stadtblatt-heidelberg-download-2026-04

4 Zeitlicher Ablauf der Sanierung 4. Februar 2026 ERÖFFNUNG DER STADTHALLE Montpellierplatz neu gestaltet Mehr Grün und Freitreppe nach historischem Vorbild M it Sanierung des Konzerthauses Stadthalle ist auch der Montpellierplatz an der Ostseite neu gestaltet worden. Entstanden ist eine attraktive Grünanlage mit einer großen Rasenfläche, neu angelegten Stauden- und Gehölzpflanzungen, einem weiteren Baum sowie zusätzlichen Bänken. Durch Wegfall des nichtdenkmalgeschützten, 1979/80 errichteten Rondells konnte der ursprüngliche Zustand der Ostfassade der Stadthalle wiederhergestellt werden. Vom Meriansaal der Stadthalle führt nun eine doppelläufige Freitreppe nach historischem Vorbild auf eine repräsentative kleine Platzflächemit Sandsteinpflaster auf dem Montpellierplatz und die Grünanlage dahinter. Durch den Abbau des Rondells ist zudem eine neue Blickbeziehung von der Bienenstraße in Richtung Neckar entstanden. Die großkronigen Bäume an allen drei Seiten des Montpellierplatzes blieben erhalten und erhielten durch Entsiegelungen mehr Platz zumWachsen. Die Gehwege werden in das Innere der Grünanlage verlegt. Der Blauglockenbaum im Inneren der Anlage blieb – dank einer angepassten Planung der darunter liegenden Technikzentrale der Stadthalle – ebenso bestehen. Mehr Sitzgelegenheiten Großzügige, lange Bänke an allen drei Seiten öffnen Besucherinnen und Besuchern des Montpellierplatzes verschiedene Blickbeziehungen. Das Sitzangebot wurde vergrößert. Die Stadtwerke Heidelberg installierten eine neue Wegebeleuchtung. In der Freiraumgestaltung wurden Zu- und Ausgang der Lüftungsanlage für die Technikzentrale bestmöglich integriert, etwa durch Bepflanzung, die ab dem Frühjahr deutlicher sichtbar wird. Das Freiraumkonzept zur Gestaltung des Montpellierplatzes hatte das Büro Bierbaum Aichele Landschaftsarchitekten aus Mainz entworfen. Die Arbeiten erfolgten unter Federführung des Landschafts- und Forstamtes und hatten im Juni 2025 begonnen. chb Blick auf den neu gestalteten Montpellierplatz an der Stadthalle. Er bietet nun mehr Sitzgelegenheiten als früher. (Foto Rothe) Zahlen und Fakten 50.000 m3 Luft in einer Stunde – mit dieser Menge kann die gesamte Stadthalle be- und entlüftet werden dank der neuen, modernen Lüftungsanlage in der Technikzentrale unterhalb des Montpellierplatzes. 123 Jahre alt wird die Stadthalle in diesem Jahr. Sie wurde erbaut nach den Plänen der Heidelberger Architekten Jakob Henkenhaf und Friedrich Ebert in den Jahren von 1901 bis 1903. 10-12 min dauert es, die Hubböden vom ebenen Parkett in eine Konzertsituation mit ansteigenden Sitzreihen zu fahren – oder umgekehrt. 586 m2 groß ist die neue Tec unterhalb des Mont 7 Aufzüge bringen insbesondere Menschen mit körperlichen Einschränkungen auf die gewünschte Ebene – von der Garderobe bis zur Empore. 30 cm über dem Boden befindet sich bei ansteigendem Parkett die Stuhllehne der letzten Reihe über dem Niveau des ebenen Parketts. Die erste Reihe fährt dagegen 1,70 Meter nach unten. 3.766 Pfeifen zählt die historische VoitOrgel von 1903 imWolfgang- Marguerre-Saal. Als ältestes noch existierendes komplett elektrisch angesteuertes Instrument ist die Heidelberger Voit-Orgel einzigartig. August 2019 Schließung und Beginn der Untersuchung des sanierungsbedürftigen Gebäudes September 2019 Haupt- und Finanzausschuss beschließt das Sanierungskonzept. Vorbereitende Arbeiten beginnen. Mai 2020 Bauantrag wird eingereicht. Dezember 2021 Regierungspräsidium Karlsruhe erteilt Baugenehmigung. März 2022 Rohbauarbeiten für Technikzentrale beginnen. Ende 2023 Abschluss der Rohbauarbeiten und Beginn der Arbeiten an den Hubböden Januar 2024 Haupt- und Finanzausschuss beschließt Erhöhung der Maßnahmengenehmigung auf insgesamt 57 Millionen Euro. Wolfgang Marguerre weitet seine Unterstützung gemeinsam mit seiner Familie und seinem Unternehmen Octapharma aus. Juni 2025 Neugestaltung des Montpellierplatzes startet.

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