26. November 2025 2 STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT SPD Adrian Rehberger Mittel aus Sondervermögen richtig einsetzen und Haushalt trotzdem fit machen für die Zukunft Eine gute Nachricht aus Berlin bzw. Stuttgart in einer für Heidelberg aus finanzieller Sicht doch eher trüben Zeit: Wir können über die nächsten Jahre mit einem dreistelligen Millionenbetrag aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes rechnen. Es müssen nun, wenn unser Haushalt 2025/26 mit seinen Nachträgen vom Regierungspräsidium genehmigt wurde, die richtigen Projekte vorangetrieben werden. Wir müssen unsere zu lange auf Verschleiß gefahrene Infrastruktur wieder funktionsfähig machen. Projekte wie der Schulcampus Mitte, die Ziegelhäuser Brücke oder der neue Betriebshof müssen absolute Priorität genießen und zielstrebig umgesetzt werden. Wir können es uns aber trotz der zusätzlichenMittel nicht erlauben, unsere Sparbemühungen zurückzunehmen. Es gibt auch eine Zeit nach dem Sondervermögen. Hierfür müssen im neuen Jahr für den kommenden Doppelhaushalt neue strukturelle Leitplanken definiert werden, die zu einem dauerhaft robusteren Haushalt führen. Wir werden nicht umhinkommen, auch Empfängern institutioneller Förderungen eine gewisse Quote an Eigenmitteln oder -leistungen abzuverlangen, was bislang nur in Einzelfällen erfolgt. Der Trend muss bei sich derzeit nicht aufhellender Finanzlage weggehen von der städtischen finanziellen Vollkasko. So können wir den Haushalt zukunftsfähig machen und weitere Härten – insbesondere im sozialen Bereich – verhindern. 06221 58-47150 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de CDU Hans Breitenstein Heidelberg startet in die Weihnachtszeit! Es ist wieder so weit: Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet worden und mit ihm kehrt ein Stück Weihnachtszauber in unsere Stadt zurück. Kaum ist der Herbst vorbei, schon duftet es wieder nach Glühwein, gebrannten Mandeln und Tannenreisig. Wenn das Christkind zu seinemMarkte einlädt, beginnt für viele Heidelbergerinnen und Heidelberger die schönste Zeit des Jahres: Zwischen Schlossblick und Altstadtgassen steht das Miteinander im Mittelpunkt, wenn sich Familien, Studierende, Kolleginnen und Kollegen und alte Freunde an vertrauten Ständen wiedersehen. Gerade nach den herausfordernden Jahren der Pandemie wissen viele das wiedergewonnene Zusammensein immer noch besonders zu schätzen. An kaum einem anderen Ort ist eine solche Mischung aus Lebensfreude und Besinnlichkeit vereint. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass unser Weihnachtsmarkt ein Ort bleibt, an dem sich alle sicher, willkommen und miteinander verbunden fühlen. Dazu tragen die Schaustellerinnen und Schausteller entscheidend bei: Mit viel Handwerkskunst, Ausdauer und echter Leidenschaft schaffen sie einen Ort, der Menschen verbindet. Ihnen und allen, die in der Planung und vor Ort für unsere Sicherheit sorgen, gilt unser besonderer Dank. Auch in diesem Jahr gibt es besondere Akzente, die typisch für Heidelberg sind. Der beliebte Pink Monday setzt ein Zeichen für Vielfalt und Offenheit, in der Bürgerhütte stellen sich wechselnde Ehrenamtsinitiativen vor und zeigen, wie viel Engagement in unserer Stadt steckt. Daneben locken Kunsthandwerk, regionale Produkte und ein abwechslungsreiches Musikprogramm vom Kinderchor bis zu kleinen Ensembles. Wir wünschen allen einen friedlichen, fröhlichen und zuversichtlichen Start in die Adventszeit. 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Dr. Marilena Geugjes Heidelberg bekräftigt Gleichstellung – und zeigt, wie viel noch zu tun ist Heidelberg gehört seit Jahren zu den Vorreiterinnen in der Gleichstellungspolitik. Bereits 2007 war unsere Stadt eine der ersten in Deutschland, die die „Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ unterzeichnet hat. Nun hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen, die aktualisierte Fassung erneut zu unterschreiben. Sie greift Themen auf, die heute eine zentrale Rolle spielen: digitale Gewalt und Hass im Netz, faire Verteilung von Carearbeit, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, intersektionale Perspektiven auf Mehrfachdiskriminierung sowie die Verbindung von Klima-, Nachhaltigkeits- und Gleichstellungsfragen. Die Charta ist dabei nicht nur ein symbolisches Dokument. Sie bildet den Rahmen für die Gleichstellungspolitik der Stadt und für die Arbeit des Amtes für Chancengleichheit. Für uns Grüne ist die erneute Unterzeichnung ein wichtiges Signal: Gleichstellung ist grundlegende Voraussetzung für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit ist sie eine Aufgabe, die alle betrifft. Denn die Realität zeigt deutlich, dass wir von echter Gleichstellung noch weit entfernt sind. Nur 29 Prozent der Führungspositionen in Deutschland sind mit Frauen besetzt – deutlich unter demEU-Durchschnitt. Trotzdem hören wir immer wieder, Gleichstellung sei längst erreicht. Wer das behauptet, sollte einen Tag im Leben einer Frau verbringen. Man würde sich wundern, wie oft gut qualifizierte, engagierte Frauen an strukturellen Barrieren scheitern, die nichts mit individueller Leistung zu tun haben. Empowerment ist wichtig, aber es stößt an Grenzen, wenn die Strukturen selbst ungerecht bleiben. Genau hier setzt die Charta an: Sie macht klar, dass Gleichstellung auch und gerade auf lokaler Ebene umgesetzt werdenmuss. Kommunen haben Vorbildfunktion. Wir brauchen mehr Frauen in Führungsrollen – in Verwaltung, Unternehmen und Vereinen. Dafür benötigen wir bessere Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit und konsequente Arbeit gegen jede Form von Diskriminierung. Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe. Sie gehört nicht nur auf den Schreibtisch des Amtes für Chancengleichheit, sondern in jede Abteilung, jede Entscheidung, jeden Haushaltstitel. Um diesen Prozess gut zu begleiten, begrüßenwir den geplanten runden Tisch Gleichstellung. Nur so verhindern wir, dass gute Vorsätze zu bloßen Lippenbekenntnissen werden. Und davon hatten wir im Jahr 2025 wirklich genug. Jetzt geht es umkonkrete Schritte – für eine gerechtere Stadt für alle! 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de Die Bronze-Statue „Fearless Girl“ – zu Deutsch „Furchtloses Mädchen“ – der amerikanischen Bildhauerin Kristen Visbal steht unter anderem für das couragierte Eintreten für Chancengleichheit und gerechte Strukturen. (Foto Shutter Speed) Termine Gemeinderat und Ausschüsse – Rathaus, Marktplatz 10 Ausschuss für Kultur und Bildung: Mittwoch, 26. November, 18 Uhr Sportausschuss: Donnerstag, 27. November, 16 Uhr Haupt- und Finanzausschuss: Donnerstag, 27. November, 17.30 Uhr Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft: Mittwoch, 3. Dezember, 18 Uhr Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de Termine Bezirksbeiräte und weitere Gremien Bezirksbeirat Bahnstadt: Mittwoch, 26. November, 18 Uhr, Palais Graimberg, Zi. 0.01, Kornmarkt 5 Bezirksbeirat Südstadt: Donerstag, 4. Dezember, 18 Uhr, Rathaus, Neuer Sitzungssaal, Marktplatz 10 Bezirksbeirat Weststadt: Dienstag, 9. Dezember, 18 Uhr, Rathaus, Neuer Sitzungssaal, Marktplatz 10 Weitere Termine und Tages- ordnungen: www.gemeinde rat.heidelberg.de
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