8 4. Februar 2026 AKTUELLES Opfern würdig gedenken NS-Gedenkkonzept: Neue Webseite informiert über Bausteine und Entstehung D ie Erinnerung an das Unrecht der Nationalsozialisten wachhalten und ihrer Opfer würdig gedenken: Mit diesem Ziel erarbeiten Institutionen und Initiativen, Akteurinnen und Akteure der Heidelberger Erinnerungskultur sowie Mitglieder des Gemeinderats derzeit ein Konzept für eine angemessene, stadtweite Gedenkkultur. Die Gruppe tagt unter Federführung des Heidelberger Stadtarchivs. Grundlage für das Konzept soll die umfassende Dokumentation der NS-Gewaltherrschaft und ihrer Verbrechen in Heidelberg sein. In zunächst elf Themenbereiche gegliedert sollen einzelne Aspekte der Heidelberger NS-Geschichte herausgearbeitet und der aktuelle Forschungsstand dokumentiert werden. „Gerade in einer Stadt wie Heidelberg, in der Weltoffenheit und Toleranz nicht nur gefordert, sondern auch aktiv gelebt werden, ist es wichtig, sich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen und die mahnende Erinnerung an die NS-Schreckensherrschaft wachzuhalten. Nur so können wir verhindern, dass sich die Fehler der Vergangenheit wiederholen“, sagt Bürgermeisterin Martina Pfister. Eine Schlüsselstelle für eine physische und historisch authentische Erinnerung an NS-Unrecht ist das ehemalige Gefängnis „Fauler Pelz“. Dort waren zwischen 1933 und 1945 mehrere Tausend Männer und Frauen inhaftiert. Für fast alle NS-Verfolgungsopfergruppen finden sich unter den Inhaftierten Beispiele, und für etliche von ihnen bedeutete der dortige Aufenthalt den Beginn eines langen Verfolgungsweges, der in Konzentrationslagern endete. Hauptsächliche Träger des Projekts sind das Stadtarchiv, der Heidelberger Geschichtsverein, das Historische Seminar der Universität, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), die Initiative Stolpersteine Heidelberg sowie weitere Partner. sba Weitere Informationen unter www.erinnerungskultur. heidelberg.de Unter www.erinnerungskultur.heidelberg.de finden sich Quellen zur NS-Zeit in Heidelberg, wie dieses Foto von der Hauptstraße im Jahr 1935. (Archivfoto Stadtarchiv/Rupp) Verwaltung digitalisieren Stadt Heidelberg und Hochschule Ludwigsburg werden Partner Die Stadt Heidelberg und die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg arbeiten künftig zusammen. In einer Absichtserklärung, die am 28. Januar unterzeichnet wurde, legen die beidenPartner das Ziel ihrer Zusammenarbeit fest: die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben. Während einer Orientierungsphase entwickeln Studierende der Hochschule und Verwaltungsmitarbeitende gemeinsam ein konkretes Projekt, um Herausforderungen zu identifizieren und die digitale Transformation voranzutreiben. Die folgende Projektphase wird wissenschaftlich begleitet, um Erkenntnisse für künftige Kooperationen zu gewinnen. Das langfristige Ziel der Zusammenarbeit sind regelmäßige Forschungsprojekte, von denen die Studierenden ebenso profitieren wie die Mitarbeitenden der Verwaltung. sba OB Würzner und Rektorin Dr. Iris Eliisa Rauskala unterschrieben die Absichtserklärung (Foto Stadt HD) Parkkonzept in der Bahnstadt überarbeitet Verbesserungen nach erster Auswertung Die Stadt verbessert die Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit der Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt basierend auf Ergebnissen der ersten planmäßigen Überprüfung. Das ist neu: › Größere Zonenschilder für bessere Orientierung: Die Beschilderung der Parkzonen wird deutlich vergrößert. Dies erleichtert die Orientierung im Quartier und steigert damit die Übersichtlichkeit. › Digitale Brötchentaste für kurze Besorgungen: Künftig steht eine digitale Brötchentaste zur Verfügung. Sie ermöglicht eine einmalige, kurzzeitige kostenfreie Parkmöglichkeit und erleichtert damit das schnelle Abholen oder Ausliefern kleiner Besorgungen. Die digitale Brötchentaste kann in allen gängigen Park-Apps betätigt werden. Es kann bis zu 20 Minuten kostenlos geparkt werden. Die Brötchentaste kann auch weiterhin direkt an den Automaten genutzt werden. › Längere Kurzzeitparkdauer: Die maximale Parkdauer im Kurzzeitbereich wird auf bis zu vier Stunden verlängert. Damit schafft die Stadt mehr Planungssicherheit für Besucherinnen, Besucher und Gewerbetreibende. Ziel ist es, das vorhandene Parkangebot noch effizienter nutzbar zu machen und die unterschiedlichen Bedürfnisse im Quartier besser abzubilden. jkl Fachtagung zu Extremismus Handlungssicherheit für die Bildungsarbeit „Radikalisierung erkennen & begegnen! Handlungskompetenz für die Bildungsarbeit“ ist der Titel eines Fachtags am Donnerstag, 5. Februar, an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Keplerstraße 87. Ziel der Veranstaltung ist es, Fachkräfte, die mit jungen Menschen arbeiten, zusammenzubringen und sie im Umgang mit Radikalisierungs- und Extremismustendenzen zu stärken. Pädagogische Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, demokratiefeindliche Äußerungen, Provokationen oder verändertes Verhalten junger Menschen einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Gerade wenn religiöse, politische oder identitätsbezogene Aspekte berührt sind, erfordert dies fachliche Sicherheit, Reflexionsfähigkeit und ein hohes Maß an Sensibilität. Die Teilnehmenden erhalten fachliche Impulse aus den Bereichen (Sozial-)Pädagogik, politische Bildung, Staatsschutz, Opferschutz und Kriminologie. Den Höhepunkt bildet die Keynote von Kriminologe Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Kerner. www.muslimische-akademie- heidelberg.de
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