stadtblatt-heidelberg-download-2026-04

5 123 Jahre Stadthalle Nachdem immer mehr Wünsche aus der Bürgerschaft nach einer Festhalle aufgekommen waren, wurde 1886 – an gleicher Stelle wie die spätere Stadthalle – ein Vorgängerbau zum 500. Jubiläum der Universität Heidelberg errichtet: eine provisorische Festhalle aus Holz, deutlich größer als die heutige Stadthalle. Die Rufe nach einer Stadthalle wurden in der Folge lauter. Ab 1901 baut schließlich die Stadt Heidelberg die Stadthalle in ihrer heute bekannten Form als Versammlungs- und Festgebäude für die Bürgerschaft. Der Bau der Stadthalle kostete die für diese Zeit große Summe von 1.025.000 Goldmark. Am 5. August 1903 wird die Stadthalle offiziell eröffnet. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg diente die Stadthalle als Kriegslazarett. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von der US Armee als Special Service Center genutzt – mit Jazzabenden, Filmvorführungen und Tanzabenden. Erst 1951 bekam Heidelberg seine „gute Stube“ zurück. 1979/80 wurde die Stadthalle renoviert. ERÖFFNUNG DER STADTHALLE 4. Februar 2026 „Geschenk für Generationen“ Sanierung nur dank Familie Marguerre und Unternehmen Octapharma möglich M it dem Eröffnungskonzert des Philharmonischen Orchesters Heidelberg unter der Leitung von Musikgeneraldirektor Mino Marani hat die große Wiedereröffnung des Konzerthauses Stadthalle Heidelberg ihren glanzvollen Abschluss erfahren. Zu Beginn des Konzerts dankte Oberbürgermeister Eckart Würzner in seiner Ansprache Wolfgang und Barbara Marguerre für ihr einzigartiges Engagement gemeinsam mit dem Unternehmen Octapharma. „In der Stadthalle schlägt das Herz unserer Stadt. Es ist das Haus der Heidelbergerinnen und Heidelberger, unsere Perle am Neckar. Die sanierte Stadthalle ist Ausdruck der Verbundenheit von Wolfgang Marguerre und seiner Familie zu Heidelberg. Mit ihrer Großzügigkeit haben sie allen Heidelbergerinnen und Heidelbergern ein Geschenk gemacht, das Generationen berühren wird“, betonte Würzner, der sich im Namen der Stadt, des Gemeinderates und aller Bürgerinnen und Bürger bedankte. Die Besucherinnen und Besucher sowie die Musikerinnen und Musiker erhoben sich von ihren Plätzen und dankten mit lang anhaltendem Beifall. Ein Ort der Gemeinschaft „Die Stadthalle war für mich immer mehr als ein Gebäude – sie ist ein Ort der Begegnung, der Musik und der Gemeinschaft. Dass sie nun in neuem Glanz wieder für alle Heidelbergerinnen und Heidelberger offensteht, erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit. Wenn dieses Haus Menschen zusammenbringt, Kultur lebendig macht und auch kommende Generationen inspiriert, dann hat sich dieses Engagement mehr als gelohnt“, sagte Wolfgang Marguerre. Gemeinsam mit seiner Familie und seinem Unternehmen Octapharma deckt er in vollemUmfang die Kosten für die Sanierung der Stadthalle in Höhe von 57 Millionen Euro. chb Heidelbergs Ehrenbürger Wolfgang Marguerre, seine Familie und sein Unternehmen Octapharma finanzierten die Sanierung der Stadthalle. (Foto Octapharma) Vorläuferin der Stadthalle: Festhalle von 1886 (Archivfoto Stadtarchiv) Postkarte aus dem Eröffnungsjahr 1903 (Archivfoto Stadtarchiv) Großer Saal als Kriegslazarett 1914 (Archivoto Stadtarchiv/Carl Knoblauch Verlag) 57 Mio. € und damit den vollen Umfang der Sanierung deckt der Heidelberger Ehrenbürger Wolfgang Marguerre mit seiner Familie und seinem Unternehmen Octapharma. 987 Sitzplätze stehen imWolfgang-Marguerre- Saal maximal zur Verfügung: 636 Plätze im Parkett, 351 Plätze auf der Empore. Je nach Größe der Bühne kann die Sitzplatzzahl variieren. chnikzentrale tpellierplatzes. 182,8 km Elektrokabel und Leitungen wurden circa in der Stadthalle neu verlegt – darunter etwa 30,4 Kilometer Datenleitungen und rund 22,3 Kilometer Brandmeldekabel. 2,1 km Rohrleitungen für Trinkwasser, Schmutz/Regenwasser und Wasser wurden in der Stadthalle in etwa verbaut. Hinzu kommen circa 3.200 Meter Heizungsrohre und etwa 5.800 Quadratmeter Luftkanalsystem. 5 Jahre dauerte die Sanierung der Stadthalle Heidelberg von Januar 2021 bis zur Wiedereröffnung am 1. Februar 2026.

RkJQdWJsaXNoZXIy NTc3MjYx