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5 AKTUELLES 19. März 2025 Aufruf „Zukunftsstaat Deutschland“ Oberbürgermeister Eckart Würzner unterstützt Forderung nach Staatsreform Über 200 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Führungskräfte aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben den Aufruf „Für einen Zukunftsstaat – Aufruf für eine mutige Staatsreform“ veröffentlicht. Oberbürgermeister Eckart Würzner unterstützt diesen Aufruf und ruft weitere Einzelpersonen und Organisationen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dazu auf, sich anzuschließen. Gemeinsam fordern die Unterzeichnenden die kommende Bundesregierung auf, gezielte Reformen umzusetzen, um den Staat handlungsfähiger, digitaler und bürgernäher zu gestalten. Der Aufruf soll ein klares Signal an die Koalitionsverhandlungen senden: Eine umfassende Staatsmodernisierung muss Priorität haben. In dem Aufruf heißt es: „Der Status quo ist keine Option. Der Staat muss schneller, wirkungsorientierter und handlungsfähiger werden – um Krisen zu bewältigen, gesellschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen und das Vertrauen in die Demokratie zu stärken.“ Entstanden ist der Aufruf im Netzwerk von Re:Form. Die Initiative der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether wird von der Stiftung Mercator gefördert. red www.reform-staat.org „Wir werden lauter“ Mehr als 200 Frauen trafen sich am Frauentag zum ersten Heidelberger Netzwerk-Lunch S echs engagierte Frauen, die in Heidelberg teils neu in Führungspositionen Verantwortung übernehmen, diskutierten am 8. März anlässlich des Weltfrauentags bei einem Podium im Karlstorbahnhof. Dass nach der Bundestagswahl so viele Frauen im Parlament sitzen wie in den 1990er Jahren, dass Frauen für vergleichbare Arbeit oftmals schlechter bezahlt werden, dass sie überproportional viel Care-Arbeit leisten, von Altersarmut und von sexueller Gewalt betroffen sind – all das war für Moderatorin Evein Obulor Anlass, danach zu fragen, wie sie feministische Themen in Heidelberg voranbringen wollen. Mit dabei waren Bernadette Sonnenbichler, die ab der Spielzeit 2026/27 neue Intendantin des Theaters und Orchesters Heidelberg sein wird, Dr. Lena Jöhnk, neue Programmdirektorin des Deutsch-Amerikanischen Instituts (DAI), Sandra Arendarczyk, neue Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern, Prorektorin für Innovation und Transfer an der Universität Heidelberg, Eva Paula Mendes de Oliveira Gomes, neue Vorsitzende des Migrationsbeirats und Dr. Marilena Geugjes, Abgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen im Landtag. Weg zur „Women City“ Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit formulierte den Wunsch, dass die Belange von Frauen in der Stadt überall mitgedacht werden und Heidelberg sich irgendwann den Titel „Women City“ geben darf. Außerdem will sie auf diejenigen Frauen in Heidelberg zugehen, die mit den bisherigen Formaten noch nicht erreicht wurden. Veronika Haas, Festivalleiterin des Literaturherbsts, kündigte zum Abschluss ein Novum für Heidelberg an: Derzeit werde die Gründung eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins vorbereitet, der Fördermittel akquiriere. Damit sollten Frauenprojekte von einer regelmäßigen, dauerhaften und verlässlichen Struktur und Förderung profitieren. eu Das Podium zum Frauentag mit Bürgermeisterin Stefanie Jansen (hinten, 3. v. l.) und der neuen Gleichstellungsbeauftragten Sandra Arendarczyk (vorne 3. v. l.) (Foto Arndt) Aktion „Licht aus. Stimme an“ Earth Hour am 22. März „Licht aus. Stimme an“ lautet dieses Jahr das Motto der Earth Hour – der „Stunde der Erde“ am Samstag, 22. März, um 20.30 Uhr. Zum mittlerweile 19. Mal schalten Menschen, Städte, Gemeinden und Unternehmen für eine Stunde bei der weltweit größten Aktion für mehr Klima- und Naturschutz das Licht aus oder engagieren sich auf andere Weise, um gemeinsam für den Schutz unseres Planeten ein Zeichen zu setzen. Auch Heidelberg engagiert sich bereits seit 15 Jahren aktiv bei der Earth Hour. In Kooperation mit der Schlossverwaltung und den Stadtwerken Heidelberg wurde über die Jahre hinweg die Beleuchtung bekannter Wahrzeichen wie Schloss, Heiliggeistkirche, Stadthalle oder Stift Neuburg abgeschaltet. Gesangsgruppen und Chöre können die Aktion auch nutzen, um vor deilluminierten Wahrzeichen aufzutreten und zum Mitmachen zu animieren. Die Stadt bittet interessierte Gesangsgruppen und Chöre umAnmeldung per E-Mail an klimasuchtschutz@heidelberg.de. 2025 wird der symbolische Akt der Lichtabschaltung erneut Teil eines breiteren Klimatags. www.wwf.de/earth-hour 120 Holzfenster in historischer Optik Seit den Sommerferien 2023 sind am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium (KFG) in der Altstadt insgesamt 120 Holzfenster ausgetauscht worden. Historische Bilder aus der Zeit um 1900 zeigen rechteckige Holzfenster mit feingliedriger Neun-Feld-Teilung und ähnlich gegliederte Rundbogenfenster. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurden die neuen Fenster diesem Stil angepasst. Aufgrund der Lärmbelastung durch die B 37 erfüllen die neuen Fenster hohe Schallschutzanforderungen. (Foto Stadt Heidelberg)

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