Stadt und Leute

Ausgabe Nr. 47 · 19. November 2003

  ICLEI-Weltkongress in Athen
In der griechischen Hauptstadt plädierte Oberbürgermeisterin Beate Weber für Stärkung der Kommunen


Mehr als 500 Vertreter/innen von Kommunen, internationalen Organisationen und Regierungen diskutierten vom 3. bis 7. November in Athen über das Thema nachhaltige Stadtentwicklung. Der Kongress wurde veranstaltet vom Internationalen Rat für kommunale Umweltinitiativen (ICLEI) mit Unterstützung der Koalition 21, eines Zusammenschlusses von 21 Kommunen der Region Athen.

Auch Oberbürgermeisterin Beate Weber, Mitglied des ICLEI-Exekutiv-Komitees, und der Leiter des Amtes für Umweltschutz, Energie und Gesundheitsförderung, Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, waren nach Athen gekommen. Unmittelbar vor Kongresseröffnung fand ein Treffen zwischen ICLEI-Mitgliedern und Vertreter/innen des so genannten "Cardoso-Panels" statt, zu dem auch Beate Weber eingeladen war. Die im Februar 2003 gegründete Cardoso-Kommission (nach ihrem Vorsitzenden, dem ehemaligen brasilianischen Staatspräsidenten, Fernando Henrique Cardoso, benannt) will den Kontakt und die Zusammenarbeit der Vereinten Nationen (UN) mit den Kommunen, den Nichtregierungsorganisationen sowie der Wirtschaft verbessern. Die kommunalen Interessen sollen besser untereinander abgestimmt werden und stärkere Berücksichtigung in der globalen Diskussion und den Programmen der UN finden.

Bei dem Treffen erklärten die ICLEI-Mitglieder die Bedeutung der Kommunen als lokale Akteure und Ansprechpartner für die Bürger/innen und wiesen auf die vielfältigen kommunalen Aktivitäten in den Bereichen Nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und Bürgerbeteiligung hin. Oberbürgermeisterin Beate Weber betonte vor dem Hintergrund der vielfältigen Heidelberger Projekte, dass in einer Kommune eine umfassende Bürgerbeteiligung die notwendige Grundlage für Veränderungen darstelle. Sie schlug daher vor, die Position der Kommunen innerhalb der Mitgliedstaaten zu stärken und zudem die Kommunen enger in die Aktivitäten der Vereinten Nationen einzubinden.

Diskussion mit Klaus Töpfer
Im Rahmen des Kongresses "Local Action 21" fand außerdem ein Treffen von Beate Weber mit dem Direktor der Umweltbehörde der Vereinten Nationen (UNEP), Professor Klaus Töpfer, statt. Im Vordergrund dieses Treffens stand ein Erfahrungsaustausch zu den globalen Problemen Armut, Klimaveränderung und Verbrauch der natürlichen Ressourcen. Beate Weber stellte dazu die kommunalen Handlungsansätze und Lösungen vor.

Dabei herrschte Einigkeit zwischen beiden darüber, dass seit der Klima-Konferenz in Rio de Janeiro im Jahre 1992 insbesondere die Städte und Gemeinden enorme Anstrengungen zur Lösung der angesprochenen Probleme unternommen haben und eine treibende Kraft innerhalb der Gesellschaft für eine zukunftsfähige Entwicklung darstellten.

Dass den Kommunen eine Vorreiterrolle zukommt, zeigte Beate Weber als Vorsitzende auf einem Workshop zum Thema Klimaschutz. Dabei ging sie auf die zahlreichen Klimaschutzaktivitäten Heidelbergs ein und stellte Inhalte und Ziele der von ICLEI vor zehn Jahren gegründeten Kampagne "Städte für Klimaschutz" vor, an der weltweit 570 Städte teilnehmen. Man war sich einig, dass sich die Städte und Gemeinden auf dem richtigen Weg befinden, es aber weiterer Anstrengungen bedarf, um den weltweiten Energieverbrauch und die damit verbundenen klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen weiter zu verringern.
   
  ICLEI
Der Auftrag von ICLEI (Internationaler Rat für Kommunale Umweltinitiativen) ist es, eine weltweite Bewegung von Kommunen mit dem Ziel zu unterstützen, durch gemeinsames kommunales Handeln spürbare Verbesserungen der globalen Umweltbedingungen und eine zukunftsbeständige Entwicklung zu erreichen. ICLEI vertritt unter anderem die Interessen seiner Mitglieder bei nationalen Regierungen und internationalen Organisationen, um das Verständnis und die Unterstützung für kommunalen Umweltschutz und zukunftsbeständige Entwicklung zu fördern. ICLEI gehören weltweit über 350 Kommunen an.

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Stiftungsvorsitzender Roland Blatz (r) überreichte den Friedenspreis an die Aktion Schutzwall für das Völkerecht und das christlich-muslimische Friedensgebet. (Foto: Rothe)
Friedenspreis geteilt
Stiftung Heidelberger Friedenskreuz zeichnete Engagement für Verständigung aus


Die Stiftung Heidelberger Friedenskreuz hat am vergangenen Sonntag, dem Volkstrauertag, ihren diesjährigen Friedenspreis an zwei Heidelberger Initiativen vergeben: an die Aktion Völkerrecht und an das christlich-muslimische Friedensgebet der evangelischen Studentengemeinde.

Vor 50 Jahren - am 14. September 1953 - wurde das Friedenskreuz an der Speyerer Straße errichtet und geweiht. An dieser Stelle, wo Reste von Gräbern aus der Merowingerzeit (um 500) gefunden wurden, stand schon früher ein Steinkreuz mit der Jahreszahl 1224. Hauptzweck der Stiftung ist die Erhaltung des Friedenskreuzes und die jährliche Durchführung eines Kreuzwegganges zum Friedenskreuz am Karfreitag.

Gemäß ihrem Anliegen, den Frieden zu fördern, hat die Stiftung im Jahre 2001 einen Friedenspreis ins Leben gerufen. Der mit 2.500 Euro ausgestattete Preis wird in den ungeraden Jahren vergeben, in diesem Jahr somit zum zweiten Mal. Darum bewerben können sich Personen und Initiativen aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis, die sich für das Gemeinwohl und vor allem für die Verständigung zwischen deutschen und ausländischen Bürger/innen engagieren.

Das Kuratorium, dem der Stiftungsvorstand, Oberbürgermeisterin Beate Weber, die Kirchheimer Statteilvereinsvorsitzende Inge Heinzerling und der katholische Dekan Dr. Klaus von Zedtwitz angehören, hat den Friedenspreis 2003 geteilt und jeweils 1.250 Euro der Aktion Völkerrecht und dem christlich-muslimischen Friedensgebet zuerkannt.

Hinter der Aktion Völkerrecht verbirgt sich die Initiative Jugendlicher, die den "Schutzwall" auf dem Bismarckplatz errichtete, um damit sowohl gegen den Irak-Krieg zu demonstrieren als auch generell die Anerkennung des Völkerrechts einzufordern. "Dieses vorbildliche über Monate währende Engagement wurde als besonders förderwürdig erachtet", erklärte Roland Blatz, Geschäftsführer des Caritasverbandes und Vorsitzender der Stiftung Friedenskreuz. Die Initiative hat ihren "provisorischen Schutzwall für das Völkerrecht" inzwischen in der Stadtbücherei aufgebaut, wo er weiter wachsen soll.

Zum Verständnis zwischen zwei Weltreligionen trägt das christlich-muslimische Friedensgebet bei. Der Kreis trifft sich seit 1999 in der evangelischen Studentengemeinde zum Gebet für Frieden und Verständigung zwischen den Völkern und unterschiedlichen Kulturen. "Die Beteiligten setzen damit ein deutliches Zeichen der Versöhnung", unterstrich Roland Blatz die Gründe, warum auch dieser Gruppe der Preis zuerkannt wurde. (br.)

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Die Frauen vom Verein OASE (Foto: privat)
Gemeinsam leben im Alter
Der Verein OASE will eine Hausgemeinschaft mit Alten und Jungen errichten


Zwölf bis fünfzehn ältere Damen sind auf der Suche nach einem großen Haus für mehrere Wohnparteien, möglichst im Grünen. Dort wollen sie eine Hausgemeinschaft gründen mit jungen Menschen, mit Familien, mit jedem, der mitmachen will. Ein echtes Miteinander soll dort entstehen, von dem alle profitieren.

Die Frauen sind Mitglieder im Verein "OASE - Wohnprojekt für ein gemeinschaftliches Leben". Der entwickelte sich 1999 aus einer Veranstaltung der Initiative "Selbstbestimmt Wohnen im Alter", die von der Stadt Heidelberg ins Leben gerufen worden war. Im Verein wollen sie nun darauf hinwirken, dass in Heidelberg eine solche generationsübergreifende und zukunftsweisende Wohnform entsteht.

In anderen Städten, berichten Hildegard Gursch und Christiane Schubert vom Verein OASE, gebe es solche Wohn- oder Hausgemeinschaften schon. Dies zeigte auch eine Ausstellung im Prinz Carl während der Agenda-Tage im September.

Konkret sollen Hausgemeinschaften in möglichst unterschiedlicher Zusammensetzung entstehen. Das Mit- und Füreinander steht im Mittelpunkt: Man teilt sich das Einkaufen und Behördengänge, übernimmt die Kinderbetreuung oder hilft sich bei Reparaturarbeiten. Alle sind für die Hausverwaltung zuständig, man verfügt über gemeinsame Räume, entscheidet gleichberichtigt über die Regeln des Zusammenlebens und die Gestaltung des Gebäudes. Kurzum: Man lebt miteinander und wohnt nicht nur nebeneinander.

Für die Älteren bedeutet diese Gemeinschaft Schutz vor der Einsamkeit im Alter. Die Jungen profitieren von der Lebenserfahrung der Seniorinnen und Senioren. Allein erziehende Mütter können arbeiten gehen, wenn die Betreuung ihrer Kinder in der Gemeinschaft geregelt ist. Wie sich das Miteinander letztlich entwickelt, ist eine Frage, die die Beteiligten klären müssen. Was OASE aber nicht anstrebt, ist die Pflege der Alten durch die Jungen. Das sollen auch weiterhin Hilfs- und Pflegedienste übernehmen. Die Gemeinschaft sorgt aber dafür, dass pflegebedürftige Personen gar nicht oder erst sehr spät in ein Pflegeheim umziehen müssen.

Auf der Suche nach einem passenden Haus ist der Verein noch nicht fündig geworden. Die Mitglieder erhoffen sich Unterstützung von der Stadt, damit ihr Wohnprojekt bald Realität werden kann. Dadurch würde Wohnraum an anderen Stellen frei, denn häufig leben alte Menschen allein und einsam in viel zu großen Wohnungen, sagen die OASE-Frauen. (neu)
   
  Kontakt
Das nächste Treffen von OASE ist am Freitag, 28. November, 17 Uhr, im Selbsthilfe- und Projektebüro, Alte Eppelheimer Straße 38. Dort trifft man sich immer an jedem letzten Freitag im Monat.

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Die Kirchen der Weststadt: Christuskirche...




... und St. Bonifatius (r). (Fotos: Rothe)
Romanisch-gotische Schwestern
Weststadtkirchen St. Bonifatius und Christuskirche sind jeweils 100 Jahre alt


Die beiden Kirchen in der Weststadt - die katholische St. Bonifatiuskirche am Wilhelmsplatz und die evangelische Christuskirche an der Zähringerstraße - bestehen seit jeweils 100 Jahren und feiern gemeinsam Jubiläum.

Der Bau der Weststadt begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als erste planmäßige Stadterweiterung Heidelbergs. Um die Wende zum 20. Jahrhundert planten und errichteten die beiden christlichen Gemeinden ihre Kirchen in dem neuen Stadtteil.

St. Bonifatius geht auf einen Entwurf des (unter anderem als Planer des Alten Hallenbads bekannten) Architekten Franz-Sales Kuhn zurück. Ausgeführt wurde jedoch eine stark überarbeitete Planung von Ludwig Maier (auch Architekt der St. Raphaelskirche in Neuenheim). Die von zwei Türmen überragte dreischiffige Basilika ist der rheinischen Romanik nachempfunden. Baubeginn war 1899, am 10. Oktober 1903 wurde die Bonifatiuskirche geweiht.

Architekt der Christuskirche war Hermann Behagel. Die zweischiffige Saalkirche zeigt Stilelemente der Gotik und der Renaissance. Behagel hat in Heidelberg zahlreiche Spuren als Kirchenbauer hinterlassen: Noch vor der Christuskirche (Baubeginn 1900, Einweihung am 3. Januar 1904) entwarf er die (neue) Johanneskirche in Neuenheim und danach die Kreuzkirche Wieblingen und die Friedenskirche in Handschuhsheim.

Bis Juni nächsten Jahres begehen beide Gemeinden die Geburtstage ihrer Gotteshäuser mit Festveranstaltungen, Vorträgen, Konzerten und Gottesdiensten. Das gemeinsame Jubiläumsprogramm liegt in beiden Kirchen aus und steht im Internet unter www.bonifatius-hd.de/jubilaeum. Abschluss und Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen wird im Juni 2004 ein großes Straßenfest zwischen Wilhelmsplatz und Zähringerstraße, das beide Kirchen verbindet. (br.)

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Szene aus "Der kleine Esel und sein Geschenk für Jaki", das am 9. Dezember wieder im Kinder- und Jugendtheater aufgeführt wird. (Foto: Zwinger 3)
Heidelberger Leander vergeben
Rindert Kromhout und Annemarie van Haeringen erhielten die Auszeichnung


Auch in diesem Jahr wurde er wieder vergeben, der "Heidelberger Leander", ein Preis für "Autoren, die sich um die kindliche Entwicklung verdient gemacht haben", so die Stifterin des Preises, Gabriele Hofmann.

Zum ersten Mal erhielten ein Autor und eine Zeichnerin einen Heidelberger Leander. Der holländische Kinder- und Jugendbuchautor Rindert Kromhout und die holländische Grafikerin Annemarie van Haeringen haben mit dem Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren "Der Kleine Esel und sein Geschenk für Jaki" eine kleine Studie des Schenkens geschaffen, die in positiver Weise die Schwierigkeiten des Besitzens und Loslassens behandelt.

Das Buch erzählt die Geschichte vom kleinen Esel, der für seinen Freund Jaki ein Geburtstagsgeschenk aussucht, das ihm so gut gefällt, dass er es für sich behalten möchte. Aber Mama Esel achtet darauf, dass Jaki sein Geschenk, einen roten Papierdrachen, auch bekommt...

"Der kleine Esel und sein Geschenk für Jaki" wurde zu Beginn der Spielzeit 2003/04 im Heidelberger Kinder- und Jugendtheater Zwinger 3 in einer Bearbeitung von Regisseurin Ulrike Kerndle erfolgreich uraufgeführt. Die Verleihung des Preises fand daher im Anschluss an eine Vorstellung statt.

Die nächsten Aufführungen sind am Dienstag, 9. Dezember, um 9.30 und 11.30 Uhr im Kinder- und Jugendtheater, Zwingerstraße 3-5. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 58-3550 und in der Dramaturgie des Kinder- und Jugendtheaters, Telefon 58-3551.

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  Afrika in der vhs
Veranstaltungsreihe über den "vergessenen Kontinent"


Zurzeit läuft eine Schwerpunktreihe in der Volkshochschule, die den Kontinent Afrika näher vorstellen möchte, um die oft eingeschränkte europäische Sichtweise zu einer differenzierteren Betrachtung zu erweitern.

Auf dem Programm stehen noch bis Anfang 2004 eine Ausstellung von Acrylbildern und Materialdrucken der Künstlerin Grante Ngirandi (bis 16. Januar 2004), ein Kurs über Masken, Fetische und Kopfschmuck (12. bis 15. Dezember), ein Workshop zu westafrikanischem Tanz (29./30. November im Karlstorbahnhof), oder ein Film über das Zusammentreffen traditioneller und westlicher Medizin (28. November). Afrikanische Küche mit Papaya und Kokos kann man noch am 15. Dezember entdecken (der erste Kurs ist schon belegt), über Tradition, Moderne und Kitsch in der afrikanischen Kunst spricht am 20. November Dr. Hermann Forkl und ob Namibia wirklich das "Traumland Südwest" ist, hinterfragt am 15. Januar 2004 Professor Dr. Bernhard Eitel.

Weitere Angaben zum Programm im Internet unter www.vhs-hd.de. Alle Veranstaltungen finden, soweit nicht anders vermerkt, in den Räumen der Volkshochschule, Bergheimer Straße 76, statt.

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  Durchs Internet in die Kurpfalz
Heidelberger Historiker zeigen die Wege


Heidelberger Historiker haben unter www.kurpfalz-geschichte.de eine "Virtuelle Bibliothek zur Geschichte der Kurpfalz" (VLGK) aufgebaut. Das Projekt ist Teil der internationalen "Virtual Library Geschichte" und weltweit mit ähnlichen Projekten vernetzt. Mit Hilfe der VLGK gelangt man per Mausklick gezielt auf Web-Seiten zur historischen Kurpfalz.

Vor 200 Jahren - 1803 - wurde die Kurpfalz als eigenständiges Territorium aufgelöst. Ihre Geschichte lebt aber im Bewusstsein vieler Menschen, in Denkmälern, Symbolen und Traditionen - vor allem in den ehemals kurpfälzischen Kerngebieten um Heidelberg und Mannheim - fort.

Das zeigt unter anderem die wachsende Zahl von Web-Seiten, die sich mit der Geschichte der Kurpfalz beschäftigen. Bisher waren diese Seiten nur selten untereinander verknüpft oder systematisch gebündelt. Wer sich einen Überblick verschaffen wollte, musste sich selbst auf Suche begeben.

Über die VLGK-Homepage ist jetzt ein leichter und gezielter Zugriff auf die im Internet verstreuten Angebote möglich. In der VLGK sind Links zu seriösen Web-Seiten mit Informationen zur historischen Kurpfalz gesammelt, thematisch gegliedert und wissenschaftlich kommentiert. Die Historiker/innen der Redaktion prüfen jede neu zu verlinkende Internet-Seite.

Entstanden ist das Projekt am Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde (FPI) der Universität in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek. "Wir möchten die interessierte breite Öffentlichkeit ebenso erreichen wie das wissenschaftliche Publikum", betont der Leiter des Projekts, FPI-Direktor Prof. Dr. Stefan Weinfurter. Das Redaktionsteam freut sich über Anregungen, Hinweise und Rückmeldungen unter der E-Mail-Adresse kurpfalz-geschichte@urz.uni-heidelberg.de.

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  Adressbücher im Netz
Uni-Bibliothek hat Jahrgänge 1839 bis 1945 digitalisiert


Die Universitätsbibliothek (UB) hat die Heidelberger Adressbücher vom ersten Jahrgang 1839 bis zum Jahrgang 1945 digitalisiert und stellt sie als einzigartige Quelle für die personen- und stadtgeschichtliche Forschung im Internet bereit.

Die in der UB aufbewahrten Originalbände sind durch rege Nutzung und fortschreitenden Papierzerfall stark gefährdet und stehen für Benutzer nur eingeschränkt zur Verfügung. Auf den Internet-Seiten der Universitätsbibliothek können die Adressbücher kostenlos eingesehen werden (http://adrHD.uni-hd.de). Dr. Veit Probst, Direktor der Universitätsbibliothek, stellte das neue Angebot jetzt in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Jürgen Beß vor.

Heidelberger Adressbücher wurden bis 1878 alle zwei Jahre herausgegeben, seither jährlich. Bis 1945 erschienen insgesamt rund 40.000 Seiten. Sie wurden von Mikrofilmen des Stadtarchivs Heidelberg in der Digitalisierungswerkstatt der UB mit einem Mikroformscanner digitalisiert und anschließend für die Internet-Präsentation aufbereitet. Neben dem Stadtarchiv unterstützte auch die Stadt-Heidelberg-Stiftung die Digitalisierung.

Die Bände bieten nach Namen, Straßen und Branchen geordnete Informationen zu Einwohnern, Behörden und Vereinen, zu Sehenswürdigkeiten und Verkehrsverbindungen und enthalten Werbe- und Geschäftsanzeigen.

Heidelberg ist die zweite Stadt in Deutschland, in der ein solcher Service angeboten wird. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin hat vor kurzem die Jahrgänge 1799 bis 1943 des Berliner Adressbuches (allerdings kostenpflichtig) ins Internet gestellt.

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  Zur Inhaltsangabe STADTBLATT



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Stand: 18. November 2003