Stadt Heidelberg informiert



Presse- und Informationsdienst der Stadt Heidelberg,
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15. April 2005

  Heidelberger Förderprogramm macht landesweit Schule
Projekt "Nachhaltiges Wirtschaften für kleine und mittlere Unternehmen" ist Vorbild für neues Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg
Die Stadt Heidelberg ist in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit seit Jahren stark engagiert und initiiert immer wieder innovative Projekte. Eins dieser Projekte ist das Förderprogramm "Nachhaltiges Wirtschaften für kleine und mittlere Betriebe", das bereits seit vier Jahren in zahlreichen mittelständischen Betrieben erfolgreich umgesetzt wurde beziehungsweise wird. Der Erfolg des Programms hat jetzt das Land Baden-Württemberg auf den Plan gebracht. In Kooperation mit dem Umwelt- und Verkehrsministerium und dem Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW Baden-Württemberg) hat das Land mit "ECOfit" ein neues Förderprogramm aufgelegt, das angelehnt ist an das Heidelberger Projekt "Nachhaltiges Wirtschaften".

Bei der Vorstellung von "ECOfit" am 15. April in der Heidelberger Brauerei freute sich Heidelbergs Oberbürgermeisterin Beate Weber daher sichtlich: "Natürlich bin ich besonders stolz darauf, dass sich das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden Württemberg unser Förderprogramm zum Vorbild genommen hat und das Landesförderprogramm "ECOfit" inhaltlich und auch von der Struktur her fast vollständig darauf aufbaut".

Entstehungsgeschichte des Projekts "Nachhaltiges Wirtschaften"
Als "Keimzelle" des Projekts "Nachhaltiges Wirtschaften" gilt der Runde Tisch. Dieser wurde bereits 1998 von der Stadt ins Leben gerufen, um Aspekte der Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Handel zu fördern und entwickeln. Am Runden Tisch beteiligten sich Vertreter/innen der Wirtschaftsbetriebe, Interessenverbände wie IHK und Kreishandwerkerschaft, sowie weitere relevante Gruppen aus den Bereichen Wirtschaft und Umwelt. Bei allen beteiligten Unternehmen - quer durch die verschiedensten Branchen - zeigte sich, dass die Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie für die Betriebe deutliche Vorteile schaffen kann. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen benötigen dabei oft einen Anstoß von außerhalb des Betriebes. Um die Einbindung von externen Experten zu finanzieren, stellte das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg mit Unterstützung des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) im Jahr 1999 einen Projektantrag bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Durch die Zusage der Förderung des Projektes für zwei Jahre war die finanzielle Grundlage gesichert, um die Projektidee zu konkretisieren und umzusetzen.

Im Sommer 2001 begann die erste Projektphase mit elf Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Mittlerweile haben 26 Betriebe das Projekt erfolgreich abgeschlossen - weitere neun Betriebe nehmen in der aktuellen Projektphase teil, die im Herbst 2005 enden wird.

Projektablauf und -inhalte
Das Projekt unterstützt kleine und mittlere Unternehmen beim Aufbau eines Umweltmanagementsystems und entsprechender Organisationsstrukturen. Die Betriebe erstellen Umweltleitlinien und ein Umweltprogramm und suchen Wege, um nachhaltige Betriebsformen zu verwirklichen. Dabei stehen nicht nur die Umweltfreundlichkeit und die Kosteneinsparungen im Vordergrund, das Förderprojekt bezieht vielmehr auch soziale Aspekte (Bürgerschaftliches Engagement, Fragen der Ausbildung, Betriebliche Gesundheitsförderung und so weiter) mit ein. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen sind die personellen und finanziellen Ressourcen meist nicht vorhanden, um die oben genannten Strukturen und Maßnahmen selbstständig zu entwickeln.

In sechs Workshops wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement mbH (Arqum) gemeinsam mit den begleitenden Ämtern der Stadt Heidelberg das theoretische Know-how vermittelt, wobei bei jedem Thema immer der Praxisbezug und der direkte Nutzen für die Betriebe im Vordergrund stehen.

Ergänzend finden insgesamt vier ausführliche Vorort-Termine von Arqum und der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg Nachbargemeinden gGmbH (KliBA) statt. Dabei werden ein Umweltcheck, ein Umweltrechtscheck und eine Energieberatung durchgeführt. Auf dieser Basis werden dann, gemeinsam mit der Geschäftsführung der jeweiligen Firma, eine Schwachstellenanalyse vorgenommen, das Verbesserungspotential festgestellt und die notwendigen Maßnahmen definiert.
Der teilnehmende Betrieb dokumentiert alle Schritte in einem eigens für das Projekt entworfenen Ordner, dessen Inhalt die Grundlage für die Abschlussprüfung und Feststellung der Prämierungswürdigkeit darstellt. Die Prüfung erfolgt durch die Mitglieder der Projektkommission, in der Heidelberger Umweltexperten der Industrie, der Verbände und der Wissenschaft vertreten sind.

Höhepunkt einer Projektphase ist die Prämierungsveranstaltung, bei der die erfolgreichen Geschäftsführer/innen in einem festlichen Rahmen eine Urkunde erhalten. Damit sind sie dann berechtigt, das Logo zu Werbezwecken zu verwenden.

Projekterfolge
Nach dem Motto "Angebote statt Verbote" konnten im Rahmen des Projektes anfängliche Hemmschwellen überwunden und zwischen Stadtverwaltung, Industrie und Gewerbe eine Vertrauensbasis hergestellt werden. In den vier Jahren der Projektlaufzeit ist ein Netzwerk entstanden, das im Rahmen regelmäßiger Treffen mit Vorträgen und Workshops über aktuelle Themen informiert wird. Vereinzelt haben sich Kooperationen der teilnehmenden Firmen entwickelt.

Die Maßnahmen in den Betrieben führen zu finanziellen Einsparungen, so dass der angestrebte "Win-Win-Ansatz" bestätigt wurde. Untersuchungen der Umweltmaßnahmen von 15 Betrieben aus Phase I und II ergaben jährliche Einsparungen von insgesamt 150.000 Euro beziehungsweise unter anderem im Energiebereich Einsparungen von circa 275 Tonnen Kohlendioxid. Diese Einsparungen werden überwiegend durch organisatorische Maßnahmen, Fortbildungen der Belegschaft oder durch Investitionen, die sich in der Regel schnell bezahlt machen, erreicht.

So sparen beispielsweise die Isolierung des Daches einer Lagerhalle und geringe Änderungen im Heizungssystem bei der Heidelberger Brauerei jährlich Heizkosten im Wert von 5.200 Euro und 28 Tonnen Kohlendioxid ein. In der Firma Orth führte eine Schulung der Fahrer für eine spritsparende Fahrweise zu einem rund sieben Prozent geringeren Verbrauch an Dieseltreibstoff. Dies bedeutet eine jährlich Einsparung von über 30.000 Euro und 87 Tonnen Kohlendioxid. 20.000 Euro jährlich spart das Mathilde-Vogt-Haus allein durch die projektbedingte Überprüfung und den Wechsel des Stromtarifs. Hinzu kommt eine Vielzahl von kleineren Einzelmaßnahmen bei der Abfallentsorgung oder dem Trinkwasser-Verbrauch. Ein Autohaus aus der ersten Phase konnte durch ein verbessertes System der Abfalltrennung 78 Prozent des Restmüllvolumens einsparen, was eine Ersparnis von 8.500 Euro pro Jahr bedeutet.

"Dank dieses Förderprogramms", so Oberbürgermeisterin Weber, "haben wir in den teilnehmenden Betrieben beachtliche Erfolge erzielen können. Mir persönlich liegt dieses Projekt besonders am Herzen, da es im besten Sinne eine nachhaltige Entwicklung befördert, indem es gleichzeitig ökologische, ökonomische und sozial positive Folgen hat. Dann ist es Wirtschaftsförderung und Standortsicherungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen, die in Kommunen eine wesentliche Säule einer nachhaltigen Stadtentwicklung sind. Allein der Beitrag, den sie mit der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen leisten, ist enorm und äußerst wichtig, um der Jugend einer Stadt eine Perspektive bieten zu können. In dieser Hinsicht ist es mir eine große Freude Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir das Projekt auch im Herbst fortsetzen werden. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet, doch stehen noch genügend Plätze für weitere Teilnehmer zur Verfügung. Daher danke ich dem Ministerium für die Zusage, unser Projekt aus dem "ECOfit" - Programm zu fördern, so dass wir auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit weiterhin in der Lage sind, kleine und mittlere Firmen bei der Einführung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu unterstützen."

Ansprechpartner bei Rückfragen:

Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg. Telefon: 06221/ 58-18000, Fax: 06221/ 58-18290 oder per E-Mail: Umweltamt.Heidelberg@Heidelberg.de.


  Baustellen im Stadtgebiet Heidelberg
Übersicht über die aktuellen Baustellen in der Zeit vom 18. bis 24. April
  • Kirchheimer Weg zwischen Franzosengewann und Mörgelgewann: Bau der Straßenbahn und Leitungserneuerungen; westliche Fahrspuren gesperrt, Verkehr verläuft über die östlichen Fahrspuren; ab Ilse-Krall-Straße in Richtung Kirchheim Verschwenkung auf die Westseite; keine Umleitungsempfehlung.
  • B 37 östlich der Orthopädie: Stützmauersanierung, Verengung auf eine Fahrspur pro Richtung; keine Umleitungsempfehlung.
  • Karlstraße wegen Arbeiten an der Gasleitung gesperrt. Keine Durchfahrt vom Karlstor zur Friedrich-Ebert-Anlage.

  Stadtgeschichte im Gehen
Neue Reihe: Das Zeitalter der Aufklärung 1648 bis 1803
Das Kulturamt der Stadt Heidelberg lädt zu einer neuen Reihe "Stadtgeschichte im Gehen" mit dem Dichter Michael Buselmeier und Kulturamtsleiter Hans-Martin Mumm ein. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Zeitalter der Aufklärung von 1648 bis 1803. Die Führungen finden an folgenden Terminen statt:

Sonntag, 17. 4. 2005, 11 Uhr: Altstadt II
Treffpunkt: Herkulesbrunnen am Marktplatz
Sonntag, 24. 4. 2005, 11 Uhr: Handschuhsheim
Treffpunkt: Vor der Tiefburg in Handschuhsheim
Sonntag, 8. 5. 2005, 11 Uhr: Vom Schlossberg zum Wolfsbrunnen
Treffpunkt: Schlossberg 1 (Parkplatz), Ende am Wolfsbrunnen in Schlierbach

Im mehrjährigen Turnus führen Michael Buselmeier und Hans-Martin Mumm durch die Epochen Heidelbergs und seiner Stadtteile. Zwischen dem Westfälischen Frieden 1648 und dem Ende der Kurpfalz 1803 gab es drei massive Einschnitte: die Gegenreformation seit 1685, die Zerstörungen 1689/93 und der Wegzug der Residenz nach Mannheim 1720. Trotzdem entwickelten sich Handel und Fremdenverkehr, die Ideen der religiösen Toleranz und der Aufklärung verbreiteten sich, und in der Baukunst, mit Musik- und Theateraufführungen und in Lesegesellschaften unterhielt und präsentierte sich das aufstrebende Bürgertum. Die Führungen dauern zwei, die Wanderung nach Schlierbach dauert drei Stunden. Sie enden, soweit nicht anders angegeben, in der Nähe des jeweiligen Treffpunkts. Die Teilnahme kostet drei Euro pro Person.

 


  Kinder-Ferienprogramm an Pfingsten
Kinder-Ferienprogramm an Pfingsten
Auch in diesem Frühjahr haben Kinder und Jugendliche, die in den Pfingstferien nicht in Urlaub fahren, die Möglichkeit, an zahlreichen Angeboten der Stadt und freier Träger der Jugendhilfe teilzunehmen.

Wie immer gibt es anmeldepflichtige Ferienangebote, bei denen aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl eine verbindliche Anmeldung gegen einen Unkostenbeitrag erfolgen muss und so genannte offene Angebote, die ohne Voranmeldung und in der Regel kostenlos besucht werden können. Die städtische Kinder- und Jugendförderung hat in einer Informationsbroschüre alle Angebote der verschiedenen Veranstalter in den Pfingstferien aufgelistet. Die Übersicht liegt kostenlos bei der Kinder- und Jugendförderung in der Plöck 2a sowie in allen Bürgerämtern aus.

Bei den anmeldepflichtigen Ferienaktionen existiert in der Regel ein Anmeldeschluss. Daher empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung. Weitere Informationen zu den einzelnen Ferienaktionen erteilen die jeweiligen Veranstalter, dort erfolgen auch die Anmeldung und Bezahlung. Das Ferienprogramm findet man auch hier.


  Reparatur der Gasleitung am Kornmarkt
Änderung der Verkehrsführung in der östlichen Altstadt ab Montag, 18. April
Wegen einer Gasentweichung muss die Stadtwerke Heidelberg AG (SWH) die Gasleitung im südöstlichen Bereich des Kornmarktes erneuern. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 18. April 2005. Für voraussichtlich zwei Wochen muss die Karlstraße in Höhe des Kornmarktes gesperrt werden.

Dadurch ergeben sich für den Verkehr in der östlichen Altstadt einige Änderungen:

  • Die Durchfahrt vom Karlstor über die Karlstraße zur Friedrich-Ebert-Anlage ist für Autofahrer/innen während der Bauzeit nicht möglich.
  • Die RNV-Busse der Linien 11 und 33 werden mit Hilfe einer Ampel über die Hauptstraße an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Haltestelle Rathaus/Bergbahn wird in beiden Richtungen bedient.
  • Wer im östlichen Teil der Hauptstraße parkt oder dort einen Stellplatz / eine Garage hat, muss über die Mönchgasse zur B 37 ausfahren.
  • Die Zufahrt zur Tiefgarage P 13 Karlsplatz/Rathaus bleibt unverändert; die Ausfahrt ist nur über die Mönchgasse möglich.
  • Die Zufahrt zum HGG-Parkhaus P 12 Kornmarkt/Schloss ist nur noch aus der Friedrich-Ebert-Anlage über den Oberen Faulen Pelz und die Neue Schlossstraße möglich. Die Ausfahrtmöglichkeiten sowohl über die Zwingerstraße in Richtung Zentrum als auch über die Mönchgasse in Richtung Schlierbach bleiben erhalten.

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Stand: 15. April 2005