AKTUELLES 2 8. Januar 2025 Heidelberg stärkt Fachkräfte Neues Beratungsangebot in Kindertageseinrichtungen F achkräfte in Kindertageseinrichtungen stehen seit geraumer Zeit vor der enormen Herausforderung, eine steigende Anzahl von Kindern mit herausforderndem Verhalten im pädagogischen Alltag zu integrieren. Für sie gibt es deshalb seit Anfang Dezember ein neues Beratungsangebot. Eine notwendige Ergänzung bisheriger Maßnahmen, betont Bürgermeisterin Stefanie Jansen: „Heidelberg steht für Qualität in der frühkindlichen Bildung und Betreuung. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch diejenigen gut unterstützen, die sich Tag für Tag genau dafür mit viel Engagement einsetzen.“ Als Pilot startet die Fachkräfteberatung im Kindergartenjahr 2024/25 zunächst gemeinsam mit der Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes Heidelberg e. V. – ein idealer Partner, da der Caritasverband als einer von sechs Trägern seit Jahren auch die Elternberatung an Kindertagesstätten anbietet. Immer öfter waren deshalb die sechs Träger der Elternberatung an Kitas mit der Situation konfrontiert, dass nicht nur Eltern, sondern auch Fachkräfte Rat bei ihnen suchten. Handlungssicherheit vermitteln „Das neue Angebot startet als Pilotprojekt, bei dem Fachkräfte niedrigschwellig und präventiv wie auch in Krisensituationen unterstützt werden sollen, um entstehenden Herausforderungen begegnen zu können“, erklärt Stephanie Hoffmann, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle des Caritasverbandes. Die Stadt investiert zunächst 80.000 Euro in das Projekt. Die Beratung findet auf Wunsch anonym entweder einzeln, in kleinen Gruppen oder im Team in der Regel vor Ort in den Kitas statt. Ziel ist es, die Fachkräfte zu stärken und zu entlasten und Handlungssicherheit zu vermitteln. Zusätzlich werden runde Tische, Fortbildungen, themenspezifische Vorträge und Einzelfall- sowie Teamsupervision angeboten. In Heideberg arbeiten rund 1.850 Teil- und Vollzeitfachkräfte in 137 Kitas. eu www.psychologische beratung-hd-caritas.de Dr. Preeti Purohit, Andrea Hafner-Preuß und Stephanie Hoffmann beraten Kita-Fachkräfte im Umgang mit Kindern, die herausforderndes Verhalten zeigen. (Foto Rothe) Die beliebtesten Vornamen 2024 Emilia und Noah in Heidelberg vorne Noah ist in Heidelberg auf Platz 1 der Jungennamen, die Eltern als ersten Vornamen für ihr Kind ausgesucht haben (43 Kinder). Es folgen Elias auf Platz 2 (40 Kinder) und Felix auf Platz 3 (35 Kinder). Bei den Mädchen liegt Emilia (35 Kinder) auf dem ersten Platz, gefolgt von Emma auf Platz 2 (33 Kinder) und Marie (31 Kinder) auf Platz 3. Die Rangliste bezieht sich ausschließlich auf den ersten eingetragenen Vornamen. Insgesamt kamen im Jahr 2024 in Heidelberg 5.252 Kinder zur Welt, teilt das Standesamt mit. Der Großteil der neuen Erdenbürgerinnen und Erdenbürger hat einen einzigen Vornamen (2.872 Kinder). 2.150 Kinder haben zwei Vornamen und 230 Kinder haben drei oder mehr Vornamen. Gestaltungsbeirat wird ausgesetzt Workshop zu weiterem Vorgehen geplant Aufgrund der angespannten Haushaltslage wird der Gestaltungsbeirat der Stadt im ersten Halbjahr 2025 ausgesetzt. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen. Ausschlaggebend dafür war ein gemeinsamer Sachantrag der Fraktionen CDU, Grüne, SPD, Die Heidelberger, HiB/Volt und FDP. Teil des Antrags ist auch, dass ein Workshop stattfinden soll, in dem die Weiterentwicklung des Gestaltungsbeirats besprochen werden soll. Der Gestaltungsbeirat tagt künftig jedoch nur noch zwei- statt viermal pro Jahr. Er berät zu Bauvorhaben von stadtbildprägender Bedeutung. Ziel ist es, die Planungs- und Baukultur in der Stadt zu stärken und die Qualität zu sichern. Unterstützung für Stadtteilzentren „Stadtteilkümmerin“ nimmt Arbeit auf Stadtteilzentren sind wichtige Versorgungs- und Identifikationsräume – daher sollen sie gestärkt werden. Das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt Heidelberg engagiert sich in allen Stadtteilen, um die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel zu verbessern oder durch Einzelberatungen Geschäftsschließungen entgegenzuwirken und Neuansiedlungen zu unterstützen. Zusätzlich nimmt im Januar eine „Stadtteilkümmerin“ ihre Arbeit auf, die sich auf Stadtteile konzentriert, die Unterstützung einfordern und in denen bereits ein Engagement durch einzelne oder mehrere Unternehmen vorhanden ist. Hintergrund ist, dass Unternehmen in den Stadtteilen vor ähnlichen Herausforderungen wie in der Innenstadt stehen, insbesondere bei Betriebsnachfolge, Fachkräftemangel und Konsumverhalten. Während es in der Innenstadt aufgrund einer hohen Dynamik selten längere Leerstände gibt, sind in den Stadtteilen mitunter vermehrt Leerstände und schwierige Betriebsübernahmen zu beobachten. Die Stadtteile werden mit dem 2022 beschlossenen Einzelhandelsentwicklungskonzept unterstützt, das die Ansiedlung von Lebensmittelhändlern und großflächigem Einzelhandel regelt. stö www.wirtschaftsfoerderung. heidelberg.de Städtisch geförderte Einrichtungen Vorauszahlungen für 2025 beschlossen DieBeratungenzumHaushalt 2025/26 der Stadt starten aufgrund der angespannten finanziellen Lage erst am 25. Februar, die Verabschiedung ist am 5. Juni vorgesehen. Üblicherweise erhalten Zuwendungsempfänger vor Beginn des neuen Haushalts vorläufige Zuschussbewilligungen auf Grundlage der im Haushaltsentwurf enthaltenen Beträge. Aufgrund der aktuell schwierigen finanziellen Situation ist dies für den Haushalt 2025/26 derzeit nicht möglich. Zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit und Liquidität in den ersten Monaten 2025 erhalten geförderte Einrichtungen und Institutionen in einemersten Schritt zunächst Vorauszahlungen in Höhe von bis zu 40 Prozent des für 2024 bewilligten Zuschusses. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die abschließenden Bewilligungen sollen nach Rechtskraft des Haushalts 2025/26 in Höhe der darin enthaltenen Beträge erfolgen. Eine große Anzahl von Institutionen und Einrichtungen Dritter erhält von der Stadt für seine Tätigkeit freiwillige Zuwendungen und Zuschüsse. Diese finanzielle Unterstützung umfasste allein 2024 einVolumen von über 173 Millionen Euro.
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