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stadtblatt  / 31. Januar 2018 3 In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen die Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte. GEMEINDERAT ONLINE Weitere Meldungen aus dem Gemeinderat und den Ausschüssen sind unter www.heidelberg.de/gemeinderat zu finden. STIMMEN AUS DEM GEMEINDERAT Fraktionsgemeinschaft GAL/HDp&e Judith Marggraf Die Gemeinderatsklausur ... ... vom vorletzten Wochenende hat durch Teil- und Fehlinformationen in der Öffentlichkeit zu einiger Auf- regung geführt. Dabei ging es um nicht mehr und nicht weniger als eine Diskussion über Soll und Haben der städtischen Finanzen. Heidelberg hat in den letzten Jahren viel investiert und viele Projekte auf den Weg gebracht. In diesem Tempo und ohne Schwerpunkte kann das nicht weitergehen, sonst steigen die Schulden in nicht mehr vertretbare Höhen. Als ‚guten Haushältern‘ ist uns klar, dass es jetzt darum geht, sowohl zu sparen als auch die Ein- nahmen zu erhöhen.Und wenn man nicht aus demVollen schöpfen kann, müssen auch Prioritäten gesetzt werden. Da der größte Teil des städtischen Haushaltes durch sog. Pflichtaufga- ben gebunden ist, sind die Spielräu- me nicht riesig. Da auch hier Pflicht immer vor Kür geht, geht es also vorrangig um den Bestand: Schulen, Straßen, Mobilitätsnetz,Wohnungs- bau und Konversionsflächen. „Nice to have“-Projekte müssen zumin- dest zeitlich auf den Prüfstand. i nfo@gal-heidelberg.de DIE HEIDELBERGER Karlheinz Rehm Freilaufende Hunde Die Nachricht über die gejagte und totgebissene Nilgans auf der Ne- ckarwiese veranlasst mich, das The- ma auch hier nochmals aufzugrei- fen: Leider meinen einige Hundebesit- zer, dass man grundsätzlich immer und überall seine Hunde freilaufen lassen muss und auch darf! Auch die Nachrichten, dass in Rohr- bachs Weinbergen ein Reh von ei- nem streunenden Hund gerissen wurde oder dass vor Kurzem im Kirchheimer Feld eine Radfahrerin von einem freilaufenden Hund zu Fall gebracht wurde und sich erheb- lich verletzte, lassen mich an der Sorgfaltspflicht so mancher Hunde- besitzer zweifeln. Auch ist es nicht nachvollziehbar, dass die Felder und Biotope als Hun- deklo und Spielwiese angesehen werden. Somit mein Appell: Lassen Sie Ihre Hunde, wenn überhaupt, nur auf Wegen unter Aufsicht freilaufen, nutzen Sie die ausgewiesenen Hun- dewiesen zum Spielen und Toben für Ihre Hunde und lassen Sie uns gemeinsam aufeinander Rücksicht nehmen! Denn ich sage auch aus- drücklich: Es gibt die Hundebesit- zer, die ihren Hund sofort anleinen, wenn ihnen Spaziergänger, Fahrrad- fahrer oder Autos entgegenkommen, die die Hunde nur auf den Wegen laufen lassen und die die „Häuf- chen“ entsorgen. i nfo@dieheidelberger.de FWV Dr. Simone Schenk Bergheim.Next Generation In der Diskussion um die Verlage- rung des Betriebshofes frage ich mich, was wird die nächste Genera- tion über unsere Entscheidung den- ken, sollten wir uns gegen eine Ver- lagerung entscheiden und damit die Entwicklung eines attraktiven zen- tralen Wohn- und Geschäftsviertels mit einer öffentlichen Grünfläche verhindern. Bergheim wäre dann auf Jahrzehnte im wahrsten Sinne des Wortes „block-iert“. Auch ich sehe den vorgeschlagenen Standort am Ochsenkopf kritisch, weil wohl zu klein, und ich verstehe nicht, wieso das Airfield überhaupt nicht in Frage kommt. Allerdings bin ich auch keine Expertin.Ich teile jedoch die Überzeugung, dass die Ochsen- kopfwiese (im Gewerbegebiet zwi- schen Autobahn und Bahngleisen) nur deshalb so artenreich ist, weil meist menschenleer. Ich schicke ei- nen Gruß in den Himmel zu NilsWe- ber, der schon 2014, genauso wie der damalige Bezirksbeirat Bergheim, eine Verlagerung des Betriebshofes aus dem Stadtteil gefordert hat. Ich bin überzeugt, hier könnte jetzt et- was richtig Gutes für unsere Stadt und die nächste jüngere Generation ihrer Bürger entstehen. simoneschenk@web.de Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Piraten Bernd Zieger Barrierefreie Wohnungen Die Fraktion DIE LINKE/PIRATEN setzt sich für eine deutliche Erhö- hung der Zahl der barrierefreien bzw. rollstuhlgerechtenWohnungen ein. Zur Analyse des Marktangebots und des Bestandes bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGH ha- ben wir Statistiken angefordert. Lei- der gibt es keine positive Antwort.Es sei schwierig, eine allgemeine Defi- nition der Begriffe barrierefrei, roll- stuhlgerecht, behindertengerecht und seniorengerecht zu finden. Auf dem Hospital sollen mehr barri- erefreie bzw. rollstuhlgerechte Woh- nungen entstehen, als dies nach den Gesetzen erforderlich wäre. Wir fra- gen uns,wie man die Zielerreichung kontrollieren kann, und geben uns mit der Antwort der Verwaltung nicht zufrieden.Dabei ist uns die Zu- sammenarbeit mit Beirat von Men- schen mit Behinderungen wichtig. i nfo@linke-piraten-hd.de AfD Anja Markmann Bahnhofsplatz Süd Die Realisierung des Bahnhofsvor- platzes in der Bahnstadt beginnt. Dazu loben die Stadt Heidelberg und die Gustav Zech Stiftung einen Realisierungs- und Ideenwettbe- werb aus, an dem sich jeder europä- ische Landschaftsarchitekt betei- ligen kann. Wir können gespannt sein auf ein neues städteplaneri- sches Highlight. Vergessen werden darf dabei aber nicht der Bahnhofs- platz auf der anderen Seite Rich- tung Bergheim und Weststadt, der von manchem Bürger bereits als „Schandfleck“ bezeichnet wird. Sei- ne Neugestaltung ist mindestens genauso wichtig! anja.markmann@afd-bw.de Bunte Linke Dr. Arnulf Weiler-Lorentz Schulsanierung vor Großsporthalle Schulsanierungen werden seit Lan- gem häufig als Sparlösungen, nur teilweise oder mit jahrelanger Verzö- gerung durchgeführt. Es fehlen Mit- tel, aber auch ausreichend Personal, um nötige Maßnahmen umzusetzen. Die Bauverwaltung ist durch zahl- reiche Projekte (Bahnstadt, Konver- sionsflächen, Bergheim, Masterplan Neuenheimer Feld) überlastet. Teure Großprojekte reißen Löcher in den städtischen Haushalt (Mark-Twain- Zentrum, Großsporthalle, Konferenz- zentrum). Wir fordern andere Priori- täten.Wir fordern,die Elternvertreter an der Erstellung der Prioritätenliste für Schulprojekte zu beteiligen. arnulf.lorentz@t-online.de

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