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10. Juni 2026 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Sören Michelsburg Nein zum zusätzlichen Dezernat! Der Vorschlag von Oberbürgermeister Eckart Würzner, ein zusätzliches Dezernat für Finanzen und Wirtschaft einzurichten, überzeugt mich nicht. Die Konsolidierung des Haushalts und die kritische Überprüfung von Aufgaben innerhalb der Stadtverwaltung sind Kernaufgaben des Oberbürgermeisters. Nur er verfügt über die notwendige Autorität, umVeränderungen in der Verwaltung durchzusetzen. Die zentrale Steuerung ist seine Aufgabe, die nicht delegiert werden kann. Zudem haben wir erst vor Kurzem einen neuen Kämmerer eingestellt, der als Fachmann für Haushaltskonsolidierung vorgestellt wurde. Es ist naiv zu glauben, dass ein weiterer Bürgermeisterposten die schwierige Finanzlage Heidelbergs lösen kann. Die Ursachen des Milliardendefizits der deutschen Kommunen liegen nicht im Zuschnitt der städtischen Verwaltung, sondern in der unzureichenden Finanzierung durch Bund und Land. Vor allem ist dieser Vorschlag in der aktuellen Situation nicht vermittelbar. Während in der Verwaltung ein Einstellungsstopp gilt, soll an der Spitze ein neuer, hochdotierter Posten geschaffen werden. Gleichzeitig müssen Vereine, Kulturschaffende und soziale Einrichtungen aufgrund der Haushaltslage Angebote einschränken oder sogar Personal abbauen. Welches Signal senden wir damit an die Beschäftigten der Stadt und an all jene, die jeden Tag wichtige Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten? Heidelberg braucht jetzt keine zusätzlichen Führungsposten, sondern klare Prioritäten und eine konsequente Haushaltskonsolidierung. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Thomas Perkeo Barth Vielfalt statt Qualitätskontrolle Die Perkeo-Gesellschaft gehört zu den ältesten Nutzern der Heidelberger Stadthalle und veranstaltet dort seit 1907 ihre Veranstaltungen. Diese lange Tradition zeigt, dass die Stadthalle seit jeher ein Ort für unterschiedlichste kulturelle, gesellschaftliche und bürgerschaftliche Aktivitäten gewesen ist. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung nach einer „Qualitätskontrolle“ für die Nutzung der Stadthalle kritisch zu betrachten. Unsere Stadthalle ist ein Haus für die gesamte Stadtgesellschaft und sollte daher grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern sowie einem breiten Spektrum kultureller Veranstaltungen offenstehen. Selbstverständlich haben hochkarätige Kulturveranstaltungen dort ihren festen Platz. Daneben sollten aber ebenso Tribute-Konzerte, Amateurensembles, Vereinsveranstaltungen, Abibälle und weitere kulturelle Angebote möglich sein. Die Entscheidung darüber sollte nicht von subjektiven Qualitätsurteilen einzelner Akteure abhängen, sondern von den geltenden rechtlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Gerade die Vielfalt macht eine Stadthalle aus. Sie ist kein exklusiver Veranstaltungsort für wenige ausgewählte Formate, sondern ein Ort der Begegnung für unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Gruppen. Die Stadthalle ist ein Haus für alle Heidelbergerinnen und Heidelberger – und genau so sollte sie auch genutzt werden. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Frank Wetzel Klimawandelgarten imKlinikum in Bergheim Die Eröffnung des Klimawandelgartens am 6. Mai 2026 kann den Beginn einer neuen Gartenkultur in Heidelberg markieren. Als ein Ort, an dem bewusst die bedrohliche Klimaveränderung hin zu Hitze und Trockenheit durch Gestaltung abgemildert wird. Geplant und ausgeführt wurde er durch das Baudezernat der Universität Heidelberg in Kooperation mit Universitätsklinikum und Handwerksbetrieben. Die Fläche ist hervorragend gewählt: im Altklinikum in Bergheim, auf der Decke einer Tiefgarage. Die Fläche ist am Tag der Einweihung noch grün. Aber der nur geringe Wasservorrat der Bodenschicht zwischen Tiefgaragendach und Oberfläche wird demnächst verdunstet sein. Die ca. 40 Meter lange imposante Holzpergola bietet für Kletterpflanzen eine sehr große Vegetationsfläche, die Ranken werden an vielen Stahlseilen aufgeleitet. Die Pflanzen werden das zugeführteWasser aufnehmen und über die Blätter verdunsten, dadurch sinkt die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit steigt. Der Ort wird dadurch als deutlich angenehmer empfunden. Das Projekt wurde von der Stadt Heidelberg durch das Landesförderprogramm Mittendrinnenstadt finanziert. Universität und Klinikum schaffen neben diesen noch vielfältige weitere wertvolle Nutzen: Die Pflanzen sind oder werden mit Schautafeln und QR-Codes gekennzeichnet. Das ist Wissensvermittlung vor Ort. Neben dem Anschauen werden weitere Sinne angesprochen: Riechen, Schmecken, Fühlen. Und auch Wohlfühlen, da die Verdunstung der Blätter die Luft kühlt und die Pflanzen Schatten werfen. Zudem dient der Garten als Forschungsraum für klimaangepasste Stadtentwicklung: Die staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg wird an einer Staudenpflanzung – unter diesen extremen Bedingungen – Insektenbesuch und Bestäubung messen. So kann die künftige Auswahl von Stauden optimiert werden. Neben Forschung, Lehre und Erkenntnisgewinn lautet der Wunsch von Universität und Klinikum, dass die Heidelberger*innen den Ort nutzen sollen: zum Forschen und Studieren, aber auch als Wohlfühlort. Bei meinem letzten Besuch Anfang Juni waren einige Pflanzen bereits vertrocknet. Auch ein Erkenntnisgewinn: Der Pflanztermin zu Beginn der Sommerhitze bedeutet mit Sicherheit eine Verschärfung der Auswahlkriterien – ob so gewollt oder nicht. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Der neu eröffnete Klimawandelgarten in Bergheim soll auch als Wohlfühlort für die Bevölkerung dienen. (Foto Grünen-Fraktion Heidelberg) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Gemeinderat: Donnerstag, 11. Juni, 16.30 Uhr Stadtentwicklungs- und Bauausschuss: Dienstag, 30. Juni, 17 Uhr Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität: Mittwoch, 1. Juli, 17 Uhr Ausschuss für Kultur und Bildung: Donnerstag, 2. Juli, 17 Uhr www.gemeinderat. heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Beirat von Menschen mit Behinderungen: Dienstag, 16. Juni, 17 Uhr, Rathaus, Marktplatz 10 Migrationsbeirat: Mittwoch, 17. Juni, 17 Uhr, Rathaus, Marktplatz 10 Bezirksbeirat Bergheim: Mittwoch, 17. Juni, 18 Uhr, Forum im Park, Poststraße 11 Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de

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