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AKTUELLES 4 18. März 2026 Der Platz am Lenkrad bleibt frei Neues Projekt aus „Test in Heidelberg“ demonstriert ferngelenktes Fahrzeug Innovative Entwicklungen im Alltag etablieren: Das ist das Ziel der seit April 2025 bestehenden Innovationspartnerschaft zwischen Heidelberg und der estnischen Hauptstadt Tallinn. Eines der Gewinner-Start-ups aus demWettbewerb „Test in Heidelberg“ der Stadt, SparkasseHeidelberg, Stadtwerke Heidelberg und DigitalAgentur Heidelberg hat am Montag, 9. März, sein Projekt mit ferngelenkten Fahrzeugen präsentiert. Bei einer Demonstration zeigten Tuuli Tolmats-Aia und Enn Laansoo vom estnischen Start-up Elmo Teledriving sowie Paul Muck von der Muck Automotive GmbH aus Heidelberg im Gebäude der Digital-Agentur auf dem Heidelberg Innovation Park (hip), wie von dort das Fahrzeug mehrere Hundert Meter entfernt auf dem Verkehrsübungsplatz der Verkehrswacht Rhein-Neckar gelenkt wurde. „Wir suchen Innovationen, die perspektivisch den Alltag der Bürgerinnen und Bürger verbessern – gerade für die Mobilität der Zukunft ist das Potenzial groß. Dafür ist es wichtig, dass wir Start-ups die Möglichkeiten bieten, ihre innovativen Entwicklungen zu testen, um diese marktreif zu machen“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner, der sowohl am Leitstand als auch im Auto bei einer Testfahrt Platz nahm. Potenziale für Carsharing Die Fahrerin oder der Fahrer steuert aus der Ferne per Lenkrad und Fußpedalen das Fahrzeug. Durch die Nutzung mehrerer Mobilfunknetze und eines Satellitennetzwerks sollen Verbindungsprobleme vermieden werden. Vor allem im Bereich des Carsharings können sich durch Teledriving neue Potenziale eröffnen: Fahrzeuge könnten effizienter genutzt werden, indem sie nach der Nutzung ferngesteuert zur nächsten Kundin oder zum nächsten Kunden fahren. chb Weitere Informationen unter www.innovation.space Oberbürgermeister Eckart Würzner (sitzend) ließ sich zeigen, wie die Fernlenkung funktioniert. Dank Kameras haben Fahrende nahezu eine 360-Grad-Sicht. (Foto Rothe) Infos zur neuen Ziegelhäuser Brücke Die Ziegelhäuser Brücke muss durch einen Neubau ersetzt werden. Die Stadt hatte am Mittwoch, 11. März, in die Bürgerbegegnungsstätte Ziegelhausen/Peterstal eingeladen, um über das Großprojekt zu informieren. Die Nachfrage war groß: Insgesamt rund 120 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sodass der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt war. Infos zum Projekt, FAQs und Präsentation zur Bürgerinformation unter www. heidelberg.de/ziegelhaeuserbruecke. (Foto Stadt Heidelberg) Jetzt Photovoltaikanlagen checken Leistungsverluste vermeiden Mit dem Frühling nehmen auch die Sonnenstunden wieder zu. Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Photovoltaikanlagen ist das ein guter Zeitpunkt, die Anlage prüfen und bei Bedarf reinigen zu lassen. Denn Schmutz, Staub, Moos oder Pollen können die Stromproduktion um bis zu 15 Prozent mindern. Die Stadt rät dazu, Reinigung und technische Prüfung von Photovoltaikanlagen Fachbetrieben zu überlassen. Bei Balkonsolaranlagen können Nutzerinnen und Nutzer kleinere Reinigungsarbeiten in der Regel selbst übernehmen. Dafür eignen sich ein weiches Tuch und ein mildes Reinigungsmittel. www.heidelberg.de/ sonnenstrom Betreuung in Kitas bis zum Schulanfang Künftig keine Schulanfängerwochen Aufgrund sinkender Kinderzahlen und ausreichender Betreuungskapazitäten in den Kindertageseinrichtungen werden in Heidelberg ab September die Schulanfängerwochen entfallen. Die Einstellung des freiwilligen Angebots hat der Jugendhilfeausschuss einstimmig am 12. März beschlossen und damit den Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zumHaushalt bekräftigt. Formal muss der Gemeinderat nun noch in seiner Sitzung am 16. April zustimmen. Eltern haben künftig die Wahl, ihre Kinder bis zur Einschulung in ihrer gewohnten Einrichtung weiterbetreuen zu lassen oder eines der Ferienprogramme für Schulanfänger zu buchen. Eine Betreuungslücke entsteht nicht. Wallstraße wird umgestaltet Für mehr Sicherheit und Klimaschutz Die Stadt gestaltet die Wallstraße in Wieblingen schrittweise um. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den öffentlichen Raum klimaangepasst weiterzuentwickeln. Ein Schwerpunkt der Maßnahme liegt im Bereich der Grundschule Fröbelschule. Die bestehende Verkehrsfläche vor der Schule wird neu geordnet, um den Schulweg sicherer und übersichtlicher zu gestalten. Gleichzeitig werden 28 zusätzliche Fahrradabstellanlagen eingerichtet. Zur Verkehrsberuhigung ist eine Verengung der Fahrgasse vorgesehen – so zum Beispiel im südlichen Einfahrtsbereich der Wallstraße durch einen entsiegelten Bereich mit Grünflächen. Ergänzend richtet die Stadt sogenannte Eltern-Haltestellen rund um die Wallstraße ein. Geplant ist die Leihe von Stadtmobiliar, um neue Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten zu erproben. Ende des Jahres sollen verschiedene Interessengruppen zu der Wirkung der Maßnahmen befragt werden. Die Finanzierung erfolgt zu einem wesentlichen Teil über das EU-Förderprojekt REALLOCATE. Das städtische Programm OASIS finanziert dabei einen neuen Baumstandort.

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