EVENT Würde unantastbar Bei der Aktion kann jede*r mit einem „Würdestempel“ eine eigene Holztafel zum Mitnehmen beschriften. Es gibt die Möglichkeit, sich auf Roll-ups schriftlich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich miteinander auszutauschen. Zudem sind im Blickwinkel Bilder von Francesco Piobbichi, Sozialarbeiter, Aktivist und Künstler, zu sehen. Piobbichi arbeitet in Süditalien im Haus der Würde und setzt sich für die Rechte von Migrant*innen in der Landwirtschaft ein. Seine Eindrücke zeichnet er auf Papier. (At the event, anyone can use a “dignity stamp” to design and write on their own wooden plaque to take home. There are also opportunities to engage with the topic in writing on roll-ups and to exchange ideas with others. In addition, the exhibition features works by Francesco Piobbichi, a social worker, activist, and artist. Piobbichi works in southern Italy at the House of Dignity and advocates for the rights of migrant agricultural workers. He records his impressions through drawings on paper.) FR, 20. März 15.00– 18.00 Uhr Blickwinkel, Merianstraße 1 imHaus der Begegnung 69117 Heidelberg Veranstalter (organizer): Citypastoral Heidelberg, Bildungszentrum Heidelberg Eintritt (entrance fee): frei (free entrance) Anmeldung (registration): Keine Anmeldung erforderlich (no registration required) Sprache (language): Deutsch (German) DO, 19. März 18.00 Uhr Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg Otto Küsel, von den Nationalsozialisten als „Berufsverbrecher“ bezeichnet, kam im Mai 1940 als Häftling Nr. 2 nach Auschwitz. Dort sollte er als Kapo andere Gefangene mit besonderer Gewalt zur Arbeit zwingen. Stattdessen aber hat er als Funktionshäftling Hunderten von polnischen Inhaftierten das Leben gerettet, indem er sie vor der „Vernichtung durch Arbeit“ bewahrte. 1942 gelang Otto Küsel eine der spektakulärsten Fluchten aus Auschwitz. Neun Monate lebte er im Untergrund; der spätere polnische Außenminister und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Władysław Bartoszewski, wollte ihm in dieser Zeit gefälschte Papiere besorgen. Erneut verhaftet, überlebte Küsel Folter und Todesmarsch. Nach dem Krieg wurde ihm die polnische Staatsbürgerschaft ehrenhalber angeboten. Im ersten Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main hat er als Zeuge ausgesagt. In Polen ist Otto Küsel ein Held, in Deutschland bis heute so gut wie unbekannt. Der Journalist Sebastian Christ, der 20 Jahre lang auf Küsels Spuren geforscht hat, erzählt seine erschütternde wie heldenhafte Geschichte. (Otto Küsel, imprisoned in Auschwitz as a “professional criminal,” used his position to save hundreds of Polish prisoners from forced labor. He escaped in 1942, lived in hiding for nine months, survived recapture, torture, and a death march, and later testified at the first Auschwitz trials. Journalist Sebastian Christ, after 20 years of research, tells Küsel’s little-known yet heroic story.) Veranstalter (organizer): Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Eintritt (entrance fee): frei (free entrance) Anmeldung (registration): Keine Anmeldung erforderlich (no registration required) Sprache (language): Deutsch (German) LESUNG MIT AUTORENGESPRÄCH (READING WITH AUTHOR DISCUSSION) Otto Küsel – Auschwitz-Häftling Nr. 2 und ein unbekannter deutscher Held Programm | 53 52 | Programm
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