Ausgabe Nr. 23 · 5. Juni 2002



Das Plakat zur TREND-Energie und dem Solarboot-Cup (Entwurf: Heuer und Wolf)

Internationaler Tag der Umwelt

Der 5. Juni steht dieses Jahr unter dem Motto "Nachhaltige Entwicklung - eine Chance für die Zukunft"


Zur Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen dieses Datum zum "Tag der Umwelt" erklärt.

Die Bund-Länder-Umweltminister-Konferenz beschloss im Jahre 1976, diesen Tag jährlich auch in der Bundesrepublik Deutschland zu begehen. Das Motto für den diesjährigen "Tag der Umwelt" am 5. Juni lautet "Nachhaltige Entwicklung - eine Chance für die Zukunft"

Anlässlich des Aktionstages macht das Amt für Umweltschutz, Energie und Gesundheitsförderung auf diverse Veranstaltungen in nächster Zeit aufmerksam (siehe Tabelle).
 
Veranstaltung Datum Uhrzeit Ort

Tag der Artenvielfalt 8. Juni 2002 Ganztägig, zahlreiche Einzelveranstaltungen In und rund um Heidelberg siehe www.artenvielfaltstag.de

Trend Energie 15./16. Juni 2002 10.00 - 18.00 Uhr Universitätsplatz

Solarboot-Cup 15./16. Juni 2002 ab 11.00 Uhr Neckar/Neckarwiese

Mobil ohne Auto 16. Juni 2002 10.00 - 17.00 Uhr Am unteren Neckar in Heidelberg,
Schwabenheimer Hof, Ladenburg,
Neckarhausen, Mannheim
   
  Tag der Artenvielfalt
Am 8. Juni findet der 2. Heidelberger Tag der Artenvielfalt statt. Das Zoologische Institut hat wieder viele interessante Exkursionen zu den verschiedensten Themen zusammengestellt. In diesem Rahmen bietet auch das Amt für Umweltschutz, Energie und Gesundheitsförderung speziell für Kinder Expeditionen an.

Mehr Informationen findet man unter www.artenvielfaltstag.de. Das Programm liegt in allen Bürgerämtern, der Stadtbücherei und dem Zoologischen Institut aus. In zahlreichen Veranstaltungen, insbesondere für Kinder, sind noch Plätze frei! Anmeldung unter Telefon 545656 oder E-Mail: anmeldung@artenvielfaltstag.de.

TREND-Energie
Die Messe rund um die Themen Erneuerbare Energien und rationelle Energieverwendung findet am 15./16. Juni auf dem Universitätsplatz statt. Auf rund 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gibt es Aktuelles zum Thema für Handwerker, Ingenieure, Behördenvertreter, Häuslebauer und Freunde der regenerativen Energien. Schwerpunkt der Messe ist diesmal das Thema Holz und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Holznutzung.

Unternehmen, die sich mit einem Messestand, einem Fachvortrag einer Aktion oder Vorführung beteiligen möchten, wenden sich bitte an Heuer & Wolf Verlag und Umweltmessen GmbH, Hostackerweg 21, 69198 Schriesheim, Tel. 06220/6562, Fax 06220/911023.

3. Heidelberger Solarboot-Cup
Der 3. Heidelberger Solarboot-Cup am 15./16. Juni zwischen Ernst-Walz und Theodor-Heuss-Brücke ist ein Lauf zur Deutschen Solarboot-Meisterschaft. Im Auftrag der Stadt organisiert die Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden die Veranstaltung. Die Stadtwerke Heidelberg AG unterstützt die Regatta. Ihre Leistung zeigen die ausschließlich von der Sonne angetriebenen Boote jeweils auf 30 Kilometer Langstrecke, beim Sprint und beim Slalom.

Mobil ohne Auto
Im Rahmen der landesweiten Aktion "Mobil ohne Auto" bieten die Kommunen Heidelberg, Ladenburg, Edingen-Neckarhausen und Mannheim ebenfalls am 16. Juni ein gemeinsames Programm an. Dazu wird ein die Kommunen verbindender Streckenabschnitt ausgewiesen, an dem sich mehrere Stationen mit Aktionsprogrammen befinden. Der Weg kann zu Fuß (geführte Wanderungen), per Rad oder mit Inlineskates, mit der Bahn oder per Schiff zurückgelegt werden. In Heidelberg ist das Programm mit der gleichzeitig stattfindenden "TREND Energie" verknüpft.

Informationen
Mehr Informationen zur TREND-Energie, zum Solarboot-Cup und zur Aktion "Mobil ohne Auto" enthält eine Sonderbeilage des STADTBLATTs, die am 12. Juni erscheinen wird.

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Die Teilnehmer der Auftaktsitzung des Heidelberg-Kreises Klimaschutz und Energie. (Foto: Umweltamt)

Treibhausgase weiter vermindern

Heidelberg-Kreis Klimaschutz & Energie erstmalig zusammengekommen


Das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid möchte der neu gegründete Heidelberg-Kreis Klimaschutz & Energie in Zukunft weiter reduzieren. Die Auftaktsitzung unter dem Vorsitz von Oberbürgermeisterin Beate Weber fand in der Print Media Academy statt.

Die Mitglieder setzen sich aus Vertreter/innen namhafter Heidelberger Firmen, von Wohnungsunternehmen, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der Universität, der Architektenkammer, von Umweltverbänden, der Stadtwerke, der US Army und der Sparkasse zusammen.

Der Heidelberg-Kreis Klimaschutz & Energie ist die oberste Ebene in einer dreistufigen Struktur. Zusammen mit wichtigen Entscheidungsträgern sollen dort die bisherigen Leitlinien der Heidelberger Klimaschutzpolitik weiterentwickelt, neue Kooperationen aufgebaut und Klimaschutzprojekte bei wichtigen Akteursgruppen verankert werden. Auf der zweiten Ebene ist der Koordinationskreis Energie angesiedelt, der den Heidelberg-Kreis konzeptionell unterstützen, Ideen und Strategien weiter konkretisieren und den Erfahrungsaustausch in der dritten Ebene der Projekt-Arbeitsgruppen fördern soll.

Der 4. CO2-Umsetzungsbericht hat gezeigt, dass das städtische Ziel einer Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 20 Prozent bis zum Jahr 2005 (bezogen auf 1987) bei weitem noch nicht erreicht ist. Die Kohlendioxid-Emissionen stiegen insgesamt in Heidelberg 1999 im Vergleich zu 1987 sogar um 6 Prozent (ohne Verkehr) an.

Die Stadt Heidelberg geht zwar mit gutem Beispiel voran und konnte die Kohlendioxid-Emissionen der kommunalen Gebäude aufgrund des erfolgreichen Energiemanagements seit 1993 kontinuierlich um mehr als 30 Prozent senken, aber gerade im Bereich der nichtstädtischen öffentlichen Einrichtungen und des Gewerbes sind leider hohe Zuwächse (plus 10 bzw. 24 Prozent) zu verzeichnen.

Konkreter Handlungsbedarf besteht insbesondere beim Stromverbrauch der privaten Haushalte, beim Heizenergieverbrauch der Mehrfamilienhäuser, der Senkung des Energieverbrauchs im Gewerbe und bei den nichtstädtischen öffentlichen Einrichtungen.

Der Heidelberg-Kreis Klimaschutz und Energie ist zunächst auf die Dauer von zwei Jahren angelegt und tagt unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Eckart Würzner halbjährlich. Als wichtige Ziele des neu gegründeten Gremiums wurden auf der ersten Sitzung die Definition von Klimaschutzstandards und die Möglichkeit der Einrichtung eines Klimaschutzfonds festgelegt. Weiter drehten sich Diskussion und Information um das Thema "Schaffung der zur Umsetzung der Klimaschutzziele notwendigen betriebsinternen Strukturen".

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Ozonsaison beginnt

Werte in Heidelberg unter Telefon 58-4545 abrufbar


Mit den ersten warmen Tagen steigt auch die Gefahr erhöhter Ozonkonzentrationen, die bei empfindlichen Personen, Kindern und alten Menschen Schleimhautreizungen hervorrufen können.

In den Heidelberger Messstationen Berliner Straße und Tiergarten-Schwimmbad wurde bereits an mehreren Tagen der Achtstundenmittelwert von 110 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m3) überschritten. Am 17. Mai wurde am Schwimmbad mit 177 µg/m3 der in diesem Jahr bisher höchste Halbstundenwert erreicht.

Nachdem es seit dem Jahr 2000 keine Sommersmogverordnung mehr gibt, bleibt als Sofortmaßnahme nur die Information und die Empfehlung, bei sehr hohen Werten (Faustregel: wenn es sehr warm ist) sich nicht körperlich anzustrengen oder gar den Aufenthalt im Freien zu meiden. Die Stadt Heidelberg bietet unter der Telefonnummer 58-4545 einen Ozon-Ansagedienst, der die aktuellen Werte der Heidelberger Messstationen, Prognosen und Verhaltensempfehlungen ansagt. Der Verlauf der Ozonkonzentration der vergangenen Woche wird ab kommender Woche wieder regelmäßig im Stadtblatt veröffentlicht.

Für alle Messstationen Baden-Württembergs sind die aktuellen Werte bei der UMEG unter der Telefon-Nummer 0721-751076 abzufragen. Außerdem sind die aktuellen Werte über Videotext - SWR Tafeln 174-177 (stündliche Aktualisierung, bis September) und Internet unter www.umeg.de/messwerte/index.html - abrufbar. Das Umweltbundesamt bietet unter der Internet-Adresse www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/aod.htm einen bundesweit gültigen Ozon-Service.

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Stand: 4. Juni 2002