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Gemeinschaftsschulen für Heidelberg beantragt

Gemeinderat unterstützt Antrag von Geschwister-Scholl-Schule und Waldparkschule beim Regierungspräsidium

Die Geschwister-Scholl-Schule in Kirchheim und die Boxberger Waldparkschule möchten sich zu Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln. Beide Schulen haben entsprechende Konzepte entwickelt und ihre Anträge beim Regierungspräsidium und Kultusministerium gestellt.

Die Waldparkschule hat sich mit der Geschwister-Scholl-Schule als Gemeinschaftsschule beworben.
Die Waldparkschule hat sich mit der Geschwister-Scholl-Schule als Gemeinschaftsschule beim Regierungspräsidium und Kultusministerium beworben. (Foto: Rothe)

Volle Rückendeckung bekamen die beiden Schulen jetzt vom Gemeinderat, der am 25. Oktober einstimmig Unterstützung für die Anträge zusagte. Die Stadt sichert zu, alle Ausstattungs-Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Bildungsstandards von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien an den beiden Standorten gewährleistet werden können.

„Schulen und Stadt haben die bisher gestellten Hausaufgaben erledigt“, resümierte Stephan Brühl, Leiter des Amtes für Schule und Bildung der Stadt. Das positive Ergebnis der Schulvisitationen der Staatlichen Schulämter Mannheim und Karlsruhe Ende September stimmt ihn hoffnungsvoll, dass die Anträge beider Schulen positiv vom Land beschieden werden. Die Schulamtsvertreter seien beeindruckt gewesen von der Schulausstattung, den Lernlaboren der Klassen 5 und 6, dem lebhaften Ganztagesschulbetrieb in Kirchheim und den bisherigen Bemühungen rund um das Thema „Inklusion“.

Dass die derzeitige geringe Anzahl der Werkrealschüler an den beiden Heidelberger Schulen gegen die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule sprechen könnte, schloss Endrik Ebel vom Staatlichen Schulamt Mannheim bereits bei der gemeinsamen Sitzung des Kultur- sowie des Haupt- und Finanzausschusses am 18. Oktober aus: „Die jetzigen Zahlen der Werkrealschulen lassen keine Rückschlüsse darauf zu, wie viele Schüler sich an der Gemeinschaftsschule anmelden werden“, sagte Ebel.

Ob die beiden Schulen Gemeinschaftsschulen werden, entscheiden Regierungspräsidium und Kultusministerium bis Januar 2013. Sollte das Land nur eine Gemeinschaftsschule für Heidelberg genehmigen, wird die Stadt als Schulträger zu ihren Standortwünschen gehört, sagte Ebel am 18. Oktober zu.

Gemeinschaftsschule

Die Gemeinschaftsschule bietet die Bildungsstandards der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums an. An ihr lernen alle Schülerinnen und Schüler nach ihren individuellen Voraussetzungen. Inklusive Bildungsangebote, Selbstlernprozesse und kooperative Lernformen sind Bestandteil der Schule. Die üblichen Klassen sind durch Lerngruppen ersetzt, in denen die Schülerinnen und Schüler miteinander und voneinander lernen.  (eu)