3 ERÖFFNUNG DER STADTHALLE 4. Februar 2026 Holger Schultze Intendant Theater und Orchester Heidelberg (Foto: Reichardt) Thorsten Schmidt Intendant und Geschäftsführer des Musikfestivals Heidelberger Frühling (Foto: Taake) Uschy Szott Leiterin Jugendtanztag beim Haus der Jugend der Stadt Heidelberg (Foto: Heidrich) Das alles bietet das sanierte Konzerthaus Stadthalle Moderne Technik, flexiblere Raum- nutzung und historischer Charme D ie 1903 eröffnete Stadthalle kann künftig mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot – vom Jugendtanztag über gesellschaftliche Bälle, Feste und Empfänge bis hin zu Fastnachtsveranstaltungen – und als Anbieter von Abendveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Heidelberg Congress Center (HCC). Die Projektleitung für die Sanierung hatte die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) inne, in enger Abstimmung mit der Betreiberin Heidelberger Kultur- und Kongressgesellschaft und demArchitektenbüro Waechter + Waechter. Wolfgang-Marguerre-Saal: Der größte Saal bietet für Publikum und Künstlerinnen und Künstler enorme Verbesserungen: Hubböden ermöglichen Flexibilität bei der Bühnengröße und ansteigende Sitzreihen für Konzerte. Besucherinnen und Besucher profitieren von einer uneingeschränkten Sicht auf die Bühne. Zusammen mit weiteren Maßnahmen verbessert dies auch die Akustik. Zugleich kann der Saal weiter mit ebenem Parkett, etwa für Tanzveranstaltungen, genutzt werden. Im Bühnenbereich nähert sich die Stadthalle dem Originalzustand an: Nachträgliche Einbauten von 1979/80, wie eine Zwischenwand hinter der Bühne und rote Vorhänge, wurden entfernt. Das historische Geländer vor der Orgel wurde wieder freigelegt. Hochwertige Stühle bieten hohen Sitzkomfort. Säulengang zum Neckar: Der Portikus ist eines der neuen Highlights. Die bei der Sanierung 1979/80 eingebauten Türverkleidungen wurden entfernt, sodass der Zugang wieder möglich ist. Durch eine Verglasung des Portikus in Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurde der bislang ungenutzte Bereich zu einem attraktiven Aufenthaltsraum mit Blick auf Neckar und Heiligenberg umgestaltet. Der Wolfgang-Marguerre-Saal profitiert zudem von der zusätzlichen Helligkeit. Neuer Verbindungsgang: Durch eine Glaswand im hinteren Bereich des Wolfgang-Marguerre-Saals besteht nun eine Durchgangsmöglichkeit vom Octapharma-Foyer in den Meriansaal, ohne Querung des Saals. Meriansaal und andere Räume können dadurch unabhängiger genutzt werden. Empore: Die Empore steht in der Eröffnungswoche noch nicht zur Verfügung. Aufgrund von verspäteten Materiallieferungen konnten unter anderem Geländer und Sturzsicherungen nicht rechtzeitig eingebaut werden. Die Fertigstellung erfolgt in den kommenden Wochen. Die Bestuhlung nähert sich wieder dem Originalzustand an: Seitlich sitzt das Publikum auf vier Reihen statt bislang drei. Die zusätzlichen Stühle wurden aus dem mittleren Bereich entnommen. An der Stirnseite stehen weiter fünf Reihen zur Verfügung. Die Stühle wurden in Abstimmung mit dem Denkmalschutz ausgewählt. Octapharma-Foyer: Die Bar wurde als Rundbar in die Mitte verlegt. Dadurch konnte die dritte, historische Tür in den Wolfgang-MarguerreSaal wieder geöffnet werden. Zudem waren kleinere, sicherheitsrelevante Anpassungen erforderlich, unter anderem an den Geländern. Barrierefreiheit: Dank eines neuen Aufzugs im Foyer können Gäste im Rollstuhl künftig auch nach unten zur Garderobe und nach oben in den Wolfgang-Marguerre-Saal und zur Empore fahren. Zudem wurde ein neuer Aufzug am Osteingang (Montpellierplatz) gebaut. Insgesamt sieben moderne Aufzüge stehen zur Verfügung. Davon profitieren auch Künstlerinnen und Künstler, die von der Garderobe mit ihren Instrumenten zum Wolfgang-Marguerre-Saal fahren können, sowie das CateringPersonal. Für Rollstuhlfahrer und Begleitpersonen stehen im Saal ausreichend Plätze zur Verfügung. Zudem wurden zwei barrierefreie Toiletten gebaut. Neue Räume: Für Künstlerinnen und Künstler gab es früher nur eine Umkleide. Nun wurden im Untergeschoss vier Soloumkleiden geschaffen. Im Erdgeschoss ist eine neue Küche, im Untergeschoss sind neue Arbeitsräume, Kühlräume, Lagerflächen und Sozialräume entstanden. Technik: Stromleitungen, Beleuchtung, Haustechnik und Brandschutz wurden in der gesamten Stadthalle grundlegend erneuert. Die leistungsstarke Lüftungsanlage wurde in der neuen Technikzentrale unterhalb des Montpellierplatzes installiert – dadurch wurde im Keller der Stadthalle Platz frei für Künstlergarderoben und Catering. Fenster: Historische Fenster wurden restauriert und um eine davor- und eine dahinterliegende Fensterscheibe ergänzt. So sind die historischen Fenster weiterhin sichtbar – verbunden mit deutlichen energetischen Verbesserungen. Nicht denkmalgeschützte Fenster wurden erneuert. chb Die Stadthalle nähert sich durch die Sanierungen in vielen Bereichen wieder dem Originalzustand an, etwa durch die Öffnungen im Wolfgang-Marguerre-Saal zum Neckar und zur Altstadt sowie die Treppe zum Montpellierplatz. (Foto Rothe) „Ich freue mich, dass wir mit unserem Bühnenprogramm und unserem Philharmonischen Orchester die Stadthalle eröffnen konnten. Mein großer Dank geht an Wolfgang Marguerre für sein einzigartiges Engagement für die Kunst in Heidelberg.“ „Mit diesem Haus verfügt Heidelberg über einen der schönsten und besten Konzertsäle der Republik. Im Heidelberger Frühling Musikfestival werden große internationale Künstlerinnen, Künstler und Klangkörper dann zeigen, was das neue Haus alles kann.“ „Wir alle freuen uns so sehr auf dieses schöne Haus. Die besondere Atmosphäre der Stadthalle gibt den Kindern und Jugendlichen eine ganz eigene Anerkennung für das, was sie auf dieser Bühne zeigen.“
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