Stadt Heidelberg informiert



Presse- und Informationsdienst der Stadt Heidelberg,
herausgegeben vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit,
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20. Juni 2005

  Grundschule Emmertsgrund nimmt zum neuen
Schuljahr Ganztagesbetrieb auf
Beharrlich hatten sich Schule, Eltern, Gemeinderat, Verwaltung und Oberbürgermeisterin Beate Weber für die Einrichtung einer Ganztagesgrundschule auf dem Emmertsgrund eingesetzt. Mit Erfolg: Anfang des Jahres genehmigte das Land im zweiten Anlauf den Antrag der Stadt Heidelberg. Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 startet das einmalige Kooperationsmodell zwischen Schule und städtischer Jugendhilfe
Viele Eltern im Heidelberger Stadtteil Emmertsgrund können jetzt aufatmen: Ab dem kommenden Schuljahr, also ab September dieses Jahres, bietet die Grundschule Emmertsgrund allen Erst- bis Viertklässler/innen eine verlässliche Betreuung und Förderung täglich von 7.30 bis 17 Uhr an. Damit bekommt Heidelberg eine von drei reinen Ganztagesgrundschulen in Nordbaden (insgesamt zehn in ganz Baden-Württemberg).

Der Weg bis dahin erforderte einen langen Atem: Erst im zweiten Anlauf, zum Jahreswechsel 2004/2005 ließ sich das Kultusministerium von der Dringlichkeit des städtischen Antrags auf einen Ganztagesschulbetrieb in der Grundschule Emmertsgrund überzeugen. Es dauerte noch bis zum Frühjahr 2005, bis der offizielle Bescheid bei der Stadt Heidelberg einging. Seitdem wird intensiv an der Ausgestaltung des pädagogischen und organisatorischen Konzeptes gearbeitet, damit der neue Schulbetrieb rechtzeitig in vollem Umfang aufgenommen werden kann. Das fertige Konzept stellten nun Oberbürgermeisterin Beate Weber, Bürgermeister Dr. Joachim Gerner, die Leiterin des Kinder- und Jugendamtes Myriam Feldhaus und der Leiter des Staatlichen Schulamtes Detlef Böhme gemeinsam auf einer Pressekonferenz vor.

Zum Schuljahr 2005/2006 wird die Grundschule Emmertsgrund in eine so genannte teilgebundene Ganztagesschule umgewandelt. Teilgebunden bedeutet, dass die Teilnahme an den Ganztagesangeboten auf freiwilliger Basis geschieht. Wer sich aber einmal für die Angebote der Ganztagesschule entschieden hat, muss auch auf Dauer daran teilnehmen.

"Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, in so kurzer Zeit ein wirklich überzeugendes Konzept für einen Ganztagesbetrieb an der Grundschule Emmertsgrund zu entwickeln. Mein Dank gilt allen Beteiligten in der Schule, der Stadtverwaltung und im Jugendzentrum Emmertsgrund, die in den letzten Monaten mit großem Engagement eng zusammengearbeitet haben," so Oberbürgermeisterin Beate Weber. "Die Herausforderungen waren klar. Es ging nicht um freizeit-pädagogische Betreuungsmaßnahmen, sondern um eine sinnvolle pädagogische Arbeit aufgrund der vielschichtigen Probleme vor Ort. Zur erfolgversprechenderen Integration aller Kinder hätten wir die Ganztagesschule gern verbindlich eingerichtet, das Land sieht aber prinzipiell nur eine freiwillige Teilnahme vor."
Das gesamte Ganztagesangebot ist im Unterschied zu bisherigen Angeboten kostenfrei. Es umfasst die Bereiche Unterricht, Sprachförderung, Lernen lernen, soziale Kompetenz, Projekte, pädagogische Freizeitaktivitäten, Betreuungsangebote während der Mittagspause, Hausaufgabenhilfe, eine umfassende Kooperation mit der Jugendhilfe und den Vereinen im Stadtteil sowie eine Betreuung in den Ferien. Lediglich die Kosten für das Mittagessen sowie die verlässliche und wochenweise buchbare Ferienbetreuung tragen Eltern und Erziehungsberechtigte selbst. Damit reduziert sich der Beitrag für die Kinder, die bisher den Hort besucht haben, erheblich. Der Hort an der Grundschule Emmertsgrund wird im Zuge der Umwandlung natürlich in die Ganztagesschule integriert.

Für die Umsetzung des Ganztagesbetriebes erhält die Schule insgesamt 102 Lehrerwochenstunden zusätzlich, das entspricht etwa vier Lehrerdeputaten. So können eine Erweiterung der Lernzeit an drei Nachmittagen (nur der Unterricht an einem Nachmittag ist für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich) und die gezielte Förderung einzelner Kinder gerade im sprachlichen Bereich durch die Lehrerinnen direkt erfolgen. Gerade der große Anteil nicht deutschsprachiger Kinder stellt hier außerordentlich hohe Anforderungen, denen die Schule nun mit einem ausgeprägten "prophylaktischen Sprachförderprofil" begegnet.

Die Finanzierung zeigt, dass die Stadt einen Großteil der Kosten dieser Ganztagesschule übernimmt: z. B. vollständig die verlässlichen Betreuungs- und Bildungsangebote, die nicht durch die erweiterte Lernzeit der Schule - und damit vom Land - abgedeckt werden. Dazu gehören die tägliche zweistündige Mittagspause, zwei ganze Nachmittage sowie die Randstunden von 16 bis 17 Uhr an den drei Tagen, die durch die erweiterte Lernzeit und Arbeitsgemeinschaften der Schule abgedeckt sind. Hinzu kommen wie bisher die Schulsozialarbeit, die gesamte Ferienbetreuung und ein finanzieller Beitrag zur Frühbetreuung zwischen 7.30 und 8 Uhr, mit dem die Schule eigenständig die Betreuung organisieren kann. (siehe Grafik).

Im Rahmen der vielfältigen Betreuungsangebote kommt dem Jugendzentrum Emmertsgrund eine herausragende Rolle zu. Das dort bereits vorhandene offene Angebot wird durch verlässliche Angebote und Projekte ausgebaut und ergänzt. Kulturpädagogisches Höhepunkt wird im kommenden Schuljahr ein Projekt des städtischen Kinder- und Jugendtheaters sein. Qualifizierte Theaterpädagogen erarbeiten dann einmal wöchentlich mit 20 Kindern ein Theaterstück, das in einer öffentlichen Präsentation im zwinger3 gipfelt.

Das Heidelberger Kooperationsmodell zwischen Schule und städtischer Jugendhilfe lebt von der engen Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Eltern. Vorgesehen sind individuelle, ganzheitliche Förderpläne für jedes der Kinder, die in einem sozial eher benachteiligten Umfeld aufwachsen, so wie das die Landesverfassung für Kinder vorsieht: "Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lange das Recht auf eine seiner Begabung entsprechende Erziehung und Ausbildung" (Artikel 11, Abs.1). Beate Weber betonte auf der Pressekonferenz ausdrücklich, dass die kommunalen außerschulischen Nachmittags- und Betreuungsangebote sowie die Schulsozialarbeit freiwillige Leistungen der Stadt seien. "Denn eigentlich liegen sie in der originären Zuständigkeit des Landes", so die Oberbürgermeisterin.

 


  Schätze der Kindheit
"Retrospektiven: Elke Wassmann" - Eine Ausstellung der Stadt Heidelberg im Kurpfälzischen Museum
Die sechste Ausstellung in der Reihe "Retrospektiven. Ausstellungen der Stadt Heidelberg im Kurpfälzischen Museum" ist der Heidelberger Malerin Elke Wassmann gewidmet. "Die Ausstellung und der Katalog sollen ein Zeichen der Anerkennung der Stadt Heidelberg für das Werk Elke Wassmanns sein, deren Leben immer stark mit Heidelberg verbunden war", sagte Oberbürgermeisterin Beate Weber bei der Ausstellungseröffnung.

Den kunstinteressierten Bürgerinnen und Bürgern Heidelbergs ist Elke Wassmann längst keine Unbekannte mehr. Hier aufgewachsen und - abgesehen von einigen Auslandsaufenthalten und ihrer Ludwigshafener Zeit - in Heidelberg lebend, gehört sie zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der Region. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Professor Joachim Geissler-Kasmekat und anderen Künstlerfreunden gründete sie den Heidelberger Malkreis, in dem Künstler der Phantastischen Malerei seit 1985 eine Heimat fanden. 1994 wurde sie mit dem Willibald-Kramm-Preis ausgezeichnet, dem einzigen Heidelberger Preis für bildende Künstlerinnen und Künstler.

Im Mittelpunkt der Ausstellung, die den Titel "Schätze der Kindheit" trägt, stehen Gemälde, die Elke Wassmann in Öllasurmalerei fertigte. Diese Technik, die vor allem in der Zeit des Barock ihre Blüte hatte, erlaubt es der Künstlerin, besonders feine Farb- und Tiefenwirkungen zu erzielen. "Elke Wassmann beherrscht meisterhaft ihr surreales Metier und kann nach Belieben mit Symbolen und Verschlüsselungen umgehen", urteilte die Kunsthistorikerin Dr. Christina Knapp in ihrer Laudatio.

Die Arbeiten erzählen bei aller Gegenständlichkeit Geschichten aus der Welt der Träume. Sie sind surreal und magisch, sie ermöglichen den Betrachtern einen großen Assoziationsspielraum. Erinnerungen werden ebenso wach, wie sich aktuelle Bezüge herstellen lassen. "Wir alle betreten im Traum die geheimen Räume des Inneren, in denen wir umhergehen, Erlebnisse haben und Dinge sehen, die wir, wenn wir uns hinterher erinnern, rätselhaft und fremd finden", sagt Elke Wassmann über ihr Werk.

Zur Ausstellung wird ein Katalog mit einer Einführung von der Kunsthistorikerin Dr. Christina Knapp angeboten: für 15 Euro während der Ausstellung im Kurpfälzischen Museum und anschließend für 19,50 Euro im Buchhandel.

Bis zum 17. Juli ist die Ausstellung "Schätze der Kindheit" im Wechselausstellungsraum des Kurpfälzischen Museums, Hauptstraße 97, jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Führungen mit Künstlergespräch sind am Sonntag, 26. Juni, 3., und 10. Juli, jeweils von 16 bis 18 Uhr.


  Nachtrag zur Sitzung des Umweltausschusses
Der Umweltausschuss tagt wieder am
am Mittwoch, 22. Juni 2005, um 16 Uhr,
im Neuen Sitzungssaal, Zimmer 0.06, Marktplatz 10.
Folgende Punkte wurden neu auf die Tagesordnung der nicht-öffentlichen Sitzung aufgenommen:

8 Antrag 0028/2005, Antragsteller: GAL-Grüne, SPD, vom 4. Mai 2005
Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Die Verwaltung möge berichten
1. über den derzeitigen Stand der Verwendung von Ruß-/Partikelfiltern bei Fahrzeugen der Stadt, städtischen Gesellschaften und gegebenenfalls anderen
2. über Pläne zur Nach- und Umrüstung in den vorgenannten Bereichen
3. über den erforderlichen Investitionsbedarf für eine Nach-/ Umrüstung aller Fahrzeuge der Stadt und ihrer Gesellschaften bis 2010

8.1 Entwurf des Maßnahmenkatalogs der Stadt Heidelberg zum Luftreinhalteplan des Umweltministeriums Baden-Württemberg


  Sportausschuss tagt
Der Sportausschuss tagt wieder
am Donnerstag, 23. Juni 2005, um 16 Uhr,
im Neuen Sitzungssaal, Rathaus, Marktplatz 10.
In der nicht öffentlichen Sitzung werden folgende Themen beraten:

1. Neufestsetzung der Entgelte für die Nutzung von Schulräumen, Schulküchen und Sport-/Mehrzweckhallen

Außerdem sind in der nicht öffentlichen Sitzung 5 weitere vertrauliche Tagesordnungspunkte zur Beratung/Beschlussfassung vorgesehen.


  Abfallgebühren werden fällig
Das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Heidelberg macht darauf aufmerksam, dass die dritte Rate der Abfallgebühren 2005 zum 1. Juli fällig wird. Das Amt bittet darum, bei manueller Zahlung diesen Termin zu beachten und die Angabe des jeweiligen Buchungszeichens nicht zu vergessen.

  Neue Parkscheinautomaten
In der Fehrentzstraße zwischen Vangerowstraße und Bergheimer Straße sowie auf der Nordseite der Friedrich-Ebert-Anlage zwischen Märzgasse und Friedrich-Ebert-Platz werden in Kürze Parkscheinautomaten aufgestellt. Die Parkplätze in den genannten Straßenabschnitten werden dann montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr sowie samstags von 8 bis 14 Uhr gebührenpflichtig sein.

Auf den Kurzzeitzeitparkplätzen (mit Parkscheibe) in der Friedrich-Ebert-Anlage durften Anwohner/innen mit Parkausweis bisher zeitlich unbegrenzt parken. Als Ersatz werden zusätzliche Anwohnerparkplätze in der Verbindungsstraße zwischen der Klingentorstraße und der Friedrich-Ebert-Anlage sowie entlang der Friedrich-Ebert-Anlage kurz nach der Einmündung der Klingenteichstraße und im Bereich des Bunsenplatzes eingerichtet.

Die restlichen Parkplätze in der Fehrentzstraße bleiben bis auf Weiteres ohne besondere Parkregelung.


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Stand: 20. Juni 2005