Kultur

Die Schumanns in Heidelberg

Ausstellung „Robert und Clara Schumann an Oberrhein und Neckar“ ab 29. März im Universitätsmuseum

Im Schumann-Jahr 2010 zeigt das Universitätsmuseum in der Alten Universität die Ausstellung „Robert und Clara Schumann an Oberrhein und Neckar“. Die Ausstellung zeichnet anhand von Schrift- und Notendokumenten, Bildern und Plakaten unter anderem Robert Schumanns Studienjahr in Heidelberg und die Konzertprogramme von Clara Schumann nach.

Clara und Robert Schumann. Daguerreotypie von Johann A. Völlner 1850
Clara und Robert Schumann. Daguerreotypie von Johann A. Völlner 1850 (Schott-Verlag Mainz)

Eröffnet wird die Präsentation am 29. März. Veranstalter sind der Heidelberger Geschichtsverein zusammen mit dem Kulturamt der Stadt Heidelberg, dem Universitätsmuseum und dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität.

Gemeinsam haben Clara und Robert Schumann Heidelberg nur ein einziges Mal besucht: am 22./23. Juli 1851. Bei ihren späteren Konzertreisen an den Oberrhein trat Clara dreimal im „Museum“ am heutigen Universitätsplatz auf, Robert hatte schon 1829/30 ein für sein weiteres Leben entscheidendes Jahr in der Universitätsstadt verbracht. Er saß täglich am Klavier, besuchte den Singkreis seines akademischen Lehrers A. F. J. Thibaut und hatte am 24. Januar 1830 im „Museum“ seinen letzten öffentlichen Auftritt als Pianist. An seine Mutter schrieb er: „In Leipzig hab’ ich unbekümmert um einen Lebensplan so hingelebt, (...) hier hab’ ich mehr gearbeitet, aber dort und hier immer innig und inniger an der Kunst gehangen. Jetzt stehe ich am Kreuzwege und erschrecke bei der Frage: Wohin? – Folg’ ich meinem Genius, so weist er mich zur Kunst, und ich glaube, zum rechten Weg.“

Clara Schumanns Bedeutung als Pianistin liegt nicht nur in der Virtuosität ihres Vortrags, sondern auch in dem dargebotenen Repertoire, mit dem sie den bis heute gültigen Kanon der Kompositionen von Bach bis Brahms geprägt hat.

Die Ausstellung ist vom 30. März bis zum 8. Juli im Universitätsmuseum, Alte Universität, Grabengasse 1 zu sehen. Sie ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Begleitheft mit Beiträgen von Joachim Draheim und Wolfgang Seibold erscheint in der Schriftenreihe von Archiv und Museum der Universität.

Zur Eröffnung am Montag, 29. März, 19 Uhr, sprechen Prof. Matthias Untermann und Prof. Dorothea Redepenning. Um 20 Uhr folgt das Konzert des Heidelberger Madrigalchors in der Alten Aula. Aufgeführt werden Klavierwerke, Chöre und Lieder von Robert Schumann. Karten gibt es unter www.heidelberger-madrigalchor.de, an allen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.