www.stadtblatt. heidelberg.de www.heidelberg.de/ bekanntmachungen ALTSTADT Strengere Sperrzeiten Gastro muss früher schließen Für einen Teil der Kernaltstadt sind nun strengere Sperrzeiten in Kraft. Die neue Sperrzeitenverordnung hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 16. April beschlossen. Damit setzt die Stadt ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim um. In den Nächten zumDonnerstag und zum Freitag beginnt die Sperrzeit nun um 0 Uhr, in den anderen Nächten um 1 Uhr. Der Geltungsbereich bleibt unverändert. Bereits seit Januar 2025 setzt die Verwaltung viele verschiedene Maßnahmen um, um die Lärmkulisse nachhaltig zu reduzieren. FREIZEIT Auftakt für „Sport im Park“ 38 kostenfreie Kurse Auf zum Sport im Freien: Das kostenfreie OutdoorAngebot „Sport im Park“ der Stadt gemeinsammit Heidelberger Sportvereinen und dem Sportkreis Heidelberg startet Anfang Mai in die sechste Saison. Insgesamt 38 Kurse für jedes Alter werden in den Stadtteilen angeboten – von Fitness- und Ausdauertraining über Gymnastik, Rückentraining, Nordic Walking und Boule bis hin zu Kampfkunst und Tanzen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Einstieg ist jeder Zeit möglich. S. 5 › KAUFHOF Gebäude am Bismarckplatz Neuer Eigentümer aus Region Das Immobilienunternehmen des Heidelberger Unternehmers Daniel Hopp will mit Unterstützung der Stadt in die Entwicklung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes starten. Intensiv nachgedacht wird über eine Mischung von Einzelhandel, Gastronomie und einer attraktiven öffentlichen Nutzung. Vergangene Woche fand die Beurkundung zwischen Hopps Actris GmbH und dem bisherigen Besitzer statt. Die Immobilie mit rund 12.500 Quadratmetern Nutzfläche steht seit Januar 2024 leer. S. 4 › Die Heidelberger Bürgerschaft wird am 12. Juli darüber entscheiden, ob die Stadt Windkraftanlagen auf dem Lammerskopf grundsätzlich ermöglichen soll. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Entscheid mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit auf den Weg gebracht. „Hier geht es um eine wichtige Zukunftsentscheidung für Heidelberg: die Frage, ob die Stadt auf dem Lammerskopf grundsätzlich Windenergie ermöglichen soll. Der Gemeinderat hat mit seinem Beschluss den Weg dafür freigemacht, dass die Bürgerinnen und Bürger darüber direkt entscheiden können. Die Stadt Heidelberg wird das Verfahren s a c h l i c h , transparent und fair begleiten, damit sich alle Abstimmungsberechtigten gut informieren können“, bekräftigt Oberbürgermeister Eckart Würzner. Grundsatzentscheidung Mit dem Bürgerentscheid legt der Gemeinderat eine weitreichende Grundsatzentscheidung in die Hände der Bürgerinnen und Bürger. Es geht um die Frage, ob die Stadt am Lammerskopf Windenergie grundsätzlich ermöglichen soll. Der Bürgerentscheid betrifft damit eine Richtungsentscheidung für die Entwicklung und noch kein konkretes Bauvorhaben oder ein förmliches Bauleitplanverfahren. Aus Sicht der Stadt ist die Frage von großer Bedeutung für die künftige Energieversorgung und den Klimaschutz. Windenergie kann einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren und CO2-neutralen Energieversorgung leisten. Die Stadt wird die Bürgerschaft im Vorfeld des Bürgerentscheids umfassend informieren. Dabei wird sie durch das Forum Energiedialog unterstützt, das Kommunen dabei hilft, sachliche, faire und ergebnisoffene Debatten zu organisieren. Abstimmungsbenachrichtigungen sollen zwischen dem 8. und 21. Juni versandt werden. Nach aktuellem Planungsstand geht es auf Heidelberger Gemarkung um bis zu sieben Windkraftanlagen. Hinzu kommt eine weitere mögliche Anlage auf Gemarkung der Stadt Neckargemünd. Auch dort wird die Bürgerschaft am 12. Juli über einen freiwilligen Bürgerentscheid eingebunden. fr www.heidelberg.de/ lammerskopf Bürger- entscheid zu Windkraft Abstimmung über Entwicklung des Lammerskopfs als Standort am 12. Juli THEATER Stückemarkt startet am 24. April S. 8 › Nach aktuellem Planungsstand geht es auf Heidelberger Gemarkung um bis zu sieben Windkraftanlagen auf dem Lammerskopf. (Foto Dittmer) Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg 22. April 2026 / Ausgabe 12 / 34. Jahrgang
22. April 2026 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Daniel Hauck Nicht familienfreundlich … Die Entscheidung des Gemeinderat durch Grüne, CDU und die Heidelberger, die Gebühren für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen (pädaktiv e.V.) um 14,3 % zu erhöhen, kommt zur falschen Zeit. Ab September gilt an Grundschulen der Rechtsanspruch auf 8 Stunden Betreuung täglich. Daher steigen die Landeszuschüsse auf rund 68 % und werden sich nahezu verdreifachen. Damit wird die Kommune deutlich entlastet. Das Konnexitätsprinzip ‚Wer Aufgaben stellt, finanziert sie auch‘ wird hier konsequent umgesetzt. Umso mehr stellt sich die Frage, warum diese finanzielle Verbesserung nicht anteilig an Familien weitergegeben wird. Die Erhöhung bedeutet für viele Eltern eine Mehrbelastung von 20–60 € pro Monat und Kind – in einer Zeit, in der auch private Haushalte stark unter Druck stehen. Ein Verzicht hätte 2026 Mindereinnahmen von rund 150.000 € bedeutet. Der Doppelhaushalt ist bereits genehmigt; ein Risiko, diese Genehmigung durch die Maßnahme zu gefährden, bestand nicht. Gleichzeitig ermöglicht die Genehmigung wieder Kreditaufnahmen, sodass Fördermittel von bis zu 70 % für wichtige Schulprojekte genutzt werden können – diese sind bereits vom Land zugesagt – etwa für die Albert-Schweitzer-GS im Pfaffengrund und die Mönchhof-GS in Neuenheim zum Ausbau von Mensa und Ganztag. Für uns als SPD gilt: Spielräume müssen bei den Menschen ankommen. Familien zu entlasten ist sozial geboten und zugleich eine Investition in die Zukunft unserer Stadtgesellschaft. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Andrea Dittmar Weitsicht In der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Donnerstag galt es, eine Entscheidung hinsichtlich der Betreuungsentgelte für das kommende Schuljahr zu fällen. Wir haben der tarifbedingten Erhöhung um 14,33 % schweren Herzens zugestimmt, die Einführung einer 7. Stufe jedoch abgelehnt. Zugleich beauftragten wir die Verwaltung, das Gebührenmodell bis zum Schuljahr 2027/2028 grundlegend zu überarbeiten. Diese Entscheidung ist uns schwergefallen. Wir haben die Rückmeldungen der Eltern sehr ernst genommen und ebenso die Einschätzungen des Fachamts sowie der Kämmerei zu aktuellen und künftigen Entwicklungen einbezogen. Unstrittig war und ist: Wir alle wollen Eltern entlasten. Ebenso richtig ist, dass Erzieherinnen und Erzieher besser vergütet werden. Zugleich trifft die deutliche Tarifsteigerung auf eine angespannte Haushaltslage. Fest stand auch: Wir mussten eine Entscheidung treffen. Eine Ablehnung der Erhöhung hätte den Auflagen des Regierungspräsidiums widersprochen, da sie zu Mindereinnahmen führen würde. Zusätzlich würden diese fehlenden Einnahmen auch als Ballast für den kommenden Haushalt wirken. Für uns amEnde ausschlaggebend: In der Debatte wurde sehr deutlich, dass das System insgesamt reformbedürftig ist. Veränderte Landeszuschüsse eröffnen die Chance zur Neuordnung. Kurzfristige Entlastungen bergen dagegen das Risiko, notwendige strukturelle Änderungen durch fehlende Gelder zu verhindern. Ohne grundlegende Reform jedoch drohen auf Dauer steigende Kosten und wachsende Ungerechtigkeiten. Deshalb haltenwir es für unsere Verantwortung, jetzt die schwierige Entscheidung für die Erhöhung zu treffen, ummittel- und langfristig ein gerechteres und zukunftsfähiges System zu ermöglichen. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Florian Kollmann Weg frei für Bürgerentscheid In der letztenWoche hat der Gemeinderat den Weg für einen Bürgerentscheid zum geplanten Windpark am Lammerskopf freigemacht. Nach einer intensiven und kontroversen Debatte wurde mit genau der erforderlichen Zweidrittelmehrheit von 33 Stimmen beschlossen, diese zentrale Zukunftsfrage in die Hände der Bürger*innen zu legen. Gegen den Beschluss stimmten lediglich CDU, AfD, Teile von HiB/ Volt, die Bunte Linke und IDA. Damit ist klar: Am12. Juli entscheiden die Heidelberger*innen darüber, ob die Stadt grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf als Standort für Windkraftanlagen entwickeln soll. Dass diese strategisch so wichtige Frage nun direkt von der Bürgerschaft beantwortet wird, ist ein starkes Zeichen für unsere lebendige Demokratie – und eine große Chance für eine breite, engagierte Debatte in der ganzen Stadt. Der Lammerskopf gehört zu denwindhöffigsten Standorten im nördlichen Baden-Württemberg. Dieses Potenzial zu nutzen, ist angesichts der Klimakrise und der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern nicht nur sinnvoll, sondern dringend notwendig. Jeder Schritt hin zu einer verlässlichen, regionalen und erneuerbaren Energieversorgung stärkt unsere Unabhängigkeit und sichert unsere Zukunft. Der vor Ort erzeugte Strom kann zudem wichtige Projekte, wie die geplanten Flusswärmepumpen am Neckar, zuverlässig mit Energie aus der Region versorgen. Besonders freut uns, dass die Entwicklung desWindparks durch ein Konsortium aus den Heidelberger Stadtwerken und regionalen Bürgerenergiegenossenschaften erfolgen soll. So kann am Lammerskopf ein echter Bürgerwindpark entstehen: DieWertschöpfung bleibt vor Ort, dieMenschen können sich beteiligen – und die Energiewende wird konkret erlebbar. Gleichzeitig ist klar: Der Schutz von Natur und Artenvielfalt hat für uns höchste Priorität. Eine umfassende FFH-Verträglichkeitsprüfung hat gezeigt, wo besondere Rücksicht erforderlich ist. In der Konsequenz wurde die ursprünglich geplante Fläche für den Windpark ummehr als die Hälfte reduziert. Für uns ist das ein wichtiges Signal: Klimaschutz und Naturschutz sind keine Gegensätze, sondern müssen zusammen gedacht werden. Wir Grüne werden daher zusammen mit den Energiegenossenschaften, anderen Fraktionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen dafür werben, dass sich eine Mehrheit am 12. Juli für die Realisierung des Windparks ausspricht. Wir sind überzeugt: Die Menschen in Heidelberg wollen einen Beitrag zur Energiewende leisten und wir freuen uns auf spannende Gespräche und einen intensiven Debattenprozess auf dem Weg zum Bürgerentscheid am 12. Juli! 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Am 12. Juli entscheiden die Heidelberger*innen darüber, ob die Stadt grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf als Standort für Windkraftanlagen entwickeln soll. (Foto Akdemir/pexels) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft: Mittwoch, 22. April, 18 Uhr Stadtentwicklungs- und Bauausschuss: Dienstag, 5. Mai, 17 Uhr Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität: Mittwoch, 6. Mai, 17 Uhr Ausschuss für Bildung und Kultur: Donenrstag, 7. Mai, 17 Uhr Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Bezirksbeirat Kirchheim: Dienstag, 28. April, 18 Uhr, Bürgerzentrum, Hegenichstraße 2 Bezirksbeirat Altstadt: Mittwoch, 29. April, 18 Uhr, Rathaus, Marktplatz 10 Bezirksbeirat Neuenheim: Dienstag, 5. Mai, 18 Uhr, Bürgerzentrum Neuenheim, Lutherstraße 18 Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de
IDA Dr. Gunter Frank OB Würzner stellt die Windanlage Lammerskopf zu optimistisch dar Berechtigte Kritik (fehlende Netzkapazitäten, negative Strompreise, Naturschutz, Rückbaukosten) wird ignoriert. Wie bei Corona: Investoren verdienen – den Schaden tragen die Bürger. info@ida-hd.de Die PARTEI Björn Leuzinger Daydrinking ... ... ist die Antwort auf unsere aktuellen Herausforderungen. Sperrzeit um 1? Daydrinking! Siewollen keinen Bürgerentscheid zuWindrädern oder Windmühlen? Daydrinking mit Windbeu- teln! Überteuerte Scheißhauscontainer mit 300.000 € Mehrkosten? Daydrinking! Sie finden Kacke eine beschissene Wortwahl? Daydrinking! Es ist nunmal so, dass sich Politik nüchtern nur selten ertragen lässt. Nunmüssen die Altstadtwirte die Sperrzeiten vollständig nutzen und bereits um 6 Uhr morgens öffnen. Daydrinking! info@die-partei-heidelberg.de AfD Albert Maul Krampf gegen Rechts In der gemeinsamen Sitzung des Beirats für Menschenmit Behinderungen und dem Gemeinderat stellte ich die Frage, warumdieser Beirat – der doch die Interessen aller Betroffenen vertretenwill – beimHeidelberger „Bündnis gegen Rechts“ mitwirkt. Zur NichtAntwort wurden absurd ahistorische Vergleiche bemüht – besonders arrogant von einem grünen Stadtrat vorgetragen, der auch sonst im Gemeinderat gern mit infantilen Pöbeleien auffällt. Doch solch durchschaubare Ablenkungsmanöver ziehen immer weniger, wie die Umfragewerte für die AfD deutlich zeigen. Und die Demonstranten, die 2024 gegen uns auf die Straße gingen, sollten sich eingestehen, von „Correctiv“ getäuscht und aufgewiegelt worden zu sein (siehe Urteil LG Berlin). geschaeftsstelle@afd-fraktion- heidelberg.de Fraktionsgemeinschaft FDP/FWV Frank Beisel (FWV) Barrierefrei Am 16. April tagte der Beirat vonMenschen mit Behinderungen (bmb) zusammenmit den Gemeinderäten. Hier stellte sich der neugewählte Vorstand vor und es wurde über wichtige Probleme im Alltag und im Leben von Menschen mit Behinderung gesprochen. Unter anderemwurde uns mitgeteilt, dass es zu wenige Wohnungen für Menschen mit Behinderung gibt. Die meisten Wohnungen gibt es in Seniorenheimen, aber möchte dort ein junger Mensch leben? Auch die Problematik im öffentlichen Nahverkehr wurde erläutert, z.B. gibt es in jedem Bus nur einen Platz für einen Rollstuhlfahrer! Die Betroffenen müssen damit längere Fahrtwege und vor allem Zeit in Kauf nehmen, um an ihr Ziel zu kommen. Für Problemlösungen muss der Gemeinderat mit dem bmb noch enger zusammenarbeiten. info@fdpfwv.de Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Bunte Linke Hildegard Stolz (Bunte Linke) Windkraft - JA, natürlich! Zerstückelung des Waldes - NEIN! Der Gemeinderat hat mit knappestem Quorum den Bürgerentscheid zum Lammerskopf als Windkraftstandort beschlossen. Ein „JA“ wird aber nicht heißen: Es kommen Windräder hin, sondern nur: Es wird weiter geplant und geprüft. Ich habe gegen diesen Bürgerentscheid gestimmt. Nicht, weil ich gegen Windkraft bin oder – noch absurder – gegen direkte Demokratie. Die Bunte Linke war sehr aktiv bei allen bisherigen Bürgerentscheiden. Hier wird es aber sehr schwer, mit gegen den Standort sprechenden Argumenten die Bürger*innen zu erreichen. Es gibt keine fest eingebundenen Vertrauenspersonen, sondern ein vom Land bezahltes Unternehmen soll eine „neutrale“ Kampagne machen. Aktive werden gebraucht! buntelinke@gmx.de Die Heidelberger Larissa Winter-Horn Endlich wieder gute Nachrichten aus dem Rathaus! In der letzten Woche hat der Oberbürgermeister den Gemeinderat endlich einmal wieder mit positiven Nachrichten überrascht: Dass das ehemalige Kaufhof-Gebäude am Bismarckplatz nun doch von einem vertrauenswürdigen Investor gekauft wurde, dem Immobilienunternehmen des Heidelberger Unternehmers Daniel Hopp, ist eine tolle Nachricht für die ganze Stadt. Damit können wir optimistisch auf die Entwicklung dieses zentralen Gebäudes in Heidelberg schauen. Wir freuen uns auf eine Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie und einer attraktiven öffentlichen Nutzung. So kann das Gebäude eine Strahlkraft für die gesamte Innenstadt entwickeln, die wir gut gebrauchen können! Absolut erfreulich ist auch, dass unser Nachtragshaushalt 2026 nun vom Regierungspräsidium genehmigt wurde. Das bedeutet ein Aufatmen für Verwaltung und Gemeinderat. Die Stadt erhält wieder die Möglichkeit, ordentliche Kredite aufzunehmen und ist nicht weiter auf Kassenkredite für laufende Ausgaben angewiesen. Deutlich formuliert ist aber auch die Auflage, bis 2029 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Das bedeutet, dass wir unseren Haushalt in den nächsten Jahren weiterhin konsolidieren müssen. info@dieheidelberger.de Fraktionsgemeinschaft HiB/Volt Waseem Butt Bürgerbeteiligung ja, aber ohne Tricks der Verwaltung! Letzte Woche diskutierte der Gemeinderat kontrovers über Windkraftanlagen im Heidelberger Wald und ob der Oberbürgermeister selbst einen Bürgerentscheid einleitet. Windkraftanlagen imWaldgebiet gehören zu den wenigen Fällen, bei der Klimaschutz und Naturschutz sich widersprechen. Der Naturschutz sagt, der unberührte Lebensraum der Pflanzen- und Tierwelt werde durch Windkraftanlagen wegen Rodung, Versiegelung, Straßenbau, Lärm, Luftverwirbelung usw. zerstört. Der Klimaschutz möchte hingegen klimaneutralen Strom erzeugen. Das wurde auch bei Heidelberg in Bewegung (HiB) vor der Gemeinderatswahl intensiv besprochen. Ergebnis: HiBwäre gegenWindkraftanlagen im Wald. HiB-intern wurde diese Haltung vor Kurzem bestätigt, weil wir NACH der Wahl uns an die Absprachen mit unserer Wählerschaft VOR der Wahl halten sollten. Hinzu kommt, dass HiB für echte Bürgerbeteiligung ist, die nicht wie hier von der Stadtverwaltung gesteuert ist. Die Stadtverwaltung sollte sich keine trickreichen Vorteile gegenüber Bürgerinitiativen verschaffen, indem sie Bürgerentscheide gestaltet. Dafür habe ich mich in der HiB/Volt-Fraktion eingesetzt. Aber überraschend haben einige anders abgestimmt. info@hib-volt.de 3 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT 22. April 2026 In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen die Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte. GEMEINDERAT ONLINE www.gemeinderat.heidelberg.de
22. April 2026 AKTUELLES 4 Von Gymnastik bis Rollatortraining Mobilitätstage für ältere Menschen vom 4. bis 11. Mai Um Fitness und Sicherheit im Alter geht es bei den Heidelberger Mobilitätstagen für Seniorinnen und Senioren vom 4. bis 11. Mai. Denn regelmäßige Bewegung im Alter bereitet Freude, fördert die körperliche und geistige Gesundheit und vermindert das Verletzungsrisiko. „Niemand muss sportliche Höchstleistungen erbringen. Bereits leichte Tätigkeiten wie Spaziergänge oder Treppensteigen können einen positiven Effekt zeigen“, erklärt Koordinatorin Katharina Knappe vomAmt für Soziales und Senioren. Zum leichten Einstieg bietet das Seniorenzentrum Weststadt/Südstadt in der Dantestraße 7 in der Zeit vom 4. bis 11. Mai reguläre Kurse wie „Tai-Chi im Sitzen“ oder die Gymnastikgruppe „Fit wie ein Turnschuh“ an, um Interessierten aus allen Stadtteilen die Möglichkeit zu geben, verschiedene Bewegungsangebote auszuprobieren. Zusätzlich gibt es Angebote, die vor allem der Sicherheit unterwegs dienen: › Montag, 4. Mai, 9.30 Uhr, Seniorenzentrum Weststadt/Südstadt: Kurs „Sturzprophylaxe“, erster von insgesamt 10 Terminen › Mittwoch, 6. Mai, 14.30 Uhr, Seniorenzentrum Weststadt/Südstadt: Rollatortraining in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht RheinNeckar › Donnerstag, 7. Mai, 13.30 Uhr, Verkehrsübungsplatz Kirchheim: Fahrradtraining (mit Helm) und Vortrag „Sicher unterwegs – Autofahren auf dem neuesten Stand“ in Zusammenarbeit mit der Jugendverkehrsschule Rhein-Neckar › Montag, 11. Mai, 14.30 Uhr, Seniorenzentrum Weststadt/Südstadt: Mobilitätstraining mit Linienbus in Zusammenarbeit mit der rnv Anmeldung telefonisch unter 06221 58-38360 oder per E-Mail an szwests tadt@heidelberg.de. eu Alle Angebote unter www.seniorenzentren-hd.de Fit wie ein Turnschuh: Gymnastik ist Teil des Angebots der Heidelberger Mobilitätswochen für Ältere ab 4. Mai. (Foto Dorn) Rheinstraße wird ausgebaut Mehr Barrierefreiheit und Sicherheit Der Gemeinderat hat dem Ausbau der Rheinstraße sowie der John-Zenger-Straße einstimmig zugestimmt. In der Rheinstraße ist abschnittsweise ein 2,5 Meter breiter Mittelstreifen vorgesehen, der teilweise begrünt wird. Die Kreuzung Römerstraße/Rheinstraße wird vollständig barrierefrei ausgebaut. Zusätzlich wird eine neue Ampel installiert, die insbesondere für Radfahrende eine sichere Querung ermöglicht. Die Bushaltestelle „Rheinstraße“ wird in beide Fahrtrichtungen barrierefrei ausgebaut. An der Kreuzung Rheinstraße/Roeblingstraße und Rheinstraße/Elsa-BrandströmStraße werden durch Zebrastreifen und Blindenleitsysteme sichere Querungsmöglichkeiten geschaffen. In der John-Zenger-Straße wird die Fahrbahn ausgebaut, der westliche Gehweg erneuert sowie ein separater Radweg angelegt. Zudem werden öffentlicher Parkraum und fünf neue Baumquartiere geschaffen. Das Gesamtvolumen beträgt rund 6 Millionen Euro, wobei die Finanzierung über das Treuhandvermögen Konversion erfolgt. Ein Teil der Kosten kann durch Fördermittel gedeckt werden. Pläne für Kaufhof-Gebäude Unternehmer will mit Unterstützung der Stadt Mischnutzung entwickeln D as ehemalige Galeria-KaufhofGebäude am Bismarckplatz mit rund 12.500 Quadratmetern Nutzfläche und sechs Etagen hat einen neuen Eigentümer. Die Actris GmbH des Heidelberger Unternehmers Daniel Hopp hat das Haus erworben. Oberbürgermeister Eckart Würzner hatte sich an Hopp gewandt, nachdem die zuletzt geplante Entwicklung nicht wie vorgesehen umgesetzt werden konnte – mit dem Ziel, die Entwicklung dieser für Heidelberg zentralen Immobilie auf eine verlässliche Grundlage zu stellen. Öffentliche Nutzungen möglich „Der Bismarckplatz gehört zum Kern unserer Stadt – und dieses Gebäude gehört wieder in die Mitte des Stadtlebens. Ich habe den Kontakt zu Daniel Hopp gesucht, weil wir hier einen Partner brauchen, der professionell arbeitet, bei uns verwurzelt ist und langfristig denkt. Dass dieses wichtige Projekt nun ein neues Fundament hat, freut mich sehr“, erläutert Oberbürgermeister Eckart Würzner. „Dieses Gebäude hat Substanz – baulich und als Teil dieser dynamischen Stadt. Wir werden es mit Sorgfalt entwickeln und unterschiedliche Ideen und Konzepte prüfen. In meiner Heimatstadt ein Gebäude an so zentraler Stelle entwickeln und in Abstimmung mit der Stadt gestalten zu dürfen, ist mir eine Herzensangelegenheit“, erläutert Daniel Hopp. Es gibt erste Ideen für eine zeitgemäße Nutzung – darunter Einzelhandel, Gastronomie und öffentlich zugängliche Flächen. Hopps Immobilienunternehmen Actris wird in den kommenden Wochen erste Konzeptgespräche aufnehmen. Welche öffentliche Nutzungen zu dem Gebäude passen könnten, wird in Gesprächen mit der Stadt erörtert. Die Stadt wird die Nutzungsszenarien mit dem Gemeinderat abstimmen. tir/red Oberbürgermeister Eckart Würzner (rechts) mit Unternehmer Daniel Hopp vor dem ehemaligen Kaufhof-Gebäude am Bismarckplatz (Foto Stadt Heidelberg)
5 AKTUELLES 22. April 2026 Saisonstart für „Sport im Park“ 38 kostenfreie Kurse für jedes Alter in allen Stadtteilen D ie wöchentlichen „Sport im Park“-Kurse starten ab Montag, 4. Mai, und bieten ein abwechslungsreiches Sportangebot in den Stadtteilen an. Kostenfrei und unter freiem Himmel. „In der neuen Saison von Sport im Park bieten wir gemeinsam mit 17 Vereinen und dem Sportkreis Heidelberg insgesamt 38 Kurse an – von Fitness- und Ausdauertraining über Gymnastik, Rückentraining, Nordic Walking und Boule bis hin zu Kampfkunst und Tanzen. Die Kurse finden auf Grün- und Parkflächen in allen 15 Heidelberger Stadtteilen statt, von montags bis sonntags, unabhängig vom Fitnesslevel. So ist für Sportbegeisterte jeden Alters etwas dabei“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner. Er stellte das Programm von „Sport im Park“ 2026 gemeinsam mit MarkusWellenreuther vomAmt für Sport und Gesundheitsförderung und teilnehmenden Übungsleiterinnen auf dem Montpellierplatz vor. Der Platz an der Ostseite der Stadthalle wurde im Zuge der Sanierung neu gestaltet und ist in diesem Jahr erstmals als Veranstaltungsort dabei. Auch sieben neue Kurse gehören zum Programm–unter anderem„Battlebody Bootcamp“ in der Bahnstadt, „Fitness- boxen“ in der Südstadt und „Zumba“ in Ziegelhausen. Angeleitet werden die Kurse durch geschulte Übungsleiterinnen und -leiter von Heidelberger Sportvereinen. Die Kurse sind für untrainierte Personen ebenso geeignet wie für trainierte Sportlerinnen und Sportler. Den Auftakt macht am Freitag, 1. Mai, ein Yogaabend bei Vollmond und Fackelschein am Werderplatz in Neuenheim. Los geht es um 20 Uhr. Das Programm und ein Newsletter sind online verfügbar unter www.heidelberg.de/sportimpark. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei, ein Einstieg jederzeit möglich. Saisonende ist am 26. September. chb Kursangebot unter www.heidelberg.de/ sportimpark Von rechts: OB Würzner, Friederike Ziganek (aktivijA e.V.), Maren Greive (Deutscher Alpenverein) und Markus Wellenreuther (Amt für Sport und Gesundheitsförderung) (Foto Rothe) Neue Öffnungs- zeiten in Kitas Zwei Modelle für mehr Verlässlichkeit Das Betreuungsangebot der 24 städtischen Kindertageseinrichtungen wird zu Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. September stärker an die tatsächliche Nutzung angepasst. Künftig gibt es dann Einrichtungen mit acht und Einrichtungen mit zehn Stunden Öffnungszeit. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Durch die beiden Öffnungszeitenmodelle sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien besser berücksichtigt, verlässliche Betreuungszeiten gewährleistet sowie Einschränkungen über die festgelegte Öffnungszeit hinaus vermieden werden. In elf der 24 städtischen Kitas gibt es künftig eine achtstündige Betreuung. Sechs Kitas weiten ihre aktuell achtstündige Betreuungszeit auf zehn Stunden aus. Für Eltern, die für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf längere Betreuungszeiten als acht Stunden angewiesen sind, gibt es in jedem Stadtteil mindestens eine städtische Einrichtung mit einer Betreuungszeit von zehn Stunden. Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/ kinderbetreuung Frauengesundheit im Fokus Ganzjährige Veranstaltungsreihe startet am 6. Mai Das Themenjahr „Frauengesundheit im Fokus“ lädt zu spannenden Vorträgen und praxisnahen Angeboten ein. Los geht es am 6. Mai. Die ersten Termine sind: › „Mitten im Leben: Die Wechseljahre verstehen“: Online-Vortrag am Mittwoch, 6. Mai, von 18 bis 19.30 Uhr › „Zykluswissen – Mädchen und Frauen stark begleiten“: Webinar am Dienstag, 12. Mai, von 20 bis 21 Uhr › „Endometriose und Kinderwunsch“: Hybridveranstaltung am Mittwoch, 13. Mai, von 19 bis 20 Uhr, VHS, Bergheimer Straße 76 Diese Veranstaltungsreihe ist gemeinsam vom Amt für Sport und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg, der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises, der AOK Rhein-Neckar-Odenwald und des Heidelberger Selbsthilfebüros initiiert worden. eu Programm und Infos unter www.heidelberg.de/ frauengesundheit Das Themenjahr „Frauengesundheit im Fokus“ lädt mit spannenden Vorträgen und praxisnahen Angeboten zum offenen Dialog ein. (Foto Stadt Heidelberg) Tigermücken schlüpfen wieder Jetzt Bekämpfungs- mittel abholen Mit steigenden Temperaturen schlüpfen nach und nach Tigermückenlarven. Deshalb müssen jetzt Maßnahmen ergriffen werden, damit sich die Art nicht massenhaft vermehren kann. Überall wo Wasser über sieben Tage stehen bleibt, können Tigermücken brüten. Haushalte können kostenfrei eine Packung des BekämpfungsmittelsBti bei der Firma ICYBAC, Hebelstraße 9, abholen. ICYBAC bietet mittwochs von 9 bis 13 Uhr und freitags von 14 bis 18 Uhr Beratung an. Auch das Ordnungsamt, Bergheimer Straße 69, gibt die Tabletten aus. Infos zu weiteren Bekämpfungs- maßnamen unter www.heidelberg.de/ tigermuecke
AKTUELLES 6 22. April 2026 BEKANNTMACHUNGEN ONLINE › Verordnung der Stadt Heidelberg über die Verlängerung der Sperrzeit in der Altstadt › Öffentliche Bekanntmachung der Meldepflicht für Bienenvölker ab 01.05.2026 bei der Tierseuchenkasse BW › Förderaufruf Förderung ESF PLUS 2027 Heidelberg › B ekanntmachung Jahresabschluss 2024 der Stadt Heidelberg Alle Bekanntmachungen im Volltext unter www.heidelberg.de/ bekanntmachungen Comedy und Spielenachmittag am 26. April Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Okan Seese, der einzige taube Comedian Deutschlands, kommt am Sonntag, 26. April, zu diesem Anlass in den Karlstorbahnhof und zeigt sein Programm „Tomaten auf den Ohren“ (in Gebärdensprache mit Übersetzung). Im Vorprogramm tritt der hessische Comedian Luis Adam auf und präsentiert einen Auszug aus seiner Mundart-Show. Einlass ab 18 Uhr. Vor dem Hauptprogramm findet ein kostenloser, inklusiver Spielenachmittag ab 16.30 Uhr statt. Präsentiert wird die Veranstaltung vom Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb) gemeinsammit dem Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung. red Karten für das Comedy- Programm unter www.karlstorbahnhof.de Okan Seese erzählt aus seinem Leben als tauber, schwuler Mann. (Foto Ferry) Impressum Herausgeberin: Stadt Heidelberg Amt für Öffentlichkeitsarbeit Marktplatz 10 69117 Heidelberg 06221 58-12000 s tadtblatt@heidelberg.de Amtsleitung: Timm Herre (tir) Redaktion: Hannah Lena Puschnig (hlp), Sascha Balduf (sba), Christian Beister (chb), Christina Euler (eu), Claudia Kehrl (ck), Julian Klose (jkl), Florian Römer (fr), Laura Schleicher (ls), Laura Stahmer (lst), Carina Troll (cat) Druck und Vertrieb: RheinNeckar-Zeitung GmbH Vertrieb-Hotline: 0800 06221-20 www.heidelberg.de Freiräume in Bergheim vernetzen Flächen nahe der Ernst-Walz-Brücke Der Gemeinderat hat der Vorentwurfsplanung für die Freiraumprojekte „westliches Kleeblatt und Flusswärmepumpe am Alfons-BeilPlatz“ mehrheitlich zugestimmt und damit den Grundstein für die künftige Gestaltung zentraler Freiräume in Bergheim gelegt. Für den Bau einer Flusswärmepumpe an der Ernst-Walz-Brücke werden vorübergehend größere Flächen im Bereich des „westlichen Kleeblatts“ als Bau- und Baustelleneinrichtungsflächen benötigt. Ziel ist es, diese Flächen im Anschluss – derzeit vorgesehen ab dem Jahr 2030 – nicht nur wiederherzustellen, sondern besser nutzbar zu machen. Vorgesehen ist, die bislang getrennten Freiräume besser zu verbinden und zugänglicher zu machen. Die Flusswärmepumpe wird in eine Grünfläche integriert, wobei der Baumbestand weitgehend erhalten bleibt. Neue Wege, Aufenthaltsbereiche mit Blickbeziehungen zur Kirche St. Albert und zum Neckar und Fahrradabstellmöglichkeiten werden angelegt und weitere Pflanzungen vorgenommen. Die Planungen für den Alfons-Beil-Platz werden zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen. Computerspielschule eröffnet Medienkompetenz für Eltern und Kinder Mit der Eröffnung der neuen Computerspielschule am Donnerstag, 9. April, ist ein offener Lern- und Erlebnisraum in Heidelberg entstanden, der Kindern, Jugendlichen, Eltern sowie pädagogischen Fachkräften einen verantwortungsvollen, kreativen und reflektierten Umgang mit digitalen Spielen vermittelt. Dafür stehen digitale Spiele, Konsolen, VRBrillen und Peripheriegeräte bereit. E-Sport-Veranstaltungen, Workshops und Community-Events eröffnen den Teilnehmenden neue Perspektiven. Bürgermeisterin Martina Pfister, Dezernentin für Kultur, Bürgerservice und Kreativwirtschaft, sagt: „Gaming erfreut sich großer Beliebtheit. Trotzdem kann es in Familien zu Fragen oder Sorgen rund um das Thema kommen. Wiederkehrende Diskussionen um altersgerechte Spielinhalte und angemessene Spielzeiten sind dabei nichts Neues. Die neue Computerspielschule Heidelberg bietet qualifizierte Antworten und sinnvolle Ansätze für gemeinsame Lösungen, von denen am Ende alle profitieren.“ Weitere Informationen unter www.stadtbuecherei. heidelberg.de und mzhd.de Neue Beete und Bäume im Ziegelhäuser Zentrum Umgestaltung der Kleingemünder Straße abgeschlossen Seit Jahresbeginn hat die Stadt den Straßenraum in der Kleingemünder Straße neu gestaltet: Es wurden zwölf Pflanzbeete angelegt, vier Bäume gepflanzt sowie ein Baum ersetzt und elf Fahrradbügel eingebaut. Durch die neuen Elemente verschwenkt der Fahrbereich abschnittsweise, was zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beiträgt und den verkehrsberuhigten Charakter der Kleingemünder Straße stärkt. Am Knoten zur Peterstaler Straße wurde zudem ein Ladebereich eingerichtet. Die Geschäfte können nun wieder ohne Einschränkungen erreicht werden. Behindertenparkplatz Ein Behindertenparkplatz wurde auf dem Gscheidle-Parkplatz in zentraler Lage eingerichtet, um Geschäfte, Bankfiliale, Apotheke und das Bürgeramt gut erreichen zu können. Der bisherige Standort konnte aufgrund von sicherheitsrelevanten Sichteinschränkungen nicht beibehalten werden. Umgesetzt wurden die Maßnahmen in der Kleingemünder Straße auf Grundlage einer Beschlussfassung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität (AKUM). Sie sind Teil des europäischen Mobilitätsprojekts REALLOCATE und des städtischen Programms OASIS. fr
7 STADTWERKE HEIDELBERG 22. April 2026 AKTUELLES Schlossbergtunnel kurzzeitig gesperrt Der Schlossbergtunnel wird am Montag, 27. April, in der Zeit von 20.30 bis voraussichtlich 23 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Grund hierfür ist eine Übung der Feuerwehr, bei der vor Ort Elemente des neuen Tunnelbrandkonzepts erprobt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine für Oktober geplante Großübung ein, bei der das Tunnelbrandkonzept getestet wird. (Grafik Stadt Heidelberg) Sonderzuschuss für Volkshochschule Drohende Insolvenz abwenden Die Stadt gewährt der Volkshochschule Heidelberg (VHS) für das laufende Jahr 2026 einen Sonderzuschuss in Höhe von 96.000 Euro. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Damit soll der Fehlbetrag des Jahres 2024 ausgeglichen und eine drohende Insolvenz der Einrichtung abgewendet werden. Trotz bereits umgesetzter Konsolidierungsmaßnahmen, wie die Kündigung der Unterrichtsräume in der Maaßstraße, könnten auch in den kommenden Jahren Sonderzuschüsse der Stadt notwendig sein. Die VHS hatte in der Vergangenheit Maßnahmen aus einer externen Organisationsanalyse umgesetzt. Diese sollen weitergeführt und aktualisiert werden. Kinderbeauftragte im Emmertsgrund Neuer Stellvertreter bestellt Der Emmertsgrund hat einen neuen stellvertretenden Kinderbeauftragten: Der Gemeinderat hat beschlossen, Ahmed Abdalla für das Amt zu bestellen. Er ist künftig Vertreter von Margarita Sirotkin. Die Kinderbeauftragten vertreten die Interessen der jüngsten Heidelbergerinnen und Heidelberger. In jedem Heidelberger Stadtteil gibt es zwei ehrenamtliche Kinderbeauftragte. Sie sind Bindeglied zwischen dem Stadtteil und der Verwaltung. Als beratende Mitglieder sind sie in verschiedenen gemeinderätlichen Ausschüssen und im Jugendgemeinderat vertreten. Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/ kinderbeauftragte Neues Stadtquartier TIEGEL Bergheim Wechselwarmes Netz sorgt für Energie In Bergheim entsteht ein neues Quartier, über das zuletzt bereits im Stadtblatt berichtet wurde. Ein zentraler Bestandteil des nachhaltigen Konzepts ist ein innovatives Energiekonzept für die Wärme- und Kälteversorgung. Dafür bauen die Stadtwerke Heidelberg ein sogenanntes wechselwarmes Netz auf. Es versorgt die Gebäude nicht nur mit Wärme und Warmwasser, sondern kühlt sie bei Bedarf auch. Im Sommer etwa nimmt das Netz Wärme aus denWohnungen auf und kühlt sie somit. Die Abwärme steht zur Warmwasserbereitung zur Verfügung. ImWinter kannWärme etwa aus Serverräumen abgeführt werden – und steht wiederum für die Beheizung von Räumen oder für die Warmwasserbereitung zur Verfügung. In der Übergangszeit pendelt das Netz zwischen der Deckung des Wärme- und Kältebedarfs hin und her. 90 Prozent erneuerbare Energien Das wechselwarme Netz sorgt somit für eine besonders effiziente Energieverwendung, da die Abwärme und -kälte wieder genutzt werden, und nutzt dabei lokal verfügbare Wärmequellen wie oberflächennahe Geothermie, Umgebungswärme sowie Niedertemperatur-Wärme aus dem bestehenden Biomethan-Blockheizkraftwerk. Eine Energiezentrale steuert die Übergabestationen in den Gebäuden, die aus Wärmepumpen, Wärmetauscher und Speicher bestehen. Der Wärme- und Kältebedarf im Quartier wird zu mindestens 90 Prozent über erneuerbare Energien gedeckt. Die innovative Wärme- und Kälteversorgung aus einemNetz sorgt das ganze Jahr über für ein ideales Klima in den Wohnungen – und für Unabhängigkeit von den globalen Energiemärkten und damit für langfristig verlässliche Wärme- und Kältepreise. Die Abbrucharbeiten fürs TIEGEL laufen bereits. Der Bau der ersten Gebäude soll im 2. Halbjahr 2026 beginnen. Die Fertigstellung des gesamten Quartiers ist für 2030 geplant. So soll das neue Stadtquartier TIEGEL Bergheim aussehen. Die Stadtwerke Heidelberg versorgen das neue Quartier künftig über ein klimaschonendes wechselwarmes Netz mit Wärme und Kälte. Stadtwerke Heidelberg Unternehmenskommunikation Alte Eppelheimer Straße 26 69115 Heidelberg 06221 513-0 unternehmens kommunikation@swhd.de Redaktion: Ellen Frings, Michael Treffeisen Foto: Epple GmbH Alle Angaben ohne Gewähr Impressum
„Der Zustand einer angeschlagenen Welt“ Clemens-BrentanoPreis für Essayistin Clara Heinrich Der mit 10.000 Euro dotierte Clemens-BrentanoPreis für Literatur der Stadt Heidelberg geht 2026 an die Schriftstellerin Clara Heinrich. Sie erhält den Preis für ihren Essayband „Pusztagold“ (AKI Verlag, 2025). In der Jury-Begründung heißt es: „Heinrich erschafft einen Text, der mittels Tagebuchaufzeichnungen, Lektürenotizen und persönlichen Reflektionen den Zustand einer angeschlagenen Welt formuliert, zu deren elementaren Bedürfnissen Literatur ebenso zwingend gehört wie Empathie und Fürsorge.“ Clara Heinrich, geboren 1993, studierte Sprachkunst und Politikwissenschaft in Wien, Berlin und Aix-en-Provence. „Pusztagold“ ist ihr literarisches Debüt. Deutschlandweit einzigartig Der Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg wird jährlich im Wechsel in den Sparten Lyrik, Erzählung, Essay und Roman an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben. Deutschlandweit einzigartig ist, dass die Preisjury sowohl mit Literaturkritikerinnen und -kritikern als auch mit Studierenden besetzt ist. sba 22. April 2026 KULTUR UND FREIZEIT 8 43. Stückemarkt startet Theaterfestival vom 24. April bis 3. Mai Der 43. Heidelberger Stückemarkt präsentiert von Freitag, 24. April bis Sonntag, 3. Mai, herausragende Stücke, Autorinnen und Autoren und Inszenierungen aus dem gesamten deutschsprachigen Theaterraum. Gastland ist Kanada. Stück als Hörspielfassung Karten für „Asiawochen“, mit dem das Festival eröffnet, sind bereits ausverkauft. Am Sonntag, 26. April, wird das Gewinnerstück des vorigen Jahres aber um 18.20 Uhr als Radio-Hörspiel auf SWR Kultur ausgestrahlt. Das Stück von Yannic Han Biao Federer erzählt von Lehramtsstudentin Vanessa, die das Trauma hinter dem Schweigen ihres Vaters aufdecken will – und an den blinden Flecken des Bildungssystems beim Thema Kolonialgeschichte verzweifelt. Neue Stücke erleben Aus rund 100 Einsendungen hat das Stückemarkt-Team sechs neue Stücke aus dem deutschsprachigen Raum für den „Autor*innenwettbewerb 2026“ nominiert. Die szenischen Lesungen am Samstag, 25. und Sonntag, 26. April, sind im Livestream unter www.heidelbergerstueckemarkt.de zu erleben. Karten gibt es unter anderem noch für „Teutonistan“, am Mittwoch, 29. April, um 18.30 im Zwinger 3, „Leichter Gesang“ am Mittwoch, 29. April, um20.30 Uhr, imMarguerre-Saal und „Ein Glücksding“, am Donnerstag, 30. April, um 11 Uhr in der HebelHalle. Viele Veranstaltungen im Rahmenprogramm können kostenlos besucht werden. Einen neuen Roman aus Quebec stellt Hendrik Richter in der Lesezeit amDonnerstag, 23. April, um 16.30 in der Stadtbücherei vor. Einen Crashcurs zumThema antiasiatischer Rassismus gibt es am Mittwoch, 29. April, um 16 Uhr auf dem Theaterplatz. Am Dienstag, 28. April, präsentieren hier Heidelberger Talente ihre Musik und am Freitag, 1. Mai, kann beimPowerrave von 18 bis 20 Uhr getanzt werden. red www.heidelberger- stueckemarkt.de Das Gewinnerstück des „Autor*innenpreises 2025“ wird dieses Jahr nicht nur auf der Bühne zu erleben sein – sondern auch als Hörspielfassung im Radio. (Foto Reichardt) Clara Heinrich (Foto KahnAckermann) „Dyke*March“ am 25. April Lesbische Lebensweisen sichtbarer machen Der Tag der lesbischen Sichtbarkeit am 26. April rückt die Vielfalt lesbischer Lebensweisen in den Fokus und stärkt deren Sichtbarkeit in der Gesellschaft. Am Rathaus werden an diesem Tag Flaggen der queeren Community gehisst. Am Samstag, 25. April, zieht der „Dyke*March“ durch die Innenstadt. Er soll Sichtbarkeit von frauenliebenden FLINTA* – also Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Menschen – stärken. Los geht es um 15 Uhr an der Stadtbücherei. Der „Dyke*March“ ist teil des Open Dykes Festivals, welches durch das Amt für Chancengleichheit im Rahmen der Rainbow City Heidelberg gefördert wird. www.open-dykes.de Schwimmen lernen in den Pfingstferien Von Dienstag, 26. Mai, bis Mittwoch, 3. Juni, finden täglich kostenlose Schwimmkurse für Kinder ab 8 Jahren im Hallenbad Hasenleiser (Baden-Badener-Straße 14) statt. Die Kurse starten um 9, 10, 11 und 12 Uhr und dauern 45 Minuten. Anmeldung unter www.sportkreis- heidelberg.de Netzwerk Demenz zeigt Dokumentarfilm Das Netzwerk Demenz Heidelberg zeigt in Kooperation mit dem Gloria-Kino Heidelberg am Sonntag, 26. April, um 11 Uhr den Dokumentarfilm „human forever“ über den menschlichen Umgang mit Demenz weltweit. Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch. Anmeldung unter www.gloria-kamera- kinos.de Halbmarathon am 26. April Rund 3.500 Läuferinnen und Läufer werden am Sonntag, 26. April, beim ATOS Halbmarathon erwartet. Um 9.15 Uhr fällt in der Altstadt in der Friedrich-Ebert-Anlage auf Höhe der Peterskirche der Startschuss. Die Strecke führt nach dem Start in der Friedrich-Ebert-Anlage durch die Hauptstraße, über die Alte Brücke, durch Neuenheim, über den Philosophenweg nach Ziegelhausen und Schlierbach. Am Schloss vorbei geht es zum Ziel auf dem Universitätsplatz. Aufgrund des Halbmarathons kommt es zu zahlreichen Straßensperrungen. Veranstalter und Stadt bitten um Verständnis. Streckenverlauf unter atoshalbmarathon. tsg78-hd.de Kurz gemeldet
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