vor Ort – Berichte über Respektlosigkeit, Aggressionen und Regelverstöße zunehmen. Dabei geht es um weit mehr als einzelne Vorfälle. Es stellt sich die Frage, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen. Rücksichtnahme, Höflichkeit und gegenseitiger Respekt sind Werte, die wir wieder stärker einfordern und vor allem vorleben müssen. Die Mitarbeiterinnen undMitarbeiter unserer Bäder sorgen täglich für Sicherheit und tragen Verantwortung für Tausende Besucherinnen und Besucher. Sie verdienen Anerkennung und Respekt. Wer Beschäftigte beleidigt, andere gefährdet oder Regeln bewusst missachtet, überschreitet klare Grenzen. Hier darf es keine falsche Nachsicht geben. Konsequenzen müssen spürbar durchgesetzt werden. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Prävention. Respekt entsteht nicht erst am Eingang des Freibads. Er wird in den Familien, Schulen und ganz besonders in unseren Vereinen vermittelt. Gerade Sport-, Musik- und Jugendvereine leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen unschätzbaren Beitrag. Hier werden Fairness, Teamgeist, Verantwortung und der respektvolle Umgang miteinander früh vermittelt. Die Lösung liegt deshalb nicht allein in mehr Sicherheitspersonal oder strengeren Kontrollen. Entscheidend ist, dass wir den respektvollen Umgang miteinander wieder stärker vermitteln und einfordern. Familien, Schulen und Vereine übernehmen dabei eine Schlüsselrolle. Dort werden Werte gelebt, die unser Zusammenleben prägen – auch im Freibad. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Dr. Ursula Röper Hitzewelle: Umgehen mit dem Klimawandel Die Hitzewelle der letztenWoche mit Spitzenwerten in Heidelberg von bis zu 40 °C und einer ganzen Serie an Tropennächten markiert einen weiteren bedrohlichen Wendepunkt in den lokal spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Seit Jahren thematisieren wir regelmäßig die notwendige Klimawandelanpassung in unserer politischen Arbeit. Längere Hitzewellen bedrohen unsere Gesundheit, insbesondere die von Kindern und alten Menschen. Solche Hitzeperioden werden in den nächsten Jahrzehnten noch deutlich zunehmen. Dies zwingt uns zum einen zu hoher Konsequenz bei der Fortführung unserer Klimaschutzmaßnahmen (etwa demAusbau erneuerbarer Energien). Und zum anderen müssen wir uns auch ganz konkret umHitzeschutz in der Stadt kümmern. Mittlerweile gibt es ein KlimawandelAnpassungskonzept der Stadt. Es zeigt sich nun, dass dieses adaptiert und ausgeweitet werden muss. Schulen und Kindergärten sind nicht ausreichend auf lange Hitzeperioden vorbereitet. Eine ämterübergreifende Taskforce muss entwickelt werden, die Pläne für den Bevölkerungsschutz bereithält und rasch reagieren kann. Informationen für Schul- und Kindergartenträger sowie Eltern müssen zeitnah bereitstehen. Auch die “Kühle Karte” muss um viel mehr Räumlichkeiten, in denen man Schutz vor Hitze suchen kann, erweitert werden. Kühle Räume müssen in allen Stadtteilen verfügbar sein. Dass etwa die Stadtbücherei am Samstag wegen zu großer Hitze schließen musste, nahm Familien einen konsumfreien Rückzugsort. Eine beschleunigte Ausweitung und Kennzeichnung von RefillStationen und damit ein Wasserangebot an jeder Ecke kostet nichts und ist schnell umsetzbar. Kinder brauchen die Möglichkeit, mal eben in ein Geschäft springen zu können, um ihre Flasche aufzufüllen. Imbaulichen Bereich und in der Stadtentwicklung muss die Planung noch viel konsequenter auf Hitzeschutz eingehen. Deutlich weniger Versiegelung, grundsätzlich Fassadenbegrünung, Planungen imEinklang mit dem Stadtklima, Kaltluftschneisen und Erhalt vernetzter Grünräume: Dies alles braucht mehr Konsequenz in der Umsetzung. Nicht jede Maßnahme muss teuer sein. Einfache Sprühnebelanlagen kosten weniger als klassische Springbrunnen. In jedem Fall sparen effiziente und präventive Projekte langfristig deutlich mehr Kosten, als für sie ausgegeben wurde. Und für Gesundheitsschutz stehen wir sowieso in der Verantwortung. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Hitzeperioden, wie die von letzter Woche, erzwingen konkrete und rasche Anpassungsmaßnahmen in der Stadt. (Foto Day/ Unsplash) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität: Mittwoch, 1. Juli, 18 Uhr Ausschuss für Kultur und Bildung: Donnerstag, 2. Juli, 17.30 Uhr Sportausschuss: Mittwoch, 8. Juli, 16 Uhr Haupt- und Finanzausschuss: Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Bezirksbeirat Südstadt: Donnerstag, 2. Juli, 18 Uhr, Chapel, Rheinstraße 12/4 Bezirksbeirat Emmertsgrund: Dienstag, 7. Juli, 18 Uhr, Bürgerhaus, Forum 1 Bezirksbeirat Handschuhsheim: Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr, Carl-Rottmann-Saal, Dossenheimer Landstraße 13 Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de
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