Programm-Internationale-Wochen-gegen-Rassismus-2023

Danke fürs Einmischen! Als wir 2014 zum ersten Mal die Internationalen Wochen gegen Rassismus koordinierten, konnten wir nicht ahnen, zu welcher Größe die Aktionswochen wachsen würden. Was mit einer Handvoll Events für interkulturelle Begegnungen begann, ist nun eine mehrwöchige Veranstaltungsreihe mit über 50 Programmpunkten, die Begegnungen schaffen sollen und sich alle auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen. Mein Dank gilt deshalb allen Engagierten in den Vereinen, Initiativen und auch in den städtischen Strukturen, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Statt Ausgrenzung und Diskriminierung einfach hinzunehmen, mischt sich unsere Bürgergesellschaft ein und setzt auf Zusammenhalt und Aufklärung. Nach den Krisen, die uns in den letzten Jahren erschüttert haben und es immer noch tun, gibt es uns viel Hoffnung, Ihr Engagement bei den Wochen gegen Rassismus zu sehen: Sie schaffen Orte der Begegnung, in denen Vorurteile abgebaut werden können: Ob Konzerte mit Künstlerinnen und Künstlern aus Armenien, Workshops zum Eingreifen bei rassistischen Übergriffen oder bei Vernetzungstreffen von Aktivistinnen und Akteuren online – die Programmpunkte spiegeln die Vielfalt der Handlungsmöglichkeiten für mehr Verständnis und gegen Ausgrenzung auf anregende Weise. Das Angebot zeigt unterschiedliche Facetten rassistischer Diskriminierung, zeigt aber auch Wege in eine bessere Zukunft. Letztes Jahr hatten wir das Handeln auf lokaler Ebene zur Bewältigung internationaler Krisen bei der Auftaktveranstaltung in den Mittelpunkt gestellt. Der Abzug aus Afghanistan und die schrecklichen Bilder vom Kabuler Flughafen hatten sich wenige Wochen zuvor in unsere Gedächtnisse gebrannt. Der darauf folgende russische Angriff auf die Ukraine hat uns dieses Thema auf brutale Weise noch einmal vor die Augen geführt. Es gibt neben diesen Krisen viele Regionen der Welt, die wir manchmal aus dem Blick verlieren. Durch die Vielfalt der Engagierten bringen sie alle ihren Blick mit ein und zeigen Konflikte, die nicht jeden Tag in der deutschen Öffentlichkeit verhandelt werden. Für diese Öffnung der Perspektiven sind wir dankbar. Auch dieses Jahr beschäftigen sich die Veranstaltungen der Wochen gegen Rassismus mit dem Thema internationale Solidarität. So stellt die Forschungsstelle Antiziganismus die Arbeit des Hilfsnetzwerks für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine in den Mittelpunkt und mit Volare e. V. blicken wir in einem „Pre-Opening“ auf die Arbeit von Hilfsorganisationen in Afghanistan. Diese Weltoffenheit und der Blick über unseren lokalen Tellerrand machen die Wochen gegen Rassismus in Heidelberg zu einem berührenden und inspirierenden Ereignis. Erlauben Sie mir auch noch eine persönliche Bemerkung: 2023 ist für mich auch ein Jahr des Wandels – nach 10 Jahren im IZ werde ich nun die Leitung dieses Hauses abgeben. Ich durfte die Wochen gegen Rassismus nach Heidelberg bringen und bin hier auf die Offenheit aller gestoßen. Als Leiterin des IZ war es mir immer eine Freude und eine Bereicherung, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und neue Kooperationen zu begründen. Viel ist seither passiert – neue Vereine haben sich gegründet, andere haben sich aufgelöst; neue Kooperationen haben sich angebahnt, andere Allianzen haben sich verschoben – aber was seit zehn Jahren als Konstante bleibt, ist die mitreißende Energie und das kontinuierliche Engagement der Heidelberger Zivilgesellschaft für die Zusammenarbeit im Interkulturellen Zentrum. In einer so lebendigen Stadt kommt und geht vieles, aber das IZ bleibt – und so freue ich mich, es nach der erfolgreichen Etablierung weiterwachsen zu sehen. Es stimmt mich zuversichtlich, zu sehen, dass das Haus diesen Rückhalt der Heidelberger Zivilgesellschaft hat. Ich wünsche Ihnen viele spannende Begegnungen und inspirierende Momente. Jagoda Marinić und das Team des IZ Leiterin des Interkulturellen Zentrums Grußwort | 7 6 | Grußwort

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