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stadtblatt  / 18. April 2018 2 CDU Prof. apl. Dr. Nicole Marmé Masterplan Neuenheimer Feld – Jetzt Zukunft gestalten! Das Neuenheimer Feld mit großen Teilen der Universität, den Kliniken, der Pädagogischen Hochschule,dem DKFZ und vielen weiteren Einrich- tungen wie bspw. Zoo, Springer-Ver- lag und Jugendherberge ist zweifels- ohne einer der bedeutendsten Orte Heidelbergs und eng mit der wis- senschaftlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung sowie mit dem inter- nationalen Ansehen unserer Stadt verbunden. Mittlerweile sind die Grenzen in vielen Bereichen – von Bebauung bis Verkehrsinfrastruktur – längst erreicht oder schon über- schritten. Jetzt ist es an der Zeit, einen Mas- terplan zur Entwicklung des Neuen- heimer Feldes für die nächsten Jahr- zehnte zu erstellen. Aufgrund der besonderen Lage ist eine einfache Lösung, wie großflächige Erweite- rung oder ein unkomplizierter Aus- bau der Infrastruktur nicht möglich. Hinzu kommt, dass sehr viele Bür- gerinnen und Bürger, Interessen- gemeinschaften, Vereine und Ein- richtungen von jeder Änderung im Neuenheimer Feld direkt oder indi- rekt betroffen sind. Mit einem Bür- gerbeteiligungsverfahren wird der Versuch unternommen, dieses Pro- blem als Chance zu begreifen und durch die Einbindung möglichst vieler Interessierten, Beteiligten und Betroffenen in die Zukunftspla- nung zu guten Lösungen von aktuel- len und zukünftigen Problemen zu gelangen. DieAuftaktveranstaltung am letzten Mittwoch, an der sich ca. 300 Bürge- rinnen und Bürger, sowie über 30 Einrichtungen und Initiativen be- teiligt haben, hat gezeigt, dass es ein großes öffentliches Interesse gibt und dass sich sehr viele Menschen mit auf den langen Weg machen wollen, Entwicklungsmöglichkeiten mit allen Chancen und Risiken zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Sollte am Ende des fast zwei Jahre andauernden Prozesses – wie so oft in großen Diskussionsrunden – nur der kleinste gemeinsame Nenner herauskommen, würde das Neuen- heimer Feld und damit die gesamte Stadt erheblich an Zukunftsfähig- keit verlieren. Ich würde mich freuen, wenn sich alle Akteure mit ihrem Wissen und ihren kreativen Ideen konstruktiv an diesem Verfahren beteiligen und nicht nur nach Minimal-Kompro- missen suchen, sondern sich über eigene Interessen hinweg in einem großen Wurf auf ein geeignetes in- novatives zukunftsfähiges Konzept für alle Beteiligten verständigen. Als Vertreterin für die CDU-Frakti- on im Masterplanprozess können Sie mich jederzeit unter marme@ cdu-fraktion-hd.de kontaktieren. Ich freue mich auf spannende Dis- kussionen, Fragen und Ideen, Ihre Nicole Marmé 06221 58-47160 info@cdu-fraktion-hd.de Bündnis 90/Die Grünen Kathrin Rabus 10 Jahre Queer-Festival Im letzten Jahr hat der Bundestag die „Ehe für alle“ beschlossen – ein wichtiger Schritt zur Gleichberech- tigung von homosexuellen Men- schen. Doch damit ist es natürlich nicht getan: Im Alltag werden Les- ben und Schwule immer noch häufig diskriminiert, es gibt Übergriffe und Vorurteile gegenüber allen sexuel- len Minderheiten. Alle, die in ihrer körperlichen oder sexuellen Iden- tität anders sind als die vermeintli- che „Normalnorm“, müssen täglich dafür kämpfen, leben und lieben zu dürfen, wie sie wollen. Es gibt noch viel zu tun auf dem Weg zu einer umfassenden Akzeptanz der Vielfalt der sexuellen und geschlechtlichen Identitäten. Deshalb bin ich sehr froh über das Queer-Festival in Heidelberg, das in diesem Jahr sein 10. Jubiläum feiert. Was als kleines Wochenend-Ereig- nis begann, strahlt heute als eines der ersten und größten Festivals für queere Kultur weit über die Grenzen Heidelbergs hinaus. Kamen bei der Premiere noch 300 Besucher, waren es vergangenes Jahr 4000. Und für das diesjährige, zehnte Jubiläums- festival haben die Macher*innen um Martin Müller und Dominic Hau- ser im Karlstorbahnhof wieder ein fulminantes Programm aus Lesun- gen, Party, Performance, Musik und Diskussionen zusammengestellt. Dieses Festival bereichert die Kul- turlandschaft Heidelbergs und setzt zugleich ein deutliches und lebendi- ges Zeichen für Vielfalt und Akzep- tanz, indem es queeres Leben sicht- bar macht. Kunst und Kultur helfen immer, Verständnis zu schaffen und Horizonte zu erweitern. Die Stadt Heidelberg unterstützt das Festival, dessen Anspruch die Initi- ator*innen auf der Website des Fes- tivals darin sehen, „sich nicht nur auf eine Gruppe der LSBTTIQ Com- munity zu konzentrieren, sondern ein Angebot zu schaffen, das der bunten und heterogenen Szene ge- recht wird“. Dieser Herausforderung stellen sie sich seit zehn Jahren mit großem Erfolg. Vielen herzlichen Dank dafür. Es ist großartig, dass Heidelberg sich an dieser Stelle ein bisschenwie eine richtige Großstadt anfühlt. Schon vor Wochen habe ich mir ei- nige Künstler*innen fest im Kalen- der notiert und ich freue mich sehr darauf. Ganz besonders möchte ich das Queer-Festival all jenen, die es noch nicht kennen, ans Herz legen. Schauen Sie sich das Programm an, kommen Sie in den Karlstorbahnhof, feiern Sie mit! Terminhinweis: Anders Wirtschaf- ten – Gemeinwohlökonomie von Kommune bis Europa. Anna De- parnay-Grunenberg diskutiert mit Fachleuten am Mi., 18.4. um 20 Uhr im Literaturcafé (Stadtbücherei) da- rüber, wie eine andere Wirtschaft aussehen kann, die dem Wohl aller verpflichtet ist. 06221 58-47170 geschaeftsstelle@gruene- fraktion.heidelberg.de SPD Mathias Michalski Tarifrunde öffentlicher Dienst 2018 Verantwortung für die überneh- men, die jeden Tag Verantwortung für uns übernehmen – das ist mei- ne Anforderung an ein Ergebnis aus der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst 2018. Ob die Bus- und Stra- ßenbahnfahrerin, die Menschen, die den Müll abholen, die Erzieherinnen und Erzieher oder der freundliche Berater in der Sparkasse vor Ort und vor allem die Beschäftigten unserer Stadtverwaltung – all diese Men- schen und noch viele mehr tragen Verantwortung für uns und mit der Tarifrunde 2018 können wir zeigen, dass wir solidarisch sind,Verantwor- tung für diese Menschen überneh- men und die nötige Wertschätzung ausdrücken. In dieser Tarifrunde geht es ummehr als die Entlohnung. Laut einer Prognose fehlen bis 2030 rund 800.000 Stellen imöffentlichen Dienst. Die Gewinnung neuer Fach- kräfte sowie die Bindung der beste- henden Beschäftigten ist eine weg- weisende Zukunftsaufgabe. In der Metropolregion Rhein-Neckar wird es einen Wettbewerb um qualifizier- tes Personal geben und wer dann eine Strategie mit prekären Beschäf- tigungsverhältnissen, bescheidener Bezahlung und geringen Aufstiegs- chancen fährt, wird ins Hintertref- fen geraten. Dies gilt für alle Berei- che des öffentlichen Dienstes über die Rathäuser hinaus. 2018 wird der Grundstein mit dieser Tarifrunde gelegt, dass der öffentliche Dienst nicht ins Hintertreffen gerät. Das Ergebnis wird Signalwirkung für die Beschäftigten der Bundesländer ha- ben, also beispielsweise für unsere Polizeibeamtinnen und -beamten vor Ort. Also liebe Heidelbergerin- nen und Heidelberger, nicht ärgern, wenn die Straßenbahn nicht fährt oder der Müll nicht abgeholt wird. Hinter Ihrem Ärgernis stehen Men- schen, die Verantwortung für Sie übernehmen – in Krankenhäusern, im Rathaus, in der Pflege oder am Steuer eines Linienbusses und noch viele mehr. Sie sind es wert – meint Ihr Stadtrat Mathias Michalski mit einem solidarischen Gruß. 06221 58-4715-0/-1 geschaeftsstelle@spd-fraktion. heidelberg.de Fraktionsgemeinschaft GAL/HDp&e Michael Pfeiffer 3.Heidelberger Radparade Heidelberg entwickelt sich im- mer mehr zu einer Fahrradstadt. STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT

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