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stadtblatt  / 30. Juni 2021 4 AKTUELLES Infos zu Waldarbeiten Förster werden geplante Pflegemaßnahmen im Mühltal am 16. Sep- tember erklären D ie Biotope und Wiesen im Handschuhsheimer Mühl- tal brauchen aus Naturschutzsicht mehr Sonneneinstrahlung. Deshalb wird die Forstabteilung der Stadt dort Waldpflegemaßnahmen vor- nehmen. Diese Waldarbeiten finden im Herbst 2021 statt. Die Stadt lädt vor dem Start der Arbeiten zu einer Informations- veranstaltung vor Ort ein. Darüber wurde jetzt der Handschuhsheimer Bezirksbeirat informiert. Am 16. September wollen unter anderem Klimabürgermeister Raoul Schmidt- Lamontain und Forstamtsleiter Dr. Ernst Baader die Vertreterinnen und Vertreter lokaler Umweltgruppen als Multiplikatoren bei einer Bege- hung über die geplanten Arbeiten informieren.Die Zahl derTeilnehmer ist abhängig von der Coronalage. Im Anschluss stehen die städtischen Forstexperten ab 17 Uhr im Mühltal allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zur Verfügung. Das Wichtigste zu den Waldpflegearbeiten › Kranke Bäume entlang der Wan- derwege sind umsturzgefährdet. Sie sind teils durch Krankheiten und Schädlinge befallen. › Die Biotop-Pflege hilft lichtbe- dürftigen Wiesenpflanzen und In- sekten, die mehr Sonneneinstrah- lung benötigen. Deshalb sollen einige Randbäume, vor allem Fich- ten, entnommen werden. › Mikroklima und Waldbau werden durch die Forstpflege nicht nach- teilig verändert. Dadurch trocknen die Böden nicht aus, der kühlende Luftstrom aus dem Wald wird im Gegenteil begünstigt. Die Wald- pflege fördert den Wuchs für die verbleibenden Bäume. › Barrierefreier Talweg Sommer- seite : Die neue Asphaltdecke dient ausschließlich der besseren Begeh- barkeit und Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Waldbe- suchende sowie für Familien mit Kinderwagen. cca Pflegemaßnahmen im Mühltal, wie hier auf der Hirschwiese, sind für den Erhalt der Biotope und Wiesen notwendig. ( Foto Dittmer) Keine Erweiterung des Marriott-Hotels Der Gemeinderat hat sich am 24.Juni mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Satzungsbeschluss zum Vorha- benbezogenen Bebauungsplan „Er- weiterung Marriott Hotel“ aufzuhe- ben. Damit kann das Vorhaben nicht umgesetzt werden. 2015 hatte der Ge- meinderat den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan als Satzung sowie den zugehörigen Durchführungsver- trag mehrheitlich beschlossen. Der Satzungsbeschluss wurde damals nicht veröffentlicht, da ein vertrag- lich vereinbarter Nachweis zur Siche- rung der verkehrlichen Erschließung zunächst noch nicht vorgelegt wer- den konnte. Deshalb war der Bebau- ungsplan noch nicht rechtskräftig. Im Neuenheimer Feld: Diskussion der Masterplan-Entwürfe ab 23. September Öffentliche Präsentation durch Planungsbüros D as Masterplanverfahren ImNeu- enheimer Feld geht weiter. Die zwei Planungsbüros Astoc und Höger erarbeiten derzeit je einen Entwick- lungsentwurf im konkurrierenden Verfahren. Das bedeutet: Beide kon- kretisieren unabhängig und vertrau- lich ihre Ideen für die Entwicklung des Gebiets.Mitte Juli übergebendie Büros ihre Entwürfe an die drei Projektträ- ger Stadt, Land und Universität Hei- delberg. Während der Sommerferien werden die Pläne auf fachlicher Ebene auf Herz und Nieren geprüft. Auf die- ser Grundlage startet die Öffentlich- keitsbeteiligung mit der Vorstellung und Diskussion der Pläne. Alle Verfahrensbeteiligte haben sich darauf verständigt, dass die Pla- nungsbüros ihre Entwürfe der Öf- fentlichkeit vorstellen. Das erfolgt am 23. September. Ziel ist eine fun- dierte Debatte auf Basis einer ge- sicherten Faktenlage. Dies ist erst nach eingehender fachlichen Prü- fung der Entwürfe möglich. Die Projektträger formulieren hierzu in einer gemeinsamen Stellungnah- me: „Um die Entwürfe angemessen diskutieren zu können, ist zuerst ein gründlicher Faktencheck Vorausset- zung. Eine oberflächliche Sichtung oder erste Einschätzungen reichen nicht aus, um die Realisierbarkeit und die Potenziale der Vorschläge bewerten zu können.Wir werden die Entwürfe im Sommer eingehend fachlich über- prüfen, bevor wir im September mit einer umfassenden und gesicherten Grundlage in die Debatte einsteigen. Die Planungsbüros hatten den Wunsch, ihre Entwürfe selbst der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Dem haben alle Verfahrensbeteiligten zugestimmt, auch wir als Projektträ- ger. Wir werden vor der Präsentation durch die Planungsteams öffentlich keine Stellung zu den Entwürfen be- ziehen. Das ist Ausdruck unseres Res- pekts vor demvereinbarten Verfahren und der damit beginnenden Öffent- lichkeitsbeteiligung ab September.“ Geprüft wird beispielsweise, ob alle notwendigen Nutzungen unterge- bracht und alle Vorgaben umgesetzt sind. Die Öffentlichkeitsbeteiligung erstreckt sich ab 23. September über mehrere Wochen. lgr www.heidelberg.de/masterplan Neubau der Klaus Tschira Stiftung Die Klaus Tschira Stiftung ist in der Villa Bosch im Schloss-Wolfsbrun- nenweg untergebracht. Um alle Verwaltungseinheiten an einem Standort zu konzentrieren, plant die Stiftung einen Neubau in direkter Nachbarschaft. Der Gemeinderat hat dafür am 24.Juni einstimmig die Ein- leitung eines Vorhabenbezogenen Be- bauungsplanverfahrens beschlossen. Kinderkunst im Rathaus Seit 30 Jahren macht der Verein päd- aktiv Betreuungsangebote, vor allem an den Grundschulen. Den Start ins 30. Jubiläum macht der Verein mit einer Ausstellung von Kunstwerken von Kindern. Zu sehen sind sie bis 27. Juli im Rathausfoyer,montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Koordinationsbeirat Masterplan tagt Der Koordinationsbeirat „Master- plan Im Neuenheimer Feld“ tagt am Donnerstag, 1. Juli, von 18 bis 20.30 Uhr in digitaler Form. Interessierte können der Sitzung online folgen. www.heidelberg.de/ masterplan

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