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11. November 2005

  Wettbewerb: Ansporn für Veränderungen
Internationaler Verwaltungskongress "Bürgerservice und Kundenorientierung" im Heidelberger Rathaus
Mehr als hundert Verwaltungsfachleute und -wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und Luxemburg trafen sich kürzlich im Heidelberger Rathaus, um sich über die kommunale Verwaltungsreform auszutauschen und über Bürgerservice und Kundenorientierung zu diskutieren.

In den zurückliegenden Jahren nahm die Stadt Heidelberg stets eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der kommunalen Verwaltungsreform mit dem Ziel ein, die Stadtverwaltung zum modernen Dienstleistungsunternehmen zu entwickeln. Dieser Weg wird inzwischen auch von vielen anderen Kommunen erfolgreich beschritten.

Am Anfang stand das Bürgeramt. Denn, so Oberbürgermeisterin Beate Weber bei der Begrüßung der Tagungsteilnehmer/innen, wichtig war vor allem die Reform der Schnittstellen zwischen der Verwaltung und den Menschen, die zu ihr kommen. Während Verwaltungsbesucher für ihre Anliegen früher meist viele verschiedene Stellen aufsuchen mussten, erhalten sie heute die gewünschten Dienstleistungen in der Regel aus einer Hand.

Die Dezentralisierung der Bürgerämter nannte Beate Weber nicht nur eine Erleichterung für die Kundinnen und Kunden, sondern auch eine Stärkung der Infrastruktur in den Stadtteilen. Und schließlich: "Die Arbeitsplätze in den Bürgerämtern sind vielseitig und interessant und bieten die Chance zur Bewährung." Wichtig sei, dass die Mitarbeiter/innen zufrieden sind. Denn Reformen könnten nur "von oben und unten gewollt" funktionieren.

Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen neben der Kundenzufriedenheit stand auch bei den Ausführungen von Bürgeramtsleiter Rudi Lerche, dem Leiter des Personal- und Organisationsamtes, Roland Haag, und dem Leiter der Abteilung Haushalt und Controlling im Kämmereiamt, Hans-Jürgen Heiß, im Mittelpunkt. Es gehe nicht darum, wie die Behörde sich selbst den Verwaltungsalltag erleichtern, sondern wie sie ihren Kundinnen und Kunden am besten dienen kann, betonte Lerche.

Dieser gedankliche Ansatz sei den Verwaltungsbehörden, die sich keinem Wettbewerb zu stellen haben, bis vor wenigen Jahren fremd gewesen. Deshalb, so Lerche, sei der Wettbewerb der stärkste "Ansporn für Veränderungsprozesse". Ein Beispiel dafür sei die Zulassung von Kraftfahrzeugen. Während dieser Aufgabenbereich in Heidelberg (und in anderen Städten) in die Bürgerämter integriert und somit dezentralisiert sei, verschlössen sich viele Landkreise noch einer möglichen Delegation dieser Tätigkeit auf die Bürgermeisterämter.

Dass Landkreise in Hessen und Rheinland Pfalz schon seit geraumer Zeit gemeinsam mit den Gemeinden ein kundenfreundliches Verfahren bei der Kfz-Zulassung entwickelt haben, begründete der Heidelberger Bürgeramtsleiter mit der dortigen Kommunalverfassung, nach der auch die Landräte unmittelbar von der Bevölkerung gewählt werden und sich deshalb im Wahlkampf einem Wettbewerb guter Ideen stellen müssen. In Baden-Württemberg, so Lerche, werde nach der Eingliederung der staatlichen Behörden in die Landkreise ein weiterer Schritt der Verwaltungsreform folgen müssen, der eine Übertragung von publikumswirksamen Aufgaben vom Landkreis auf die Bürgermeisterämter zum Ziel hat.

Damit, wie sich die (unvermeidbare) Bürokratisierung "unspürbar" machen lässt, befasste sich Professor Dr. Helmut Klages, ebenso Emeritus der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer wie Professor Dr. Heinrich Reinermann, der das "E-Government im Kontrast von technischem Fortschritt und gesellschaftlicher Entwicklung" beleuchtete. Weitere Themen waren die  "Weiterentwicklung der öffentlichen Verwaltung in Österreich" (Magister Peter Biwald), das "Wissensmanagement an der Bürgerkontaktstelle" (Dr. Marion Steinert), das E-Government in den Kommunen Baden-Württembergs (Bernd Schulte) und das E-Government in der Metropolregion Hamburg (Dipl. Ing. Andreas Kirstein).


  Baustellen im Stadtgebiet Heidelberg
Übersicht über die aktuellen Baustellen in der Zeit vom 14. bis 20. November
  • Rottmannstraße (B 3): Wegen Gleissanierung und Leitungserneuerung gesperrt; Verkehr in Richtung Stadtzentrum wird ab Hans-Thoma-Platz über Berliner Straße; Süd-Nord-Verkehr über Handschuhsheimer Landstraße, Kapellenweg, Steubenstraße und Dossenheimer Landstraße umgeleitet.
     

  • Kirchheimer Weg: Zwischen Rudolf-Diesel-Straße und Im Mörgelgewann einspurige Verkehrsführung; Umleitungsempfehlung: Cuzaring/Speyerer Straße.
      

  • Iqbal-Ufer (B 37): Hauptsammelkanal-Süd, 3. Bauabschnitt, Sperrung der Linksabbiegespuren; von der B 37 zur Vangerowstraße (Auffahrt zur Ernst-Walz-Brücke) Umleitung des Verkehrs aus Osten über Fehrentzstraße zur Bergheimer Straße, von der Mittermaierstraße/Vangerowstraße zur B 37 Umleitung des Verkehrs in Richtung Westen über Vangerowstraße/Fehrentzstraße zur Bergheimer Straße.  

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Stand: 11. November 2005