5 AKTUELLES 21. Januar 2026 Unterstützung aus einer Hand Neue Jugendberufsagentur für Menschen unter 25 Jahren M it der neuen Jugendberufsagentur (JUBA) wollen Stadt, Rhein-Neckar-Kreis und Agentur für Arbeit Heidelberg junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf niedrigschwellig unterstützen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf jungen Menschen mit erschwerten Startbedingungen, insbesondere auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Familien mit Bürgergeldbezug oder mit begrenztem Zugang zu Bildungs- und Unterstützungsangeboten. „Kein junger Mensch darf verloren gehen, wenn der Bildungs- und Berufsweg aus einer persönlich schwierigen Lebenslage heraus unübersichtlich wird“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner. Landrat Stefan Dallinger betonte: „Mit der Jugendberufsagentur haben wir für junge Menschen in unserem Kreis einen verlässlichen, klar strukturierten Zugang zu Beratung und Unterstützung aus einer Hand geschaffen. Durch die enge Zusammenarbeit von Arbeitsagentur, Jobcenter, Jugendhilfe und Schulen bündeln wir unsere Kompetenzen dort, wo sie gebraucht werden.“ Die Jugendberufsagentur arbeitet rechtskreisübergreifend nach dem Prinzip des One-Stop-Government. Junge Menschen erhalten Beratung, Orientierung und Unterstützung an einem zentralen Ort – ohne Umwege zwischen verschiedenen Stellen. Klaus Pawlowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heidelberg: „Erste positive Rückmeldungen und Erfolgsgeschichten zeigen, dass wir junge Menschen – gerade auch mit erhöhten Unterstützungsbedarf – besser erreichen und begleiten können.“ eu/red Starke Kooperation für junge Menschen am Übergang in Ausbildung und Beruf: Die Jugendberufsagentur Rhein-Neckar-Kreis/ Heidelberg wurde am 16. Januar offiziell eröffnet. (Foto Burkhardt) Bronzezeitliches Beil auf dem Königstuhl gefunden Fund wird nach der Restaurierung im Kurpfälzischen Museum ausgestellt Bei Sanierungsarbeiten im Märchenparadies auf dem Königstuhl wurde Ende November 2025 ein Beil aus der Bronzezeit entdeckt. Aktuell befindet sich das rund 3.000 Jahre alte Fundstück in der Restaurierungswerkstatt bei der Abteilung Archäologie und Denkmalschutz des Museums und wird dort behutsam von den Spuren seiner langen Zeit im Lehmboden befreit. Bei dem Fund handelt es sich um ein so genanntes Lappenbeil. Das Lappenbeil war in der Bronzezeit Werkzeug zur Holzbearbeitung und Waffe zugleich. „Der Königstuhl war für uns Archäologen bisher eine ,terra incognita‘,“ erklärt der Leiter der Archäologieabteilung, Dr. Tobias Schöneweis. „Nördlich des Neckars haben wir eine große Bandbreite von Funden zu verzeichnen, da ist es eigentlich nur logisch, dass auch im südlichen Bergland etwas zu finden ist – bisher hat nur niemand etwas gefunden.“ Allerdings steht schon jetzt fest: Dort, wo der Axtkopf gefunden wurde, hat er nicht die letzten 3.000 Jahre verbracht: Die Fundstelle ist nämlich erst seit dem Bau des Märchenparadieses von 1968 bis 1972 zugänglich – davor lag die lehmige Erdschicht etwa zwei Meter unter dem Bodenniveau. Heiko Schaub, der als Techniker im Märchenparadies arbeitet, staunte nicht schlecht, als er erfuhr, was er da zusammen mit seinem Kollegen Tunjay Kara ausgegraben hatte: „Dass es sich um ein so altes Werkzeug handelt, das hätte ich nicht gedacht – was für ein Glück, dass wir den Fund nicht ins Altmetall geworfen haben.“ Dieses Glück verdankt das Kurpfälzische Museum in erster Linie der Neugier der Männer: „Wir haben ein Foto davon bei Google hochgeladen und schnell gemerkt, dass es sich um etwas wirklich Altes handeln muss“, berichtet Kara. Daraufhin haben die Männer vorbildlich gehandelt und das Kurpfälzische Museum informiert. sba Die beiden Lappen an der Hinterseite des Axtkopfs dienen der Befestigung des Holzgriffs. Durch eine Öse lässt sich ein Lederband für zusätzliche Stabilität ziehen. (Foto Stadt HD) Musik bei Demenz Vortrag am 3. Februar im Rathaus „Musik mit und für Menschen mit Demenz“ lautet der Titel des Vortrags, der am Dienstag, 3. Februar um 18 Uhr im Großen Saal des Rathauses, Marktplatz 10 in Heidelberg stattfindet. Veranstalter ist das Netzwerk Demenz Heidelberg in Kooperation mit dem Heidelberger Frühling Musikfestival. Die Veranstaltung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Mitarbeitende der Altenhilfe sowie Amateur- und Profimusizierende. Die vielfältigen Potenziale musikbasierter Angebote und Maßnahmen stellen einen wichtigen Baustein dar, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und Betroffenen und deren Angehörigen möglichst lange kulturelle und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Musik trägt wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität und Lebensfreude von Menschen aller Altersgruppen bei. Auf Menschen mit Demenz wirkt Musik in besonderer Weise, da sie emotionale, kognitive und soziale Ressourcen aktiviert und Zugänge eröffnet, die über die im Krankheitsverlauf schwieriger werdende sprachliche Kommunikation hinausgehen. Anmeldungen unter info@demenz-heidelberg.de
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