5 AKTUELLES 19. Februar 2025 Amphibien wandern wieder Tausende Tiere ziehen zu ihren Laichplätzen J edes Frühjahr beginnt in Heidelberg ein besonderes Naturschauspiel: Sobald die Temperaturen mild genug sind und die Witterung feucht, machen sich Tausende Amphibien auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Um die gefährdeten Tiere zu schützen, ergreift die Stadt in Zusammenarbeit mit dem NABU Heidelberg umfangreiche Maßnahmen. Durch angepasste Geschwindigkeit können auch Autofahrer einen Beitrag zum Amphibienschutz leisten. Mit Beginn der Amphibienwanderung sind in den Abend- und Nachtstunden zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer entlang der Straßen unterwegs. Straßen werden gesperrt In Nächten mit einer verstärkten Wandertätigkeit der Amphibien sind inSchlierbachbestimmte Straßenabschnitte für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das betrifft die Straßen am Schlierbachhang, beim Rondell, an der Wolfsbrunnensteige und am Klingelhüttenweg entlang der Waldgrenze. Die Sperrungen sind in der Regel von 18 Uhr bis 6.30 Uhr bzw. mit dem Beginn der Sommerzeit ab dem 26. März von 19 Uhr bis 7.30 Uhr gültig. Umleitungen werden entsprechend ausgeschildert. An anderen Straßenabschnitten im Stadtgebiet gelten Tempolimits. Das Umweltamt der Stadt bittet Autofahrerinnen und Autofahrer auf Strecken mit Hinweisschildern, die ausgeschilderten Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten und besonders vorsichtig zu fahren. Die Hinweisschilder zur Amphibienwanderung samt Geschwindigkeitsbegrenzungen bleiben bis zum 31. Mai bestehen. Zudem werden Fußgänger, Radfahrer und Jäger gebeten, insbesondere in der Nacht bei feuchter Witterung, auf Waldwegen Rücksicht zu nehmen. Für die nächtlichen Sammelaktionen werden noch freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. fr Anmeldungen unter info@nabu-heidelberg.de 06221 7360671 Vorsicht auf den Straßen: In Kürze beginnt die alljährliche Amphibienwanderung in Heidelberg. (Foto Münster) Baum im Providenzgarten wird gefällt Zeder von Pilz befallen In den vergangenen beiden Jahren beobachteten Fachleute im Oberrheingraben die rasche Verbreitung einer Pilzerkrankung, die vornehmlich Blauzedern befällt. Vor allem ältere und damit große, markante Bäume sind besonders anfällig für den Erreger. Für befallene Bäume kommt fast immer jede Hilfe zu spät, sie sterben in kurzer Zeit ab. Auch in Heidelberg sind Bäume von demErreger betroffen – leider ist die mächtige Zeder im Providenzgarten in der Altstadt darunter. Trotz intensiver Bemühungen des Landschafts- und Forstamts, den Baum durch Bewässerung, Düngung und Bodenverbesserungen zu retten, ist er leider abgestorben. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, muss die Blauzeder in dieser Woche gefällt werden. Doch die Zeder soll nicht vollständig aus dem Providenzgarten verschwinden. Geplant ist, einen Teil des Stammes stehen zu lassen und ihn künstlerisch zu gestalten. So bleibt die Zeder als Teil des Providenzgartens zumindest für die nächsten Jahre erhalten. Aufgrund einer Erkrankung muss in dieser Woche auch eine Buche im Bereich Klingenteichstraße gefällt werden. Der Befall wurde imRahmen der regelmäßigen Baumkontrolle festgestellt. Glockenspiel am Rathaus wurde saniert Bekannte Melodien erklingen wieder in der Altstadt Das Glockenspiel am Heidelberger Rathaus – ein klangvolles Wahrzeichen der Stadt und ein Stück lebendige Geschichte – wurde saniert. Die 26 aus feiner Bronze gegossenen Glocken, die im Jahr 1961 von der renommierten Heidelberger Glockengießerei Schilling gefertigt wurden, bezaubern seit mehr als sechs Jahrzehnten mit ihrem einzigartigen Klang. Doch um diese musikalische Magie zu bewahren, bedurfte es dringend einer Erneuerung der automatischen Steuerung. Die bisherige Steuerung, eingeführt in den 1990er Jahren, ist durch einen technischen Defekt nicht mehr einsatzfähig und Ersatzteile für das betagte System sind nicht mehr verfügbar. Volkslieder durch die Jahreszeiten Seit Montag, 17. Februar, ertönen nun wieder die Klänge in gewohnter Manier. Jeweils um 11.55 Uhr, 15.55 Uhr und 18.55 Uhr, also kurz vor dem Glockenschlag der Kirchen, spielt es Musikstücke und Volkslieder, die entsprechend den Jahreszeiten wechseln. Rund 50 Musikstücke sind derzeit im Glockenspiel einprogrammiert und in fünf Kategorien – Sommer, Advent, Weihnachten, „Weltliches“ und Maiprogramm – eingeteilt. Die Stücke wechseln ihre Reihenfolge, sodass sich dieMelodien stets verändern und nie zur gleichen Zeit dieselben Klänge zu hören sind. Diese Vielfalt macht das Glockenspiel zu einem lebendigen, musikalischen Begleiter durch die Jahreszeiten. ls Rechts: 1961 wurde das Glockenspiel feierlich eingeweiht. Links: Früher brachte die Lochbandsteuerung die Glocken zum Klingen. (Fotos Stadt Heidelberg)
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