Internationale Wochen gegen Rassismus

FILM MIT EINFÜHRUNG (FILM SCREENING WITH INTRODUCTION) Gloria Kino und Sammlung Prinzhorn zeigen den Film „Angst essen Seele auf“ Entgegen jeder Erwartung verlieben sich Emmi, eine ältere deutsche Putzfrau, und Ali, ein jüngerer marokkanischer Gastarbeiter, ziehen zusammen und heiraten schließlich. Was als privates Glück beginnt, ist für die Außenwelt ein Skandal: Blicke, Gerüchte und das Tuscheln der Nachbarn bestimmen den Alltag; Emmis Kinder schämen sich, und in einem „Kolonialwarenladen“ wird sie des Geschäfts verwiesen. Als der äußere Druck der Gesellschaft nachlässt, werden die inneren Konflikte des Paares deutlich … Mit „Angst essen Seele auf“ hat Rainer Werner Fassbinder nicht nur ein geflügeltes Bonmot geschaffen, sondern ein eindringliches Zeugnis der Migrationsdebatte der Bundesrepublik in den 1970er-Jahren vorgelegt. Den veralteten, rigiden gesellschaftlichen Normen stellt er ein individuelles Glück entgegen, das daran jedoch zu scheitern droht. Das Gloria Kino und die Sammlung Prinzhorn präsentieren den Film im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Sarah Debatin, Archivarin des Museums, wird in den Film einführen. (Gloria Kino and Sammlung Prinzhorn present Fassbinder’s “Fear Eats the Soul”, a 1970s drama about love, prejudice, and family conflict, with an introduction by archivist Sarah Debatin.) Veranstalter (organizer): Gloria Kino, Museum Sammlung Prinzhorn Eintritt (entrance fee): Regulär 11 Euro / Ermäßigt 9 Euro erhältlich unter www.gloria-kamera-kinos.de (11 euros regular / 9 euros reduced, available at Gloria Kino: www.gloria-kamera-kinos.de) Kartenreservierung (tickets reservation): Tel. 06221 25319 Sprache (language): Deutsch (German) DO, 26. März, 19.00 Uhr Gloria Kino Hauptstraße 146 69117 Heidelberg FR, 27. März 16.00 Uhr Augustinum Heidelberg Jaspersstraße 2 69126 Heidelberg Dokumentarfilm über verdrängte Solidaritäten nach den rechtsextremen Mordanschlägen in Mölln, Deutschland 2025, 101 Min., Buch & Regie: Martina Priessner, mit Ibrahim Arslan, Havva Arslan, Yeliz Burhan u. a. „Ein Film der wütend macht. Und ein Film, der gleichzeitig Hoffnung gibt – weil er zeigt, dass es Menschen gibt, die sich gegen das Vergessen wehren.“ (taz) In der Nacht auf den 23.11.1992 warfen Neonazis in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln Molotowcocktails in zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser. Drei Menschen starben, neun wurden schwer verletzt. Nach diesen Anschlägen verschickten hunderte Menschen Briefe mit Anteilnahmen und Solidaritätsbekundungen an die betroffenen Familien. Diese Briefe wurden von der Stadt Mölln geöffnet, gelesen und archiviert, ohne sie an die Familie weiterzuleiten. Ibrahim Arslan, einer der Überlebenden der Mordanschläge, erfuhr erst 2019 zufällig von diesen Briefen. Der Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ folgt Arslans Suche nach den Verfasserinnen und Verfassern der Briefe. (Documentary on hidden solidarity after the 1992 neo-Nazi attacks in Mölln, Germany. Survivor Ibrahim Arslan discovers in 2019 that hundreds of supportive letters sent to victims were never delivered, and he sets out to find their authors.) Veranstalter (organizer): Augustinum Heidelberg Eintritt (entrance fee): Regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro (7 euros regular / 5 euros reduced) Anmeldung (registration): Keine Anmeldung erforderlich (no registration required) Sprache (language): Deutsch, zum Teil Türkisch mit deutschen Untertiteln (German, partly in Turkish with German subtitles) FILMVORFÜHRUNG (FILM PRESENTATION) Cinema Augustinum: Die Möllner Briefe Programm | 71 70 | Programm

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