Stimmen aus dem Gemeinderat

CDU

Margret Dotter

Kinder sicher unterwegs

Margret Dotter

Hatten auch Sie schon Angst, dass Ihre Kinder im Straßenverkehr verunglücken könnten? Fast allen Eltern sitzt diese Angst im Nacken. Die Statistik unterstreicht die elterliche Sorge, denn in Deutschland belegen Verkehrsunfälle den unrühmlichen Platz eins bei den Todesursachen von Kindern unter sechs Jahren. Die Verkehrserziehung im Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule ist unabdingbar. Sie reicht jedoch nicht, um den Straßenverkehr für Kinder sicher zu machen. Gefordert ist die Stadt, die als Verkehrsbehörde durch geeignete Maßnahmen für sichere Verkehrsräume sorgen muss. Oft denkt man blauäugig, dass Wege und Straßen, die Kinder zu Fuß und mit dem Rad benutzen, um zur Schule, zum Kindergarten oder zu den Spiel- und Sportplätzen zu gelangen, kindergerecht gestaltet sind. Ein möglicherweise tödlicher Irrtum. Dies offenbarte eindringlich eine Informationsveranstaltung zum Thema „Leitlinien für eine kinderfreundliche Verkehrsplanung“, zu der die Kinderbeauftragten der Stadt eingeladen hatten. Recht haben die Kinderbeauftragten, wenn sie Stadtplaner und Politiker auf kritische Stellen in den Stadtteilen hinweisen und konkrete Vorschläge machen, wie diese Mängel durch bauliche und ordnungsrechtliche Maßnahmen beseitigt werden könnten. Sinnvolle und oft nicht teuere Gestaltungen wären beispielsweise Gehwegnasen, Querungshilfen oder Hinweissysteme an neuralgischen Punkten. Die Kinderbeauftragten suchen den transparenten Dialog mit dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung. Sie schlagen die Verabschiedung einer Checkliste für kinderfreundliche Verkehrsplanung vor, die im Vorfeld jeder Verkehrsplanung beachtet werden müsste. So könnten Unfälle reduziert und kostspieliger Ärger über nachträgliche Änderungen in der Verkehrsführung erspart werden. Was mir an der Veranstaltung der Kinderbeauftragten besonders gut gefallen hat, war der positive Teamgeist sowie der fraktionsübergreifende Konsens, dass auch in Zeiten knapper Kassen unbedingt geholfen werden muss. Es herrschte Einigkeit über die Einrichtung eines Haushaltstitels „zur Herstellung von Kindersicherheit im Verkehr“, der schnell und unbürokratisch für die Beseitigung brisanter Gefahrenpunkte vom Tiefbauamt eingesetzt werden könnte. Genau wie beim Spielplatzkonzept könnte Stadtteil für Stadtteil die Wegesicherheit der Kinder verbessert werden.

Wir bedanken uns bei den Kinderbeauftragten für ihre konstruktive ehrenamtliche Arbeit. Gemeinsam mit ihnen werden wir die Sicherheit für Kinder im Heidelberger Straßenverkehr erhöhen.