Stimmen aus dem Gemeinderat

Fraktionsgemeinschaft
 Grüne/generation.hd

Frank Wetzel

Kampf der Stadtteile

Frank Wetzel

So stellt sich die Ersatzstandortsuche für den Heidelberger Reitverein (HRV) dar – der Verwaltungsvorlage folgend. Wer bekommt den „schwarzen Peter“? Dass die Vertreter von Handschuhsheim, Kirchheim, Pfaffengrund und Wieblingen gegen die Ansiedlung stimmen wurde erwartet. Kirchheim allerdings stimmte der Ansiedlung zu, Wieblingen und Pfaffengrund dagegen, und in Handschuhsheim wurde nicht gegen Nachbarn gekämpft und laut Antrag von Bündnis 90/Die Grünen die Vorlage komplett abgelehnt.

Der Sportausschuss folgte dem Antrag von Kollege Lachenauer den Schänzel zu bebauen, der Umweltausschuss folgte der Ablehnung der Vorlage laut Grünem Antrag. Bei Gesprächen im April 2004 mit der Gärtnervereinigung Heidelberg-Handschuhsheim und dem Obst- und Gartenbauverein Heidelberg-Handschuhsheim waren gegen eine Ansiedlung des HRV: Frau Dr. Lorenz (02.04), Frau Essig, Herr Jakob (13.04), Frau Spinnler, Frau Marggraf (20.04), Frau Hommelhof, Frau Dr. Trabold (26.04), Herr Lachenauer, Herr Rehm (27.04) und Herr Rochlitz (18.05) – urteilen Sie bitte selbst. Schade, dass Mitglieder des Gemeinderates am Kampf der Stadtteile teilnehmen: „Handschuhsheim hat ja auch das Mathematikon abgelehnt, nun müssen sie wenigstens den Reitverein nehmen, Lieferpflicht von Handschuhsheim, die Agglomeration von Sportvereinen im Handschuhsheimer Feld ist zu begrüßen, das Feld ist eh schon verbaut.“

Zurück zur sachlichen Ebene: Alle betroffenen Reitvereine lehnen eine Ansiedlung des HRVs in ihrer Nachbarschaft ab! Am Ende der Bemühungen steht das Fazit: In dem bestehenden Zeitfenster kann die Stadt dem HRV keine passende Fläche anbieten. Den Stadtteilen ist zu raten, gemeinsam gegen die Ansiedlung vorzugehen. Dem HRV ist zu raten, auf die Heidelberger Vereine zuzugehen, um bei ihnen vorübergehend unterzukommen. Bei der Planung der Konversionsflächen werden wir – eventuell kann so auch ein „Sportpark" realisiert werden – eine geeignete Fläche finden.

Frank Wetzel, Bündnis 90/Die Grüne

… und wenn wir alle zusammenziehen?

Was hat die Stadt mit diesem Wunsch nach gemeinschaftlichem Wohnen zu tun? Nun, Wohnwünsche und -bedürfnisse ändern sich. Menschen, die im Alter ohne Partner oder Familie am Ort leben, setzen sich aktiv mit solchen Fragen auseinander. Sind die Wohnungen unserer GGH als städtischer Gesellschaft für diese Lebensformen geeignet? Ein erstes Projekt auf dem Emmertsgrund, initiiert vom Verein „Frauen pflegen Frauen“ gemeinsam mit GGH und Obdach e. V. entsteht gerade. Ein erfreulicher Anfang, der Schule machen könnte. Bitte mehr davon!

Derek Cofie-Nunoo

www.generation-hd.de