Titel

Ausgabe Nr. 43 · 25. Oktober 2000



Eines der drei Plakate, die zu mehr Sauberkeit in der Stadt aufrufen. (Gestaltung: Agentur mërz punkt)

Wir kehren uns drum! Sie auch?

Stadt Heidelberg startet Plakatkampagne für eine saubere Stadt


"Platzherren", "Tierpfleger" und "Könige der Straße" heißen die Sympathieträger der Plakatkampagne der Stadt Heidelberg für eine saubere Stadt, die Mitte Oktober gestartet wird. Vier Herren auf den Plakaten fordern freundlich lächelnd in Straßenreiniger-Montur die Bürger/innen und Gäste Heidelbergs dazu auf, gemeinsam für ein sauberes Heidelberg zu sorgen.

Sie sind keine Kunstfiguren oder Schauspieler, sondern Straßenkehrer vom Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Heidelberg. Und die bieten ihren Service an: "Dreck entdeckt? Wir kümmern uns drum. Servicetelefon 582938".

45 Mitarbeiter sind im Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung damit beschäftigt, beachtliche Mengen Abfall von Plätzen, Straßen und Gehwegen Heidelbergs einzusammeln. 1.203 Tonnen Straßenkehricht und 900 Tonnen Papierkorbabfälle waren es 1999. Dennoch gibt es immer wieder Klagen über Schmuddelecken. "Die beste Straßenreinigung nützt nichts, wenn sich nicht jede und jeder dafür verantwortlich fühlt, dass es auf Heidelbergs Straßen sauber bleibt", appelliert Oberbürgermeisterin Beate Weber an alle, die in Heidelberg leben oder zu Gast sind und fügt hinzu: "Den eigenen Abfall ordentlich zu entsorgen, ist eine Sache der gegenseitigen Rücksichtnahme." Die Oberbürgermeisterin machte auch darauf aufmerksam, dass die ordentliche Entsorgung von Essensabfällen die Verbreitung von Ratten in der Stadt verhindert.

Mitverantwortung und Engagement zur Mitarbeit zu wecken, ist das Anliegen der Plakatkampagne, die in verschiedene städtische Angebote und Aktivitäten für eine saubere Stadt eingebettet ist. So bietet die Stadtreinigung den Bürgerinnen und Bürgern eine Telefon-Hotline an. Unter Telefon 58 29 38 können Schmutzecken gemeldet, aber auch Beschwerden und Anregungen schnell an die Zuständigen weitergegeben werden. Die Nummer ist auch auf den Plakaten zu finden.

Damit der Verpackungsmüll von Einkäufen und Imbissen nicht auf der Straße landet, wurde die Anzahl der Papier- und Abfallkörbe im ganzen Innenstadtbereich erhöht. Geleert werden die Papierkörbe von den Mitarbeitern der Straßenreinigung werktags zwei bis drei Mal täglich und am Wochenende ein bis zwei Mal pro Tag. Überfüllte Papierkörbe sind daher ein seltenes Bild.

Die jährlich stattfindende Frühjahrsputzaktion ist ein weiteres Angebot der Stadt, gemeinsam für ein sauberes Heidelberg zu sorgen. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, Gruppen, Schulklassen, Vereine und Institutionen sind Jahr für Jahr dabei.

Um die Beseitigung von wilden Müllablagerungen, wie ausrangierte Polstergarnituren oder alte Autoreifen in der Natur, kümmert sich seit Jahren eine Arbeitsgruppe der Heidelberger Dienste. Bestimmte Stellen im Stadtgebiet, an denen immer wieder verbotene Müllablagerungen auftreten, reinigt sie regelmäßig und entfernt gemeldete Müllfunde.

Ein immer wieder kehrendes Thema im Rahmen einer sauberen Stadt ist der Hundekot, dem auch ein Plakatmotiv gewidmet wurde. Darüber hinaus hat die Stadt Hundebesitzerinnen und -besitzer schon häufig darüber informiert, wie mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner umgegangen werden sollte. So ist es zulässig, die Häufchen in die Straßenrinne oder den Gully zu verfrachten. Außerdem können gegen ein geringes Entgelt Hundekot-Tütchen bei den Bürgerämtern erworben werden. Bei Beschwerden wird das "Hundekotmobil" zur Reinigung ausgesandt. Auch Bürgerinnen und Bürger machen die Hundebesitzer/innen in den verschiedenen Stadtteilen immer wieder mit Infoständen und Aktionen auf das Problem aufmerksam.

Um bereits die jungen Heidelberger/innen für das Thema saubere Stadt zu sensibilisieren, wurde im Rahmen des Feriensommer-Angebots der Kinder- und Jugendförderung ein "Ausbildungskurs" für Mülldetektive angeboten. Unter Anleitung von Mitarbeiterinnen des Amts für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung und der Ökologischen Forschungsstation beschäftigten sich die Kinder unter dem Motto "Dem Müll auf der Spur" mit wilden Müllablagerungen im Stadtgebiet.

Oberbürgermeisterin Beate Weber: "Wir hoffen, dass wir mit dieser Plakatkampagne der gemeinsamen Verantwortung für ein sauberes und lebenswertes Heidelberg einen neuen Impuls geben. Ein gepflegtes Heidelberg kann nicht allein Sache der Stadtverwaltung sein, sondern sollte ein Anliegen aller sein, die in Heidelberg leben." (brö)

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Stand: 24. Oktober 2000